Gelbatterie mit normaler Batterie parallel?
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Achim_53
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Gelbatterie mit normaler Batterie parallel?
Hallo miteinander,
ich will jetzt endlich mal die elekt. Anlage in meinem Hymer in Angriff nehmen!
Jetzt hab ich aber ne dringende Frage!
Und zwar:
Geht das überhaupt, dass ich meine Gelbatterie mit einer ganz normalen Batterie parallel schalte?
Folgender Sachverhalt:
Habe in meinem Hymer eine 80A Gelbatterie und will jetzt eine 2te "normale" Batterie auch 80A parallel dazu schalten!
(Wäre halt preiswerter!)
Reicht die Lichtmaschinenleistung dafür aus?
Was müsste ich beachten, wenn's gehen würde?
Danke, mal für die Antworten
mfg
Achim
ich will jetzt endlich mal die elekt. Anlage in meinem Hymer in Angriff nehmen!
Jetzt hab ich aber ne dringende Frage!
Und zwar:
Geht das überhaupt, dass ich meine Gelbatterie mit einer ganz normalen Batterie parallel schalte?
Folgender Sachverhalt:
Habe in meinem Hymer eine 80A Gelbatterie und will jetzt eine 2te "normale" Batterie auch 80A parallel dazu schalten!
(Wäre halt preiswerter!)
Reicht die Lichtmaschinenleistung dafür aus?
Was müsste ich beachten, wenn's gehen würde?
Danke, mal für die Antworten
mfg
Achim
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nordlandfan
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camperfan
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Re: Gelbatterie mit normaler Batterie parallel?
Batterien - die unbekannten Wesen ... viele Geister scheiden sich da.
Vielleicht zum Verständnis mal dieser , wie ich finde, sehr interessanter Link.
Hier wird versucht, so verständlich wie möglich zu erklären.
[clicklink=]http://www.agtar.com/merkblatt/mbt135.pdf[/clicklink]
Vielleicht zum Verständnis mal dieser , wie ich finde, sehr interessanter Link.
Hier wird versucht, so verständlich wie möglich zu erklären.
[clicklink=]http://www.agtar.com/merkblatt/mbt135.pdf[/clicklink]
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Tourist
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Re: Gelbatterie mit normaler Batterie parallel?
Hallo Batterie-Sammler,
bitte erklärt mir:
Warum wollen alle Ihre Versorgungsbatterien immer paralell schalten?
Viel einfacher ist es doch, beliebige Batterien (Gel, Nass, Vlies...) mit (fast) beliebigen Kabeln EINZELN mittels Hochstromschalter ans Bordnetz zu koppeln. So kann man je nach Bedarf eine nach der anderen laden, entladen, ausbauen, tauschen... usw. . Die Paralellschaltung bringt doch nur was, wenn ich besonders hohe Ströme brauche - und notfalls kann ich das mit der von mir bevorzugten (und erprobten) Lösung ja auch machen, darf halt das Trennen nicht vergessen.
Mit der Bitte um Aufkärung,
Tourist
bitte erklärt mir:
Warum wollen alle Ihre Versorgungsbatterien immer paralell schalten?
Viel einfacher ist es doch, beliebige Batterien (Gel, Nass, Vlies...) mit (fast) beliebigen Kabeln EINZELN mittels Hochstromschalter ans Bordnetz zu koppeln. So kann man je nach Bedarf eine nach der anderen laden, entladen, ausbauen, tauschen... usw. . Die Paralellschaltung bringt doch nur was, wenn ich besonders hohe Ströme brauche - und notfalls kann ich das mit der von mir bevorzugten (und erprobten) Lösung ja auch machen, darf halt das Trennen nicht vergessen.
Mit der Bitte um Aufkärung,
Tourist
Hallo Tourist,
Du kannst nicht jede Batterie an Dein Bordnetz zuschalten, ohne die Ladegeräte auf diese Batterie umzustellen. Zum Beispiel haben Säure-Batterien eine andere Ladeschlussspannung als Gel-Batterien. Wo die eine gerade voll geladen ist, ist die andere schon hoffnungslos überladen (und defekt).
