Fahren im Alter

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Andy
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Andy »

Bei den ganzen jungen Fahrern ist schon so viel getan worden, um die Unfallzahlen 'runter zu bekommen. Viel gebracht hat es (meiner Meinung nach) nicht.

Da sind mir die älteren Fahrer doch lieber.

Wie Cornelius auch schon schrieb, geht es mir jeden morgen: Landstr. wegen Unübersichtlichkeit und Einmündungen sowie Landwirtschaftlicher Betrieb, 50km/h und Überholverbot. Ich fahre mit netto 50km/h und wer überholt mich? fast nur junge Fahrer. Auch sind auf dieser Strecke die Unfallzahlen sehr hoch, es hält aber keinen jungen Fahrer ab, sich angepasst zu verhalten.
garibaldi
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von garibaldi »

Andy hat geschrieben:Bei den ganzen jungen Fahrern ist schon so viel getan worden, um die Unfallzahlen 'runter zu bekommen. Viel gebracht hat es (meiner Meinung nach) nicht.

Da sind mir die älteren Fahrer doch lieber.

Wie Cornelius auch schon schrieb, geht es mir jeden morgen: Landstr. wegen Unübersichtlichkeit und Einmündungen sowie Landwirtschaftlicher Betrieb, 50km/h und Überholverbot. Ich fahre mit netto 50km/h und wer überholt mich? fast nur junge Fahrer. Auch sind auf dieser Strecke die Unfallzahlen sehr hoch, es hält aber keinen jungen Fahrer ab, sich angepasst zu verhalten.

Wobei "jung" nach meiner Beobachtung durchaus bis zu schätzungsweise über 40-jährigen Familienvätern reicht ... - von manchen Kurierdienstfahrern zu schweigen ...
Andy
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Andy »

Von denen ich jetzt auf der Strecke rede (Kurierdienstfahrer ausgeschlossen) sind zu 75% bis ca. 25, dann 15% "Sportwagenfahrer", die restlichen 10% sind dann quer Beet.

Ich denke, Familienväter sind schon sehr oft vernünftig geworden.
garibaldi
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von garibaldi »

Naja, vielleicht ist das hier im Bayerischen Wald ein bisschen anders ... da hat man bei vielen den Eindruck, die werden nie erwachsen ... :lol:
oldpitter
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von oldpitter »

@ Matthias
Stimmt, ich habe beruflich damit zu tun.
Einen allgemeingültigen Vorschlag, der die ges. Problematik löst, habe ich natürlich nicht.
Das kommt immer auf den Einzelfall an.
Ich nenne aber gerne ein Beispiel, auch aus meiner Familie, da ich über "Kunden" nicht schreibe.
Mein Vater hatte mehrere leichte Schlaganfälle, von denen er sich sehr gut erholte...
Bei einem blieb aber eine Einengung des Sichtfeldes auf der linken Seite. (Wir können so fast 180° seitlich sehen, auch wenn der "Scharfsehbereich" nur wenige Grad hat).
Der Augenarzt wollte daraufhin vom Autofahren "tätlich" abraten....
Ich habe eine Fahruntersuchung durchgeführt und diese Sichtfeldeinengung in der Fahrweise festgestellt.
Mit ca 1 Woche Übung brachte ich meinen Vater dazu, beim Fahren den Kopf leicht (ca 10°) nach links gedreht zu halten.
Damit war ein Sichtfeld von ca 160° möglich, er konnte seinen Führeshein behalten und hat auch bis 14 Tage vor seinem Ableben unfallfrei einen PKW gefahren. Mit deutlicher Lebensqualität.
Meine Mutter hat das Auto dann noch gut ein Jahr- bis einen Tag vor ihrem Ableben gefahren - mit deutlicher Lebensqualität weil mobil - allerdings mit den von mir am Anfang des Themas aufgezählten Einschränkungen.
Es kommt immer auf den Einzelfall an.
Meinem Schwiegervater dagegen werde ich in Kürze "massiv" vom Autofahren abraten - da werden die Defizite zu groß.
Urban
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Urban »

ich glaube so was gibt es nur in Deutschland.........hier wird ja geradezu nach immer mehr Einschränkungen und Regeln und Verbote und Strafen gebettelt....ich bin mehr für Freiheit , Eigenverantwortlichkeit....wenn junge Fahrer permanent rasen und vorhandene Regeln brechen...gibt es doch heute schon mit den vorhandenen Gesetzen genug Mittel um die etwas auszubremsen ...und genauso wird der Ältere der Verhaltensauffälig wird oder ist mit den vorhandenen Mitteln in den Griff zu bekommen.
Was ich befürworte ist ein Sehtest alle 3 Jahre....weil richtig ist das man es manchmal selber kaum merkt das das Sehvermögen nachläßt.
Andy
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Andy »

Mir ist heute morgen noch etwas zu den "älteren" Verkehrsteilnehmern eingefallen.

