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Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 21:02
von Gast
Den Zug zu wählen ist wirklich dem Lokführer gegenüber nicht fair.
Wenn schon Freitod, dann bitte jeder für sich mit sich selbst ohne "fremde" Hilfe.
Wer sich informieren will: MIt Erstaunen habe ich unter dem Begriff "Selbstmordmethoden" bei google viele Seiten gefunden.
Es gibt sogar diverse fragwürdige Foren mit Usertipps dazu...

Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 21:33
von schlado
Müll, Abfall, es wäre dem Lokführer gegenüber nicht fair, anbei bessere Möglichkeiten für einen Selbstmord!? Man,man man...
Ich persönlich bin seit gestern Abend tief betroffen, über den tragischen Lebensweg von Robert Enke und wünsche hier auf diesem Wege seiner Familie, sowie den direkt Betroffenen (Lokführer, Rettungshelfer) viel Kraft und Mut für die kommende Zeit.
Ein stiller Gruß aus Kiel
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:05
von Gast
schlado hat geschrieben:anbei bessere Möglichkeiten für einen Selbstmord!?
Das stimmt aber nicht!
Ich habe bewusst nichts in diese Richtung verlinkt!
Im Gegenteil habe ich mein Erstaunen darüber zum Ausdruck gebacht, OK?
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:23
von pepa
Guten Abend Uwe
Ich bin der Meinung, daß sowohl die Worte "Müll wie auch Abfall" in diesem Zusammenhang völlig deplaziert sind und keinerlei Respekt vor menschlichen Werten zeigt.
War Feuerwehrmann und bei der Sanitätstruppe der Fallschirmjäger aktiv tätig, es gib leider nichts was ich an schlimmen
Dingen noch nicht gesehen habe .
pepa
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:27
von Remmi
Man sollte sich mal vor Augen halten was der dem Lokführer angetan hat.
Da steuerst du deine Lok und dann steht jemand vor dir auf dem Gleis und du hast keine Möglichkeit das was kommt zu verhindern.
Ganz zu Schweigen von den eigenen seelischen und körperlichen Folgen.
Der Selbstmörder ist tod und der Lokführer muss den Rest seines Leben damit leben.
Und jedes mal wenn den Lokführer diesen Punkt passiert sieht er wieder diese Person auf dem Gleis.
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:33
von Kerli
pepa hat geschrieben:
Ich bin der Meinung, daß sowohl die Worte "Müll wie auch Abfall" in diesem Zusammenhang völlig deplaziert sind und keinerlei Respekt vor menschlichen Werten zeigt.
http://www.cheesebuerger.de/images/more/bigs/c014.gif
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:40
von Adler
Remmi hat geschrieben:Man sollte sich mal vor Augen halten was der dem Lokführer angetan hat.
Da steuerst du deine Lok und dann steht jemand vor dir auf dem Gleis und du hast keine Möglichkeit das was kommt zu verhindern.
Ganz zu Schweigen von den eigenen seelischen und körperlichen Folgen.
Der Selbstmörder ist tod und der Lokführer muss den Rest seines Leben damit leben.
Und jedes mal wenn den Lokführer diesen Punkt passiert sieht er wieder diese Person auf dem Gleis.
Da kann ich mich nur anschließen.
Ok, der Mann war krank und auch wenn er es geplant hat, so ist er wohl nicht schuldfähig gewesen.
Mitleid hab ich dennoch nicht für Ihn, denn er braucht es ja auch nicht mehr... der Lokführer und die Familie von ihm sicher.
Ob jedoch die Betroffenheit in der Bevölkerung die gleiche wäre, wenn er kein Fußballer oder irgendeine andere Person des öffentlichen Lebens wäre, wage ich echt zu bezweifeln.
Vor Jahren hat sich der Bruder meines besten Freundes genau auf die gleiche Art und Weise das Leben genommen (auch er litt an Depressionen) da hat sich kaum jemand darum gekümmert und wenn, dann eher negativ, weil er dem Lokführer das angetan hat usw....
Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich zwei völlig gleiche Vorkommnisse behandelt werden können.
Adler,
der sehr nachdenklich geworden ist beim schreiben dieser Zeilen.
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Mi 11. Nov 2009, 22:46
von Remmi
Ich finde jede Art von Selbsttötung bei der andere mit betroffen sind völlig daneben.
Auch wie die Medien damit umgehen.
Wer nicht mehr leben möchte sollte das ohne anderen Leid zuzufügen machen.
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Do 12. Nov 2009, 07:43
von Tomott
Bei keiner Selbsttötung wird es sich verhindern lassen andere mit hinzuziehen.
Vor acht Jahren hat sich jemand bei uns in der Nachbarschaft erhängt.
Gefunden hat ihn seine Frau, die voller Panik um Hilfe gerufen hat.
Dörte hat die Hilferufe gehört, ist natürlich schnell hingelaufen, hat den Mann abgehängt und erfolglos versucht Ihn wiederzubeleben.
Leider hat in der Hektik niemand verhindern können, dass unsere damals 8 jährige Tochter und Ihre Freundin alles mit ansehen mussten.
So schrecklich ein Selbstmord auch ist und so Leid mir der Mann auch tut, die wirklichen Opfer leben weiter.
Wenn ich sehe was da jetzt für ein Tamtam gemacht wird kann ich nur noch den Kopf schütteln.
Re: Nationaltorwart Robert Enke tot
Verfasst: Do 12. Nov 2009, 07:58
von Gantu
Adler hat geschrieben:Remmi hat geschrieben:Man sollte sich mal vor Augen halten was der dem Lokführer angetan hat.
Da steuerst du deine Lok und dann steht jemand vor dir auf dem Gleis und du hast keine Möglichkeit das was kommt zu verhindern.
Ganz zu Schweigen von den eigenen seelischen und körperlichen Folgen.
Der Selbstmörder ist tod und der Lokführer muss den Rest seines Leben damit leben.
Und jedes mal wenn den Lokführer diesen Punkt passiert sieht er wieder diese Person auf dem Gleis.
Da kann ich mich nur anschließen.
Ok, der Mann war krank und auch wenn er es geplant hat, so ist er wohl nicht schuldfähig gewesen.
Mitleid hab ich dennoch nicht für Ihn, denn er braucht es ja auch nicht mehr... der Lokführer und die Familie von ihm sicher.
Ob jedoch die Betroffenheit in der Bevölkerung die gleiche wäre, wenn er kein Fußballer oder irgendeine andere Person des öffentlichen Lebens wäre, wage ich echt zu bezweifeln.
Vor Jahren hat sich der Bruder meines besten Freundes genau auf die gleiche Art und Weise das Leben genommen (auch er litt an Depressionen) da hat sich kaum jemand darum gekümmert und wenn, dann eher negativ, weil er dem Lokführer das angetan hat usw....
Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich zwei völlig gleiche Vorkommnisse behandelt werden können.
Adler,
der sehr nachdenklich geworden ist beim schreiben dieser Zeilen.
Dem kann ich nur beipflichen.
Es ist noch gar nicht lange her, da hat ein Feuerwehrkamerad, auch wegen Depressionen und weil er vll. mit dem im Dienst erlebten nicht fertig geworden ist,
auch den Freitod gewählt. Auch hier war ein Zugführer betroffen.
Wir, die Ihn kannten, waren betroffen, sicher ebenso wie die Familienangehörigen, haben wir doch alle nicht bemerkt, dass sich so etwas anbahnt.
Und auch in diesem Fall war lt. öffentlicher Meinung das eigentliche Opfer der Lokführer, alles andere wurde ganz schnell tot geschwiegen ....