Hallo Nelly (und die anderen natürlich)!
Teilweise kann ich diese Kritik gut verstehen, das mit den Andeutungen ist manchmal grenzwertig (das zitierte mit dem Rhein finde ich zum Beispiel wirklich misslungen, es verrät viel zu viel). Grundsätzlich kann ich aber mit Andeutungen gut leben, sofern sie das Rätsel nicht entschlüsseln, sondern nur Nebenhinweise geben, wie sie auch vom Einsteller selbst kommen könnten. Denn letztlich kann man die meisten Rätsel ja nur durch Fragen und Annäherung lösen (außer man kennt das Objekt zufällig). Und warum soll man nicht, wenn man aus Zeitgründen nicht selber lösen möchte, anderen, die vielleicht im Dunkeln tappen, ein paar hilfreiche Hinweise geben?
Dass jemand sich vorsätzlich im Hintergrund hält und abwartet, bis andere sich der Lösung weit genug angenähert haben, um denen dann den "Sieg" wegzuschnappen, kann und will ich eigentlich nicht glauben. Abgesehen davon, dass es nach meinem Eindruck eher selten passiert, dass jemand ganz am Ende auftaucht und löst, kann das ja auch dadurch entstehen, dass sich die Rätsel teilweise recht lange hinziehen und nicht jeder User ständig anwesend ist. Wenn ich das Forum verlasse, bevor ein Rätsel gestellt wurde oder wenn gerade eines ganz frisch ist, und am übernächsten Tag wieder rein komme und das Rätsel vorfinde, das schon zwei Tage vor sich hin dümpelt mit sporadischen Beiträgen von verschiedenen Usern, dann ist es doch sicher sinnvoll, wenn ich es löse, sofern ich Zeit für ein neues habe oder den Eindruck habe, dass gerade niemand sonst dran interessiert ist.
Was nach meinem Eindruck ein bisschen die Beteiligung beeinflusst ist der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Rätsel. Ich glaube, manchen sind manche Rätsel einfach zu "abgelegen", örtlich oder thematisch. Natürlich versucht man als Einsteller, nicht gerade Postkartenansichten der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu präsentieren. Insofern kann es manchmal schon etwas verzwickt sein, ein Rätsel zu lösen, allein schon die geografische Zuordnung fällt manchmal nicht leicht, aber da muss man sich dann halt annähern. Wenn ich denke, was wir schon alles hatten, vom Wasserfall auf Island bis zum Erbbegräbnis auf Usedom (

), bis jetzt wurde noch jedes Rätsel gelöst, wenn ich mich nicht irre. Manchmal erfordert es halt etwas mehr Aufwand, aber das hat ja dann auch seinen Reiz. Ich kann schon verstehen, dass sich nicht jeder für historische Gräber oder Kirchen oder so interessiert, es gibt ja auch keinen Mitspielzwang. Und zwischendurch kommen ja dann immer auch mal zum Beispiel Landschaften oder moderne Bauwerke etc., es sollte also für jeden gelegentlich was dabei sein.
Übrigens: Was das Bestätigen der Lösung angeht: Sicher ist es nett, wenn man zu einem Objekt irgendwas, was man besonders bemerkenswert findet, erwähnt, muss aber in meinen Augen nicht sein, vor allem dann nicht, wenn a) das Bemerkenswerte schon offensichtlich aus dem Bild hervorgeht oder b) es sich zum Beispiel um Bauwerke handelt, die eine lange und umfangreiche Geschichte haben. Man kann ja dann aus dem Thread kein Buch machen. Da finde ich dann einen Link beispielsweise zum passenden Wikipedia-Eintrag durchaus berechtigt und sinnvoll, um dem, den es interessiert, einen leichten Zugang zu tiefergehenden Informationen zu verschaffen. Ich selbst habe aus solchen Links schon viele interessante Dinge gelesen, besonders, wenn es um Objekte geht, die nicht in jedem Reiseführer stehen.
Und jetzt, finde ich, könnten wir das hier dann eigentlich beenden und stattdessen das Fotorätsel wieder in Schwung bringen, oder?
