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Mobile Freiheit • Alles VEGAN oder was? - Seite 4
Seite 4 von 14

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 17:30
von SuperDuty
Nach ca. 14 Tagen Forumentzug können wir berichten, dass wir nun schon fünf Wochen vegan essen und es geht uns ausgesprochen gut dabei. Letzte Woche hatten wir höflicherweise beim Ömchen Paella gegessen. Das hat uns beiden überhaupt nicht gut getan. Wir sind das nicht mehr gewöhnt – oder anders herum, jetzt merken wir erst, was man/frau sich jahrzehntelang angetan hat.

Anfangs habe ich ja nur aus Neugierde vegan gegessen. Je mehr ich mich aber mit der veganen Ernährung beschäftige, je mehr wird klar, dass die „herkömmliche“ Ernährung gefährlicher ist als rauchen. Du lachst? Dann setze dich mal mit seriöser Literatur zu dem Thema auseinander. Ich meine damit nicht Bücher von irgendwelchen selbsternannten Öko- und Bio-Aposteln oder Promis, welche auf der veganen Welle mitschwimmen, sondern von Leuten, die wissen von was sie reden und die zahlreichen Studien und Untersuchungen zu dem Thema mal zusammengetragen haben. Tatsächlich gibt es jede Menge Untersuchungen die recht eindeutig bestätigen, dass unsere Ernährung systematisch krank macht, heutzutage mehr als je zuvor. Es gibt aber nicht eine einzige Studie die bestätigt, dass z. B. vegane Ernährung zu Mangelerscheinungen führt oder gar ungesund wäre, ganz im Gegenteil.
Nur 2 % der Raucher sterben an den Auswirkungen ihrer Sucht, aber ein enormer Prozentsatz verstirbt an Herz- Kreislauferkrankungen und Krebs. Dass diese Erkrankungen ganz extrem häufiger bei Menschen auftreten, die sich mit tierischen Proteinen ernähren, ist in zahlreichen, durchaus seriösen Untersuchungen seit langem belegt. Dazu fördern tierische Proteine noch ungezählte Erkrankungen, die uns zwar nicht umbringen aber ganz schön leiden lassen. Würde hier nicht mit zweierlei Maßstäben gemessen, müsste auf den Verpackungen aller Fleisch- und Milchprodukte stehen: „Achtung, der Verzehr dieses Produktes kann tödlich sein. . . „ :o

Wer sich näher damit auseinander setzt wird erfahren müssen, dass er mit jeglicher Art tierischer Proteine ein Mehrfaches an Schadstoffen, Hormonen und ungewollten, nicht zuträglichen Arzneimitteln zu sich nimmt, als es jemals mit NO-Bio-Obst und -Gemüse möglich wäre.
Wer glaubt gesund zu leben, nur weil er im Bioladen einkauft, Müsli mit Joghurt zu sich nimmt und nur wenig Fleisch verzehrt - und wenn dann nur vom Bauern aus der Region, ist ganz gewaltig auf dem Holzweg. Neben Fleisch und Fisch sind es auch im erheblichen Maße die Milchprodukte, welchen in vielen Studien eine risikofördernde Wirkung bescheinigt wird.

Warum solche Untersuchungen/-studien nicht Publik sind? Na weil sie niemandem gefallen, weder der ganzen Nahrungsmittelindustrie inkl. der Erzeuger, noch all jenen, welche an unseren Krankheiten kräftig verdienen; und wenn wir ehrlich sind, der Masse der Bevölkerung auch nicht, man legt die Verantwortung für die eigene Gesundheit lieber in die Hände der Ärzte und Pharmaindustrie – schließlich bezahlt man ja genug dafür. Ja und unsere Presse ist auch nicht frei, sondern gehorcht dem Diktat des Geldes – wer schaltet denn die Werbung, von denen die Medien leben?

Jemand, der diese Studien und einiges mehr recht systematisch zusammengetragen hat ist Mediziner und heißt Dr. med. Ruediger Dahlke. Wirklich sehr spannend nachzulesen ist das in seinem Buch PEACE FOOD. Aber Vorsicht, die Nebenwirkungen können ein Leben radikal verändern – wie wir meinen garantiert zum Positiven.

Durch dies Buch können sich auch jene davon überzeugen lassen, dass der Mensch auf Grund seines Körpers seit jeher kein Fleischesser, sondern eigentlich ein Früchteesser ist. Und unter Mangelerscheinungen brauchen Veganer ganz bestimmt nicht zu leiden, eher müsste man sich Sorgen um die Fleischesser machen – auch das belegt Dr. med. Ruediger Dahlke eindrucksvoll an Hand von zitierten Untersuchungen/Studien.

