Fahren im Alter

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sketchup2001
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von sketchup2001 »

Andy hat geschrieben:Mir ist heute morgen noch etwas zu den "älteren" Verkehrsteilnehmern eingefallen.

Ich hatte mir die Frage gestellt: Wie oft habe ich schon über die "älteren" geärgert (umgangssprachlich die Sonntagsnachmittagsausflugfahrer mit Hut)? Wie oft über "Chaoten" auf den Straßen? :?:

Also mein subjektiver Eindruck ist: 5% zu 95%

Danach würde ich mal behaupten - Wir müssen Einschränkungen oder Tests bei anderen Verkehrsteilnehmern durchführen - die "älteren" fahren besser. ;)

Früher habe ich mich über die langsamen Wohnmobile geärgert, heute fahre ich selbst eins :lach1

Ich bin im Außendienst und fahre ca. 40000 km pro Jahr, was mich da schon genötigt, bedrängelt und beleidigt hat(der eine Finger da :shock: )...aber ein Senior war da nie dabei..... :)

.. und, unserer Nachbar ist 85 und fährt mit seiner Frau in den Garten und einmal die Woche 8 KM zum einkaufen.(unfallfrei seit zig Jahren, bis auf einen Rempler an unsere Gartenmauer, die ich aber auch schon gertroffen habe :mrgreen: )
..nix Seniorenfahrdienst usw.

Ohne Führerschein wären sie hier in der Eifel(360 Einwohner, keine Läden) ganz schön aufgeschmissen und ihnen würde damit ein Stück Lebendsqualität genommen.

Gruß
Freddy
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Freddy »

Hallo MatthiasG,

so ein Thema kann nur jemand einfügen, der noch etliche Jahre bis zum Alter vor sich hat.

Ich wünsche mir, dass ich noch so lange wie möglich fahren kann,
dass es nicht noch mehr so Denker wie Du gibt, die dann auch noch die politischen Entscheidungen treffen,
und dass Du hoffentlich nicht so schnell in eine Situation gerätst, wo Du auf das Auto angewiesen bist, aber nicht mehr fahren kannst.
janoschpaul
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von janoschpaul »

:ok: sehe ich genauso
weingut
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von weingut »

Hallo,
mein Schwiegervater hat sich vor 14 Tagen ein neues Auto gekauft.
Er ist 89 Jahre und soviel ich weiss ist er bis heute unfallfrei gefahren.
MatthiasG
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von MatthiasG »

@Freddy,
nein, weil ich Betroffener bin, nicht weil ich "erst" 44 bin, trotzdem mit einer Brille gesegnet bin weil Bildschirmarbeitsplatz.
Und ich wünsche dir auch das du und alle anderen noch ganz lange fahren können, hier hat nämlich niemand danach gerufen, das der Führerschein ab einem bestimmten Alter abgegeben werden muss oder sollte.

@Mpetrus
das wäre klasse, wenn sich alle Menschen so wie du und auch noch bestimmt viele andere hier verhalten würden, tun sie aber leider nicht.

Mal ein kleines Beispiel von gestern, warm, stickig, Landstraße, ich mit Motorrad 70 km/H, Licht an, keine Sonne von hinten, klare Sicht. Auto kommt aus Stichstraße und fährt mir direkt vor das Vorderrad, es fehlten 10 cm, dann wäre ich in die Tür eingschlagen, der älter Herr stammelte nur was von, "ich hab sie nicht gesehen, entschuldigen sie bitte"

Sicherlich höflich und nett und auch entschuldbar, nur warum hatte er keine Brille auf der Nase? Mir fehlten so ein klein wenig die Worte, denn ich war nur froh, das die Bremsen frisch überholt waren und ich nicht zu schnell war.

Gruß Matthias

@Weingut, dann richte deinem Schwiegervater meinen Glückwunsch zum neuen Auto aus und weiterhin unfallfreie Fahrt, es soll 89 jährige geben die würden mich im Dauerlauf ganz alt aussehen lassen. Du findest in keinem meiner Texte den Aufruf das man ab einem bestimmten Alter nicht mehr fahren soll.
matsches
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von matsches »

Wenn ich mir das so überlege, hatte ich meinen ersten Unfall mit 18( kurz nach einem Sehtest), den zweiten mit 22 und jetzt fahre ich schon 31 Jahre trotz höherem Alter und ohne Tests, Gott sei Dank unfallfrei. Das einzige Gute bei den Tests wäre, es gäbe neue Arbeitplätze! Das einzig sinnvolle Gesetz wäre, Rücksichtnahme auf andere , dann könnte man alle andere streichen.
Gruß Martina
janoschpaul
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von janoschpaul »

Mal ein kleines Beispiel von gestern, warm, stickig, Landstraße, ich mit Motorrad 70 km/H, Licht an, keine Sonne von hinten, klare Sicht. Auto kommt aus Stichstraße und fährt mir direkt vor das Vorderrad, es fehlten 10 cm, dann wäre ich in die Tür eingschlagen, der älter Herr stammelte nur was von, "ich hab sie nicht gesehen, entschuldigen sie bitte"

Sicherlich höflich und nett und auch entschuldbar, nur warum hatte er keine Brille auf der Nase? Mir fehlten so ein klein wenig die Worte, denn ich war nur froh, das die Bremsen frisch überholt waren und ich nicht zu schnell war.
Matthias, da gibts jetzt aber mehrere Möglichkeiten, er hat einfach nicht aufgepasst oder er ist Brillenträger und hatte Sie nicht auf der Nase (beim Sehtest im "Alter" hat er die Brille dann sicher auf
, da hilft kein Test.)
Auch ich bin 44, auch ich bin für Sehtests und Auffrischungskurse Erste Hilfe, alles andere müssen wir gottseidank in der Verantwortung des Einzelnen lassen.
MatthiasG
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von MatthiasG »

bütte, fangt nicht auf Seite 7 an zu lesen, sondern was ich auf der ersten Seite geschrieben habe.

Natürlich ist das auch kein Rezept das alles gut werden läßt, nur ein Baustein und Martina, das Gesetz haben wir seit Einführung der StvO steht im §1 ganz vorne. Und kennst du deine heutigen Augenwerte, ich befürchte die sind leider nicht besser geworden, seit du 18 geworden bist und hast du es schon selsbst bemerkt und etwas dagegen unternommen :?:

Wenn ja, dann bravo
wenn nein, tja, siehe Seite 1

Denn Fakt ist Menschen sind bequem, uneinsichtig und haben nie Zeit 8-)

Gruß Matthias
janoschpaul
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von janoschpaul »

MatthiasG hat geschrieben:bütte, fangt nicht auf Seite 7 an zu lesen, sondern was ich auf der ersten Seite geschrieben habe.


Gruß Matthias
:?:
patrixm
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von patrixm »

Bei allen berechtigten Einwänden und Anmerkungen darf hier nicht der Eindruck entstehen, diese Personengruppe der "verunsicherten, älteren Fahrer" gibt es nicht. Beruflich bedingt habe ich häufiger damit zu tun - sie existieren!

Selbst wenn jeder der Schreiber für sich sagen kann, er/sie fährt gut/verantwortungsvoll/unfallfrei - wie auch immer - leider sind da noch diejenigen, die tatsächlich überfordert sind.

Die einzige Frage ist: Wie geht man mit denen um? Sollen wir wirklich warten, bis ein falsches Abbiegen auf der Autobahn oder übersehene Radfahrer/Fußgänger/Straßenbahnen/Autos/LKW die fahrerische Karriere amtlich verordnet beendet?

Wer möchte dafür die Verantwortung übernehmen?

Grüße

Patrick
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