Re: Rehunfall
Verfasst: Do 16. Mai 2013, 13:18
Servus bommel1510,
wegen eines Rehunfalles würde ich jetzt auch nicht das ganz große Fass aufmachen (also gleich einen Neuen kaufen). Die Umstände damit wären mir zu groß. Ich denke nicht, dass ein Rehbock bei Tempo 50 einen Ducato "aus der Spur bringt", ein Vermessung, die eh erforderlich ist, kostet zwischen 60,- und 100,- € - dann hat man die erforderliche Gewissheit (wobei eine verstellte Spur natürlich nicht mit einem "Rahmenschaden" gleichzusetzten ist).
Wie oben bereits geschrieben lässt sich GFK wirklich hervorragend reparieren (und wieder in den Urzustand versetzen), besser noch als Blech (bei geschweißten Stellen leidet immer der Rostschutz).
Also auch mein Rat: erst mal abwarten, was der Gutachter sagt und dann einen Kostenvoranschlag für eine Reparatur unter Verwendung der reparablen (und nicht der maximal austauschbaren Teile - so wie es der Werkstatt wohl gefallen würde) Teile, ggf. auch von einer anderen Werkstatt, einholen. Sofern die Differenz lukrativ erscheint, würde ich im Zweifelsfall lieber dafür einige schöne Reisen machen - hoffentlich ohne Feindberührung.
Erstaunt bin ich allerdings schon, welche "Verwüstungen" so ein Böcklein in der Fassade eines Integrierten anrichten kann.
@all
Ein Problem sind zur Zeit wirklich die aus meiner Sicht immer dichteren Wildbestände. Ein Kritiker hat kürzlich - wie ich meine zutreffend - angemerkt, dass die derzeitige Situation nichts mehr mit der Hege natürlich bei uns vorkommender Arten zu tun hat, sondern vielmehr eine Sonderform der Land- und Viehwirtschaft in offenem Gelände darstellt. Der Viehhalter verzichtet nur einfach darauf, seine Weideflächen zu umzäunen und schickt seine Tiere in die freie Wildbahn, wo sie sich auch Kosten anderer mästen lassen (Maisfelder, Wälder, Wiesen etc.). Für die Schäden muss (?) die Allgemeinheit aufkommen.
Wann immer ich in der - zugegebener Maßen ländlichen - Umgebung (allerdings in Sichtweite einer Großstadt!) rausschaue, sehe ich mindestens ein Reh, meist eine Gruppe von fünf, häufig aber bis zu zwanzig Tieren. Kürzlich konnte ich auf einer Fahrt in die nächste Kreisstadt aus dem fahrenden Auto heraus auf 15 km 30 (!) Rehe in meheren Gruppen zählen (2 St./ km!). Morgens stehen sie oft vor unserer Garage und gehen, ohne auch nur zu erschrecken, gemächlich zur Seite wenn wir das Auto rausfahren (max. 20 m weiter) und grasen dann friedlich. Mehrmals sind mir schon nachts unmittelbar vor unserem Grundstück Rehe vor´s Auto gesprungen - ich kenne das schon, und fahre sehr langsam...
Früher waren sie häufiger im Garten und auch auf unserer Terrasse, jetzt gibt es dank Biogas-Subventionen genug Maisfelder, wo sie sich sattfressen können.
Die Jäger haben natürlich meist auch einen anstrengenden Hauptberuf und kommen Ihren Abschussverpflichtungen nur unzureichend nach (wer will schon nachts bei Kälte draußen warten, bis ein Reh sich vor die Flinte verirrt...), die Abschusszahlen steigen trotzdem von Jahr zu Jahr deutlich an.
Nach dem ich nun vermutlich den Jägern hier im Forum ordentlich auf den Schlipps getreten bin, ende ich hier und warte darauf, dass scharf zurückgeschossen wird - mit Worten natürlich.
