Tofu lehne ich aus dem Grund ab, dass es hinlänglich als "Fleischersatz" gereicht wird. "Tofu-Gulasch" und sowas - hä?????? Wenn ich ein Gulasch essen mag, das nun mal mit Rindfleisch gemacht wird, dann ess ich halt eins. Da brauch ich auch keinen "Fleischersatz", mit dem ich auch, wie es oft geschildert wird "überzeugte Fleischesser" hinters Licht führen kann. Vegetarische bzw vegane Ernährung schmeckt halt mal anders als Mischkost, die auch Fleisch und Fisch enthält. Diese Wahnvorstellung, man müsse Tofu essen um seinen Eiweisshaushalt auf dem laufenden bei fleischloser Ernährung halten, ist doch irre. Bei vegetarischer Ernährung bieten einfache gekochte Kartoffeln + Quark, bei veganer Ernährung Kartoffeln + anständige Linsen die mögliche hochwertigste Eiweisszufuhr überhaupt, an die auch keinerlei Fleisch- oder Fischgericht hintippen darf. Derlei Beispiele gäbe es viele.
Überhaupt hat diese Tofu-Kultur für mich Ähnlichkeiten mit dem langweiligsten "Käse" Europas - dem hochgelobten Mozzarella, der halt einfach nach NICHTS - und wenns ein schlechter und kein Bufala ist, auch noch nach GUMMI schmeckt. Das braucht man ja auch nicht. Caprese, also Tomate-Mozzarella und ein Basilikumblatt - finde ich schlichtweg ja die größte Verarsche überhaupt, die auf italienischen Speisekarten steht (zur Erinnerung: Ich fahre ausgesprochen gerne nach Italien!!)
Ich schweife ab...
Urban, freilich ist es leichter und geht schneller, eine Bratwurst in die Pfanne zu hauen und Bratkartoffeln aus dem Tetra-Pack dazu, das ist aber dann nicht "Ernährung" - sondern "Schnelles Essen", das lediglich der Energieaufnahme, aber keinerlei Nahrungsaufnahme mit gut verwertbaren Stoffen dient. Und aus einem Selbstversuch eines Journalisten, der wochenlang nur Schnellessen aus einer bestimmten Kette verzehrt hatte, wissen wir, dass dies auf Dauer also wirklich absolut gesundheitsschädlich ist.
Die eine zitierte Studie, der nach Isländer, Norweger, Schweizer und wer wars gleich noch, die gesündesten sind, finde ich ober-lustig. Zumal grade die Skandinavier dabei sind, zu verfetten, was sicher nicht auf "gesunde" Ernährung zurückzuführen ist. Ganz im Gegenteil. Jedes Mal wenn ich in Norwegen bin - und das ist nicht allzu selten - wundere ich mich, dass da keiner ein Gemüse anbaut, wo doch Gemüse so sauteuer im Laden ist. Aber: Der eingefrorene Plastikbeutel "Kaisergemüse" oder die Pizza Grandiosa, sind halt die meistverkauften und umsatzträchtigsten Lebensmittel im Land. Klar, es wird auch viel gefischt. Aber auch aus dem Grund, weil man sonst mit gekauften Sachen die Familie nicht ernähren könnte. Man muss schlichtweg einen Haufen Geld für wirklich schlechte und schlechtsortierte Lebensmittel bezahlen. Und - um beim Thema "Skandinavien" zu bleiben - warum nennen sich die die Dänen selber eigentlich "Speckdänen"
Achja: Und - ich finde nicht, dass wir hierzulande fade schmeckende Lebensmittel haben - auch - oder gerade - Frischsachen nicht. Da geh mal bei uns auf den Markt und probier Dich durch die diversen feilgebotenen Sachen. Supermarkt gilt natürlich nicht, das ist eh klar. Wir sollten auch unsere Marktkultur erhalten, und auch wenn das Kilo Tomaten einen halben Euro mehr kostet, einfach dort kaufen. Der halbe Euro bringt uns nicht um, keinen von uns, auch nicht die, die von der Sozialhilfe leben, denn oft wird mit Früchten "aufgerundet".
