Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Weiter nach Sao Vicente.
Unterwegs hält der Fahrer nochmal an einer speziellen Krippe in einem Bergdorf an, man kann hinter die Krippe laufen und da drin sind dann die Alltagsszenen der Menschen hier aufgebaut nett, wirklich sehr sehr nett. Sowas haben wir alle noch nicht gesehen, wir sind begeistert.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Noch ein Halt am Ecumeada Pass, aber das Wetter spielt leider nicht mit.
Dann noch ein von mir gewünschter Halt in der typischen Poncha-Bar Taberna oberhalb von Ribeira Brava, die natürlich unser Fahrer auch kennt ....
Später Rückkehr nach Funchal, es ist schon gleich 18h - es war ein herrlicher runder, schöner, lustiger, eindrucksvoller Tag für alle. Wir haben viel gsehen, viel gelacht und die Freunde haben weniger bezahlt als für den günstigsten AIDA-Ausflug. Den Ausflug nach Eida do Serrado, von wo aus man ins Nonnental schauen kann, verkauft man auch auf der AIDA mit einem "Blick in einen erloschenen Vulkankrater". Alles falsch, es ist eindeutig bewiesen, dass es eine Erosionsgeschichte ist. Manche Reiseführer, die ständig voneinander abschreiben, beschreiben diese "Sensation", die noch nicht mal nachgewiesenerweise der Realität entspricht. Darauf wären meine Freunde nämlich auch angesprungen.....
So trennen sich erstmal unsere Wege, nach 20h werden wir uns wiedersehen, über den Weihnachtsmarkt schlendern, eine Poncha genießen und dann einen wunderschönen Abend bei Lifemusik im Ritz. Bis alle heimschlappen, wird es Mitternacht und wir sind um einen wunderbaren Tag in unserer Erinnerung reicher geworden. So muss das sein.
So trennen sich erstmal unsere Wege, nach 20h werden wir uns wiedersehen, über den Weihnachtsmarkt schlendern, eine Poncha genießen und dann einen wunderschönen Abend bei Lifemusik im Ritz. Bis alle heimschlappen, wird es Mitternacht und wir sind um einen wunderbaren Tag in unserer Erinnerung reicher geworden. So muss das sein.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Mittwoch, 6. Januar 2015
Umzugstag. Nach dem Frühstück ziehen wir wieder mit schwerem Gepäck los zur Bushaltestelle, de nur um zwei Ecken ca. 200m entfernt liegt - Rodoeste - kennen wir ja nun schon zur Genüge. Der Bus Nr 80 - Porto Moniz - soll unserer sein, der um 10h hier abfährt. Den habe ich shonmal während einer Wartezeit hier abfahren sehen - es war ein richtiger Reisebus mit einer Gepäckklappe unten. So ist es auch. Er kommt zwar mit 10 Minuten Verspätung, ist aber ein richtiger Reisebus. So werden die Koffer unten verstaut, die Fahrscheine zu 4,70€ gelöst und die Fahrt über gut 100 Minuten beginnt - und ist sehr angenehm. Unser neues Hotel heisst "Jardim do Mar", liegt im gleichnamigen kleinen Ort und sei 2013 total renoviert worden. Von der Bushaltestelle bis runter zum Hotel sind es wohl 300 Meter, das schaffen wir mit unserem Gepäck. Im Hotel gibt es auch einen Aufzug, der die Gepäckstücke in den 3. Stock verschafft. Das Hotel macht einen guten Eindruck, etwas steril zwar - aber besser als schmuddelig, die Zimmer sind schön und jedes hat einen Balkon. Von meinem Bett aus kann ich das Rauschen des Atlantiks hören, genau das, was ich mir vorgestellt habe, wie schön. Schnell packen wir das Nötigste für die letzte 3 Tage aus und machen uns dann auf Erkundungtour. Der Ort liegt wie ein ca. 3km entfernter Ort, Paul do Mar, auf einer Schuttfläche vor einer Steilwand, nach Paul do Mar solle man rüberlaufen können, müsse aber auf die Gezeiten aufpassen, bei Flut lebensgefährlich wegen mangelnder Rückzugsmöglichkeit an der Steilküste.