In dem Zusammenhang auch hochinteressant sind die Untersuchungen und Veröffentlichungen von Dr. Caldwell B. Esselstyn:
http://www.provegan.info/de/aufsaetze-s ... esselstyn/
Oder näheres über die „China Study“ von Professor Dr. T. Colin Campbell:
http://www.provegan.info/de/infothek/de ... -campbell/

Beeindruckend ist auch, dass die Propheten aller großen Religionen den Verzehr von Fleisch verboten oder zumindest nicht für gut hießen. Natürlich gab es in der Folge auch immer wieder Interpretationen, die das nicht so eng sahen, aber ursprünglich war es verboten.

Aber jetzt bitte nicht denken, ich will die Welt verbessern und alle zu einer anderen Ernährung überreden.
Von mir aus darf jeder so wie es ihm beliebt. Dies sollen nur Hinweise auf, wie ich finde, hochinteressante Informationsquellen sein – wer mehr wissen möchte kann, wer nicht der lässt es bleiben ;)

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 18:00
von Lira
Nun -------

ich war wie an anderer Stelle dieses Threads schon mal erwähnt, vor mehr als 20 Jahren schon dieser Ansicht, es könne und dürfe nicht sein, dass Mensch oder Tier durch meine Anwesenheit und durch meinen Verzehr Schaden nehmen müssten. Wir wollten keinerlei Kunststoffe im neu gebauten Haus haben, mehrere Wünschelrutengänger liefen durch das Grundstück, bevor ausgehoben wurde und und und. Ich war (Freizeit-)Yogi, mein Mann zwar nicht, fügte sich aber meiner Idee vom Leben im Einvernehmen mit der Natur. Wir sind nicht als Eremit in den Wald gezogen, sondern richtig aufs Land, ich habe unser Gemüse, gedüngt von Brennessel- und Rainfarnjauche, selber angepflanzt, gerackert, Kinder bekommen, natürlich "sanft". Dazu immer und immer "die Gesellschaft", Freunde, Verwandte, Diskussionen, nächtelang. Ja, ich habe meine Familie mit wenig Fleischkonsum bekocht, es gab bei uns keine zuckerhaltigen Dinge zu trinken oder wenn dann ganz selten wenn Gäste angesagt waren, die das nicht gewöhnt waren, wir haben das Bier von kleinen Dorfbrauereien gekauft und den Wein von Winzern, die ohne Vollernter die Trauben einbringen (das gab es früher tatsächlich noch). Der langen Rede gar kein Sinn:
Ich habe es nicht geschafft, auf dem eingeschlagenen Weg Vegetarier/VEGAN zu bleiben bzw überhaupt erst richtig hinzukommen.
Was ist passiert?
DAS LEBEN – und seine Ungerechtigkeit.
Ich kann die Welt nicht retten.
Ich kann nicht ausschließen, dass wegen mir Tiere sterben müssen, ob ich direkt oder indirekt Einfluss darauf habe.
Ich kann auch nicht ausschließen, dass Menschen wegen mir sterben oder leiden, wenn ich in Betracht ziehe, dass ich nur indirekt Einfluss darauf habe.
Während der letzten 30 Jahre (!!!!!) sind in meinem nächsten Freundes- und Verwandtschaftskreis so viele mir nahestehende, auch sehr junge und sehr unterschiedlich lebende Menschen, gestorben, dass ich der Überzeugung bin, ich kann meinen Tod nicht hinauszögern, wenn er denn kommt.
Bis dahin möchte ich einigermaßen „komfortabel“ leben, so, wie wir es in unseren Breiten und Längen eben gewohnt sind.
Ich weiß, dass das nicht Standard auf der Welt bin und sehr froh und mir auch sehr bewusst, dass ich einer von nicht mal 2Mrd von 7Mrd Menschen auf der Welt bin, der regelmässig Zugang zu Trinkwasser und einem Dach über den Kopf hat.

Moni und Gerd – ihr scheint auf einer Reise zu sein, die Euch zu Eurem Körperinneren bringt.
Will jetzt nicht weiter referieren – aber diesen Weg bin ich als Yogi schon mit Anfang 20 gegangen – erfolgreich. Viele Lebenssituationen hätte ich nicht in dieser Art meistern können, wie ich sie stemmen konnte, als sie auf mich einbrachen, hätte ich nicht diese Erfahrungen gehabt.

