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Mobile Freiheit Das Reisemobilforum für Spaß und gute Laune 2013-11-27T21:05:18+01:00 https://mobile-freiheit.net/app.php/feed/topic/18769 2013-11-27T21:05:18+01:00 2013-11-27T21:05:18+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326296#p326296 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Wohin gehts nächstes Mal, auf das wir uns freuen dürfen ??? :D
Grüsse von Isa, die seeeeeehr gerne Forums-Reiseberichte liest und manchmal - nach Anfall - auch schreibt.....

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Statistik: Verfasst von Lira — Mi 27. Nov 2013, 21:05


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2013-11-27T20:27:54+01:00 2013-11-27T20:27:54+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326282#p326282 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Wir sind einfach total überwältigt ob der klasse Resonanz auf unseren Bericht, vielen Dank für die ganzen positiven Zuschriften! Toll, wenn wir unseren sowieso schon schönen Urlaub auch noch mit Euch teilen konnten. Und, das muss ich jetzt auch zugeben, es hat uns irre Spaß gemacht, beim Schreiben die Zeit selber nochmal zu durchleben. Was ich an dieser Stelle unbedingt noch sagen muss: wir haben bisher nirgends so schöne Reiseberichte gelesen wie hier, allein das hat uns mehr als dazu motiviert, selbst mal in die Tastatur zu hauen! In diesem Sinne hoffen wir weiterhin auf so schöne Berichte von Euch und versprechen, nach unserer Nächsten Reise wieder abzuliefern :D

P.s. und danke auch an Kerli, der uns erst hierher gelotst hat!

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Mi 27. Nov 2013, 20:27


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2013-11-27T14:10:24+01:00 2013-11-27T14:10:24+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326178#p326178 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Ja, das mit den Hunden geht uns auch immer so, so kam ja auch unser Jüngster letztes Jahr aus Griechenland mit uns nach Hause.

Statistik: Verfasst von CosmoShiva — Mi 27. Nov 2013, 14:10


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2013-11-27T11:37:11+01:00 2013-11-27T11:37:11+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326156#p326156 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
dein Reisebericht hat mir ebenfalls SEHR GUT gefallen!

Irgendie zieht es mich auch nach Griechenland, nur weiss ich nicht weshalb.

MfG Paule

Statistik: Verfasst von paule — Mi 27. Nov 2013, 11:37


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2013-11-27T09:38:40+01:00 2013-11-27T09:38:40+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326143#p326143 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Das es auch anders herum sein kann beweist Euer Reisebericht. Vielen Dank dafür!
Ja, der Bericht ist ziemlich lang geworden, wir hoffen jedoch, nicht langweilig. Wir hatten halt das Bedürfnis, die vielen kleinen Dinge, die uns im Urlaub erfreuten, ärgerten, nachdenklich und bisweilen sogar etwas traurig machten, mit Euch zu teilen. Schließlich schreiben wir ja keine Reiseführer sondern uns mehr oder weniger die Seele vom Leib, die Dinge sind alle aus unserer Sicht uns somit nicht wirklich objektiv geschildert.


Und genau das macht Spaß zu lesen!

Statistik: Verfasst von Arminius — Mi 27. Nov 2013, 09:38


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2013-11-26T23:41:46+01:00 2013-11-26T23:41:46+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326130#p326130 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Sagt mal, das mit den vielen Wauwies - Respekt! Ich wäre sicher mit "FamilienErweiterung" nach Hause gekommen.

Thema Fahrrad: mh, ich kam ins Grübeln, wegen der Räder: waren keine Rad-tauglichen Wege in Naturgegenden vorhanden oder brachte einem der chaotischer sonstige Verkehr Euch vom radeln ab?

Ich kann mich mit meinem "Bravo" den vielen anderen Foris hier anschliessen.

