Ich, die beste Autofahrerin der Welt, könnte jeden Morgen zur Rambofahrerin mutieren. Nach Jahrzehnten schenkte mir der/die Steuerzahler(in) die 3. Spur auf der A4. Endlich pulste kein Stau mehr meinen Blutdruck in ungesunde Höhen. Aber das Geschenk währte nur kurz, denn dann kamen die Mittelspurfahrer und zwangen mich, die beste Autofahrerin der Welt, zur Slalomfahrt beim Überholen.
Was bitte um alles in der Welt ist der Grund dafür, dass man(n) kilometerweit auf der Mittelspur langsam vor sich hin zockelt?!
Der LKW in 3 Km Entfernung, der dann doch nicht überholt wird, weil es ja passieren könnte, dass dieser sie anblinkt und anhupt, weil frau/mann ihn durch zu frühes Einscheren zur Vollbremsung zwingt?
Ist es die Angst vor den Spurrillen auf der rechten Bahn, die die Ursache dafür waren, dass man sich beinahe die Zähne am Lenkrad ausgebissen hatte?
Oder hat ihnen jemand in Angstträumen geflüstert, dass die rechte Fahrspur nur langsamen Fahrzeugen zustehe?
Nein, auch das kann nicht der Grund sein, denn dann müssten sie ja die Spur wechseln.
Das ist es! Sie können keine Entfernungen und Geschwindigkeiten schätzen. Sie sind während der ganzen Fahrt mit dem einen Gedanken beschäftigt: Wie schaffe ich die Ausfahrt, wieso gibt es keine Autobahn-Verlassen-Mittelspur?
Nun dachte ich ja, es sind meine Geschlechtsgenossinnen vom Land, die mit staunend aufgerissenen Augen sich wundern, wenn die besten Autofahrer der Welt sie anhupen, weil sie kilometerweit die Überholspur für den Schönheitsschlaf nutzen. Aber weit gefehlt! Auch Männer holen ihren versäumten Nachtschlaf hier nach.
Und damit diese Träumer und Ignoranten dieses lesen, musste ich - sorry - die Mädels auf die Mittelspur schicken.
Was ist wohl die Reaktion hierauf?
Männer: hä, wat soll dat dann?
Frauen: ach so!