Umzugstag. Nach dem Frühstück ziehen wir wieder mit schwerem Gepäck los zur Bushaltestelle, de nur um zwei Ecken ca. 200m entfernt liegt - Rodoeste - kennen wir ja nun schon zur Genüge. Der Bus Nr 80 - Porto Moniz - soll unserer sein, der um 10h hier abfährt. Den habe ich shonmal während einer Wartezeit hier abfahren sehen - es war ein richtiger Reisebus mit einer Gepäckklappe unten. So ist es auch. Er kommt zwar mit 10 Minuten Verspätung, ist aber ein richtiger Reisebus. So werden die Koffer unten verstaut, die Fahrscheine zu 4,70€ gelöst und die Fahrt über gut 100 Minuten beginnt - und ist sehr angenehm. Unser neues Hotel heisst "Jardim do Mar", liegt im gleichnamigen kleinen Ort und sei 2013 total renoviert worden. Von der Bushaltestelle bis runter zum Hotel sind es wohl 300 Meter, das schaffen wir mit unserem Gepäck. Im Hotel gibt es auch einen Aufzug, der die Gepäckstücke in den 3. Stock verschafft. Das Hotel macht einen guten Eindruck, etwas steril zwar - aber besser als schmuddelig, die Zimmer sind schön und jedes hat einen Balkon. Von meinem Bett aus kann ich das Rauschen des Atlantiks hören, genau das, was ich mir vorgestellt habe, wie schön. Schnell packen wir das Nötigste für die letzte 3 Tage aus und machen uns dann auf Erkundungtour. Der Ort liegt wie ein ca. 3km entfernter Ort, Paul do Mar, auf einer Schuttfläche vor einer Steilwand, nach Paul do Mar solle man rüberlaufen können, müsse aber auf die Gezeiten aufpassen, bei Flut lebensgefährlich wegen mangelnder Rückzugsmöglichkeit an der Steilküste.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
. Wir machen uns schlau und stellen fest, das schaffen wir nicht, um halb sechs ist Flut - hin, dort einkehren und zurück - das wird zu eng. Also nur Ortserkundung Jardim do Mar. Schön, klein, toll gepflastert, einige schöne Häuser, einige verlassene, wirklich nett. Einen kleinen altertümlichen Laden mit allem, was man dringend braucht, hat es auch, auch ein Strandlokal und eine urige Bar in der Ortsmitte. Passt.
. Nachdem alles inspiziert ist, wird an der Strandbar eingekehrt, de Sonne schent verschwenderisch, wir essen eine Kleinigkeit und trinken was und beobachten die Surfer, die sich wie Haie im Wasser tummeln, als die Flut kommt. Ein richtig schöner Sommertag.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Am Abend leeren wir noch eine Flasche Rotwein auf dem Zimmer bei offener Balkontüre - untermalt vom heimischen Radiosender samt Atlantikrauschen. Herrlich.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Donnerstag, 7. Januar 2016
Heute gehs wieder zum Wandern. Wir lassen uns vom örtlichen Taxifahrer für 25€ nach Rabacal bringen, ein Klassiker fehlt uns noch, einer, den jeder Madeira-Wanderer gehen muss. Die rote Tour Nr. 51 "Von Rabacal zu den 25 Quellen" heisst das im Rother Wanderführer "Bilderbuchtour im Quellgebiet des Hochlands". Als wir am Parkplatz ankommen, ist dicke, nicht einladende Nebelsuppe. Wir versichern dem Fahrer, wir würden uns melden, wenn er uns hier oder - erreichbar durh