LG Melitta

Statistik: Verfasst von KlausundMelitta — Di 26. Nov 2013, 23:41


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2013-11-26T21:36:20+01:00 2013-11-26T21:36:20+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326122#p326122 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Schließlich schreiben wir ja keine Reiseführer sondern uns mehr oder weniger die Seele vom Leib
genau so muss ein Forenbericht sein, ich habe herzlich gelacht, mit eurem Womo gelitten, euch bewundert die Hundies vor Ort zu lassen (wir haben dieses Problem immer mit Katzen) und ich habe einiges gelernt. Kroatien haben wir durchfahren, Autoput brauche ich nicht, also Fähre aber ich lasse besser Marion das machen und liege im Alkhoven, weil die Einweiser scheinbar nicht menschenkompatibel sind 8-)

Vielen Dank und gerne noch weitere Berichte dieser Art aus eurer Tastatur

Gruß Matthias

Statistik: Verfasst von MatthiasG — Di 26. Nov 2013, 21:36


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2013-11-26T21:13:21+01:00 2013-11-26T21:13:21+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326120#p326120 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Erhard (Tuppes)

Statistik: Verfasst von Tuppes — Di 26. Nov 2013, 21:13


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2013-11-26T19:36:14+01:00 2013-11-26T19:36:14+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326095#p326095 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> vielen Dank für diesen kurzweiligen Reisebericht. Auch wir waren am 07.10. auf der CRUISE EUROPA bis Triest und "durften" das chaotische einschiffen bei Regen miterleben. In Ancona habe ich einen verzweifelten Engländer über 30 Minuten vertröstet, da dieser hier in Ancona runter wollte, aber von Triest Mobilen zugeparkt war. Die Besatzung war einfach nur überfordert. Aber GR war toll, und bei uns bestimmt nicht das letzte Mal!

Schade, dass wir uns auf dem Dampfer nicht kennengelernt haben.

Beste Grüße
Harald

Statistik: Verfasst von Harald — Di 26. Nov 2013, 19:36


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2013-11-26T18:29:49+01:00 2013-11-26T18:29:49+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326077#p326077 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
... dafür bräuchten wir aber VIEL MEHR Urlaub :cool1
Genehmigt! ;)

Statistik: Verfasst von nelly — Di 26. Nov 2013, 18:29


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2013-11-26T18:17:53+01:00 2013-11-26T18:17:53+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326073#p326073 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Zwei Fragen habe ich aber doch noch: Wollte Flopsy nicht fotografiert werden? Und habt Ihr mir Gustav mitgebracht?
Da muss ich jetzt mal meine Süße Biggi zitieren: Keines der gemachten Bilder von Flopsi hat die "Süßigkeit" des Hundes wiedergegeben, er war total hübsch, aber einfach nicht fotogen! Und Gustav durften wir nicht mitnehmen, der gehörte (neben Mopsi) tatsächlich den CP-Besitzern, beide hatten Halsbänder und Hundemarken... und hörten (mehr oder weniger gut) auf die Besitzerin - so lange es bei uns nichts zu Essen gab :D

@All: Freut uns total, wenn Euch der Bericht gefallen hat, vielen Dank für die Blumen! Würden gerne noch mehr schreiben, dafür bräuchten wir aber VIEL MEHR Urlaub :cool1

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Di 26. Nov 2013, 18:17


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2013-11-26T17:35:32+01:00 2013-11-26T17:35:32+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326065#p326065 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Was haben wir die Bilder und Euren humorigen Text genossen! Vielen Dank noch einmal für's nachträgliche Mitnehmen.

Zwei Fragen habe ich aber doch noch: Wollte Flopsy nicht fotografiert werden? Und habt Ihr mir Gustav mitgebracht?
Ich glaube, in die meisten Länder sollte man Hunde- und Katzenfutter (neben anderen Leckerchen für kleine und große Zweibeiner) mitnehmen. Abnehmer findet man sicherlich.

Statistik: Verfasst von nelly — Di 26. Nov 2013, 17:35


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2013-11-26T16:49:09+01:00 2013-11-26T16:49:09+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326057#p326057 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Und schöne Bilder dazu - was soll man da noch sagen? Sensationell .......ich war einen Monat vor euch in Griechenland, hin und her mit Fähren - Anek und Superfast - und auch dort war die Fährenfahrerei nur zum Abgewöhnen. Lieber Autoput. 8-)
Dankeschöööööööön fürs Mitnehmen, es hat sich echt gelohnt!!

