Von vorn.
Irgendwann ums Jahr 2000 rum kam die Neuzeit auch in unserem Dorf im Fränkischen Seenland in Form eines Internetanschlusses an. Der Telefonvertrag lief seinerzeit nur auf meinen Mann (da ein Vertrag auf zwei Namen seinerzeit nicht möglich war
Von Freunden und Bekannten hörte ich immer wieder von sagenhaft günstigen Tarifen für Festnetz und Internet und hing immer noch bei den alten Verträgen bei der Telekom, seit über 30 Jahre mittlerweile und ärgerte mich über schlechte Verbindung, gar keinen Service etc. Kündigte fristgerecht zum Ende 2012. Bis dahin bekam mein verstorbener Mann immer wieder Werbesendungen der Telekom, Anrufe. Schriftliche Aufforderungen, meinen Mann endlich aus dem Verzeichnis zu streichen, fruchteten nicht. Die Kündigung wurde wirksam, obwohl ich sie dann im Dezember 2011 widerrufen hatte, weil bei uns die Telekom der Platzhirsch ist und ich somit keine Möglichkeit hatte, mich über einen anderen Anbieter zu versorgen.
Unglaublich, aber wahr - ich dachte immer, wir leben in einer freien Marktwirtschaft, dabei ist es eine Diktatur.
Ich konnte von der Telekom nicht weg. Die Telekom konnte meinen alten Vertrag nicht aufleben lassen, sondern ich bekam einen neuen Vertrag und eine neue Telefonnummer. Dazwischen lagen aber unversorgte rund 4 Wochen, während der ich weder Telefon noch internet hatte. DAs mobile Internet ist ein noch größeres Trauerspiel bei uns .....
Und ich bekam die Zugangsdaten für meinen neuen Vertrag und für das auf mich lautende Konto bei einer Bank, mit der mein Mann zeitlebens niemals eine Geschäftsbeziehung hatte. Allerdings bekam nicht ICH die Zugangsdaten, sondern sie lauteten AUF MEINEN SEIT 5 JAHREN VERSTORBENEN MANN. Als ich dieses Kuvert geöffnet habe, hab ich ungelogen 5 Minuten auf einem Ton geschrien. Es sind körperliche Schmerzen, wenn man 5 Jahre nach dem Tod des geliebten Partners noch Post für ihn erhält, zumal man selber das alles in die Wege geleitet hatte. Es gab Telefonate noch und mehr und nöcher - 10 Tage später kamen dann die Zugangsdaten zu meinem neuen Vertrag - endlich lautend auf MICH. Gut. Ich war nach mehrwöchiger Abwesenheit von Festnetz und Internet wieder "in der Welt".
Eine Abbuchungserlaubnis hatte ich der Firma nie mehr erteilt, ich bezahle die Rechnungen nach Anfall, die auch auf mich adressiert sind. Heute nun - ich wollte mich mal erkundigen, ob wir jemals Chance haben, ein schnelleres Internet zu bekommen, mit mehr als rund 2900 rein und 300 raus - was ein Spielzeug aber kein Inernet in der heutigen Zeit darstellt - und siehe da - ich wurde gefragt - ob mein Mann mein Mann sei, der sei der Vertragspartner ..........
Ich bekam leider einen Schreikrampf am Telefon und der Gesprächsteilnehmer am anderen Ende legte auf - was ich schon verstehen kann.
Was ich nicht verstehen kann ist, dass mein Mann als Gespenst und als Toter immer noch in meinen Geschäftsbeziehungen zur Telekom herumhuscht.
Eigentlich könnte ich froh drüber sein, dass ein Toter der Geschäftspartner meines Telekommunikationsvertrages ist - weil der wäre dann ja hinfällig. Wenn ich nur einen anderen Anbieter haben könnte, was bei uns leider nicht möglich ist.
Freie Marktwirtschaft?
Wäre schön. Statt dessen: Die Diktatur der Telekommunkationsunternehmen........ oder DES Telekommunikationsunternehmens.
FAZIT Ich lebe sehr gerne hier im Frankenland, in Deutschland. Aber das, was uns in Deutschland an Verbraucherschutz gewährt wird, ist europaweit gesehen ein Scherzartikel sondersgleichen. In anderen Ländern ist es auch nicht statthaft, dass man wegen eines lächerlichen Telefonanschlusses und Internetanschlusses einen 24-Monas-Vertrag aufs Auge gedrückt bekommt, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Offensichtlich nicht mal mit dem Tod ............
Musste mir den Frust einfach von der Seele schreiben. Es ist nur ein winzig kleiner Teil des Frusts mit diesem Telekommunikationsunternehmen.
[ Post made via iPad ] http://www.mobile-freiheit.net/_forum/i ... e/iPad.png

