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Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 13:40
von garibaldi
Genau das ist der Punkt, es geht um die Fürsorgepflicht des Staates, die Frage, ob der Staat dieser seiner Pflicht in ausreichendem Maße nachkommt. Eigenverantwortung ist schön und gut, aber wenn Dritte gefährdet werden, weil einer seiner Verantwortung nicht gerecht wird, muss eigentlich eingegriffen werden. Sehtests für ältere Fahrer sprechen ja nicht gegen Geschwindigkeitskontrollen für jüngere ...
Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 17:12
von Andy
MatthiasG hat geschrieben:
Mal ein kleines Beispiel von gestern, warm, stickig, Landstraße, ich mit Motorrad 70 km/H, Licht an, keine Sonne von hinten, klare Sicht. Auto kommt aus Stichstraße und fährt mir direkt vor das Vorderrad, es fehlten 10 cm, dann wäre ich in die Tür eingschlagen, der älter Herr stammelte nur was von, "ich hab sie nicht gesehen, entschuldigen sie bitte"
Sicherlich höflich und nett und auch entschuldbar, nur warum hatte er keine Brille auf der Nase? Mir fehlten so ein klein wenig die Worte, denn ich war nur froh, das die Bremsen frisch überholt waren und ich nicht zu schnell war.
Und dass nimmst Du als mir ein Grund, dass ältere Verkehrsteilnehmer einen Sehtest etc. machen sollen?
Das hätte Dir genau so gut mit jungen Verkehrsteilnehmern passieren können, die so eitel sind, dass Sie keine Brille oder Kontaktlinsen tragen, bzw sich selber einreden, dass Sie keine Brille benötigen.
Das hätte auch jedem anderen ohne Sehprobleme passieren können - übrigens passieren solche Unfälle öfter als man denkt und nicht nur mit älteren Verkehrsteilnehmern.
Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 17:23
von janoschpaul
janoschpaul hat geschrieben:Mal ein kleines Beispiel von gestern, warm, stickig, Landstraße, ich mit Motorrad 70 km/H, Licht an, keine Sonne von hinten, klare Sicht. Auto kommt aus Stichstraße und fährt mir direkt vor das Vorderrad, es fehlten 10 cm, dann wäre ich in die Tür eingschlagen, der älter Herr stammelte nur was von, "ich hab sie nicht gesehen, entschuldigen sie bitte"
Sicherlich höflich und nett und auch entschuldbar, nur warum hatte er keine Brille auf der Nase? Mir fehlten so ein klein wenig die Worte, denn ich war nur froh, das die Bremsen frisch überholt waren und ich nicht zu schnell war.
Matthias, da gibts jetzt aber mehrere Möglichkeiten, er hat einfach nicht aufgepasst oder er ist Brillenträger und hatte Sie nicht auf der Nase (beim Sehtest im "Alter" hat er die Brille dann sicher auf
, da hilft kein Test.)
Auch ich bin 44, auch ich bin für Sehtests und Auffrischungskurse Erste Hilfe, alles andere müssen wir gottseidank in der Verantwortung des Einzelnen lassen.
Sah ich genauso
Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 18:57
von Barny
Neuer Vorschlag:
Fahrprüfung mit 17
Mit 18 erneut Fahrprüfung
Mit 19 erneut Fahrprüfung
Mit 20 erneut Fahrprüfung
Mit 21 erneut Fahrprüfung
Mit 22 erneut Fahrprüfung
Mit 23erneut Fahrprüfung
Mit 24 erneut Fahrprüfung
Mit 25 erneut Fahrprüfung
Mit 26 erneut Fahrprüfung
Mit 27 erneut Fahrprüfung
Mit 28erneut Fahrprüfung
zwischen 28 und 45,nicht nötig da voll im Saft !!
Mit 45 erneut Fahrprüfung
Mit 40 erster Test, Seh- und Höhrvermögen
Mit 45 erneut
Mit 50 erneut
Mit 55 erneut
Mit 60 erneut plus Reaktionstest
Mit 64 erneut
mit 68 erneut
mit 70 erneut plus Gesundheitcheck
mit 73 erneut
mit 76 erneut
mit 78 erneut
mit 80 erneut
ab 80
Neeee,im Ernst,ich denke wirklich,daß die allermeisten älteren Menschen wissen,in welchem Alter Sie mit was aufhören müssen.
Die merken doch wenn sie unsicher werden.Die allermeisten zumindest.Und ich glaube die paar wenige die immer noch meinen sie sind topfit und sind es nicht kannste zählen !!!
Da gibt es sicher viel mehr junge Autofahrer die sich überschätzen.
Man braucht nur mal so nachzudenken.Wie oft liest man was von schweren Unfällen mit Todesfolge mit Beteiligung junger Fahrer und wie oft verursacht durch alte Menschen.
Also bitte auf dem Teppich bleiben.
Was ich als absolut sinnvoll fände,wäre wenn jeder Autofahrer,egal welchen Alters,ein Fahrtaining in festem Rythmus abolvieren müsste.Ich habe das schon einige Male gemacht und musste feststellen,daß man in Extremsituationen die richtige Reaktion zur richtigen Zeit nur findet,wenn man eine gewisse Routine also Übung hat.
Mal an diejenigen, welche noch nie ein Training absolviert haben:
Wie und was sind die Voraussetzungen für eine möglichst evektive Bremsung?
Ganz ehrlich,wenn ich das nicht im Training gelernt hätte,ich wüsste es nicht !!!
Zum Abschluss kommend möchte ich sagen,Ich denke man sollte den älteren Menschen die Mobilität nicht beschneiden.
Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 20:47
von dethleffsfahrer
Hallo,
ich fahre so 60 - 70.000 KM im Jahr. Bin in der Gruppe, die nach Ansicht einiger hier regelmäßig zur Kontrolle müßte. Ich gerate häufiger auf Autobahnen und Landstraßen in brenzlige Situationen. Bedingt durch: Motoradfahrer, die meinen, das Bergische Land ist eine Rennstrecke und die Kurven sind nicht da, durch jüngere Autofahrer, die auf Autobahnen nicht richtig einfahren können und durch jugendliche Autofahrer, die meinen, einen "Opa" bei kurvigen Strecken, wo 70 KM/h Limit ist, mit 100 KM/h vor Kurven überholen zu müssen.
Also Leute, sicherlich läßt im Alter das eine oder andere nach, aber die fehlende Routine ungeübter Fahrer (ob jünger oder älter) ist das Problem. Ich telefoniere auch per Freisprecheinrichtung, weiß aber aus Erfahrung, dass das bei 90 auf dem rechten Streifen streßfreier für alle Beteiligten ist. Ich rauche auch im Auto, aber nicht bei 200 und trinke dabei noch einen Kaffe und habe das Handy am Ohr. Alles Erfahrung.
So, viel Spaß beim Regeln.
LG Wolfgang
Re: Fahren im Alter
Verfasst: Fr 3. Jul 2009, 21:10
von Barny
genau,viel Spaß haha
Nix für ungut !