Statistik: Verfasst von Lira — Di 26. Nov 2013, 16:49


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2013-11-26T16:32:08+01:00 2013-11-26T16:32:08+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326054#p326054 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Warum hast du für die Rückfahrt nicht den Landweg über den Autoput (Mazedonien, Serbien, Kroatien) gewählt?
Hallo Ulrike,

das war tatsächlich eine Option, die zur Wahl stand - nur leider hatten wir GAR KEIN Kartenmaterial dafür zur Hand, und auf das Navi, das uns schon so manches mal sehr seltsame Routen vorgeschlagen hat, wollten wir uns nicht verlassen. Glaub mir, die Fährüberfahrt hätte ich nicht wirklich gebraucht ;)

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Di 26. Nov 2013, 16:32


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2013-11-26T16:22:28+01:00 2013-11-26T16:22:28+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326051#p326051 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Auch von mir ein herzliches Dankeschön, ich habe deinen Bericht mit großem Interesse gelesen.

Straßen, wie von dir aus Albanien gezeigt, hab ich auch schon an norwegischen und schwedischen Baustellen erlebt.

Warum hast du für die Rückfahrt nicht den Landweg über den Autoput (Mazedonien, Serbien, Kroatien) gewählt? Als Grazerin wäre das meine Wahl.

Beste Grüße,
Uli

Statistik: Verfasst von Ulrike M. — Di 26. Nov 2013, 16:22


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2013-11-26T16:01:29+01:00 2013-11-26T16:01:29+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326048#p326048 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Statistik: Verfasst von moniboni — Di 26. Nov 2013, 16:01


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2013-11-26T15:39:30+01:00 2013-11-26T15:39:30+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326043#p326043 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Auch der letzte Teil eures Berichtes hat mir gut gefallen. Vielen Dank.
Gruß Klausimaus

Statistik: Verfasst von klausimaus — Di 26. Nov 2013, 15:39


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2013-11-26T15:14:39+01:00 2013-11-26T15:14:39+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326038#p326038 <![CDATA[Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 3]]>

Mittwoch, den 02.10.2013
Trotz der extrem freundlichen CP-Besitzer sagte uns die Lage des Platzes nicht so besonders zu, so dass wir beschlossen, wieder in Richtung Norden an die Festlandküste zu fahren. Noch schnell leckeres frisches Gemüse bei einem fliegenden Händler auf dem CP eingekauft, ver- und entsorgt, den CP bezahlt und zurück ging es in Richtung Norden, natürlich wieder durch den mautpflichtigen Tunnel. Da uns nach einem schönen Plätzchen am Meer gelegen war, zauberte Biggi-Maus den schönen CP "Corali", direkt am Meer gelegen in Riza, aus ihrem Fundus. Überrascht stellten wir fest, dass wir neben einer dreiköpfigen Schweizer Familie die einzigen Gäste auf dem Platz waren. Die Besitzer, ein ungefähr 60jähriges Pärchen, sprachen leider nur griechisch, trotzdem verständigten wir uns irgendwie. Mit 14 € pro Nacht inclusive Strom mal wieder ein echtes Schnäppchen. Die Lage: einfach traumhaft, direkt am schönen Kiesstrand, leider war es etwas windig an diesem Tag, daher bezogen wir etwas weiter oben einen Platz, gut windgeschützt durch eine Reihe Pinien. Wir hätten uns vermutlich auch direkt an den Strand stellen können, da pfiff es uns aber zu sehr ;-)

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Windstiller Stellplatz

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Der Strand sieht schon fast kitschig aus, so schön!

Nachdem wir uns flugs eingrichtet hatten, bekamen wir direkt Besuch von den zwei CP-eigenen Hunden, wir nannten sie kurzerhand Mopsi und Gustav. Mopsi war offensichtlich trächtig, wir vermuteten Gustav als den Vater. Fortan verbrachten die beiden fast die gesamte Zeit bei uns - vor allem, wenn es was zu Essen gab. Während Gustav mit durchaus hundetypischem Schwanzgewedel seiner Freude Ausdruck brachte, zitterte Mopsi am ganzen Körper wenn sie sich freute...
Den restlichen Tag verbrachten wir mit Relaxen, Hunde füttern und kraulen.

