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Mobile Freiheit • Geld für Opel? - Seite 2
Seite 2 von 7

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 13:44
von jion
toyota hat geschrieben:Der Arbeiter der sich Jahrelang den Arsch Aufgerissen hat ist der Dumme,er kann gehn.Die Krawattenträger bleiben.
GrußJürgen
da steckt mir zu viel Polemik drin, bringt hier niemanden wirklich weiter.
Ich habe gar nichts dagegen, wenn sogenannte " Krawattenträger" entsprechend ihrem Job ihr Geld verdienen. Ein Gesundes Unternehmen ist auch gut für die Belegschaft. Seien wir doch mal ehrlich, sollte man uns anbieten, einmal so richtig in den Geldnapf zu grefen, wie würden wir uns verhalten? Dankend ablehnen?
Jetzt geht es aber nicht um das hohe Managment, jetzt und hier geht es um den Arbeiter, deren Familien. Und wenn der Staat hier helfen kann, warum denn nicht?

Gruß

Jion

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 14:05
von Cruiser
Das es, über kurz oder lang, so kommen musste, dürfte doch eigentlich jedem klar gewesen sein. Schwindende Kaufkraft haben die Unter- und Mittelschicht davon abgehalten neue Fahrzeuge zu kaufen, und wenn die Banken kein Geld mehr haben, um Kredite zu vergeben, nützten auch keine Globale Erderwärmung - und Feinstaub-Lügen, um den Menschen neue Autos aufzuschwatzen. Als erste leiden natürlich die Hersteller, die Ihre Kunden gerade in dieser Unter- und Mittelschicht hatten. Die Autoindustrie ist das Herz der deutschen Industrie. Da hängen hunderttausende Arbeitsplätze bei den Zulieferern dran. Nur leider hat man die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Die Autos sind doch schon lange zu teuer. Nun werden sich die deutschen Automobilbauer endlich etwas einfallen lassen müssen, um Ihre Kunden wieder zufriedenzustellen: mit preiswerten, zweckmäßigen, funktionstüchtigen, einfach zu wartenden und langlebigen Autos. Der Spruch, das geht nicht, zählt nicht mehr, denn dann werden eben andere das machen.

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 14:08
von frieda
ich habe jetzt mal mit nein gestimmt.
die banken waren der anfang, jetzt kommt opel und morgen? mercedes? bmw? xyz? sicherlich, bei opel hängen zehntausende arbeitsplätze dran, auch und gerade folgende bei den ganzen zulieferern. aber rechtfertigt das, milliardenzuschüsse zu leisten? wer würde der nächste sein, der die "hand aufhält" und höflich anfragt ob denn sein konzern nicht ebenfalls "gerettet" werden muss? es gibt ja genügend "tausende-mitarbeiter-firmen". und vor allem: wo würde irgendwann das ende sein? geb ich dem einen, muss ich dem anderen auch geben?!
klingt vielleicht grausam, und wen es trifft umso härter, aber vielleicht muss auch gezeigt werden, dass nicht um jeden preis steuergelder für privatunternehmen hergenommen werden können. sonst hat irgendwann auch der gerettete opel-arbeitnehmer nicht mehr genug in der tasche (hat er heute ja auch schon nicht mehr, ich weiss), weil er selbst für 187 andere firmen die "rettungs-milliarden" mitaufbringen muss.

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 14:10
von schimi
---

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 14:41
von frieda
na dann lösche es doch :lach1

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 15:10
von mpetrus
Oh ich lese gerade das ihr mit meiner Zukunft sehr großzügig umgeht.
Ich bin ein betroffener Opelaner!

Ihr habt recht bei den Heuschrecken die sich die Taschen füllen.
Opel hat jahrelang die Mutter GM am leben gehalten.
Da wurden Bilanzen solange hin und her geschoben das die Aktionäre und Manager dicke Boni erhalten haben.
Die Arbeiter haben in Standortsicherungsverträge schon lange auf Gehaltserhöhungen verzichtet.
Das geht schon seit der Planung des neuen Werkes im Jahre 1999 so.
Das haben die Arbeiter durch Lohnverzicht und höhere Leistung bezahlt.
Nur jetzt ist auch bei uns kein Geld mehr da ohne GM ginge es uns besser.

Deshalb auch die Anfrage der Bürgschaft. Opel soll/will sich aus den Fängen der Mutter befreien und braucht hierfür eine Sicherheit für die Banken.

Ich für mein Teil währe dankbar wenn es gelingt. (Werde aber an eurer Abstimmung nicht teilnehmen, weil betroffener)
Ich hab mich heute am Arbeitsmarkt umgeschaut und div. Bewerbungen vorbereitet.

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 15:27
von Achim
mpetrus hat geschrieben:Oh ich lese gerade das ihr mit meiner Zukunft sehr großzügig umgeht.
Ich bin ein betroffener Opelaner!
Nicht jeder hier... ;)

mpetrus hat geschrieben:Opel soll/will sich aus den Fängen der Mutter befreien und braucht hierfür eine Sicherheit für die Banken.
Ich kann das nur bestätigen. Ich bin froh, dass wir (rate mal wer mein Arbeitgeber ist) uns noch rechtzeitig von Chrysler befreien konnten.

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 15:53
von PeterDD
Hallo,

es gibt doch nur zwei Möglichkeiten:

entweder Marktwirtschaft oder auch Kapitalismus genannt, dann muss der Markt es regeln, d.h. wer am Markt nicht bestehen kann, der muss verschwinden

oder Planwirtschaft auch Sozialismus genannt, hier greift der Staat regulierend ein, auch unrentable Betriebe werden erhalten solange die Gesellschaft sie braucht

Zwischen den beiden Varianten muss man sich entscheiden, ein bisschen schwanger geht nicht!

Gruß
Peter

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 16:09
von schimi
Wenn Opel keine Bürgschaft bekommt, wird doch das Unternehmen nicht vom Markt verschwinden. Die Marke hat doch einen beträchtlichen Wert. Ich könnte mir gut vorstellen, das hier schon ganz andere Dinge im Hintergrund laufen. Es geht hier doch darum, die Marke Opel zu einem möglichst geringen Preis, aus dem GM-Konzern herauszukaufen. Ich denke die Investoren stehen hier schon in den Startlöchern.

Re: Geld für Opel?

Verfasst: So 16. Nov 2008, 16:23
von jion
mpetrus hat geschrieben:Oh ich lese gerade das ihr mit meiner Zukunft sehr großzügig umgeht.
Ich bin ein betroffener Opelaner!

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hab auch mit ja gestimmt. Man stelle sich nur einmal vor, man sei selbst davon btroffen, der eigene Arbeitsplatz hängt davon ab, ob die Regierung nun die Bürgschaft gewährt oder nicht. Wie wäre dann das Abstimmungsergebnis? Es ist immer leichter gesagt, wenn man nicht selbst betroffen ist. Und wer von uns möchte jetzt in der Haut eines Opelmitarbeiters sein?
.....und wir reden doch nur erst einmal von einer Bürgschaft, es kann ja sein, das sich Opel dann doch hoffentlich selbst wieder berappelt, wir könnten es z.B. beeinflussen, wenn wir uns nicht unbedingt einen Kia, einen Hundai, einen Mazda oder Toyota kaufen würden, unsere deutschen Aútos sind gar nicht so schlecht.

Gruß

Jion