Wünsche euch weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zu Eurem ICH – aber auch die nötige Gelassenheit, um andere, die nicht auf dieser Reise sind, trotzdem zu respektieren. Denke, das ist obligatorisch!

Viele Grüsse

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 18:26
von SuperDuty
Sehr interessant Lira.
Ja, wir haben einen neuen Weg entdeckt und gehen ihn, solange es uns gut tut und Spaß macht. Denn die "gesündeste" Lebensweise tut nicht gut, wenn es einem keine Freude macht.
Gelassen sind wir, wir wollen keinen Überzeugen, nicht missionieren, können jeden lassen wie er ist. Die Welt können wir auch nicht retten, das ist uns ebenso klar.
Den Thread finde ich schön, er kann etwas Erfahrungsaustausch, Infos und Diskussionsstoff liefern. Mehr soll es eigentlich nicht sein.
Wir denken, dass man sein Leben durchaus aktiv gestalten und sich nicht einfach dem Schicksal ergeben sollte. Wem das gelingt, der kann aus seinem Leben sicherlich deutlich mehr machen; wir haben damit jedenfalls beste Erfahrungen gemacht. Unsere konkreten Vorstellungen und Wünsche konnten wir bisher weitgehend umsetzen. Manchmal hält das Schicksal einen Wink bereit, wer ihn erkennt beschreitet einen neuen Weg, andere trottet einfach weiter. Für uns hatte das Schicksal in den vergangenen Monaten mehrere solcher Wegweiser bereit.
Das ist wie im Straßenverkehr, Achtung Bodenwellen, Seitenwind, fehlende Fahrbahnmarkierungen, 100, 70, 50, geradeaus = der alte Trott, rechts nach Neuland, dann wieder Freie Fahrt :cool1
Bin mal gespannt wie es weiter geht.

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 11:22
von garibaldi
Die Aussage, dass der Mensch von Natur aus eher kein Fleischesser sei, halte ich offen gestanden für Unsinn, auch wenn sie von einem Mediziner kommt. Erstens: Schon die ältesten Spuren der Urmenschen beweisen, dass diese Tiere gejagt haben. Wozu wohl, zum Ausstopfen? Zweitens: Wie dschaps schon weiter oben schrieb, ist der menschliche Körper physiologisch eindeutig als Allesfresser ausgelegt, und zwar schon immer. Alles heißt alles, also tierische Produkte ebenso wie pflanzliche, querbeet, was halt gerade her geht. Das ist auch aus Sicht der Urmenschen sinnvoll hinsichtlich ihrer Lebensweise als Jäger und Sammler, denn sie hatten keinen Ackerbau, der Ihnen genügend Feldfrüchte zur Verfügung gestellt hätte, und sie hatten keine Viehzucht, die ihnen genügend tierische Nahrung geboten hätte. Sie mussten mit dem zurecht kommen, was ihnen "über den Weg lief" oder dem sie über den Weg liefen - wozu auf jeden Fall diverse tierische "Erzeugnisse gehörten, von Maden, Heuschrecken etc. bis zum Mammut. Auch von der modernen Zivilisation bisher völlig unberührte Volksstämme ernähren sich zum Teil von Tieren unterschiedlichster Art. Dazu kommt: Die hatten (und haben, soweit sie heute noch ihr ursprüngliches Leben führen) massig Bewegung gegenüber heutigen Menschen. Und damit komme ich auf den Punkt: Meiner Überzeugung nach essen viele Menschen heute nicht nur falsch, also unausgewogen, sondern vor allem zu viel, und zwar von allem, sowohl Fette und Eiweiße, als auch Kohlehydrate. Man muss sich nur mal die üblichen Portionen in der Gastronomie anschauen. Solche Mengen zu verschlingen kann nicht gesund sein, vor allem, wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch oder der Ladenkasse oder sonstwo sitzt. Natürlich ist es so, dass ein junger Mensch wesentlich mehr essen kann als ein älterer, das erlebt ja jeder selbst. Das hängt mit dem Grundumsatz zusammen, der sich mit zunehmendem Alter verändert. Aber zu viel ist es häufig so oder so. Von den diversen überflüssigen Zutaten in "Fertignahrung" will ich mal gar nicht reden. Das fängt schon mit fertigen Salatdressings an. Ich werde nie verstehen, wie man so einen Dreck kaufen kann. Etwas Essig und Öl, Pfeffer und Salz, eventuell etwas Senf oder Sahne oder Joghurt je nach Salatkomposition und Geschmack, was ist daran so schwierig, dass man sich stattdessen irgendwelche obskuren Mixturen von gewissen Konzernen (die ja fast überall ihre Finger im Spiel haben) einverleiben muss?

