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Wir Alleinreisenden haben einen wundervollen lustigen Abend bei Irene – schauen quasi Kino aus dem Wohnmobil – naja – Campingplatz pur halt.
Irgendwann geht jeder in der hellen Nacht heim.
Ich bin zutiefst beseelt. Mein Traum. Hier. Jetzt. Bei den Vulkanen. Es muss noch was kommen diesbezüglich.
Meine Begeisterung wird auch im fernen München wahrgenommen, obwohl nicht mündlich, sondern nur per Nachrichtendienst wegen eingeschränkter Verbindung. Na, DAS ist doch was.....
Sonntag, 5 Juli 2015
Heute Tag „zur freien Verfügung“ - das lässt ja hoffen. Trödel trödel. Schlechtes Wetter. Keine Sicht, kalt, nur 8-9 Grad. Also jetzt mal - Badezimmer putzen indem ich mich darin dusche und Haare wasche. Geht doch gut, alles klasse. Strom gäbe es auch – brauch ich ja nicht -
geschuldet meiner schönen großen Solarplatte die ich mir heuer nach meiner Spanientour vom „Nordlandfan“ habe einbauen lassen. Wozu? Mein Kühlschrank ist ein Kompressorgerät der läuft eh auf Strom, TV habe ich nicht, alles andere kann ich gut mit meinem 1000-Watt-Wandler erledigen. Gut so.
Trödle rum, bis Horst an mein Fenster klopft, ich sitze noch in meinem geliebten Microfaser-Bademantel rum und trödle, jaaaaaa – er möchte gerne in dieses Vogelmuseum hier am Myvatn – naja, da komm ich halt mit, ich komme mit, mache keine Bilder, also alles gut. Freizeit auch für mich. Wir radeln dahin, schön gemachtes Dings, wieder zurück – haben hin wie rück übelsten Gegenwind, wollen noch den Ort besehen, treffen auf Irene, kommen überein, gleich zum gemütlichen Teil überzugehen, gehen in einem Lokal zum Essen, es gibt Salat und diverse Burger. Nach Rückkehr sitzen wir bei Irene im Wohnmobil - haben herrliches Campingplatzkino mit tollem Programm -und das alles FREI. Morgen ist ein anderer Tag.
Montag, 6. Juli 2015
Der Montag zeigt sich wettermässig nicht besser als der Sonntag. Dunkle graue Wolken hängen über der Landschaft, die eigentlich gar nicht Lust machen, irgendwas zu unternehmen oder gar nur Fotos zu machen. Trotzdem raffe ich mich auf, verabschiede mich von den anderen und fahre südlich um den Mückensee herum.
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Eigentlich wären es ja traumhafte Aussichten, die sich hier bieten, eigentlich. Bei schönem Wetter. Naja. Seufz. Dann geht es auf die Ringstraße und auf ihr entlang bis fast zum Götterwasserfall, Goðafoss. Dieser sieht richtig gut aus, eine Menge Leute parken ihre Vehikel scheinbar auf dem angrenzenden Parkplatz, egal, ich folge dem Tipp eines Island-Fans (der auch Nordland-Fan ist...) und folge der Straße 844, einer Schotterpiste, die mich wohl bis zu einem von Basaltsäulen eingerahmten Áldeyarfoss bringen soll. Weiter hinten im Tal beginnt die Sprengisandur, die das Hochland quert und somit Süd- und Nord-Island auf einer nur für Allradfahrzeuge zugelassenen Piste verbindet. Die ersten rund 37km auf der 844 gehen gut und die Landschaft fliegt bei einem Hörbuch nur so an mir vorbei. Es ist ja immer gut, eine gewisse Geschwindigkeit zu fahren, um nicht jedes einzelne Schlagloch auskosten zu müssen, sondern besser „drüber hinweg zu fliegen“, was mir zugegeben herrlichen Spass bereitet.
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