Zubehör und Gewicht ist schon mal gut, aber nur bei der Ermittlung des Gesamtgewichts.
Meist wird aber - auch von den Herstellern, das viel wichtigere Achsgewicht - vergessen.
Das war das Problem aller Käufer des Hobby Sphinx, egal mit welcher Aufbaulänge.
Die Vorderachse war nur, trotz des Iveco Daily 50 C - der 4,2 Tonnen zul.GG hat, bis 1.900 KG belastbar.
Irgendwann, nach einer Wiegung eines Besitzers, stellte sich heraus, dass schon bereits das Leergewicht auf der Vorderachse mit über 1.800 KG drückt - ohne dass der Fahrer oder Beifahrer im Auto saß!
Auf Grund eines Zusammenschlusses mehrerer Beschwerden von den Eigentümern über die Händler an das Hobbywerk, erfolgte eine umfassende Umrüstaktion auf Werkskosten.
Diese Probleme hatten alle WoMohersteller, die auf den zuladungsschwachen 50 C aufbauten, insbesondere, wenn dieses Fz einen Alkoven hatte (Dethleffs, Phoenix, Concorde und noch viele andere).
Nach dieser Aktion stand für mich fest, wenn wir nochmals ein WoMo kaufen sollten, wird dieses mit Tageszulassung abgeholt und erst mal auf die Waage gefahren. Stimmen dann die hochgepriesenen Herstellerangaben nicht mit der Realität überein, steht das Fahrzeug wieder beim Händler auf dem Hof. Nummernschilder ab und kein Eintrag im Brief.
Noch einmal mache ich solch einen Akt nicht mit, auch wenn alle Kosten von Goldschmitt durch den Hersteller - der ja eigentlich ein nichtzulassungsfähiges FZ in den Verkehr läßt - übernommen werden.
Auf der Vorderachse kann ich jetzt bis zu 2.100 KG fahren, was wohl auch funktioniert, aber auch nicht die Welt ist.
Der Vorteil war, dass ich noch über den TÜV bei Goldschmitt eine Auflastung des GG von 5,2 auf jetzt 5,4 Tonnen machen konnte.
Der Witz bei der ganzen Sache ist, ich habe mich Ende des Jahres 2006 vor der bestellung des Neufahrzeuges durch die Hobbywerbung blenden lassen, da hieß es (ich habe noch den Katalog) " ... Zuladung bis zu 1 Tonne ..."
Das war wohl eine Reißbrettberechnung?
Wo hätte ich eine Tonne Gewicht unterbringen können?
Die Heckgarage selbst (durch Verlängerung des Fahrgestells) darf nur bis 350 Kilo belastet werden ....
Bei den älteren Fahrzeugen war es sprichwörtlich "leichter"
Ich kann nur jedem WoMoerwerber empfehlen,
vor Zulassung das Fahrzeug auf allen Achsen wiegen zu lassen und auch das Gesamtgewicht ermitteln zu lassen. Ggf. läßt der Händler ja ein Wiegeprotokoll erstellen - darauf würde ich beharren.
Nicht immer sind die Eintragungen in den Fahrzeugpapieren korrekt.
Letztens schlenderte ich bei meinem örtlichen WoMo Händler über den Gebrauchtwagenplatz.
Da stand fast das selbe Wohnmobil wie unseres, nur in der etwas kürzeren Version.
Ich konnte auf dem ersten Blick erkennen, dass dieses Fahrzeug (welches auch schon 6 Jahre alt war) nicht aufgerüstet wurde.
Der Unwissende, der dieses Fahrzeug kauft, wird dann ein Problem haben - da wird Hobby wohl nicht mehr kostenlos aufrüsten - der Händler sicher schon gar nicht.