Re: Fahren im Alter
Verfasst: So 5. Jul 2009, 00:58
von diga
Fahren im Alter ist wirklich gefährlich, der Unfall ist ganz in der "Nähe" (15km) unseres Wohnortes passiert.
http://www.ksta.de/html/artikel/1246480502564.shtml
Ich bin da gestern Abend dran vorbei gefahren, um mich auf den Womostellplatz in Dattenfeld stellen und hatte mich über die vielen Markierungen gewundert.
Gruß Dieter
es macht nur schnipp und dann ...

Re: Fahren im Alter
Verfasst: So 5. Jul 2009, 12:05
von BlueSkyFL
Ich hatte am Samstag auch das "Vergnügen", Teil einer Fahrzeugkolonne zu sein,
die sich mit ca. 40 km/h auf einer Bundesstraße bewegte. Grund: Die Kolonne wurde
von einem Fahrzeug angeführt, dass von einem sehr alten Mann gesteuert wurde.
Die Nase näher an der Windschutzscheibe, als am Lenkrad. Jeder kann sich vorstellen,
mit welch wütendem Hupkonzert die nachfolgenden Fahrzeuge den "Schleicher" über-
holt haben. Diese Strecke ist werktags sowohl durch Pendler als auch durch Liefer-
verkehr sehr gut ausgelastet. Ein Auffahrunfall wäre durchaus denkbar gewesen,
da der Verkehr auf dieser Strecke mit einer Geschwindgkeit von 100 km/h fließt.
DAS ist eine klassische Situation, in der ich die Fähigkeit des Fahrers zum Führen
eines Pkw berechtigt in Frage stelle und Maßnahmen vom Gesetzgeber befürworten
würde. Sicherlich ist Mobiliät auch im Alter sehr wichtigt, solange sie zu keiner
Gefahr für die Allgemeinheit wird.
Re: Fahren im Alter
Verfasst: So 5. Jul 2009, 12:35
von Andy
Ausnahmen bestätigen überall die Regel.
Auf dieser Strecke dürfen bestimmt auch Trecker mit 25km/h fahren, da sind dann auch Auffahrunfälle denkbar.
Re: Fahren im Alter
Verfasst: So 5. Jul 2009, 13:04
von garibaldi
diga hat geschrieben:Fahren im Alter ist wirklich gefährlich, der Unfall ist ganz in der "Nähe" (15km) unseres Wohnortes passiert.
http://www.ksta.de/html/artikel/1246480502564.shtml
Ich bin da gestern Abend dran vorbei gefahren, um mich auf den Womostellplatz in Dattenfeld stellen und hatte mich über die vielen Markierungen gewundert.
Gruß Dieter
es macht nur schnipp und dann ...

Jau, der Unfallverursacher war ja wirklich uralt: 26 Jahre! Womöglich war sein Auto älter als er ... Aber gefährlich war's für die tatsächlich schon etwas bejahrteren Opfer tatsächlich ...