Seite 1 von 3
Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Di 14. Mai 2013, 21:42
von Ulrike M.
Hallo,
Ein recht interessanter Artikel über das Gletscherwachstum konnte heute von mir hier ausgehoben werden:
http://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news ... gletschern
Beste Grüße,
Uli
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 06:45
von Lira
Guten Morgen,
na siehst, alles im "grünen"' oder doch braunen Bereich ?
Das mit dem Saharasand ist ja heftig, jetzt weiss ich auch, warum es bei mir im Haus so staubig ist
Im deutschen Fernsehen war schon wieder ausführlich das Gejammer vom Abschmelzen der Polkappen und der fortschreitenden Klimaerwärmung.
Im norwegischen Fernsehen jammern sie rum, dass in Nordnorwegen der Permafrost heuer so stark wäre.
Schatzi in Südnorwegen kann noch immer nicht seinen Komposthaufen verteilen, weil immer noch das blanke Eis drin ist.
Tja, was nun ...
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Mi 15. Mai 2013, 12:29
von garibaldi
Lira hat geschrieben:Guten Morgen,
na siehst, alles im "grünen"' oder doch braunen Bereich ?
Das mit dem Saharasand ist ja heftig, jetzt weiss ich auch, warum es bei mir im Haus so staubig ist
Im deutschen Fernsehen war schon wieder ausführlich das Gejammer vom Abschmelzen der Polkappen und der fortschreitenden Klimaerwärmung.
Im norwegischen Fernsehen jammern sie rum, dass in Nordnorwegen der Permafrost heuer so stark wäre.
Schatzi in Südnorwegen kann noch immer nicht seinen Komposthaufen verteilen, weil immer noch das blanke Eis drin ist.
Tja, was nun ...
Alles ein bisschen verzwickt, gell. Aber erklären lässt es sich sicher. Dass wir in Europa heuer einen sehr späten und teilweise heftigen Winter hatten, ist wohl eher Zufall, aber auswirken tut sich das natürlich noch etliche Wochen lang, gerade da, wo es von Haus aus eher kalt ist. Da taut's halt dann deutlich später- dafür aber möglicherweise um so heftiger. Wurscht.
Aber das mit durchschnittlichen Zuwachs auf den Gletschern sagt in Bezug auf den Klimawandel schon mal überhaupt nichts aus, im Gegenteil. Für den Rückgang der Gletscher in den Alpen (und anderen Gebirgen) ist ja nicht der Winterzuwachs zuständig, sondern das Abtauen im Sommer. Und da ist der Saharasand ganz übel, weil er das noch zusätzlich beschleunigt.
Aber mal bisschen provozieren: Es gibt ja auch die These, dass sich durch die Klimaerwärmung der Golfstrom abschwächt. Das wiederum würde bedeuten, dass es in Nordnorwegen kälter wird ... demnach würde der starke Permafrost diese These bestätigen ...

Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Do 23. Mai 2013, 20:29
von MatthiasG
Für die Klimaexperten ist es vollkommen wurscht, ob es heute 23.05.2013 in Lüdenscheid geschneit hat oder das wir den kältesten März seit 25 Jahren in EUROPA hatten, das ist alles nur Wetter aber wehe wir haben mal 3 Tage über 25 Grad im Schatten, das ist dann sofort Klimawandel, alles vollkommener Schwachsinn. Der dient einzig und allein dazu, Geld zu verdienen und die Menschen zu verdummen. Die ganze Klimalüge ist seit Jahren wissenschaftlich durch andere Experten wiederlegt.
Unsere Wetterexperten kriegen keinen Wetterbericht für drei Tage hin und wollen mir erzählen, sie können vorraussagen was in 20 Jahren ist, je ne, is klar
Matthias
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Fr 24. Mai 2013, 10:58
von ernsteto
Merkwürdige Denkweise. Denn wie Du schon schreibst, es geht nicht um das Wetter. Aber schau Dir die Entwicklung der letzten hundert Jahre an, DA sieht man den Unterschied.
