HannuDo hat geschrieben:Wie drückte sich unser VWL-Professor vor ca. 35 Jahren aus? Er sagte ungefähr: Die Zeit ist nicht mehr fern, dann bestimmen Kapitalgesellschaften das wirtschaftliche Leben und dahinter stehen Banken die alles zu ihren Gunsten steuern...
Viele Grüße von
Hannu
Tja, der Sieg der BWL über die VWL ... aber eine verlorene Schlacht ist noch kein verlorener Krieg. Ich hoffe immer noch, dass dieser ganzen Abzockerbande eines nicht zu fernen Tages ihre selbstgemachte gespaltene Gesellschaft um die Ohren fliegt. Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. In Frankreich ist er 1789 auch gebrochen. Und der moderne Kapitalismus hat genau betrachtet schon frappierende Parallelen zum Absolutismus des 18. Jahrhunderts. Also dann ... "empört euch".
Übrigens, um aufs Thema zurückzukommen: Wir gehören wie Kerli zu den Glücklichen, die mit der Telecom nie wirkliche Probleme hatten, hatten einmal zu Freenet gewechselt (damals, als Telecom noch richtig teuer war im Vergleich zu anderen), hat auch einigermaßen funktioniert, aber irgendwann kam ein interessantes Angebot von der Telecom und wir haben zurück gewechselt, absolut reibungslos. Und was die Preise angeht: Wir kriegen ja auch immer wieder Angebote von verschiedenen Seiten, besonders penetrant von Kabel Deutschland, die müssen verdammt viel Geld haben, dass sie fast wöchentlich per Post Werbung verschicken können. Betrachtet man die diversen Angebote genauer, macht es nur bei echter Geizistgeilmentalität Sinn, zu wechseln. Auf lange Sicht bewegen sich die Unterschiede letztlich nur um sehr geringe Beträge monatlich.
Um noch auf den Ökostrom einzugehen: Da kann man sich ja was aussuchen, gibt's genug, wir holen uns den Strom zur Zeit aus Tübingen, ist billiger als der Atomstrom unserer Stadtwerke, bei denen Eon die Finger drin hat. Stromanbieterwechsel ist auch nicht so problematisch wie Telekomunikationsanbieter-Wechsel. Der Strom fließt immer, weil die Netzbetreiber im Notfall in die Ersatzversorgung gehen.