Auguri! Auguri! Zum Jahreswechsel an den Benacus
Verfasst: Sa 7. Jan 2012, 13:36
In diesem Jahr bietet sich aus verschiedenen Gründen keine längere Reise in den Süden um Weihnachtszeit und Jahreswechsel an – aber ein kleiiiiiiines bisssssschen Bella Italia möchte schon sein.
Nachdem die weihnachtlichen Freundes- und Verwandtschaftstreffen und -Feiern absolviert sind, gilt es, die Spuren zu beseitigen und das Wohnmobil, das als Gästezimmer fungierte, zu richten.
So wird es immerhin nachmittags 14 Uhr, bis wir aus meiner mittelfränkischen Heimat endlich loskommen. Ganz gegen die Gewohnheit wird diesmal die Autobahn nach München genommen und nach einer kleinen, aber störungsfreien München-Durchfahrt landen wir auf der Autobahn in Richtung GAP. Jahre bin ich diese nicht mehr gefahren, weil die gerade Nord-Süd-Richtung von mir aus besser über Augsburg-Ammergau nach GAP führt – und ich staune, wie schön man im hellen Sonnenschein die schneebedeckte Alpenkette von weit her sieht. Hatten wir nicht erst im Fernsehen gehört und auch in den Zeitungen gelesen, dass Krise sei, weil es keinen Schnee zu den Weihnachtsferien gäbe? Alles erlogen und erstunken!
„Am Autobahnende bei Eschenlohe“ (Bayern kennen diese Aussage aus den Verkehrsnachrichten als häufige Staumeldung) beginnt auf der Gegenfahrbahn eine nicht enden wollende Fahrzeugschlange bis hinein in die Olympiastadt. Aha, es ist fast halb sechs und die Skifahrer kommen aus den Skigebieten. Dieser Stau wird sich am nächsten Morgen wohl in umgekehrter Richtung wiederholen und wir tun sicher gut daran, bis hinter Garmisch zu fahren, um dem aus dem Weg zu gehen.
Auf den 65 Kilometern durch Tirol kenne ich keinen gescheiten Übernachtungsplatz, und die Tiroler verbieten auch ein freies Übernachten im Wohnmobil, also fällt unsere Wahl auf das immer wieder schöne und idyllische Mittenwald. Der dortige offizielle Stellplatz ist gut gefüllt, nicht geräumt, nicht beleuchtet und erst mittels Taschenlampe können wir ausmachen, dass eine Nächtigung mit 11 Euro zu Buche schlagen soll. Dafür müssten wir dann auf den Eisplatten im finsteren rumrangieren und uns womöglich auch noch Hals und Bein brechen, wenn wir zu Fuß in den Ort wollen. Wir finden einen anderen, bestens geräumten, Platz, stellen das Wohnmobil ab und gehen in den hübschen, sehr belebten Ort. Scheinbar sind viele Wintersportfreunde da, die große Glühweinbar nahe des Bahnhofs ist auch in Betrieb und wohl frequentiert, dort erwischen wir nach ausführlichem Abendessen und Kneipenbesuch unseren allerletzten Absacker auf dem Heimweg. Die 11 Euro, die wir nicht am Stellplatz investiert hatten, haben wir aber mehrfach im Ort gelassen.
Die 11 Euro, die wir nicht am Stellplatz investiert hatten, haben wir aber mehrfach im Ort gelassen.
Am nächsten Morgen gegen 9 Uhr fahren wir im hellen Sonnenschein gen Süden, uns steht der Sinn danach, dem schneehaltigen Winter zu entkommen. Langsam tingeln wir über die Alpen, immer wieder halten wir an, mal, um in meinem Tiroler Lieblingsgeschäft ein paar Lebensmittel und Getränke einzukaufen, mal, um den ersten sensationell guten Espresso in einer schwindligen italienischen Bar einzunehmen. Das Wetter und die Stimmung sind bestens, Südtirol wieder herrlich, der Schnee auf den Bergen wird immer weniger, wir fahren durch das burgenreichste Gebiet Europas und erinnern uns, wie es schön war, als wir im August dies per Fahrrad gefahren waren.
„Trento Centro chiuso“ steht auf einem Schild auf der A22, also fahren wir Trento Nord runter und parallel zur Autobahn zur praktischen Entsorgungsstelle bei der Ausfahrt Trento Centro, wo wir nochmal „leer und voll“ machen. Wer weiß, wann wir dazu wieder Gelegenheit haben werden, also ist es sicherer, einen Euro (kostet die Zufahrt zur VE) zu investieren und das zu erledigen.