Ich hatte mir die Frage gestellt: Wie oft habe ich schon über die "älteren" geärgert (umgangssprachlich die Sonntagsnachmittagsausflugfahrer mit Hut)? Wie oft über "Chaoten" auf den Straßen? :?:

Also mein subjektiver Eindruck ist: 5% zu 95%

Danach würde ich mal behaupten - Wir müssen Einschränkungen oder Tests bei anderen Verkehrsteilnehmern durchführen - die "älteren" fahren besser. ;)
Cruiser
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von Cruiser »

Wir "bedienen" hier, mit unserer Feuerwehr, zwei Bundesautobahnen, eine Bundesstraße, sowie eine Handvoll Landstraßen. Mir ist aufgefallen, dass, bei den Einsätzen, bei denen ich dabei war, sich das Ganze etwa so darstellt:

Landstraße: ca.80% junge Fahrer unter 25
BAB: ca. 60% ältere Fahrer über 50
Bundesstraße: ausgeglichen

Landstraße zu 95% überhöhte Geschwindigkeit, oft unter Alkoholeinfluss
BAB bei den älteren Fahrern mangelndes Reaktionsvermögen, bei den Jüngeren überhöhte Geschwindigkeit und zu kleiner Sicherheitsabstand
Bundesstraße und Innerorts meist Unkonzentriertheit
MatthiasG
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von MatthiasG »

@Andy, ich kann und möchte dir gar nicht widersprechen, das junge Leute sehr häufig zu schnell unterwegs sind aber dagegen gibt es bereits Mittel, die müsen nur eingesetzt werden.

@Oldpitter, das ist doch genau der richtige Ansatz, wenn Mängel auftreten, dann gibt es ganz viele Möglichkeiten, diese zu beheben, nur müssen sie ersteinmal richtig erkannt und eingeschätz werden und damit ist der einzelne Normalo vollkommen überfordert.

@Urban
muss manchmal leider sein, wir sind hier in Europa zu viele auf zu engem Raum, das es ohne Einschränkungen geht. Nach Sanktionen bettelt aber hier niemand, denn die würden vorrraussetzen, das jemand etwas verbotenes gemacht hat.

Gruß Matthias
mpetrus
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Re: Fahren im Alter

Beitrag von mpetrus »

meine Meinung:
Jeder pflichtbewuste Mensch geht zum Arzt um gewisse Vorsorgeuntersuchungen zu machen. (aus Eigennutz)
Jeder pflichtbewuster Brillenträger geht bestimmt auch alle Jahre zum Augenarzt um Sehstärke,Augendruck usw. zu prüfen.
Jeder Mitarbeiter einer Firma der am PC arbeitet muß eine Untersuchung für Bildschirmarbeitsplätze machen.

Also ich brauche kein Gesetz oder Verordnung um meiner Verantwortung gerecht zu werden.

In den letzten zwei Monate sind bekanntermaßen zwei Flugzeuge vom Himmel gefallen. Die Piloten waren sicher beim Sehtest und auch körperlich in der Lage die Flugzeuge zu fliegen. Was ich damit sagen will: Unfälle passieren, aus welchen Gründen auch immer. Fast 5000 Tote im Jahr sind sicher viele Schicksale, aber wieviel Millonen Menschen bewegen sich täglich auf den Strassen. Setzt das mal ins Verhältniß!

Wenn jeder seiner Verantwortung nachkommt und seine Fahrtätigkeiten den Bedingungen anpasst, dann sind wir auf den richtigen Weg. Rücksicht und gegenseitiges Verständniß sind besser als egoistisches selbstherrliches Gehabe.

Die Rentner oder Ältere zeigen es uns. Sie fahren bei Tageslicht, sie fahren kürzere Strecken, sie fahren auch langsamer also angepasster, sie bleiben zu Hause wenn es regnet oder winterliche Bedingungen herrschen (wer kennt die Absagen von Eltern,Oma,Opa nicht zu div. Feierlichkeiten).
Also es klappt doch alles gut. Die Ausreisser gibt es überall das sind Einzelfälle.
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