einen 800m langen finsteren Tunnel, an der ER 211 abholen solle. Wir gehen mal los. 2.660 Schritte bergab, fast 200hm, auf geteerter Straße, auf der ein Shuttle der Forststelle Rabacal hin- und herfährt und diesen Hatscher den Wanderern gegen Entgelt erspart. Als wir ankommen, ist grad das Fahrzeug nicht da, also laufen wir mal los. Als wir am Forsthaus Rabacal unten ankommen, ist schon ganz schöner Betrieb, eine Wandergruppe mit rund 15 Personen ist schon hier, der Shuttlebus trifft ein und spuckt weitere Wanderer aus, reges Begängnis also. Wir ziehen los auf breitem Weg. Es kommen uns auch schon Leute entgegen, weniger zwar, als wir überholen, aber trotzdem. So eine Massenveranstltung haben wir bislang noch nicht gesehen. Dann kommt bald der Abzweig zum Risco-Wasserfall, ach, den nehmen wir schnell mit, ist nur 1 km eben entfernt, also hin. Das ist dann die blaue Tour Nr. 50 "Der Risco-Wasserfall bei Rabacal - Gemütliche Kurztour zum großen Wasserfall". Aha. Naja, wir haben beide schon größere Wasserfälle gesehen, Haken dran, gut - zurück mit Gegenverkehr. Dann abgebogen zum regulären 25-Quellen-Weg, der dann schmaler wird und keinen Gegenverkehr mehr zulässt, nur noch Warten aufeinander. Lästig. Als wir an der Gumpe ankommen, in die der Risco-Wasserfall weiter unten fällt und um ihn herum etliche weitere mehr oder weniger grosse Rinnsale, herrscht ja beinahe schon Kirchweihstimmung.
Heute gehs wieder zum Wandern. Wir lassen uns vom örtlichen Taxifahrer für 25€ nach Rabacal bringen, ein Klassiker fehlt uns noch, einer, den jeder Madeira-Wanderer gehen muss. Die rote Tour Nr. 51 "Von Rabacal zu den 25 Quellen" heisst das im Rother Wanderführer "Bilderbuchtour im Quellgebiet des Hochlands". Als wir am Parkplatz ankommen, ist dicke, nicht einladende Nebelsuppe. Wir versichern dem Fahrer, wir würden uns melden, wenn er uns hier oder - erreichbar durh einen 800m langen finsteren Tunnel, an der ER 211 abholen solle. Wir gehen mal los. 2.660 Schritte bergab, fast 200hm, auf geteerter Straße, auf der ein Shuttle der Forststelle Rabacal hin- und herfährt und diesen Hatscher den Wanderern gegen Entgelt erspart. Als wir ankommen, ist grad das Fahrzeug nicht da, also laufen wir mal los. Als wir am Forsthaus Rabacal unten ankommen, ist schon ganz schöner Betrieb, eine Wandergruppe mit rund 15 Personen ist schon hier, der Shuttlebus trifft ein und spuckt weitere Wanderer aus, reges Begängnis also. Wir ziehen los auf breitem Weg. Es kommen uns auch schon Leute entgegen, weniger zwar, als wir überholen, aber trotzdem. So eine Massenveranstltung haben wir bislang noch nicht gesehen. Dann kommt bald der Abzweig zum Risco-Wasserfall, ach, den nehmen wir schnell mit, ist nur 1 km eben entfernt, also hin. Das ist dann die blaue Tour Nr. 50 "Der Risco-Wasserfall bei Rabacal - Gemütliche Kurztour zum großen Wasserfall". Aha. Naja, wir haben beide schon größere Wasserfälle gesehen, Haken dran, gut - zurück mit Gegenverkehr. Dann abgebogen zum regulären 25-Quellen-Weg, der dann schmaler wird und keinen Gegenverkehr mehr zulässt, nur noch Warten aufeinander. Lästig. Als wir an der Gumpe ankommen, in die der Risco-Wasserfall weiter unten fällt und um ihn herum etliche weitere mehr oder weniger grosse Rinnsale, herrscht ja beinahe schon Kirchweihstimmung.