Wunderschöne Aufnahmen, habe ich mittels Futterstelle auf dem Fenstersims und Innenkamera selbst auch schon machen dürfen. Wir füttern nicht nur zu Hause, sondern auch schon mal unterwegs auf dem SP. So ein Meisenknödel ist meist mit an Bord, paßt an jeden Strauch und macht ´ne Menge Freude.
In 2004 hatten wir das besondere Vergnügen, zwei Entenküken vor dem Dahinscheiden zu retten und großzuziehen. Es geschah etwa 5 Tage, ehe wir mit dem Womo in den Norwegenurlaub aufbrachen.
Hier sind Daisy (gelb) und Doni (schwarz) in Petra´s Ellbeuge im Reich der Träume.
Daisy Doni - Kopie.JPG
Ein Tag vor der Abreise nach Norwegen schlug der Versuch, sie wieder "auszuwildern", monumental fehl. Andere "Tiere" als uns, oder gar andere Enten wurden nicht akzeptiert. Zur Untermauerung ihres Entschlusses verkrochen sie sich in mein Hosenbein.
Also flugs zum Raiffeisenmarkt, Kaninchendraht und Eckstäbe für ein mobiles Gehege besorgt sowie auf Anraten des Bauern Hein sogenanntes "Kükenstart", ein Aufzuchtfutter. Wenn wir nur gewußt hätten, wie schnell die davon wachsen...
Dann gings´s mit den Enten im Womo für knapp drei Wochen nach Norwegen und am Ende auch wieder nach Hause. Wir und die Enten erlebten keine Zollkontrolle. Jetzt, nach über zehn Jahren, sind alle etwaigen Verstöße gegen Einfuhrbestimmungen verjährt und ich darf darüber berichten. Es war ein wirklich einmaliger Urlaub. SP/ CP mußten für ein Entengehege immer Wiese haben, was in Norwegen kein Problem darstellte. Die Kommentare der Mitmenschen waren sehr vielfältig, wie "Habt Ihr Euren Proviant gleich mitgebracht?", was von mir ein sofortiges "Laß bloß die Finger von den Enten!" erntete. Manche andere hielten uns offensichtlich für ein wenig daneben. Nur was hätten wir tun sollen? Die Babyenten sich selbst überlassen? Konnten wir nicht.
Die normale Spülschüssel als Entenbad reichte bald nicht mehr, weil die so fix wuchsen. Im Supermarkt gab es größere Schüsseln und ich rannte regelmäßig mit Gießkannen über den Platz, um die Badeschüsseln zu füllen. Frisches Gras mußte mehrfach täglich geschnitten werden, um das Entenbett im Womo (ein kleiner Wäschekorb) artgerecht auszustatten. Aus Dankbarkeit wurde ich von den Enten dafür im Gesicht abgeschnäbelt. Die Nacht verbrachten Daisy und Doni in der Duschtasse. Der Eura war groß genug für eine separate Dusche, nur der allmorgendliche "Entenshittyservice" war nicht wirklich erbaulich. Bei Durchfahrten von Tunnels war das den Enten nicht geheuer. Sie kriegten Angst von dem Aufblitzen der Neonröhren an den Decken und mußten getröstet werden. Petra sang dann Entenlieder. Es gibt sehr viele Tunnels in Norwegen...
Das uns begleitende Pärchen im eigenen Womo hatte sich den gemeinsamen Urlaub, wie wir auch, etwas anders vorgestellt. Doch konnten wir mit den Enten an Bord natürlich nicht zu tagesfüllenden Städtebesichtigungen aufbrechen, das mußte etwas eingekürzt werden. Die Enten waren uns das wert und im Nachhinein bereuen wir nichts.
Hier sind die beiden in Norwegen auf einem SP in ihrem "Gehege":
Enten in NO.JPG
Auch nach dem Urlaub blieben uns die Enten treu, wohnten in unserem Vorgarten und versorgten uns über den Winter nahezu täglich mit frischen Enteneiern. Als wir dann etwa nach einem Jahr dort wegzogen, konnten die Enten nicht mit und mußten aus unserem Vorgarten ausgewiesen und zu einem kleinen Teich abgeschoben werden. Ich glaube, das fiel denen bedeutend leichter als uns. Die Zeit mit den Enten war wunderschön und wird uns unvergessen bleiben.
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