Auch musst Du sehr große Querschnitte und entsprechende Schalter verwenden. Dies ist auch nicht gerade einfach verbaut und platzsparend.
Eine Parallelschaltung von Akkus ist kein Problem und eine normale Vorgehensweise zur Kapazitätserhöhung, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Du kannst nicht jede Batterie an Dein Bordnetz zuschalten, ohne die Ladegeräte auf diese Batterie umzustellen. Zum Beispiel haben Säure-Batterien eine andere Ladeschlussspannung als Gel-Batterien. Wo die eine gerade voll geladen ist, ist die andere schon hoffnungslos überladen (und defekt).
Auch musst Du sehr große Querschnitte und entsprechende Schalter verwenden. Dies ist auch nicht gerade einfach verbaut und platzsparend.
Eine Parallelschaltung von Akkus ist kein Problem und eine normale Vorgehensweise zur Kapazitätserhöhung, wenn man ein paar Dinge beachtet.
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Tourist
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Re:
Hallo Andy,
Bei "kleineren" Womos - dazu rechne ich z.B. unseren Karmann - ist es durchaus schwierig, zwei gleichgroße Batterien auch "räumlich" parallel unterzubringen. Daraus resultieren zwangsläufig unterschiedliche Anschluss-Kabellängen. Und genau die sollte man bei der Parallelschaltung vermeiden. Die einfachste Lösung - auch bei dieser Problematik - ist die von mir beschriebene (aus meiner Sicht, wohlgemerkt). Die Parallelschaltung unterschiedlich alter aber sonst gleicher Batterien ist auch nicht empfehlenswert, aber darüber wurde ja schon an anderer Stelle hinreichend geschrieben.
Auch aus ökonomischer Sicht scheint mir die getrennte Schaltung sinnvoll, man kann im Bedarfsfall problemlos die schwächere der beiden Batterien ersetzten.
Allzeit genügend Strom im Womo wünscht
Tourist
...so ist es. Zumindest in der Theorie. Die Praxis zeigt, dass die Unterschiede nicht so groß sind. Unterschiedliche Batterien halten am gleichen Ladegerät (in meinem Fall bisher) sehr lange.Andy hat geschrieben:Hallo Tourist,
Du kannst nicht jede Batterie an Dein Bordnetz zuschalten, ohne die Ladegeräte auf diese Batterie umzustellen. Zum Beispiel haben Säure-Batterien eine andere Ladeschlussspannung als Gel-Batterien. Wo die eine gerade voll geladen ist, ist die andere schon hoffnungslos überladen (und defekt).
Die Querschnitte entsprechen denen, die man für die Parallelschaltung auch braucht. Nur wird der Minuspol der Batterie jeweils getrennt per simplem Hochstromschalter [clicklink=]http://b2c.hella.com/b2c_assets/images/ ... 3-001a.jpg[/clicklink] an die Fahrzeugmasse geschaltet. Also kein Installationsaufwand, keine langen Kabel etc.Andy hat geschrieben:Auch musst Du sehr große Querschnitte und entsprechende Schalter verwenden. Dies ist auch nicht gerade einfach verbaut und platzsparend.
Bei "kleineren" Womos - dazu rechne ich z.B. unseren Karmann - ist es durchaus schwierig, zwei gleichgroße Batterien auch "räumlich" parallel unterzubringen. Daraus resultieren zwangsläufig unterschiedliche Anschluss-Kabellängen. Und genau die sollte man bei der Parallelschaltung vermeiden. Die einfachste Lösung - auch bei dieser Problematik - ist die von mir beschriebene (aus meiner Sicht, wohlgemerkt). Die Parallelschaltung unterschiedlich alter aber sonst gleicher Batterien ist auch nicht empfehlenswert, aber darüber wurde ja schon an anderer Stelle hinreichend geschrieben.