Tages-KM: 72
Gesamt-KM: 2733
Maut-Kosten: 5 €
Übernachtungskosten: 14 €


Donnerstag, den 03.10.2013
Nach einer seeeeeeehr ruhigen Nacht, in der man nur noch die leise Brandung des Meeres hörte, wachten wir gut ausgeschlafen auf und wurden direkt wieder von Gustav und Mopsi freudestrahlend angewedelt bzw. angezittert, die beiden hatten die Nacht direkt vor unserer WoMo-Tür verbracht.

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Gustav (links) und Mopsi

Nach der Morgentoilette und einem leckeren Tässchen Kaffee zogen wir los, um ein wenig durch die Gegend zu wandern. Das "Dorf", welches eigentlich nur eine Ansiedlung von Ferienhäusern und ein paar Tavernen ist, machte um diese Jahreszeit schon einen ziemlich ausgestorbenen Eindruck, die meisten Lokale waren auch schon geschlossen. Nun gut, auf Touristenrummel können wir eh gut verzichten, das ist halt der Vorteil, wenn man nicht an Ferienzeiten und somit an die Hochsaison gebunden ist. Wir hätten sicherlich auch locker an den meisten Stellen frei stehen können, aber erstmal nutzen wir gerne -trotzdem in unserem WoMo alles vorhanden ist- den Komfort von CPs, außerdem haben wir kein Problem damit, ein paar € für ebensolche abzudrücken und somit die eh marode Wirtschaft des Landes etwas anzukurbeln.
Dass das von den Einheimischen auch honoriert wird, erfuhren wir, nachdem wir von unserer Wanderung zurück kamen: die Chefin des CP kam mit einem großen Beutel leckerer, frischer Gaben eigener Herstellung zu uns: Paprika, Aubergine, Weintrauben, Zitronen, Eier und eine Flasche selbstgemachtem, RICHTIG leckerem Olivenöl! Auf unsere Frage (bzw. eher die Gesten dazu, konnten ja immer noch kein Griechisch), was das denn kosten sollte: tipota! So viel Griechisch verstanden wir dann doch, dass wir wussten, dass das "nichts" bedeutet. Bei so viel Gastfreundschaft bekommt man echt ein schlechtes Gewissen...

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Gute Gaben

Da wir schließlich am Meer waren, ließ Biggi es sich nicht nehmen, sich nochmal so richtig schön in die Fluten zu stürzen, ein sehr kalorienraubendes Unterfangen bei dem Seegang. An den Wellen hätten sicherlich auch Surfer ihren Spass gehabt!
Mittlerweile war auch der Wind total abgeflaut, so dass wir den Abend noch mit einem Gläschen Wein (oder wie heissen diese 1-Liter-Dinger) am Strand verbringen konnten.

Tages-KM: 0
Gesamt-KM: 2733
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 14 €

Freitag, den 04.10.2013
Trotz der unglaublichen Gastfreundschaft, die uns hier entgegen gebracht wurde, mussten wir wohl oder übel so langsam wieder aufbrechen, schließlich hatten wir für Montag Nacht die Fähre gebucht, die -wie der aufmerksame Leser sicher bemerkt hat- wir auf GAR KEINEN FALL verpassen wollten. Also ging es wieder zurück in Richtung Parga. Wir wussten zwar, dass der CP hier bereits geschlossen hatte, aber da wir so viel Gutes über den Ort gelesen hatten, dachten wir uns, irgendwo werden wir da schon übernachten können. Pustekuchen, der Ort ist touristisch so erschlossen, dass es bis auf den offiziellen CP keine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Nun gut, wer uns mit dem WoMo nicht duldet, verdient auch nix an uns, also fuhren wir enttäuscht weiter bis nach Plataria in der Nähe Igoumenitsas, wo der Fährhafen liegt. Wir quartierten uns auf dem wirklich richtig schönen CP "Nautilos" ein, auf dem wir -Ihr dürft raten- bis auf zwei weitere Gastpaare für uns alleine waren.

