Re: Fahrradrüpel werden immer mehr zur Gefahr
Verfasst: Do 4. Nov 2010, 11:42
Diesen Thread könnte man auch überschreiben: "Autorüpel werden immer mehr zu Gefahr" sie fahren alle zu schnell (Stichwort Sichtfahrgebot), parken auf Bürgersteigen, missachten rote Ampeln, defekte oder falsch eingestellte Beleuchtung etc.pp.
Diese Pauschalisierung ist für ALLE Gruppen einfach quatsch. Und vergesst nicht - fast alle Radfahrer haben auch einen Führerschein.
Es gibt aber wichtige Fakten, die sich (fast) alle hier einmal vergegenwärtige sollten:
1. Radwege sind nur dann benutzungspflichtig, wenn sie
a. mit Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 beschildert sind und
b. straßenbegleitend sind (d.h. gleiche Vorfahrtsregelungen und nicht weiter als 5m entfernt) und
c. benutzbar sind (d.h. nicht zugeparkt, nicht vermüllt, keine Personen drauf)
Gerade c ist für einen Autofahrer auf der Fahrbahn i.d.R. nicht ersichtlich (Glasscherben, Müll etc. sind nicht erkennbar). Als Autofahrer muss ich also jederzeit(!) mit einem Radfahrer legal auf der Fahrbahn (der Radweg ist übrigens Teil der Straße) fahrenden Radfahrer rechnen.
2. Das Unfallrisiko steigt (!!!!) mit der Benutzung von Radwegen (3,4x in gleicher Richtung bis zu 12-fach bei linksseitiger Benutzung), wer es nicht glaubt, lese bitte http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html#12 und die darin verlinkten Studien.
3. Das Risiko, eine schwere Kopfverletzung zu erleiden, ist im Auto bei weitem höher, als auf dem Fahrrad (Die Hannelore-Kohl-Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems legt in ihrem Geschäftsbericht 2004 die folgenden Zahlen vor (Seite 15): Schwere Schädel-Hirn-Verletzungen wurden bei 26 % der Fälle als PKW-Insasse, zu 14 % in der Freizeit, zu 39 Prozent als Krankheitsfolge und nur zu 1 % als Fahrradfahrer oder Fußgänger erlitten.). Wer von Euch trägt beim Autofahren einen Helm?
Ich fahre pro Jahr ca. 6.000 km Fahrrad, fast täglich und bei jedem Wetter. Jeder, der hier auf "Rüpel" schimpft, soll erst mal ein paar Wochen lang tagtäglich bei Nacht, Nebel, Sonne und Regen mind. 25km inner- und außerorts fahren, dann kann er sich selbst mal ein Urteil bilden. Alle, die hier so massiv Radwege fordern, lade ich ein, gemeinsam mal bei Dunkelheit auf einem linksseitigen Radweg entlang einer Landstraße fahren. Die Sicht ist gleich null, da man genau in den (asymmetrischen) Lichtkegel der Autos schaut, oft auch noch ins Fernlicht. Innerorts werden an Einmündungen und Ausfahrten Radwege ignoriert und bis zur Fahrbahn durchgefahren. Radwege werden innerorts häufig als Parkplatz missbraucht, die Meinung der Autofahrer ist dann, dass man auf den Gehweg ausweichen soll. Eine weitere üble Falle sind sich öffnende Autotüren, auf den meisten Radwegen kann man keinen ausreichenden Sicherheitsabstand (1,5m) wahren, da sie dazu zu schmal sind.
Viele Radwege entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben der StVO und den dazu gehörenden Verwaltungsvorschriften bgzl. Breite, Zustand etc.)
Ich versuche, mich an die Verkehrsregeln zu halten, erwarte dies aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern und von den Straßenverkehrsbehörden. Leider erlebe ich nur zu oft (und damit meine ich tagtäglich), dass auf Grund von Wissenslücken oder Besserwisserei Autofahrer Ihr Fahrzeug als "Erziehungsmittel" missbrauchen, einen Überholabstand von 30cm als sicher erachten usw.. Stellt man sie dann zur Rede, wird man nur blöd angeschnauzt.