Bleibt die Frage nach den Verantwortlichkeiten. Hier sehe ich eine unheilige (wenn auch vielleicht nicht direkt vereinbarte) Allianz zwischen der "Nahrungs"mittelindustrie, der Futtermittelindustrie, den Biotech-Konzernen und der "Gesundheits"wirtschaft. Sie alle profitieren üppig von dieser Situation. Leidtragende sind dabei aber nicht einmal so sehr wir satten Bewohner der Industrieländer, sondern die Landbevölkerungen in der sogenannten Dritten Welt, denen durch Landgrabbing (= Vertreibung), Ausbeutung und Hunger die Lebensgrundlagen entzogen werden. Insofern ist es sicher sinnvoll, genauer darauf zu achten, was man ist bzw. wo man einkauft. Im Urlaub allerdings, muss ich gestehen, schaut man da nicht so genau, zumal man dort die Bezugsquellen ohnehin nicht kennt. Zu Hause decken wir unseren Lebensmittelbedarf fast nur noch im Biomarkt und direkt bei Bauern unseres Vertrauens.

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 12:59
von Lira
Zum Thema Mensch als Fleischfresser kenne ich das eigentlich so, dass die Menschen vor Tausenden von Jahren in Höhlen hausten. Die Männer gingen tagsüber zur Jagd, während die Frauen daheim saßen und sich um den Nachwuchs kümmerten. Wenn sie dann frustriert heimgekommen sind und nichts erlegt hatten, hätten sie sich sogar über den eigenen Nachwuchs hergemacht sprich den verzehrt - wie das im Tierreich unter Umständen auch so ist. Die Frauen wollten das natürlich nicht, begannen somit, Beeren und Früchte zu sammeln, damit es was zu essen gab, wenn der Jäger zurückkam. Das erklärt vielleicht auch, warum es bis heute so ist, dass hauptsächlich Männer Fleischfresser sind..... könnte ich mir so denken. Frauen stehen auch heute noch generell vegetarischer oder gesünderer Ernährung sehr viel positiver entgegen als Männer, auch wenn sich dies derzeit mit der zunehmenden De-Naturierung der Menschen sich immer mehr annähert. Dasselbe übrigens auch bei allen Aktionen, die auf Körpersensibilität zurückgehen (siehe zB die Statistiken über Vorsorgeuntersuchungen, bei denen die Männer ebenso deutlich schlechter abschneiden oder das Verhältnis Männlein zu Weiblein in "Hokuspokus-Kursen" wie Yoga, Autogenes Training usw.).

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 15:49
von SuperDuty
Um den nicht für Fleischkonsum ausgelegten Körper zu verstehen, muss man in der Menschheitsgeschichte noch viel weiter zurück gehen, als zu den höhlenbewohnenden Steinzeitmenschen. Die Wiege des Homo sapiens lag in Afrika und dort entstanden die Grundzüge unseres Körperbaus. Zu der Zeit sahen die Lebensweise und die Ernährung sicherlich deutlich anders aus, als in den Höhlen der Steinzeitmenschen hier in Europa. Vor 2,8 Millionen Jahren gab es in Afrika eine starke Klimaveränderung, mit der auch eine Veränderung bei unseren Vorfahren einher ging. Zu der Zeit waren aber die Grundzüge unseres Körpers definiert und änderten sich nicht mehr vom Pflanzenesser zum Raubtier.

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 15:56
von nelly
Wenn man sich mal den fragwürdigen Spaß macht, vor dem Wochenende einen Supermarkt zu besuchen, kommt man wirklich zu dem Schluss, dass die Grundzüge der meisten (nicht meines!) Körper sich gewaltig vom Pflanzenesser zum Raubtier änderten! Fleischberge, Wurstberge, igittigitt!
Alles ist im Wandel - und die Chinesen vetragen plötzlich Milch - bis auf meinen Schwager; dessen Grundzüge sind noch klar definiert. :cool1

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 16:06
von garibaldi
SuperDuty hat geschrieben:Vor 2,8 Millionen Jahren gab es in Afrika eine starke Klimaveränderung, mit der auch eine Veränderung bei unseren Vorfahren einher ging. Zu der Zeit waren aber die Grundzüge unseres Körpers definiert und änderten sich nicht mehr vom Pflanzenesser zum Raubtier.

