Alles Warten hat ein Ende…..
Freitag, der 13.März ist Abholtag! Der Händler musste noch seine Hausmesse hinter sich bringen und dann das Zubehör einbauen. Sicherheitshalber rufe ich am Vortag noch mal an und frage, ob auch alles klappen wird?
„Ei, ich sinn noch nit fertisch awwa moje!“ spricht die freundliche Stimme des Händlers und er zählt alles auf, was er gemacht hat: Radio, Rückfahrkamera, TV, Satellitenschüssel mit Internet.
Ich vermisse in der Auflistung die Tankflasche von Wynen und frage schüchtern danach.
„Ei – die hann isch vergess! Schei….“ Der Rest des Telefonats versinkt in saarländischen Flüchen des engagierten Verkäufers und mit dem Versprechen, alles zu tun, daß es doch noch innerhalb weniger als 24 Stunden klappt, obwohl die Flasche mit Zubehör ja noch gar nicht bestellt ist. Etwas enttäuscht, dass hier wohl noch eine weitere Fahrt zum Händler ansteht, verabschiede ich mich geknickt: „ Na dann bis morgen“.
Unser Zivildienstleistender erstgeborener Sohn hat sich freundlicherweise einen Tag Urlaub genommen und macht 128 km Kriegsdienst auf der Autobahn, um die nervösen Eltern zum schon umschriebenen Händler zu transportieren.
Diese empfängt uns mit einem breiten saarländischen Grinsen und mit einer Tasse Kaffee. Ich hab dann mal unauffällig in das Gasfach gelinst und es grüsste mir eine grüne Flasche….
„Ei das Extraporto hat misch 40 Euro koscht, awwa egaal – isch hann misch so üwwa misch selbst geärschert!“ Diese unnachahmliche saarländische Ehrlichkeit ist für Nicht-Saarländer eine Tsunamiwelle der offenen Umgangsweise, die für „Fremde“ kaum nachvollziehbar ist.
„Awwa eins saach isch ihnne gleisch: die SAT-Anlaach mitt intanet hann isch noch niee eingebaut gehatt. Isch sinn graad erscht fertisch ginn und hann se noch nit ausprobiat!“
Okay – wir haben das ganze Programm der Übergabe durchgezogen und es war alles piccobello, bis wir an die „SAT-Anlaach“ kamen. Ich mache es kurz: 2 Ingenieure – eine Menge logisches Denken und „Try and Error“, viele dumme Sprüche, aber irgendwann hat es geklappt. Dann ging alles sehr schnell – weil,es war schon spät am Freitag.
Nach 500 Meter – der erste Tankstopp.
„Kann isch Ihnne helfe?“ fragte der Tankwart. Ich war völlig verduzt – eine Tankstelle mit Service! Wo gibt es das noch? Gut – die werte Leserschaft wird meinen nächsten Satz schon erahnen.
Das gibt es nur im Saarland!.
Ich gab dem freundlichen Herrn freundlich zu verstehen, dass dieses Auto seit 500 m uns gehört und das ich viele, viele Kilometer davor sparen musste und ich würde jetzt zum ersten Mal tanken.
„Dann geniessen Sie es!“ sagte er wohlwollend.
Der Genuss dauerte 3 Minuten, bis ich den tappischen Tankdeckel ohne Zerstörung des Schlüssels endlich vom Tankstutzen hatte. Ich versenkte mit der Zapfpistole 120 Liter Diesel im Tank. Der extra gross bestellte Tank konnte schon mal bestätigt werden.
Ich erzähle nicht, was der Kassierer an der Kasse sagte („Wass enn Schiff! Das kann ma awwa nit mit jedem Führerschein faahre!“ Ich wurde an dem Kassentresen immer kleiner und reichte schüchtern die Kreditkarte rüber.
Dann ging es auf grosse Fahrt zurück. Mittlerweile war es dunkel geworden. Fahrzeuglicht brauchten wir nicht – 4 überglückliche Augen strahlten und erleuchteten die Strasse.
Schade nur, dass im Dunkeln man den anderen Wohnmobilisten nicht mehr zu winken konnte.
Nun ja – dann machen wir es beim nächsten Mal im Hellen.
Vielleicht seid Ihr es ja, die ihr uns schon Eure Anteilnahme ausgedrückt habt und uns viel Spass gewünscht habt, denen wir dann unbekannterweise grüssen aus
UNSEREM WOHNMOBIL!
Dies ist das Ende des ersten Kapitels von Stefankes WoMO. Es hieß
„Warten, warten, warten…..“
Seid alle herzlich gegrüsst – man sieht sich „On the Road“ (Vielleicht der Titel des 2.Kapitels?!)
Es grüsst und dankt Euch
Stefanke
Achso – hier ein paar Fotos vom
INNENRAUM!
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