Nichts für ungut
Diese Pauschalisierung ist für ALLE Gruppen einfach quatsch. Und vergesst nicht - fast alle Radfahrer haben auch einen Führerschein.
Es gibt aber wichtige Fakten, die sich (fast) alle hier einmal vergegenwärtige sollten:
1. Radwege sind nur dann benutzungspflichtig, wenn sie
a. mit Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 beschildert sind und
b. straßenbegleitend sind (d.h. gleiche Vorfahrtsregelungen und nicht weiter als 5m entfernt) und
c. benutzbar sind (d.h. nicht zugeparkt, nicht vermüllt, keine Personen drauf)
Gerade c ist für einen Autofahrer auf der Fahrbahn i.d.R. nicht ersichtlich (Glasscherben, Müll etc. sind nicht erkennbar). Als Autofahrer muss ich also jederzeit(!) mit einem Radfahrer legal auf der Fahrbahn (der Radweg ist übrigens Teil der Straße) fahrenden Radfahrer rechnen.
2. Das Unfallrisiko steigt (!!!!) mit der Benutzung von Radwegen (3,4x in gleicher Richtung bis zu 12-fach bei linksseitiger Benutzung), wer es nicht glaubt, lese bitte http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html#12 und die darin verlinkten Studien.
3. Das Risiko, eine schwere Kopfverletzung zu erleiden, ist im Auto bei weitem höher, als auf dem Fahrrad (Die Hannelore-Kohl-Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems legt in ihrem Geschäftsbericht 2004 die folgenden Zahlen vor (Seite 15): Schwere Schädel-Hirn-Verletzungen wurden bei 26 % der Fälle als PKW-Insasse, zu 14 % in der Freizeit, zu 39 Prozent als Krankheitsfolge und nur zu 1 % als Fahrradfahrer oder Fußgänger erlitten.). Wer von Euch trägt beim Autofahren einen Helm?
Ich fahre pro Jahr ca. 6.000 km Fahrrad, fast täglich und bei jedem Wetter. Jeder, der hier auf "Rüpel" schimpft, soll erst mal ein paar Wochen lang tagtäglich bei Nacht, Nebel, Sonne und Regen mind. 25km inner- und außerorts fahren, dann kann er sich selbst mal ein Urteil bilden. Alle, die hier so massiv Radwege fordern, lade ich ein, gemeinsam mal bei Dunkelheit auf einem linksseitigen Radweg entlang einer Landstraße fahren. Die Sicht ist gleich null, da man genau in den (asymmetrischen) Lichtkegel der Autos schaut, oft auch noch ins Fernlicht. Innerorts werden an Einmündungen und Ausfahrten Radwege ignoriert und bis zur Fahrbahn durchgefahren. Radwege werden innerorts häufig als Parkplatz missbraucht, die Meinung der Autofahrer ist dann, dass man auf den Gehweg ausweichen soll. Eine weitere üble Falle sind sich öffnende Autotüren, auf den meisten Radwegen kann man keinen ausreichenden Sicherheitsabstand (1,5m) wahren, da sie dazu zu schmal sind.
Viele Radwege entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben der StVO und den dazu gehörenden Verwaltungsvorschriften bgzl. Breite, Zustand etc.)
Ich versuche, mich an die Verkehrsregeln zu halten, erwarte dies aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern und von den Straßenverkehrsbehörden. Leider erlebe ich nur zu oft (und damit meine ich tagtäglich), dass auf Grund von Wissenslücken oder Besserwisserei Autofahrer Ihr Fahrzeug als "Erziehungsmittel" missbrauchen, einen Überholabstand von 30cm als sicher erachten usw.. Stellt man sie dann zur Rede, wird man nur blöd angeschnauzt.
Nichts für ungut