Die Grundzüge des menschlichen Körpers sind aber nunmal die eines Allesfresser und nicht die eines reinen Pflanzenfressers. Da beißt die Maus keinen Faden ab, egal wie alt diese Grundzüge nun sind. Übrigens halte ich es für reichlich gewagt, aus einer Klimaveränderung auf eine Veränderung der grundsätzlichen Körpereigenschaften unserer Vorfahren zu schließen. Wenn es sowas gäbe, müssten sich die Menschen in arktischen Regionen sehr viel stärker genetisch von denen in tropischen Zonen unterscheiden. Und was ist mit den Naturvölkern, die bis heute als Jäger und Sammler leben? Haben die sich irgendwann bewusst entschieden, gegen ihre Natur tierische Produkte zu verzehren? Das ist absurd, mit Verlaub.

Übrigens ist es schlicht falsch, nur zwischen Pflanzenfressern und Raubtieren zu unterscheiden. Dabei wird die Gruppe der Allesfresser schlicht ignoriert. Das ist keine ernstzunehmende Diskussionsgrundlage zu dem Thema. Wenn Herr Doktor Dahlke so argumentiert, ist er nach meiner unmaßgeblichen Meinung schlicht unseriös.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich will niemandem etwas ausreden, jeder hat ja das Recht, nach seiner Fasson glücklich zu werden, und wenn man das Experiment "vegan" machen will und man sich dabei gut fühlt, ist ja alles wunderbar. Nur gegen unseriöse Botschaften wehre ich mich.

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 16:16
von garibaldi
nelly hat geschrieben:Wenn man sich mal den fragwürdigen Spaß macht, vor dem Wochenende einen Supermarkt zu besuchen, kommt man wirklich zu dem Schluss, dass die Grundzüge der meisten (nicht meines!) Körper sich gewaltig vom Pflanzenesser zum Raubtier änderten! Fleischberge, Wurstberge, igittigitt!
Alles ist im Wandel - und die Chinesen vetragen plötzlich Milch - bis auf meinen Schwager; dessen Grundzüge sind noch klar definiert. :cool1

Diese Wochenend-Fleischorgien sind aber jahreszeitabhängig - Stichwort Grillsaison! :lol: Vielleicht steckt da auch was über die Generationen geerbtes dahinter, dass man sich im Sommer eine ordentliche Speckschicht anfressen muss, um über den Winter zu kommen?

Das mit der Milch ist ein ganz anderes Thema. Ich habe ja den leisen Verdacht, dass das so eine Art Mode ist mit der Laktose-Intoleranz, soll heißen, es gab sie sicher schon immer, aber so viele wie in letzter Zeit, das ist verdächtig. Wahrscheinlich ist das bei einigen nur eine Ausrede für die Verdauungsbeschwerden, die sie durch zu viel Fressen und Saufen ständig haben ... womit ich den wirklich ernsthaft Betroffenen nicht zu nahe treten möchte.

Die nächste aktuelle Mode in der Hinsicht ist Gluten-Unverträglichkeit ... ist auch schon sehr beliebt.

Wenn das so weiter geht, kann man bald garnichts mehr essen und trinken. Da mach' ich doch lieber weiter wie bisher und fühl' mich wohl dabei.

Re: Alles VEGAN oder was?

Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 21:01
von dschaps
Der Herr Dr. Dahlke mag seine Meinung vertreten, aber man sollte sich einmal die Ernährungsempfehlungen der der Deutschen Gesellschaft für Ernährung anschauen. Diese Gesellschaft, an der ´ Die´ Deutschen Experten für Ernährungsmedizin mitarbeiten, steht weiß Gott nicht in dem Ruf, eine Lobby-Organisation der Fleischindustrie zu sein.
Es bleibt dabei: Der Mensch ist von seiner Körper-Physiologie her ein Allesfresser.: Die Darmlänge des Menschen ist um mehr als die Hälfte kürzer als bei einem Wiederkäuer ,einem reinen Pflanzenfresser. Der Leber-Stoffwechsel(die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan) des Schweins ist äußerst ähnlich dem des Menschen, das lernt und sieht schon der Medizinstudent, der sich im ersten klinischen Semester die Schweine- und Menschenleber im Mikroskop anschaut und etwas über den Leberstoffwechesel lernt.
Von wegen keine Mangelerscheinungen: Ich selbst habe in meiner Internisten Praxis mehrmals Mangelerscheinungen bei Veganern, vor allen auch in der Schwangerschaft gesehen..
Aber: um Superduty bin ich wenig besorgt, denn er sagt ja, er ernähre sich 95 % vegan. Die 5 % nichtvegan reichen sicherlich aus, um seinen Bedarf an fettlöslichen Vitaminen zu decken.

Gruß
dschaps