Grüße
Tourist
P.S.: Hab´ natürlich nicht vergessen, dass ich vor einiger Zeit schon mal ins selbe Horn gestoßen habe...
wegen eines Rehunfalles würde ich jetzt auch nicht das ganz große Fass aufmachen (also gleich einen Neuen kaufen). Die Umstände damit wären mir zu groß. Ich denke nicht, dass ein Rehbock bei Tempo 50 einen Ducato "aus der Spur bringt", ein Vermessung, die eh erforderlich ist, kostet zwischen 60,- und 100,- € - dann hat man die erforderliche Gewissheit (wobei eine verstellte Spur natürlich nicht mit einem "Rahmenschaden" gleichzusetzten ist).
Wie oben bereits geschrieben lässt sich GFK wirklich hervorragend reparieren (und wieder in den Urzustand versetzen), besser noch als Blech (bei geschweißten Stellen leidet immer der Rostschutz).
Also auch mein Rat: erst mal abwarten, was der Gutachter sagt und dann einen Kostenvoranschlag für eine Reparatur unter Verwendung der reparablen (und nicht der maximal austauschbaren Teile - so wie es der Werkstatt wohl gefallen würde) Teile, ggf. auch von einer anderen Werkstatt, einholen. Sofern die Differenz lukrativ erscheint, würde ich im Zweifelsfall lieber dafür einige schöne Reisen machen - hoffentlich ohne Feindberührung.
Erstaunt bin ich allerdings schon, welche "Verwüstungen" so ein Böcklein in der Fassade eines Integrierten anrichten kann.
@all
Ein Problem sind zur Zeit wirklich die aus meiner Sicht immer dichteren Wildbestände. Ein Kritiker hat kürzlich - wie ich meine zutreffend - angemerkt, dass die derzeitige Situation nichts mehr mit der Hege natürlich bei uns vorkommender Arten zu tun hat, sondern vielmehr eine Sonderform der Land- und Viehwirtschaft in offenem Gelände darstellt. Der Viehhalter verzichtet nur einfach darauf, seine Weideflächen zu umzäunen und schickt seine Tiere in die freie Wildbahn, wo sie sich auch Kosten anderer mästen lassen (Maisfelder, Wälder, Wiesen etc.). Für die Schäden muss (?) die Allgemeinheit aufkommen.
Wann immer ich in der - zugegebener Maßen ländlichen - Umgebung (allerdings in Sichtweite einer Großstadt!) rausschaue, sehe ich mindestens ein Reh, meist eine Gruppe von fünf, häufig aber bis zu zwanzig Tieren. Kürzlich konnte ich auf einer Fahrt in die nächste Kreisstadt aus dem fahrenden Auto heraus auf 15 km 30 (!) Rehe in meheren Gruppen zählen (2 St./ km!). Morgens stehen sie oft vor unserer Garage und gehen, ohne auch nur zu erschrecken, gemächlich zur Seite wenn wir das Auto rausfahren (max. 20 m weiter) und grasen dann friedlich. Mehrmals sind mir schon nachts unmittelbar vor unserem Grundstück Rehe vor´s Auto gesprungen - ich kenne das schon, und fahre sehr langsam...
Früher waren sie häufiger im Garten und auch auf unserer Terrasse, jetzt gibt es dank Biogas-Subventionen genug Maisfelder, wo sie sich sattfressen können.
Die Jäger haben natürlich meist auch einen anstrengenden Hauptberuf und kommen Ihren Abschussverpflichtungen nur unzureichend nach (wer will schon nachts bei Kälte draußen warten, bis ein Reh sich vor die Flinte verirrt...), die Abschusszahlen steigen trotzdem von Jahr zu Jahr deutlich an.
Nach dem ich nun vermutlich den Jägern hier im Forum ordentlich auf den Schlipps getreten bin, ende ich hier und warte darauf, dass scharf zurückgeschossen wird - mit Worten natürlich.
Grüße
Tourist
P.S.: Hab´ natürlich nicht vergessen, dass ich vor einiger Zeit schon mal ins selbe Horn gestoßen habe...