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So kann man´s aushalten!

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Lädt das nicht zum Baden ein?

Wir bezogen natürlich wieder direkt einen Platz am Wasser - eine traumhafte Aussicht auf die schöne Bucht war garantiert. Und das alles noch bei bestem Wetter und Tagestemperaturen deutlich über 20 Grad, Herz, was willst Du mehr?

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Boah ey...!

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noch mehr Boah...

Na klar, zu unserem Glück fehlten uns jetzt noch Hunde, die nicht allzu lange auf sich warten ließen. Biggi´s Namenskreativität war wieder gefragt, und nach kurzer Zeit hieß der hübsche schwarze Rüde "Flopsi" und die schöne braune Hundedame, wie könnte es anders sein, "Mrs. Browny". Na, ob das so politisch korrekt ist...

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Mrs. Browny


Auch die diversen Katzen erhielten Namen, an die wir uns aber nicht mehr erinnern können - bis auf einen, den wir hier aber nicht nennen möchten, denn diese Katze erhielt ihren Namen, nachdem sie mir bei der Futterausgabe mit ausgefahrenen Krallen ordentlich eine getachelt hatte.
Die Sanitäranlagen des CP waren auch schon fast unheimlich sauber, an dem ganzen Platz und dem dazugehörigen Strand lag nicht ein Fitzelchen Müll, wirklich empfehlenswert. Und mal wieder hatten uns superfreundliche Angestellte bzw. Besitzer empfangen.

Tages-KM: 55
Gesamt-KM: 2788
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 20 €

Samstag, den 05.10.2013
Am nächsten Morgen offenbarte sich uns ein kleines Problem: in der Bargeldkasse herrschte ziemliche Ebbe, die Kohle hätte noch nicht mal mehr zum Bezahlen des CP gereicht. Leider wurden auf dem CP keinerlei Karten akzeptiert. Da wir eh dringend auch Brot benötigten, machten wir uns zu Fuß in das Nachbardorf Plataria auf. Begleitet wurden wir dabei erstaunlicherweise von Mrs. Browny, die ganze Zeit wich sie nicht von unserer Seite, bis auf einen kleinen Zwischenfall im Dorfeingang: dort niedergelassene Streuner mussten unbedingt ihr Revier verteidigen, bis auf ein ziemlich heftiges Gekläffe lief das aber glimpflich ab, Mrs. Browny ordnete sich direkt unter. Wenn das bei zwischenmenschlichen Querelen doch auch immer so einfach ginge!
Eine Bäckerei war auch schnell gefunden, auf der Suche nach einem Geldautomaten flanierten wir noch durch das nett anzuschauende Dorf. Leider erfuhren wir dann an einem Kiosk, dass es dort überhaupt keine Bank oder einen Geldautomaten gibt! Der Nächste wäre in Igoumenitsa...
Naja, wir hatten sowieso bei einer genaueren Überprüfung unseres Fährtickets eine kleine Unstimmigkeit, nämlich einen Buchstabendreher beim Kennzeichen, festgestellt. Also würde sich eine kleine Fahrt nach Igoumenitsa doppelt lohnen, diese planten wir dann für den morgigen Sonntag.
Auf dem Rückweg zum CP wollten wir uns noch einen "offiziellen inoffiziellen" Stellplatz in Plataria anschauen, den wir zwar im Internet gefunden haben, vor Ort aber leider nicht - wenn es ihn gegeben hätte, wäre dieser eh in einer recht unattraktiven Lage im Hafen gelegen gewesen. Also nix verpasst ;-)
Unsere treue Begleiterin Mrs. Browny trabte immer brav neben uns her, dafür lag sie dann hinterher die ganze Zeit faul in unserer Nähe, solche langen Spaziergänge war sie wohl nicht gewohnt. Lediglich als es was zu Futtern gab, erhob sie sich träge und nahm gnädig ihr wohlverdienstes Fresschen ein.