Ob da jetzt ein kalter Winter dabei ist, ist völlig egal. Die Entwicklung wird sich dadurch nicht ändern. Und das man den Klimawandel immer noch verneinen kann ist mir völlig unbegreiflich.
Es mag sein, dass es große Unterschiede bei den Begründungen gibt. Vielleicht ist das einfach eine ganz natürliche Entwicklung. Aber ignorieren kann man ihn ja wohl nicht mehr.
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Fr 24. Mai 2013, 12:19
von garibaldi
Ist halt doch verdammt schwierig, zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Manche begreifen einfach nicht, dass das eine mit dem anderen gar nix zu tun hat. Wer im Sommer von Klimawandel schwafelt, weil es besonders heiß ist, redet genau so einen Schwachsinn wie der, der den Klimawandel abstreitet, weil es im März kalt ist.
Übrigens: Welche "Experten" bestreiten denn noch den Klimawandel? Solche vom Kopp-Verlag vielleicht?

Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Fr 24. Mai 2013, 14:48
von MatthiasG
Aber ignorieren kann man ihn ja wohl nicht mehr.
nö, warum nicht? Das Klima hat sich doch schon immer verändert, der ganze Planet verändert sich ständig, Neue Meere entstehen und Inseln gehen unter, woanders entstehen neue aus Vulkanen und vor allem werden wir Menschen daran aber sowas von nix ändern.
Aber schau Dir die Entwicklung der letzten hundert Jahre an
da habe ich noch nicht gelebt und die Aufzeichungen aus diesen Zeiten halte ich mal grob gesagt für wenig präzise, da waren noch nichteinmal alle Kontinente vollkommen erforscht und sind es bis heute nicht.
@Garibaldi, die auch aber mitlerweile schwenkt auch die NASA in diese Richtung. Du hast aber schon Recht, das es schwer zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Wir hatten ein paar sehr warme Jahre und nun haben wir ein paar kalte, ist das nun Wetter oder Klima? In den Abruzzen liegt noch Schnee auf den Höhen, viele Alpenpässe sind noch gesperrt, was nu, Wetter oder Klima.
Gruß Matthias
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Fr 24. Mai 2013, 15:05
von garibaldi
MatthiasG hat geschrieben:Aber ignorieren kann man ihn ja wohl nicht mehr.
nö, warum nicht? Das Klima hat sich doch schon immer verändert, der ganze Planet verändert sich ständig, Neue Meere entstehen und Inseln gehen unter, woanders entstehen neue aus Vulkanen und vor allem werden wir Menschen daran aber sowas von nix ändern.
Da hast Du natürlich recht. Das Problem ist auch nicht der Klimawandel an sich, sondern die möglichen Auswirkungen auf unser Leben. Was ist zum Beispiel mit New York City, wenn der Meeresspiegel um 2 Meter steigt? Dann ist da komplett Land unter. Und das gilt für sehr viele sehr wichtige Hafenstädte weltweit, die entscheidend zum internationalen Handel und damit zur Entwicklung des Wohlstands beitragen. In der Steinzeit war sowas kein Problem, heute sieht das anders aus.
MatthiasG hat geschrieben:
Aber schau Dir die Entwicklung der letzten hundert Jahre an
da habe ich noch nicht gelebt und die Aufzeichungen aus diesen Zeiten halte ich mal grob gesagt für wenig präzise, da waren noch nichteinmal alle Kontinente vollkommen erforscht und sind es bis heute nicht.
Was hat das Erforschen der Kontinente mit den Wetteraufzeichnungen zu tun? Auf die Wetteraufzeichnungen der diversen wissenschaftlichen Institute der letzten 150 Jahre kannst Du Dich schon verlassen. Warum sollten die nicht stimmen? Die Messtechnik ist da schon sehr früh sehr gut gewesen.
MatthiasG hat geschrieben:
@Garibaldi, die auch aber mitlerweile schwenkt auch die NASA in diese Richtung.
Was hat denn die NASA mit Klimaforschung zu tun? Gar nix.
MatthiasG hat geschrieben:
Du hast aber schon Recht, das es schwer zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Wir hatten ein paar sehr warme Jahre und nun haben wir ein paar kalte, ist das nun Wetter oder Klima? In den Abruzzen liegt noch Schnee auf den Höhen, viele Alpenpässe sind noch gesperrt, was nu, Wetter oder Klima.