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Zahlreiche Wanderer sitzen auf den Steinen, uns wundert, was sie immer alles zu essen dabei haben, es ist grade mal Mittag, haben die nicht gefrühstückt? Wir gehen ein Stück weg, wo wir dann auch eine Handvoll Nüsse essen und unseren Tee trinken und dann überlegen, wie wir weiter verfahren wollen. Wir sind von dem Weg nicht begeistert, zum einen führt er durch dichten Wald, wenn es auch UNESCO-Gebiet ist, aber dadurch wortwörtlich "aussichtslos" ist, den Kessel mit den Wasserfäden finden wir auch nicht das Nochniedagewesene - und die Menge an Wanderern, hauptsächlich in Gruppen, nervt. Das sind wir so nicht gewöhnt. Wir gehen zurück - steigen nicht aufwärts in Richtung Forsthaus Rabacal, sondern folgen der Beschilderung "Calheta 3,4km", stehen nach ca. eineinhalb Kilometer vor dem bewussten "Reitertunnel", durch den die Levada verrohrt führt und daneben ein etwa 1m breiter gepflasterter Weg hindurchführt. Stockdunkel ist es im Tunnel, nicht grade meine Spezialität. Ich finde meine Taschenlampe im Rucksack und Renate will schon losgehen, als mir ein Klaustrophobie-Anfall hochkommt. Ich kann das nicht, ich drehe um, Renate auch. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht, dann lassen wir das und steigen halt die Höhenmeter hinauf, was soll das.
Da kommt eine 12köpfige deutsche Wandergruppe, Renate fragt, ob man da durchgehen würde, dann meine ich, wenn wir uns da mit anhängen, könnte es gehen. Der Wanderleiter erklärt sein Einverständnis. 10 Minuten später ist es geschafft, wir treten auf der anderen Seite aus dem Tunnel. Den letzten knappen Kilometer bis zu dem kleinen Bus, der auf die Gruppe wartet, unterhalte ich mich mit dem Wanderleiter, ausgewanderter Deutscher, der auf Madeira lebt und sich so seinen Unterhalt verdient. Natürlich mit dem Ergebnis, dass wir mit im Bus sitzen und in die Zivilisation gebracht werden. Das Programm der Reisegruppe sieht noch eine Besichtigung der Zuckerrohrfabrik in Calheta vor sowie eine Poncha-Verkostung in der dortigen Bar, das müssten wir halt abwarten. Klar, machen wir. Die Alternative wäre gewesen, unseren Taxifahrer anzurufen oder noch einige Kilometer entlang an der Straße zu einer Bushaltestelle zu traben und auf einen Bus nach Jardim do Mar oder Prazeres, das 500m oberhalb unseres Ortes der Steilküste liegt.
Die Pause an der Zuckerrohrfabrik tut uns gut, es gibt ein kleines Stück unterhalb eine Bar, dort gibt es eine Poncha, die ich nach dem Tunnelerlebnis gut gebrauchen kann und eine anständige Toilette. Mit in die Zuckerrohrfabrik sind wir nicht, wir wollen uns nicht Leistungen eines Reiseverantalters erschleichen, sondern geben Wanderleiter und Busfahrer je 5€ als kleines Dankeschön fürs Mitfahrendürfen.