Dann biegen wir nach rechts ab und nehmen die so schöne Strecke über die SS45, halten am Tobliner See, gehen ein wenig am sehr schönen Uferweg spazieren und setzen uns auf eine gewärmte Bank, von wo aus wir ein wenig in die Sonne blinzeln.
Nachdem die weihnachtlichen Freundes- und Verwandtschaftstreffen und -Feiern absolviert sind, gilt es, die Spuren zu beseitigen und das Wohnmobil, das als Gästezimmer fungierte, zu richten.
So wird es immerhin nachmittags 14 Uhr, bis wir aus meiner mittelfränkischen Heimat endlich loskommen. Ganz gegen die Gewohnheit wird diesmal die Autobahn nach München genommen und nach einer kleinen, aber störungsfreien München-Durchfahrt landen wir auf der Autobahn in Richtung GAP. Jahre bin ich diese nicht mehr gefahren, weil die gerade Nord-Süd-Richtung von mir aus besser über Augsburg-Ammergau nach GAP führt – und ich staune, wie schön man im hellen Sonnenschein die schneebedeckte Alpenkette von weit her sieht. Hatten wir nicht erst im Fernsehen gehört und auch in den Zeitungen gelesen, dass Krise sei, weil es keinen Schnee zu den Weihnachtsferien gäbe? Alles erlogen und erstunken!
„Am Autobahnende bei Eschenlohe“ (Bayern kennen diese Aussage aus den Verkehrsnachrichten als häufige Staumeldung) beginnt auf der Gegenfahrbahn eine nicht enden wollende Fahrzeugschlange bis hinein in die Olympiastadt. Aha, es ist fast halb sechs und die Skifahrer kommen aus den Skigebieten. Dieser Stau wird sich am nächsten Morgen wohl in umgekehrter Richtung wiederholen und wir tun sicher gut daran, bis hinter Garmisch zu fahren, um dem aus dem Weg zu gehen.
Auf den 65 Kilometern durch Tirol kenne ich keinen gescheiten Übernachtungsplatz, und die Tiroler verbieten auch ein freies Übernachten im Wohnmobil, also fällt unsere Wahl auf das immer wieder schöne und idyllische Mittenwald. Der dortige offizielle Stellplatz ist gut gefüllt, nicht geräumt, nicht beleuchtet und erst mittels Taschenlampe können wir ausmachen, dass eine Nächtigung mit 11 Euro zu Buche schlagen soll. Dafür müssten wir dann auf den Eisplatten im finsteren rumrangieren und uns womöglich auch noch Hals und Bein brechen, wenn wir zu Fuß in den Ort wollen. Wir finden einen anderen, bestens geräumten, Platz, stellen das Wohnmobil ab und gehen in den hübschen, sehr belebten Ort. Scheinbar sind viele Wintersportfreunde da, die große Glühweinbar nahe des Bahnhofs ist auch in Betrieb und wohl frequentiert, dort erwischen wir nach ausführlichem Abendessen und Kneipenbesuch unseren allerletzten Absacker auf dem Heimweg. Die 11 Euro, die wir nicht am Stellplatz investiert hatten, haben wir aber mehrfach im Ort gelassen.
Die 11 Euro, die wir nicht am Stellplatz investiert hatten, haben wir aber mehrfach im Ort gelassen.
Am nächsten Morgen gegen 9 Uhr fahren wir im hellen Sonnenschein gen Süden, uns steht der Sinn danach, dem schneehaltigen Winter zu entkommen. Langsam tingeln wir über die Alpen, immer wieder halten wir an, mal, um in meinem Tiroler Lieblingsgeschäft ein paar Lebensmittel und Getränke einzukaufen, mal, um den ersten sensationell guten Espresso in einer schwindligen italienischen Bar einzunehmen. Das Wetter und die Stimmung sind bestens, Südtirol wieder herrlich, der Schnee auf den Bergen wird immer weniger, wir fahren durch das burgenreichste Gebiet Europas und erinnern uns, wie es schön war, als wir im August dies per Fahrrad gefahren waren.
„Trento Centro chiuso“ steht auf einem Schild auf der A22, also fahren wir Trento Nord runter und parallel zur Autobahn zur praktischen Entsorgungsstelle bei der Ausfahrt Trento Centro, wo wir nochmal „leer und voll“ machen. Wer weiß, wann wir dazu wieder Gelegenheit haben werden, also ist es sicherer, einen Euro (kostet die Zufahrt zur VE) zu investieren und das zu erledigen.
Dann biegen wir nach rechts ab und nehmen die so schöne Strecke über die SS45, halten am Tobliner See, gehen ein wenig am sehr schönen Uferweg spazieren und setzen uns auf eine gewärmte Bank, von wo aus wir ein wenig in die Sonne blinzeln.