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Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 00:06
von Pego
...nach schmoren kommt brennen, auch bei 12 Volt ! Und das endet dann nicht selten so wie hier bereits dokumentiert. Jeder Camper ist daher leider selber gefordert, seinen Kühlschrank dementsprechend prüfen zu lassen. Nach meinen Erfahrungen, immerhin in einem Neufahrzeug, welches ich zu überführen hatte, war ich mit den 16 Ampere Schmelzsicherungen auch erstmal durch.
Das Neufahrzeug mußte jedoch trotzdem umgerüstet werden und in die Fachwerkstatt...!
In diesem Fall war der Hersteller mehr als nur an seine Garantiepflichten gebunden und sichtlich bemüht eine Schadensbegrenzung stattfinden zu lassen.
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 07:15
von Andy
Pego hat geschrieben:...nach schmoren kommt brennen, auch bei 12 Volt !
Warum "auch bei 12V" - gerade bei 12V (bzw. Gleichspannung).
megamechanics hat geschrieben:.... und bis eine 16 Ampere Sicherung, die heute gar nicht mehr zulässig sind und auch nicht mehr verbaut werden dürfen, auslösen .....
Warum sollten 16A Sicherungen nicht mehr zulässig sein? Sicher sind die das, bei Gleich- und Wechselspannung. Und die heutigen Leitungen sind auch nicht schlechter als früher. Man darf nur nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Leitungen sind alle nach Normen gefertigt und zugelassen, nur muss man wissen, welche Leitungen man für welchen Zweck kauft und welchem Eisatzzweck diese dienen sollen.
Wichtig bei Gleichspannung (z.B. 12V/24V) ist, dass die vorgebauten Sicherungen für Gleichspannung zugelassen sind und der Abnahmeleistung sowie dem verlegten Querschnitt angepasst sind. Der Querschnitt spielt bei Gleichspannung eh eine große Rolle. Wird ein zu geringer Querschnitt gewählt, kann im Fall der Fälle keine vorgeschaltete Sicherung auslösen und die Leitung wird durch den Innenwiderstand heiß und schon ist das Problem ein Großes.
Auch, wie schon geschrieben, stellen Übergangswiderstände an schlecht festgezogenen Klemmverbindungen ein gleiches Problem dar. Im Fall der Fälle wird es dann hier entsprechend heiß.
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 10:25
von megamechanics
Hallo,
nach meinen Informationen sind die 16A Sicherungen bei Neuinstallationen nicht mehr zulässig, bezogen auf den üblichen 1,5mm² Leiter, Erklärung siehe
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t ... 3-oder-B16
Ich habe meine Photovoltaikinselanlage entsprechend mit 13 Ampere Hauptsicherung und danach die Stromkreise je nach Verbraucher auf 10, 6 und 3 Ampere ausgelegt und fahre so deutlich sicherer. Da die niedrig abgesicherten Kreise automatisiert sind, kommen da immer nur die gleichen Verbraucher drann, also besser geht es nicht. Und so handhabe ich das auch im Gleichstrombereich, deshalb eben die Absicherung der Steuerkreise z.B. zu Relais mit 2-3 Ampere, je nach Beaufschlagung von zusätzlichen Kontrollleuchten dann eben mit 3 Ampere.
Da müsst es schon mit dem Teufel zugehen, wenn da trotzdem was zum Schmoren anfängt. Außerdem ist jeder Stromkreis beim nachgerüsteten Zubehör (Fussbodenheizung, Tankheizung, Beleuchtung, Kamera...) exakt auf den E I N E N Verbraucher ausgelegt und es hängen eben nicht noch 3 Andere auf dem dann höher abgesicherten Stromkreis.
Ich hoffe, damit endlich ein wenig Klarheit geschaffen zu haben.
Grüße
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 11:36
von Andy
Ich denke, hier wird etwas durcheinander gebracht.
Im Link geht es um 230V Wechselspannung Installationen' nicht um 12V Geichspannung. Und selbst bei 230V stimmt das nicht in der Allgemeinheit, sondern nur für Hausinstallationen. das hat auch etwas mit der Verlegeart und der Art der Leitung zu tun.
Bei Gleichspannung sieht das alles noch etwas anders aus. hier ist der Querschnitt und Leitungslänge ein wichtiger Faktor.
[ Post made via iPad ] http://www.mobile-freiheit.net/_forum/i ... e/iPad.png
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 12:25
von megamechanics
Ich denke, hier wird etwas durcheinander gebracht.
Nö, wer die Beiträge richtig verfolgt, dem ist ersichtlich, warum es von der ursprünglichen 12 Volt DC Thematik zur 230V AC kam (P=U x I ) und der bald 10 jährigen Eerkenntnis, dass bei Hausinstallationen einige Kabelbrände verhindert werden können, wenn die entsprechenden Sicherungsautomaten verwendet werden und eben nicht 08/15 Wald und Wiesen 16 Ampere Sicherungsautomaten / Leistungsschutzschalter, die sich in vielen Fällen als gefährlich herausgestellt haben.; und 16 Ampere Sicherungen sind im DC Bereich 12-24 Volt wohl eher eine Rarität, ich habe hier noch keine gesehen... Wer schon mal im Schaltschrankbau (Sondermaschinenbau) tätig war, weiß, was für ein enormer Aufwand auch bei Werkzeugmaschinen für höchste elektrische Sicherheit und Schutz teurer Komponenten betrieben wird: dies verglichen mit der Hausinstallation oder eben der Bastelei an 12 Volt Bordnetzen ist ein Unterschied von beachtlicher Größe, vor allem wenn man dies auf die Verkabelung im Wohnmobil überträgt.
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 19:32
von Andy
megamechanics hat geschrieben:Ich denke, hier wird etwas durcheinander gebracht.
Nö, wer die Beiträge richtig verfolgt, dem ist ersichtlich, warum es von der ursprünglichen 12 Volt DC Thematik zur 230V AC kam (P=U x I )
Sorry, aber Du warst der erste, der 230V ins Spiel gebracht hat. Und warum überhaupt, weiß ich nicht. Es ging um Kühlschränke im Womo (12VDC) und danach um Absicherungen 12V DC.
Im Übrigen gibt es Feinsicherungen 5x20mm in 16A. Und ein Kühlschrank auf 12V Basis wird nicht mit Sicherungsautomaten abgesichert (Obwohl es Si-Automaten für DC in 16A sehr wohl gibt und im Schaltschrankbau üblich sind, da bei SPS-Techniken nur 24V DC eingesetzt wird). KFZ Sicherungen gibt es nicht in 16A, nur in 15A.
Aberr jetzt weichen wir wohl etwas vom Thema ab.
Re: Wohnmobil ausgebrannt
Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 20:12
von megamechanics
Ach, Andy, rutsch mir doch einfach den Buckel runter....