Wie das bei Männern halt oft so ist, hören sie halt manchmal nicht so ganz genau hin, was Frauen sagen - und so hatte der Wanderleiter gemeint, wir seien am Hotel "Jardim Atlantico" oben auf der Steilküste untergebracht und nicht in Jardim do Mar. Hatte mich doch schon gewundert, dass er gemeint hatte, es seien auch 2 Leute aus der Gruppe in diesem Hotel, also unserem, untergebracht, die hatte ich nämlich noch nicht gesehen. So werden die letzten 2 Gäste am Jardim Atlantico ausgeladen und man schaut verdutzt, dass wir in Jardim do Mar wohnen. Macht ja nix. Vom Hotel aus gibt es einen steilen Abstieg hinunter zum Meer nach Paul do Mar, ein Stück weiter Richtung Prazeres gehts dann senkrecht an der Steilküste rund 500 Höhenmeter hinab nach Jardim do Mar. Wir bedanken uns nochmal ausführlich und versichern, gut aufzupassen und steigen aus dem Bus, um den Abstieg zu machen. Dieser Abstieg ist als Aufstieg Teil der scharzen Tou 55 "Rundweg Jardim do Mar" im Rother Wanderführer, der dazu schreibt "...empfiehlt sich die Tour nur in der beschriebenen Gehrichtung zu unternehmen, da der Abstieg nach Jardim do Mar vor allem bei Nässe noch mehr Aufmerksamkeit erfordert..." Naja, eine echte Herausforderung halt. Wie gut, dass wir nur eine Poncha und keine zweite getrunken haben, die erste wärmt und tut gut, die zweite beflügelt - was auf so einer Strecke verhängnisvoll werden kann. Zu allem Überfluss beginnt es tatsächlich zu nieseln, die schwarzen Steine werden sauglatt, mich donnert es zweimal hin, prelle mir ein wenig die linke Schulter, mehr passiert niicht, Renate nimmt dann hinter mir jeweils den anderen Stein zum Drauftreten.
Knapp eine Stunde hangeln wir uns so die Steilküste hinab durch unterschiedliche Vegetation, bis wir im Hotel ankommen und heilfroh sind. Ja, fusslahm snd wir heute dann schon wieder. Reine Gehzeit dann gut 4 Stunden - davon 1 extrem abwärts und extrem anstrengend. 23.132 Schritte zählte der Schrittzähler. Es gibt zu Essen und zu Trinken im Hotel und Abendprogramm im Zimmer.
So haben wir aus einer der langweiligsten Wanderungen unseres Aufenthaltes doch noch "was" gemacht. War wieder ein schöner Tag, für morgen ist bis zum Mittag Regen angesagt, von da her wird es morgen keine große Tour mehr geben....
Da kommt eine 12köpfige deutsche Wandergruppe, Renate fragt, ob man da durchgehen würde, dann meine ich, wenn wir uns da mit anhängen, könnte es gehen. Der Wanderleiter erklärt sein Einverständnis. 10 Minuten später ist es geschafft, wir treten auf der anderen Seite aus dem Tunnel. Den letzten knappen Kilometer bis zu dem kleinen Bus, der auf die Gruppe wartet, unterhalte ich mich mit dem Wanderleiter, ausgewanderter Deutscher, der auf Madeira lebt und sich so seinen Unterhalt verdient. Natürlich mit dem Ergebnis, dass wir mit im Bus sitzen und in die Zivilisation gebracht werden. Das Programm der Reisegruppe sieht noch eine Besichtigung der Zuckerrohrfabrik in Calheta vor sowie eine Poncha-Verkostung in der dortigen Bar, das müssten wir halt abwarten. Klar, machen wir. Die Alternative wäre gewesen, unseren Taxifahrer anzurufen oder noch einige Kilometer entlang an der Straße zu einer Bushaltestelle zu traben und auf einen Bus nach Jardim do Mar oder Prazeres, das 500m oberhalb unseres Ortes der Steilküste liegt.
Die Pause an der Zuckerrohrfabrik tut uns gut, es gibt ein kleines Stück unterhalb eine Bar, dort gibt es eine Poncha, die ich nach dem Tunnelerlebnis gut gebrauchen kann und eine anständige Toilette. Mit in die Zuckerrohrfabrik sind wir nicht, wir wollen uns nicht Leistungen eines Reiseverantalters erschleichen, sondern geben Wanderleiter und Busfahrer je 5€ als kleines Dankeschön fürs Mitfahrendürfen.
