Aus familiären Gründen tingeln wir immer noch zwischen unserer alten Heimat, einer angeblichen Großstadt, und dem Wohnort von Hannes' Mutter, einer Kleinstadt mit einem Zehntel der Einwohner der großen Stadt hin und her.
Keiner der beiden Orte verfügt über einen Stellplatz für Wohnmobile, geschweige denn über eine Ver- und Entsorgung. Auch zwischen diesen beiden Orten gibt es keine Möglichkeit für uns, nachzutanken oder loszuwerden.
Daher fragten wir an einer Tankstelle in der Kleinstadt, ob man uns dort Wasser verkaufen könnte. Ein Anschluss war da, wir boten mehr als das, was es kostete, doch die Besitzerin der Total-Tankstelle wollte uns partout nichts geben, obwohl Hannes die Notlage erklärte.
Wir machten uns auf den Weg zur freien Tankstelle des Ortes. Ohne lange zu fackeln, bot uns die Pächterin an, den Wagen vollzutanken. Ihren Tankwart wies sie an, einen langen Schlauch anzuschließen, da der Wasserhahn zu weit entfernt war.
Als Hannes ihr erklärte, warum wir in dieser misslichen Lage sind, weil wir zurzeit sehr häufig zu seiner Mutter müssen und nicht wegen Ver- oder Entsorgung wer weiß wie weit fahren wollen, zeigte sie uns, wo wir unsere Bongos ausleeren können und hieß uns für die Zeit unseres Aufenthaltes in diesem Ort willkommen. Offenbar ist sie selbst Besitzerin eines Wohnmobiles, denn sie meinte "Unter Campern hilft man sich doch!"
Ich möchte ihren Namen und Wohnort hier nicht nennen, weil sie sonst wohlmöglich in dieser Wohnmobil feindlichen Gegend bestürmt würde. Aber vielleicht ist sie selbst Mitglied in diesem Forum und liest es.
Ganz herzlichen Dank sagen Hannes und Nelly!