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Satt, müde und zufrieden

Mittlerweile war schon wieder ein Pärchen vom CP abgereist, so dass nur noch zwei WoMos den großen Platz mehr oder weniger belebten. Zwei Angestellte des Platzes holten derweil schon mal die Begrenzung des vermutlich in der Saison bewachten Badebereiches im Meer ein, alles stellte sich so langsam auf das Ende des Tourismus für dieses Jahr ein. In dieser spätsommerlichen Ruhe kurbelten wir bei immer noch bestem kurze-Hosen-und-T-Shirt-Wetter den Grill an, welcher dann fortwährend mit Argusaugen von "unseren" Hunden bewacht wurde, die wiederum mit Argusaugen von uns bewacht wurden - hätten wir das nicht getan, hätte es wohl nur Brot und Salat zum Abendessen für uns gegeben. Mrs. Browny zeigte sich übrigens sehr wählerisch, was ihre Futterauswahl anging, sie fraß nur Fleisch oder ihre offenbare Lieblingsspeise, Baguette mit Kräuterbutter. Das Gemüse blieb immer liegen, und so erfand ich kluges Kerlchen den "Paprikatrick": ein gebuttertes Baguettestück, um das ich einen Paprika-Ring wickelte. Der Hund soll ja schließlich gesund leben. Hat echt super funktioniert, sie schnappte sich das leckere Potpourri, kaute - und spuckte den Paprika-Ring unversehrt wieder aus. Der Spott meiner Süssen war mir sicher.

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Dieses Natur-Phänomen nennt man übrigens "Sonnenuntergang"

Tages-KM: 0
Gesamt-KM: 2788
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 20 €

Sonntag, den 06.10.2013
Auch wenn´s langsam langweilig wird: schon wieder super Wetter, über 20 Grad, Sonne pur. Kaum die WoMo-Tür geöffnet, wedelten uns schon unsere liebgewonnenen Hundies erwartungsvoll an, es war ja schließlich Frühstückszeit. So langsam gingen auch unsere eigenen Vorräte zu Ende, wir hatten ja nicht mit so hungrigen Gästen gerechnet. Das nächste Mal in Griechenland ist auf jeden Fall reichlich Hundefutter an Bord. Gott sei Dank mögen die keinen Wein oder Bier...
Kurz nach dem Kaffee machten wir uns dann mit dem WoMo auf nach Igoumenitsa, um Bargeld zu holen und den Fehler im Fährticket beheben zu lassen. Navi sei Dank waren auch schnell ein paar Banken in der Nähe des Reisebüros ausgemacht, die Parkplatzsuche gestaltete sich auf Grund der "Egal-Einstellung" der Griechen sowieso sehr einfach. Geld war schnell abgehoben, das Reisebüro hatte zwar offiziell geöffnet, nur leider war die Tür trotzdem verschlossen und kein Angestellter in Sicht. Naja, das ist dann halt er Nachteil des griechischen laissez-faire. Also wurde diese Aktion dann auf den Abreisetag verschoben.
Da mir noch eingefallen war, dass ich Weichei ja ein echtes Problem mit Schiffen in Kombination mit starkem Seegang habe, wollte ich mir dann noch ein Mittelchen gegen Reisekrankheit besorgen, nur dummerweise hatten auch alle Apotheken geschlossen - aber es war ja auch Sonntag...
Hauptsache wir hatten jetzt wieder genug Geld, damit wir bei der Abreise den CP bezahlen konnten.
An selbigem wieder angekommen erwartete uns schon wieder freudestrahlend Mrs. Browny, und spätestens an dieser Stelle wurde uns bewußt, dass wir ein echtes Problem damit haben würden, sie hinterher zurück zu lassen.

