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Mobile Freiheit • Der Bundespräsident - Seite 17
Seite 17 von 57

Re: Re:

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 13:10
von Kaufunger
TomS hat geschrieben:
RainerBork hat geschrieben:Was das Moralische betrifft: Wenn mir der Fiskus das einräumt, erwartest du doch hoffentlich nicht, dass wir darauf verzichten.Gruß Rainer

Aber Deinen Kommentaren war zu entnehmen das Du erwartet hast, dass Herr Wulf auf einen günstigen Privatkredit verzichtet???

Rechtlich war es ja auch ok, wie die Staatsanwaltschaft nach Überprüfung bestätigt hat, aber da wird Messlatte halt anders angelegt und das eigene Hemd ist dann näher...

Wer hier den moralischen Stab brechen will, sollte frei von Tadel sein.

Gruß
Tom

Mit dem feinen Unterschied, dass mir Keiner besonders günstige Konditionen gibt, da ich kein Funktionsträger bin, von dem man auch etwas erwarten kann.
Wir haben das genommen, was uns der Gesetzeber zugesteht und für Rechtens erklärt. Aus diesem Grund sind wir auch frei von Tadel.

Gruß Rainer

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 13:33
von Zora
Guckt Euch das Interview mit Herrn Leyendecker mal an: http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 39728.html

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 13:39
von Leberkäsbaron
Zora hat geschrieben:Guckt Euch das Interview mit Herrn Leyendecker mal an: http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 39728.html


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Er hat nicht gelogen .. aber auch nicht die Wahrheit gesagt. Er hat ein taktisches Verhältnis zur Wahrheit ...

Weg mit dem Kerl!

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 18:36
von Urban
unsere Führungsriege ist ziemlich durgefault
http://www.youtube.com/watch?v=kt_FEbwI ... re=related

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 19:03
von Gogolo
Auf Tagesschau.de habe ich soeben einen Kommentar von Silke Engel gelesen, mit dem ich 100%ig übereinstimme. Ich möchte ihn (in Kursivschrift) euch nicht vorenthalten:

Kommentar
Die Dauer-Empörung nervt und macht wütend

Von Silke Engel, RBB

Kein Befreiungsschlag, sondern noch mehr Aufruhr. Auch nach der Fernsehbeichte des Bundespräsidenten. Ich verstehe ja, dass seine lang erwartete Erklärung haarklein auseinandergenommen wird. Aber hatte Christian Wulff überhaupt noch eine echte Chance? Was hätte er denn sagen müssen, um sich selbst zu befreien? Außer dass er Fehler gemacht hat, dass er unbeherrscht war, weil er seine Familie vom Boulevard nicht in den Dreck ziehen lassen wollte? Dass auch ein Bundespräsident Recht auf Privatsphäre hat? Und: dass Anforderungen an einen Landespolitiker ein paar Nummern kleiner sind als an ein Staatsoberhaupt.

Alles richtig und bodenständig. Zwar für einen gewieften Berufspolitiker wie Wulff fast ein wenig naiv, aber so hören sich nun mal Entschuldigungen an. Wer mehr erwartet hat, kann nur noch den Rücktritt fordern als einzig wirksamen Befreiungsschlag. Insofern geht mir diese aufgeputschte Pseudo-Empörung ohne neue Erkenntnisse langsam auf die Nerven. Vor allem, weil Maßstäbe komplett durcheinander sind.

Die Relationen müssen wieder geradegerückt werden

Bei allen berechtigten Zweifeln in der Sache wie auch an Wulffs tollpatschigem Krisenmanagement - die Relationen müssen wieder geradegerückt werden. Mich ärgert, dass ausgerechnet die "Bild"-Zeitung sich zum Opfer stilisieren kann. Ein Blatt, das es mit Persönlichkeitsrechten normalerweise gar nicht so genau nimmt. Das Kampagnen fährt wie bei Karl-Theodor zu Guttenberg, der sogar eine ganze Dissertation abschreiben darf, ohne dass "Bild" seine Integrität in Frage stellt. "Bild" als Gralshüter der Pressefreiheit, auch darüber lohnt es sich nachzudenken.

Mich ärgert aber auch die Opposition, die täglich weiter stichelt. Größtenteils mit verdeckten Giftpfeilen. Nur um Wulffs Schwäche - die auch eine Schwäche der Kanzlerin ist - so lange wie möglich auszukosten. Mich nervt das. Nicht weil ich Wulff für einen starken Bundespräsidenten halte. Oder weil ich Merkel schützen will. Sondern weil ich mir das Finger-in-die-Wunde-Legen von der Opposition bei weitaus wichtigeren Themen wünsche als bei ein paar privaten Urlauben und einem Hauskredit.