Wie das bei Männern halt oft so ist, hören sie halt manchmal nicht so ganz genau hin, was Frauen sagen - und so hatte der Wanderleiter gemeint, wir seien am Hotel "Jardim Atlantico" oben auf der Steilküste untergebracht und nicht in Jardim do Mar. Hatte mich doch schon gewundert, dass er gemeint hatte, es seien auch 2 Leute aus der Gruppe in diesem Hotel, also unserem, untergebracht, die hatte ich nämlich noch nicht gesehen. So werden die letzten 2 Gäste am Jardim Atlantico ausgeladen und man schaut verdutzt, dass wir in Jardim do Mar wohnen. Macht ja nix. Vom Hotel aus gibt es einen steilen Abstieg hinunter zum Meer nach Paul do Mar, ein Stück weiter Richtung Prazeres gehts dann senkrecht an der Steilküste rund 500 Höhenmeter hinab nach Jardim do Mar. Wir bedanken uns nochmal ausführlich und versichern, gut aufzupassen und steigen aus dem Bus, um den Abstieg zu machen. Dieser Abstieg ist als Aufstieg Teil der scharzen Tou 55 "Rundweg Jardim do Mar" im Rother Wanderführer, der dazu schreibt "...empfiehlt sich die Tour nur in der beschriebenen Gehrichtung zu unternehmen, da der Abstieg nach Jardim do Mar vor allem bei Nässe noch mehr Aufmerksamkeit erfordert..." Naja, eine echte Herausforderung halt. Wie gut, dass wir nur eine Poncha und keine zweite getrunken haben, die erste wärmt und tut gut, die zweite beflügelt - was auf so einer Strecke verhängnisvoll werden kann. Zu allem Überfluss beginnt es tatsächlich zu nieseln, die schwarzen Steine werden sauglatt, mich donnert es zweimal hin, prelle mir ein wenig die linke Schulter, mehr passiert niicht, Renate nimmt dann hinter mir jeweils den anderen Stein zum Drauftreten.
Knapp eine Stunde hangeln wir uns so die Steilküste hinab durch unterschiedliche Vegetation, bis wir im Hotel ankommen und heilfroh sind. Ja, fusslahm snd wir heute dann schon wieder. Reine Gehzeit dann gut 4 Stunden - davon 1 extrem abwärts und extrem anstrengend. 23.132 Schritte zählte der Schrittzähler. Es gibt zu Essen und zu Trinken im Hotel und Abendprogramm im Zimmer.
So haben wir aus einer der langweiligsten Wanderungen unseres Aufenthaltes doch noch "was" gemacht. War wieder ein schöner Tag, für morgen ist bis zum Mittag Regen angesagt, von da her wird es morgen keine große Tour mehr geben....
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Freitag, 8. Januar 2016
Es regnet. War klar - der Wetterbericht hatte es vermeldet. Ab Mittag solle es vorbei sein mit dem Regen, schaumermal und drücken wir uns am Vormittag mal erst noch jede in ihrem Zimmer rum. Ich entdecke im Rodoeste-Fahrplan, dass um 13.45h ein Bus rüber nach Paul do Mar, ähnliche Lage vor der Steilküste, größer, mit mehr Infrastruktur, fahren wird. Dorthin wollten wir ja zu Fuss gehen, aber das Meer ist aufgewühlt, das Entlanggehen an der Steilküste ist bei den Wellen wohl eher nicht ratsam bzw sogar gefährlich, weil es ja kein Entrinnen und keinen "richtigen" Weg gibt. So marschieren wir zur Bushaltestelle hinauf auf die Hauptstraße, es regnet noch immer ziemlich stark. Gerade als wir wieder umkehren wollen, die Busabfahrt ist schon fast eine Viertelstunde vorbei, kommt der Bus. Aufgesprungen und für 1,30€ rüber gefahren durch den langen Tunnel, ausgestiegen, Poncha an der ersten Bar genossen, eine sehr gute Poncha mit frisch ausgepressten Zitronen und Orangen, köstlich. Der tägliche Vitaminschub. Bissi den doch kleinen Ort angeschaut, Geld am Geldautomaten gezogen, eingekehrt in enem Lokal und den ultimativen Espada verspeist, nett. Ein Taxichauffeur bringt uns für 7,50€ zurück - ein Bus fährt heute nicht mehr rüber. Am Abend sitzen wir noch bei uns im Hotel mit einer weiteren alleinreisenden jüngeren Frau bei Bier und Gesprächen....
