mein erster Womo-Urlaub
Verfasst: Do 8. Jul 2010, 00:30
Wie schon in einem anderen Thread heute angedeutet, war mein Einstieg ins Womoleben nicht so "prickelnd". Ich habe meine Beschreibungen ausgegraben, hier sind sie:
Ein kleiner Bericht meiner ersten Wohnmobilfahrt. Zu dieser wurde ich von meinem Freund eingeladen, den ich seit dem letzten Winter kenne.
Meine bisherigen Campingerfahrungen waren vor x-Jahren Familienurlaube mit Zelt am Gardasee.
Ich freute mich sehr auf einen ungezwungenen Urlaub im sonnigen Italien, auf italienisches Flair, gutes Essen und Trinken.
Los ging es damit, dass mein Freund den ortsansässigen Aldi stürmte und dort alles mögliche an Lebensmittel und Getränke einkaufte. Mein Einwand, ich möchte doch auch gerne in Italien essen gehen, bzw. die Lebensmittel dort kaufen, wurde abgeschmettert. Das ist alles zu teuer, ist auch alles dasselbe etc. Naja, warten wir mal ab, dachte ich mir. Als ich mein Gepäck zum Womo brachte, war es zuviel und zu schwer. Gewichtsparen ist angesagt. Für mich als Leseratte war es schwer, auf meine Bücher zu verzichten. So bestückte ich wenigstens auf die Schnelle noch meinen MP3 Player mit Hörbüchern.
Die Fahrt Richtung Süden ging nur über Landstrassen, Maut zahlen ist nicht, die sind doch alles Halsabschneider und denen steckt er das Geld nicht in den Rachen. Ich war perplex, da fährt der Mann ein Wohnmobil, das nicht unter 60.000 Euros zu haben ist, und dann ist er so knickerig.
Das war aber nur der Anfang vom schönen Italienurlaub. Also, auf einen Campingplatz gehen wir nicht, die wollen doch nur unser Geld und bieten nichts dafür, außer ein paar Duschen und Klos. Okay, ich bin unerfahren und habe keine Ahnung vom Wohnmobilleben. Lieber stellt man sich vor den Campingplatz und nützen die Sanitären Anlagen, reinschleichen sollte ich mich, wenn keiner an der Pforte ist. Das war mir total zuwider, ich kam mir vor wie eine Zechprellerin. Das Bad im Womo ist nur für Notfälle zu benützen, wernn wir keine oben genannten Übernachtungsmöglichkeiten finden. Nach der Benützung ist es pieksauber zu reinigen. Überhaupt, mit Strassenschuhen in das Wohnmobil zu gehen, geht gar nicht. Dafür sind Schlappen da, mit denen man aber bitte nicht nach draussen geht.
Das Essen gehen oder mal einen Wein in einer netten Bar trinken, geht auch nicht zu teuer. Für was haben wir den Aldikram dabei? Bei Aldi kaufe ich daheim selber gar nicht ein, weil ich deren Methoden nicht akzeptieren kann. Und jetzt soll ich mich im Urlaub davon ernähren.
Das Thema Baden: wenn ich unbedingt mal ins Wasser wollte, wurde an einem Parkplatz gehalten, und von dort konnte ich baden. Gut etliche Italiener machen das so, aber mir bringt das keine Erholung. Baden gestrichen nach ein paar Versuchen. Viel Zeit dazu war auch nicht, denn
Wir sind mit dem Wohnmobil unterwegs und das muss fahren, und das jeden Tag. Zwischendurch mal eine Stadt besichtigen, Erholung ist das nicht für mich. Ich war so gefrustet.
Wie das Thema Entsorgung gehandhabt wurde, schreibe ich hier lieber nicht. Nur soviel, toll war das nicht.
Nach einer Woche hatte ich die Schnauze voll, setzte mich in einer Stadt ab, suchte mir an einem schönen Ort eine kleine Ferienwohnung und genoss die folgenden Urlaubstage am Meer, mit gutem italienischen Essen uns Trinken und vor allem ohne Diskussionen.
Unsere Freundschaft hat diesen Wohnmobil-Härtetest nicht bestanden.
Trotzdem bin ich einem erneuten Wohnmobilurlaub nicht ganz abgeneigt, den möchte ich dann gerne alleine nach meinen Vorlieben verbringen.
Sind meine oben genannten Schilderungen im Rahmen eines normalen Wohnmobilurlaubes, oder bin ich einfach ein Weichei?
Übrigens ist der Fahrer, mit dem ich unterwegs war, in einem anderen Forum aktiv. Durch ihn lernte ich dieses Forum kennen und wollte mal meine Erfahrungen mitteilen. Bisher habe ich nur positive Reiseberichte gelesen, hier also mal ein etwas anderere Bericht.
Und wie ging es weiter?
Ich mietete mir letztes Jahr ab und zu ein Womo, kam auf den Geschmack des Reisens, wie ich es mir mit dem Womo vorstelle und habe mir im Februar ein nettes, für mich geeignetes Womo gekauft, einen Hobby Siesta, der mich bisher leider bei verlängerten Wochenenden begleitete, aber der Urlaub im August und September rückt näher! Ich mag den Siesta so gerne, dass ich sogar ab und zu daheim, statt in meiner Wohnung im Siesta übernachte, irgendwie verrückt, aber die Nächte im Womo sind wie ein kleiner Urlaub, ich fühle mich soooo wohl!!!