Und dann macht mich wütend, dass Wulff inzwischen wie ein Schwerverbrecher behandelt wird, der noch nicht einmal Recht auf Bewährung hat. Der wie in einem Gerichtssaal seine Unschuld vor aller Augen beweisen soll, obwohl er gar nicht angeklagt ist. Andere Politiker aber, ob verurteilte Steuerhinterzieher oder gewiefte Wächter von schwarzen Kassen, die konnten weiter unbeschadet regieren.

Wulff beschädigt vor allem sich selbst

Am schlimmsten aber dieses dauernde Gefasel: Das Amt wird beschädigt. Da können sich alle getrost hinter verstecken. So ein Blödsinn - wie soll das gehen? Christian Wulff beschädigt vor allem sich selbst. Seine moralische Integrität ist angekratzt wie auch seine Glaubwürdigkeit und Autorität. Schloss Bellevue wackelt deshalb noch lange nicht. So wichtig ist auch ein Christian Wulff nicht. Es sei denn, er bekommt weiter so viel ungeteilte Aufmerksamkeit. Dann nämlich fehlt bald wirklich die Energie für ernsthafte Kontrolle in der parlamentarischen Demokratie.


Eine Passage im Kommentar habe ich durch Unterstreichung gekennzeichnet, da sie mir besonders wichtig erscheint.

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 20:03
von Cruiser
Gogolo hat geschrieben: Mich ärgert aber auch die Opposition, die täglich weiter stichelt.


Mich ärgert, dass er ein Lügner ohne Rückgrat ist, der seine politische Stellung als Ministerpräsident missbrauchte, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Und als BP heuchlerisch und verlogen sein Amt bekleidet. Von den Bürgern verlangen, zu arbeiten, Steuern zu zahlen und nach dem Gesetz zu leben, aber als der Mensch, der das höchste Amt in unserem Land bekleidet, ein moralischer Giftzwerg sein......

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 20:23
von MatthiasGE
Danke Gogolo für das einstellen dieses Kommentars. Ich kann dem nur Zustimmen.

Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 20:50
von Urban
@Cruiser

Genau......dieser Mann muß weg....je schneller je besser

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 21:54
von mpetrus
zeelander hat geschrieben:
Cruiser hat geschrieben:...Mich ärgert, dass er ein Lügner ohne Rückgrat ist, der seine politische Stellung als Ministerpräsident missbrauchte, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Und als BP heuchlerisch und verlogen sein Amt bekleidet. Von den Bürgern verlangen, zu arbeiten, Steuern zu zahlen und nach dem Gesetz zu leben, aber als der Mensch, der das höchste Amt in unserem Land bekleidet, ein moralischer Giftzwerg sein......

... achim, das ist verdammt harter tobak, was du da jetzt von dir gibst ... als moderator würde ich jetzt den schwarzen balken ziehen ...

Ich denke Achim hat es nur im klaren "Volksdeutsch" ausgedrückt.
Hätte er sagen sollen: Unser BP ist ein sehr redegewanter spitzfindiger Gesetzestext Interpretationskünstler. Der erst jetzt bemerkt hat, das die Gesetzte in Deutschland zwar die gleichen sind, jedoch als Ministerpräsident in einem Bundesland es sich leichter mauscheln lässt weil der öffentliche Beobachtungsfaktor kleiner ist? Nichts anderes waren seine Aussagen und Verhaltesweisen bisher.

Re: Der Bundespräsident

Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 22:39
von megamechanics
Mich ärgert, dass er ein Lügner ohne Rückgrat ist, der seine politische Stellung als Ministerpräsident missbrauchte, um finanzielle Vorteile zu erlangen.
Und als BP heuchlerisch und verlogen sein Amt bekleidet. Von den Bürgern verlangen, zu arbeiten, Steuern zu zahlen und nach dem Gesetz zu leben, aber als der Mensch, der das höchste Amt in unserem Land bekleidet, ein moralischer Giftzwerg sein......
Dem kann ich im vollem Umfang nur beipflichten!
Es darf nie vergessen werden, es sind UNSERE Volksvertreter, keiner zwingt diese Menschen in diese Position, aber die "Vertreter des Volkes" verhalten sich nicht wie für eine parlamentarische Demokratie vorgesehen, sie vertreten in erster Linie ihre privaten Interessen, parallel zum mitlerweile etablierten kastrieren unserer sozialen Erungenschaften zum Wohle der Wirtschaft.
Dazu dieses Mitleidgeheimse, der arme Mensch hat einen, nein, einige gravierende Fehler gemacht und steht dafür nicht ehrlich und wahrhaftig ein, gerade letzteres disqualifiziert ihn in höchstem Maße für das angenommene Amt.

Es spricht auch absolut nicht für ihn, das sein Telefonat oder das Gespräch in Palast mit den Journalisten/Redakteueren nicht offengelegt werden soll. Allein der Umstand, die Pressefreiheit zu bedrängen ist Grund genug für jegliche Überlegungen.
Da geht es nicht mehr um Peanuts, sondern D A S ist der harte Tobak und gehört mit schwarzen Balken belegt.

Grüße