Es regnet. War klar - der Wetterbericht hatte es vermeldet. Ab Mittag solle es vorbei sein mit dem Regen, schaumermal und drücken wir uns am Vormittag mal erst noch jede in ihrem Zimmer rum. Ich entdecke im Rodoeste-Fahrplan, dass um 13.45h ein Bus rüber nach Paul do Mar, ähnliche Lage vor der Steilküste, größer, mit mehr Infrastruktur, fahren wird. Dorthin wollten wir ja zu Fuss gehen, aber das Meer ist aufgewühlt, das Entlanggehen an der Steilküste ist bei den Wellen wohl eher nicht ratsam bzw sogar gefährlich, weil es ja kein Entrinnen und keinen "richtigen" Weg gibt. So marschieren wir zur Bushaltestelle hinauf auf die Hauptstraße, es regnet noch immer ziemlich stark. Gerade als wir wieder umkehren wollen, die Busabfahrt ist schon fast eine Viertelstunde vorbei, kommt der Bus. Aufgesprungen und für 1,30€ rüber gefahren durch den langen Tunnel, ausgestiegen, Poncha an der ersten Bar genossen, eine sehr gute Poncha mit frisch ausgepressten Zitronen und Orangen, köstlich. Der tägliche Vitaminschub. Bissi den doch kleinen Ort angeschaut, Geld am Geldautomaten gezogen, eingekehrt in enem Lokal und den ultimativen Espada verspeist, nett. Ein Taxichauffeur bringt uns für 7,50€ zurück - ein Bus fährt heute nicht mehr rüber. Am Abend sitzen wir noch bei uns im Hotel mit einer weiteren alleinreisenden jüngeren Frau bei Bier und Gesprächen....
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Lira
- Enthusiast

- Beiträge: 16544
- Registriert: Do 19. Feb 2009, 10:39
- Wohnmobil: grad keins
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Samstag, 9. Januar 2016
Was für ein schöner Tag heute wieder. Aber - ultimative Abreise heute. Das Taxi bringt uns bei herrlicher Sonne und melancholischem Fado die bekannte Strecke, die nun mit vielen persönlichen Erinnerungen für beide gespickt ist, zum Flugplatz Madeira. Dort werden wir zuerst die schweren Koffer los, vergnügen uns noch einige Zeit auf der Aussichtsterrasse, bevor wir zur Sicherheitskontrolle schreiten und es dann schon gleich Zeit fürs Boarding wird. Der Airbus 321 ist proppenvoll, in dreieinhalb Stunden ist der Flug geschafft, wir landen in Düsseldorf an. Nach Koffererhalt erst mal schauen, wie das hier funktioniert. Aha. Da gibt es eine flugplatzinterne Schwebebahn, die einen zum Bahn-Bahnhof Flughafen bringt. Von diesem geht es mit der S- oder Regional-Bahn zum Bahnhof Düsseldorf, von wo aus unser Sonderpreis-Ticket zu 19€ für den ICE nach Frankfurt-Fernbahnhof am dortigen Flughafen und nach Umstieg in den ICE nach Nürnberg gilt.
Wir wuchten unsere Koffer erst in die Schwebebahn, dann in den Regionalzug, dann auf den Bahnsteig, auf dem der ICE bereits steht, hinein in den ICE, der ein wenig schnell losfährt, es müsste doch noch mindestens 5 Minuten bis zur Abfahrt dauern? Die Mitreisenden klären uns auf - und der kontrollierende Zugbegleiter auch - wir sollen in Köln aussteigen, dieser ICE wäre eine Viertelstunde verspätet und deswegen noch auf dem Bahnsteig herumgestanden, wir sind also schlichtweg im falschen Zug. Na sowas.
