...das wird ein ziemlich Zerreisprobe: sowohl für die griechische Geslleschaft als auch für die europäische....
Die sozialen, organisatorischen und wirtschaftlichen Probleme existieren doch in Griechenland schon vor der sich anbahnenden totalen Pleite (einige Beispiele):

Studentenunruhen (vor einigen Monaten wurde ein relativ unbeteiligter Student von einem Polzisten erschossen),

Eine völlig ineffiziente Feuerwehr (große Gebiete verbrennen unkontrolliert jedes Jahr),

Ein relativ korruptes Wirtschaftsystem (selbst die offiziellen Zahlen aus der Regierung sind seit Jahren schön gefärbt, um EU Mittel zu erschleichen),

Zwei völlig zerstrittene und inkompetente politischer Lager,

Eine vernachlässigte Infrastruktur (die Fähren geniesen seit Jahren einen misserablen Ruf)....
Fazit: ich denke nicht, dass es bis zum Sommer besser wird, es wird sich eher zuspitzen, weil jede Partei in Griechenland versuchen wird, den geringsten Beitrag bei den notwendigen Sparmassnahmen beizusteuern....und die Gesellschaft wird sich im Kampf solidarisieren, wenn diese Sparmassnahmen - aufgrund einer zweifelhaften Bürgschaft - von der EU - oder sogar indirekt von Deutschland angeordnet werden....
...und wenn es dann hier heißt, dass es uns in Deutschland soundso viel kostet, Griechenland zu stützen, um den EURO zu retten und deswegen wenig Spielräume bei einer Anpassung für Hartz IV existieren, etc..., dann weiß ich nicht, was dann los ist , wenn in Griechenland die Rente mit 61 als Standard erhalten bleibt....und wir mit 67 noch arbeiten müssen...
....eine sehr interessante Gemengelage, gerade wenn man mutig auf einen fallenden EURO an der Börse wetten will und ggf. dadurch viel Geld spekulativ gewinnen kann....
...aber Griechenland als Urlaubsziel für Sommer 2010? (Auch) nix für ängstliche Weicheier...
Gruß
David