Auch aus ökonomischer Sicht scheint mir die getrennte Schaltung sinnvoll, man kann im Bedarfsfall problemlos die schwächere der beiden Batterien ersetzten.
Allzeit genügend Strom im Womo wünscht
Tourist
Zuletzt geändert von Tourist am Do 26. Mai 2011, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Re:
Hallo Tourist,Tourist hat geschrieben:Hallo Andy,
...so ist es. Zumindest in der Theorie. Die Praxis zeigt, dass die Unterschiede nicht so groß sind. Unterschiedliche Batterien halten am gleichen Ladegerät (in meinem Fall bisher) sehr lange.Andy hat geschrieben:Hallo Tourist,
Du kannst nicht jede Batterie an Dein Bordnetz zuschalten, ohne die Ladegeräte auf diese Batterie umzustellen. Zum Beispiel haben Säure-Batterien eine andere Ladeschlussspannung als Gel-Batterien. Wo die eine gerade voll geladen ist, ist die andere schon hoffnungslos überladen (und defekt).
die Werte sind schon für Batterien extrem.
Wenn dem so wäre, wie Du behauptest, warum gibt es dann unterschiedliche Geräte?
Bei falscher Ladespannung kann eine Batterie sogar explodieren.
Und das ist keine Theorie, sondern erlebte und bewiesene Praxis.
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Tourist
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Re: Re:
Hallo Andy,
Deine mahnenden Worte in Ehren,
Die Höhe der Absorptionsspannung/Erhaltungsspannung sollte sich nach der Empfehlung des Batterieherstellers richten. Ganz allgemein gilt für Nassbatterien eine Absorptionsspannung bis zu 14,8V, und für Gelbatterien bis zu 14,4V. Für beide Typen wird in der Regel eine Erhaltungsspannung von 13,8V angegeben. Diese Spannungen gelten für eine Säuretemperatur (Batterietemperatur) von 20 Grad C. Für Temperaturabweichungen die über +- 5 Grad C hinausgehen ist eine Temperaturkompensation nötig." zitiert aus[clicklink=]http://camping-wiki.kwherzog.de/Die_Ble ... _werden.3F[/clicklink]
Also wegen einer Spannungsdifferenz von 0,4 Volt während des Ladevorgangs geht die Welt nicht unter - und eine Batterie platzt da auch nicht. Ich werde auch künftig beim Laden nicht in Deckung gehen
(schon deshalb nicht, weil am Ladegerät eine Nassbatterie hängt).
Viele Grüße
Tourist
Deine mahnenden Worte in Ehren,
"Wie hoch ist die Absorptionsspannung/Erhaltungsspannung?Andy hat geschrieben:...Bei falscher Ladespannung kann eine Batterie sogar explodieren.
Und das ist keine Theorie, sondern erlebte und bewiesene Praxis.
Die Höhe der Absorptionsspannung/Erhaltungsspannung sollte sich nach der Empfehlung des Batterieherstellers richten. Ganz allgemein gilt für Nassbatterien eine Absorptionsspannung bis zu 14,8V, und für Gelbatterien bis zu 14,4V. Für beide Typen wird in der Regel eine Erhaltungsspannung von 13,8V angegeben. Diese Spannungen gelten für eine Säuretemperatur (Batterietemperatur) von 20 Grad C. Für Temperaturabweichungen die über +- 5 Grad C hinausgehen ist eine Temperaturkompensation nötig." zitiert aus[clicklink=]http://camping-wiki.kwherzog.de/Die_Ble ... _werden.3F[/clicklink]
Also wegen einer Spannungsdifferenz von 0,4 Volt während des Ladevorgangs geht die Welt nicht unter - und eine Batterie platzt da auch nicht. Ich werde auch künftig beim Laden nicht in Deckung gehen
Viele Grüße
Tourist