Also in Köln wieder raus aus dem ICE, rein in den nächsten, den richtigen dann, für knappe dreiviertel Stunden. Dann raus auf dem Frankfurter Fernbahnhof, und rein in den Nürnberger ICE, dort endlich Verbleib für mehr als 2 Stunden, in Nürnberg werden wir vom Liebsten abgeholt, mit meinem Auto, des vielen Gepäcks wegen. Der Liebste fährt über Cadolzburg, Renate wird heimgebracht - und dann wir.
Nach halb eins Ankunft daheim. Das Haus ist gut geheizt, der Kachelofen bullert, die Heizung auch.......
E N D E -----
der Madeira-Winterreise 2015/2016
SCHÖN WARS !!!!
Was für ein schöner Tag heute wieder. Aber - ultimative Abreise heute. Das Taxi bringt uns bei herrlicher Sonne und melancholischem Fado die bekannte Strecke, die nun mit vielen persönlichen Erinnerungen für beide gespickt ist, zum Flugplatz Madeira. Dort werden wir zuerst die schweren Koffer los, vergnügen uns noch einige Zeit auf der Aussichtsterrasse, bevor wir zur Sicherheitskontrolle schreiten und es dann schon gleich Zeit fürs Boarding wird. Der Airbus 321 ist proppenvoll, in dreieinhalb Stunden ist der Flug geschafft, wir landen in Düsseldorf an. Nach Koffererhalt erst mal schauen, wie das hier funktioniert. Aha. Da gibt es eine flugplatzinterne Schwebebahn, die einen zum Bahn-Bahnhof Flughafen bringt. Von diesem geht es mit der S- oder Regional-Bahn zum Bahnhof Düsseldorf, von wo aus unser Sonderpreis-Ticket zu 19€ für den ICE nach Frankfurt-Fernbahnhof am dortigen Flughafen und nach Umstieg in den ICE nach Nürnberg gilt.
Wir wuchten unsere Koffer erst in die Schwebebahn, dann in den Regionalzug, dann auf den Bahnsteig, auf dem der ICE bereits steht, hinein in den ICE, der ein wenig schnell losfährt, es müsste doch noch mindestens 5 Minuten bis zur Abfahrt dauern? Die Mitreisenden klären uns auf - und der kontrollierende Zugbegleiter auch - wir sollen in Köln aussteigen, dieser ICE wäre eine Viertelstunde verspätet und deswegen noch auf dem Bahnsteig herumgestanden, wir sind also schlichtweg im falschen Zug. Na sowas.
Also in Köln wieder raus aus dem ICE, rein in den nächsten, den richtigen dann, für knappe dreiviertel Stunden. Dann raus auf dem Frankfurter Fernbahnhof, und rein in den Nürnberger ICE, dort endlich Verbleib für mehr als 2 Stunden, in Nürnberg werden wir vom Liebsten abgeholt, mit meinem Auto, des vielen Gepäcks wegen. Der Liebste fährt über Cadolzburg, Renate wird heimgebracht - und dann wir.
Nach halb eins Ankunft daheim. Das Haus ist gut geheizt, der Kachelofen bullert, die Heizung auch.......
E N D E -----
der Madeira-Winterreise 2015/2016
SCHÖN WARS !!!!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
jion
- Administrator

- Beiträge: 4884
- Registriert: So 19. Okt 2008, 07:46
- Wohnmobil: Niesmann+Bischoff Flair 6000 i
- Hat sich bedankt: 27 Mal
- Danksagung erhalten: 10 Mal
- Kontaktdaten:

Re: Winterwandern auf Madeira - ohne Womo....
Ganz ganz toll, ich habe die ganze Zeit deinen bericht verfolgt, es hat immer besonders viel Spaß gemacht, deine Erlebnisse und Eindrücke zu verfolgen, wenn es hier so trist und grau und kalt....war. Ein dickes Kompliment für diesen schönen Reisebericht. Sicherlich eine andere Art und Weise, Weihnachten / Sylvester zu verbringen. Danke Danke Danke, ich fands toll.