Gruß Matthias
Das ist natürlich alles Wetter! Ist völlig normal. Schwierig wird es erst, wenn man aus solchen Wetterphänomenen Hinweise auf Klimaveränderungen ablesen will, das geht nämlich so gut wie gar nicht. Es ginge allenfalls dann, wenn man beispielsweise nachweisen könnte, dass sich diese relativ extremen Wetterphänomene beispielsweise auf eine durch die Klimaerwärmung bedingte Abschwächung des Golfstroms zurückführen ließen. Das dürfte aber ziemlich schwer zu beweisen sein.
Dass Wetter und Klima (fast) nichts miteinander zu tun haben, kann man ja ganz gut daran erkennen, dass das Wetter durchaus bei uns kälter werden könnte gerade wegen der Klimaerwärmung.
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Fr 24. Mai 2013, 23:49
von megamechanics
...könnte mich aus der Vergangenheit nicht erinnern, dass schon mal die Gletscher abgeschmolzen wären, weiter könnte man dann mal die Eisbären und Elefanten fragen, ob sie eine Klimaveränderung feststellen

und wie sie darunter neben vielen anderen Kreaturen zu Leiden haben.
Wenn ich persönlich nun alle Beobachtungen, auch subjektiv, zusammenzähle, kann und will ich eine Klimaveränderung jedenfalls nicht leugnen.
Das nun das Abschmelzen arktischer Gebiete nicht nur mit Erwärmung zu tun hat, sondern mit dem enormen Russeitrag in die Atmosphäre vor allem durch die schlampige Ölförderung (Abfackeln von überlagertem Gas z.B. in Russland) und dessen Russniederschlag nun die Reflektion der Sonnenstrahlen mindert und so das Abschmelzen und das Aufweichen der Permafrostböden enorm fördert, das kann wohl nicht mehr geleugnet werden; ob letzteres nun als Klimawandel benannt wird, finde ich Erbsenzählerei.
Weiter kann anhand von Proben der Kohlendioxid und Sauerstoffgehalt der verganngenen Jahrhunderte sehr genau gemessen werden, die Verschiebung dieser Gaskonzentrationen in unserer Atemluft ist seit Beginn der industriellen Revolution eindeutig nachweisbar und sollte auch für jeden nachvollziehbar sein, gerade im Zusammenhang mit dem Abholzen unserer "grünen Lungen", um z.B. billigstes Palmöl für unsere Zivilisation zu gewinnen.
Letztenendes bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, was er da draus macht oder wie er sich zu diesen "Entwicklungen" gegenüberstellt und wie er das benennen will.
Grüße in die Runde und allen ein schönes Wochenende
Re: Gletscher und der Winter 2012/13
Verfasst: Sa 25. Mai 2013, 00:02
von Lira
Es ist und bleibt ein komplexes Thema. Ich weiss aber schon, dass schon mal Gletscher abgeschmolzen sind - man gehe mal ganz bewußt in die Alpen zum Wandern und kraxle über Schutthaufen, die einst mal vom Permafrost zusammengehalten wurden und von Gletschereis bedeckt waren. Und unsere ganzen schönen Seen die zwischen den Bergen in Nord-Süd-Richtung verlaufen, sind Reste dieser Gletscher. Auch die Lacke von Chiemsee, der vor nicht allzu langer Zeit mal 18m höher und sogar sehr viel wasserreicher als heutzutage war. Dass der Mensch natürlich gigantische Planetenzerstörungen betrieben hat und weiterhin betreibt, ist genauso unbestritten.
Natürlich gibt es eine Klimaveränderung, ist doch auch unbestritten - und doch ist seit Bestehen des Planeten Veränderung wiederum auch ganz normal.
Für meinen Geschmack geht die Klimaveränderung in unseren Breiten leider in eine Richtung, die mir nicht gefällt: Es wird einfach immer kälter und noch unbeständiger....
Aber auch daran kann ich als Einzelne nichts ändern.