Urban hat geschrieben:
Nein man brauch keine riesen Gasflaschen, sondern nur ein kleines Glasfläschchen mit einer recht preiswerten Flüssigkeit wie zB Isofluran.
Dieses Mittel hat jeder Tierarzt und das wird zB bei der Schweine Kastration eingesetzt , Man braucht zwar einen Verdampfer um korrekt zu betäuben, aber es geht auch ohne mit Einer gewissen
Zeitverzögerung verbindet sich die Flüssigkeit mit der Raumluft und macht je nach Dosierung stark schläfrig bishin zur Betäubung.
Isofluran hat einen stechenden Geruch!:
http://de.wikipedia.org/wiki/Inhalation ... 4sthetikum Die Variante mit der allmählichen Betäubung durch Verdunstung (langsame Vermischung mit der Raumluft) kommt daher zumindest für einige Geschichten nicht in Frage, denn einen stechenden Geruch nimmt wohl jeder wahr. Wenn jemand sich im Tiefschlaf befindet und über einen wirklich festen Schlaf verfügt, mag es vielleicht funktionieren, aber nicht, wenn er in der Tankstelle beim Bezahlen ist und dann ins Auto zurück kommt und weiterfährt, noch dazu wenn die Beifahrerin im Auto sitzt und nur döst.
Zitat aus diesem Link:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm ... halt_c.htm "Eine Überdosierung von Isofluran führt zu ausgeprägter Hypotonie und Atemdepression." Dass das bisher in keinem Fall tötlich ausging, ist schon sehr erstaunlich! Um eine zuverlässige Betäubung aller Womo-Insassen zu erreichen, müssten die Einbrecher schon eine erhebliche Menge von dem Zeug ins Fahrzeug einbringen, wenn sie es über die Verdunstung wirken lassen wollen.
Darüber hinaus ist zu bedenken, dass, wenn das Isofluran von den Einbrechern ins Fahrzeug eingebracht würde, sie es entweder selbst einatmen würden - mit welcher Folge, kann sich jeder ausdenken - oder das Fahrzeug vor dem Einsteigen gründlich lüften müssten. Da das Zeug aber einerseits schnell wirkt, die Wirkung aber auch schnell wieder nachlässt, wäre das wohl keine Option. Diese Methode wäre für den Einbrecher auch extrem riskant, denn er könnte überhaupt nicht sicher sein, ob und wann die Opfer tatsächlich betäubt sind. Wartet er zu kurz, erwischt es ihn selbst oder es hat noch gar nicht gewirkt, wartet er zu lang, sind die Leute womöglich schon wieder wach. Oder einer der Womobewohner liegt zufällig so nah an einer Zuluftquelle, dass er gar nix von dem Zeug abkriegt. Alles völlig unkalkulierbar.
Was den Preis angeht, waren bisherige Aussagen dazu ebenfalls nicht zutreffend: -
http://www.med1.de/Apotheke/Halogeniert ... Isofluran/ ab 137,42 € für 250 ml - nix 100 € für einen halben Liter ... sicher, eine große Klinik wird das Zeug erheblich billiger einkaufen. Dann müsste Ede aber Beziehungen zu einem Klinikapotheker haben und dieser müsste den nicht nachweisbaren Verbrauch von Narkosemitteln erklären, die müssen nämlich genau dokumentieren, wo was bleibt ...
Ansonsten: Wenn überhaupt, käme nicht Isofluran, sondern allenfalls Sevofluran in Frage (wegen der Sache mit dem Geruch), das ist aber noch erheblich teurer, da kosten 100 ml um die 100 € ...
Mein, wie jeder aus meinem letzten und diesem Beitrag sehen kann, wohlbegründetes Fazit bisher: Sehr unwahrscheinlich! Bei jedem angeführten Argument, dass es sein könnte, sind bisher logische Widersprüche festzustellen.
Ich möchte mir nicht die These zu eigen machen, dass es sich in allen Fällen um Versicherungsbetrug handeln würde. Allerdings ist diese nicht völlig abwegig, sie würde zumindest erklären, weshalb immer wieder Leute angeblich betäubt wurden und nie irgend ein Beweis gefunden wurde. Und selbst wenn es Bekannte oder Verwandte sind, werden die einen Teufel tun und irgendwem gegenüber zugeben, dass es so war. Es kostet ja nix, die Geschichte von der Betäubung aufrecht zu erhalten ... deshalb kann ich die Versicherungsbetrugstheorie genau so wenig verwerfen wie die Betäubungstheorie. Die Argumente sprechen aber eher gegen die Betäubungstheorie.
Ah, ich sehe gerade, es gab, während ich noch an dem hier arbeitete, einen sehr fundierten und überzeugenden weiteren Beitrag von Har-Pi. Lob und Dank dafür! Ich habe leider nicht die Zeit, derart tief in die Materie einzusteigen ...