Ein kleiner Bericht meiner ersten Wohnmobilfahrt. Zu dieser wurde ich von meinem Freund eingeladen, den ich seit dem letzten Winter kenne.
Meine bisherigen Campingerfahrungen waren vor x-Jahren Familienurlaube mit Zelt am Gardasee.
Ich freute mich sehr auf einen ungezwungenen Urlaub im sonnigen Italien, auf italienisches Flair, gutes Essen und Trinken.
Los ging es damit, dass mein Freund den ortsansässigen Aldi stürmte und dort alles mögliche an Lebensmittel und Getränke einkaufte. Mein Einwand, ich möchte doch auch gerne in Italien essen gehen, bzw. die Lebensmittel dort kaufen, wurde abgeschmettert. Das ist alles zu teuer, ist auch alles dasselbe etc. Naja, warten wir mal ab, dachte ich mir. Als ich mein Gepäck zum Womo brachte, war es zuviel und zu schwer. Gewichtsparen ist angesagt. Für mich als Leseratte war es schwer, auf meine Bücher zu verzichten. So bestückte ich wenigstens auf die Schnelle noch meinen MP3 Player mit Hörbüchern.
Die Fahrt Richtung Süden ging nur über Landstrassen, Maut zahlen ist nicht, die sind doch alles Halsabschneider und denen steckt er das Geld nicht in den Rachen. Ich war perplex, da fährt der Mann ein Wohnmobil, das nicht unter 60.000 Euros zu haben ist, und dann ist er so knickerig.
Das war aber nur der Anfang vom schönen Italienurlaub. Also, auf einen Campingplatz gehen wir nicht, die wollen doch nur unser Geld und bieten nichts dafür, außer ein paar Duschen und Klos. Okay, ich bin unerfahren und habe keine Ahnung vom Wohnmobilleben. Lieber stellt man sich vor den Campingplatz und nützen die Sanitären Anlagen, reinschleichen sollte ich mich, wenn keiner an der Pforte ist. Das war mir total zuwider, ich kam mir vor wie eine Zechprellerin. Das Bad im Womo ist nur für Notfälle zu benützen, wernn wir keine oben genannten Übernachtungsmöglichkeiten finden. Nach der Benützung ist es pieksauber zu reinigen. Überhaupt, mit Strassenschuhen in das Wohnmobil zu gehen, geht gar nicht. Dafür sind Schlappen da, mit denen man aber bitte nicht nach draussen geht.
Das Essen gehen oder mal einen Wein in einer netten Bar trinken, geht auch nicht zu teuer. Für was haben wir den Aldikram dabei? Bei Aldi kaufe ich daheim selber gar nicht ein, weil ich deren Methoden nicht akzeptieren kann. Und jetzt soll ich mich im Urlaub davon ernähren.
Das Thema Baden: wenn ich unbedingt mal ins Wasser wollte, wurde an einem Parkplatz gehalten, und von dort konnte ich baden. Gut etliche Italiener machen das so, aber mir bringt das keine Erholung. Baden gestrichen nach ein paar Versuchen. Viel Zeit dazu war auch nicht, denn
Wir sind mit dem Wohnmobil unterwegs und das muss fahren, und das jeden Tag. Zwischendurch mal eine Stadt besichtigen, Erholung ist das nicht für mich. Ich war so gefrustet.
Wie das Thema Entsorgung gehandhabt wurde, schreibe ich hier lieber nicht. Nur soviel, toll war das nicht.
Nach einer Woche hatte ich die Schnauze voll, setzte mich in einer Stadt ab, suchte mir an einem schönen Ort eine kleine Ferienwohnung und genoss die folgenden Urlaubstage am Meer, mit gutem italienischen Essen uns Trinken und vor allem ohne Diskussionen.
Unsere Freundschaft hat diesen Wohnmobil-Härtetest nicht bestanden.
Trotzdem bin ich einem erneuten Wohnmobilurlaub nicht ganz abgeneigt, den möchte ich dann gerne alleine nach meinen Vorlieben verbringen.
Sind meine oben genannten Schilderungen im Rahmen eines normalen Wohnmobilurlaubes, oder bin ich einfach ein Weichei?
Übrigens ist der Fahrer, mit dem ich unterwegs war, in einem anderen Forum aktiv. Durch ihn lernte ich dieses Forum kennen und wollte mal meine Erfahrungen mitteilen. Bisher habe ich nur positive Reiseberichte gelesen, hier also mal ein etwas anderere Bericht.
Und wie ging es weiter?
Ich mietete mir letztes Jahr ab und zu ein Womo, kam auf den Geschmack des Reisens, wie ich es mir mit dem Womo vorstelle und habe mir im Februar ein nettes, für mich geeignetes Womo gekauft, einen Hobby Siesta, der mich bisher leider bei verlängerten Wochenenden begleitete, aber der Urlaub im August und September rückt näher! Ich mag den Siesta so gerne, dass ich sogar ab und zu daheim, statt in meiner Wohnung im Siesta übernachte, irgendwie verrückt, aber die Nächte im Womo sind wie ein kleiner Urlaub, ich fühle mich soooo wohl!!!