Wie jedes Jahr um diese Zeit verbrachten wir das Wochenende beim Fieldday der Amateurfunker (http://www.sender-dobl.at/fielddayd.htmbeim Sender Dobl in der Nähe von Graz (http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Dobl).
Auf der großen Wiese, auf der der Sender steht, trifft man einander, es wird geplaudert, gefachsimpelt und - weil das alles hungrig macht - gegrillt. Flohmarktware aus dem Gebiet des Funkens wird zum Verkauf ausgelegt. Mehr als 20 Camper bevölkern das Gelände, die meisten sind im WoMo da, ein paar auch im Wohnwagen und einige wenige nächtigen im Zelt. Im Sendergebäude gibt es Sanitäranlagen. Um vor Wetter unabhängig zu sein, werden große Zelte aufgestellt, damit ein wenig Schatten ist, gibt es ein großes, sehr stabiles Partyzelt. Gab es...
Gestern waren wieder Gewitter angesagt, hier ist das nicht außergewöhnlich. Und dann stand auch am Nachmittag eine große, schwarze Wolke im Nordosten, die näher und näher kam. Die meisten ignorierten das. Auf unseren Hinweis auf diese Wolke kam die Aussage: "Das wird schon nicht so schlimm werden."
Dann begann es im 156 m hohen Sendemasten so sausen, dann kam der Sturm. Wir machten im WoMo noch in aller Ruhe die Fenster zu, dann begann es zu stürmen. Orkanböen fegten daher und peitschen Hagel vor sich her. Etwa 10 Minuten lang dauerte dieser Spuk.
Und dann? Das Partyzelt ist Geschichte, von den großen Zelten gab es zwei geknickte Stangen, die notdürftig heute noch ihren Dienst erfüllten. Eine (alte) Dachhaube ging zu Bruch, ebenso ein Pilzlüfter, ein Bugfenster eines Wohnwagens wurde flügge (wahrscheinlich waren durchgeführte Antennenkabel daran schuld) und landete sicher neben dem Wohnwagen im Gras, die Aussteller sind hinüber. Von den paar Dellen durch den Hagel reden wir gar nicht.
Ein Zeltcamper stand vor seiner zusammengefallenen Behausung. Er hatte keinen Schaden, aber alles war nass: Kleidung und Schlafsack. Er war trocken geblieben, weil er in dieser Zeit bei einer Senderführung gewesen war. Unser Wochenendhäuschen ist von dort 15 km weg, Roland fuhr mit meinem PKW, den ich mithatte, dahin und warf die Kleider und den Schlafsack des Kumpels in den Trockner, schlafen konnte er dann im Wohnwagen anderer Camper.
Der Hagel lag dann weit bis in den Abend hinein, darüber bildete sich eindrucksvoller Nebel.
Wir hatten keinen Fotoapparat mit, aber hier gibt es ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=1Khv0sBP5-4
Beste Grüße,
UliStatistik: Verfasst von Ulrike M. — So 6. Jul 2014, 20:46
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