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Tätschel

Das letzte neben uns auf dem Platz verbliebene Pärchen machte sich nun auch abreisefertig, wir kamen nochmal ins Gespräch mit ihnen, dabei stellten wir fest, dass sie für unsere Mrs. Browny ebenfalls einen Namen hatten: Browny! Na so ein Zufall. Die beiden waren wesentlich besser gerüstet für die Hundeversorgung als wir, und freundlicherweise überließen sie uns großzügig die Reste des Futters, welches wir dankend annahmen. So war auch für den letzen Tag die Verköstigung für Flopsi und Mrs. Browny sichergestellt.
Irgendwie muss Griechenland wohl auch mitbekommen haben, dass wir am nächsten Tag abreisen mussten, so zog sich der Himmel abends zu und es fing leicht an zu regnen. Dabei fiel dann auch seit Langem das Thermometer unter die 20-Grad-Grenze, wir verbrachten den Abend unter der ausgerollten Markise in langen Klamotten, ein wirklich ungewöhnliches Gefühl mittlerweile, so viel Stoff auf der Haut zu haben.


Tages-KM: 28
Gesamt-KM: 2816
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 20 €

Montag, den 07.10.2013
Der letzte Urlaubstag in Griechenland war leider angebrochen. Erstaunlich, wie schnell die Zeit bisher vergangen war. Aber das Land machte uns den Aufbruch leicht, es regnete immer noch, der Himmer war grau in grau. Also haben wir nach einem Frühstückskaffee unter der Markise die "lästigen" Arbeiten wie Ver-Entsorgung, Morgentoilette und Zusammenräumen hinter uns gebracht. Nach dem Bezahlen der Übernachtungskosten war dann der Zeitpunkt gekommen, vor dem wir uns beide schon gefürchtet hatten: Abschied von Mrs. Browny und Flopsi nehmen. Zum Glück war im Laufe des vorherigen Abends noch ein Schweizer Pärchen mit Wohnwagen angekommen, welchem wir dann nach Rücksprache mit der Bitte um Fütterung die Reste des Hundefutters übergaben. Aber ganz ohne Tränen ging es dann doch nicht ab, Biggi kullerten diese die Wangen hinab, und ich hatte auch eine ganz zittrige Stimme... seit dieser Zeit hoffen wir ganz inbrünstig, dass es den beiden gut geht und haben ein schlechtes Gewissen, sie nicht mitgenommen zu haben :-(
Jetzt hieß es aber erstmal, noch ein paar Einkäufe zu tätigen, dann wollten wir ja noch zum Reisebüro wegen dem fehlerhaften Ticket und nicht zuletzt benötigte ich ja noch ein Mittel gegen Reiseübelkeit. Also auf nach Igoumenitsa. Im Reisebüro erhielten wir dann die Auskunft, das wäre total egal wegen dem falschen Kennzeichen, naja, ich denke mal, wir Deutschen sind da wohl doch etwas zu ordnungsbewusst. Das Einkaufen war dann auch schnell erledigt, und in der Apotheke erhielt ich auch ein Mittelchen gegen die Kotzerei. Erstaunlicherweise sind Medikamente in Griechenland sehr preisgünstig, für eine vergleichbare Arznei hätte ich in Deutschland MINDESTENS das fünffache bezahlt!
Da wir gerade mal kurz nach Mittag hatten, die Fähre aber um Mitternacht gehen sollte, stellten wir uns erstmal auf einen wirklich schönen Parkplatz direkt am Meer ein paar Kilometer vor Igoumenitsa, futterten noch etwas und gammelten rum.

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Letzter Stellplatz in Griechenland, nahe Igoumenitsa

Abends machten wir uns dann auf zum Fährhafen, checkten bei Minoan Lines ein und stellten uns auf den großzügig bemessenen Parkplatz vor dem Hafen. Und kurz danach bekamen wir dann mal wieder Besuch von einem auch richtig süßen Hund, dem wir dann eine ordentliche Portion Hühnergeschnetzeltes spendierten. Er hatte kaum mal drei Bissen davon genommen, als ein wesentlich größerer Hund aus dem Nichts angeschossen kam und seine Reviermacht mit einem kurzen, aber lauten Kampf demonstrierte - uns rutschte echt das Herz in die Hose, aber es ging glimpflich aus. Der Kleinere trollte sich, glücklicherweise hatte er schon die Happen mit dem meisten Fleisch verdrückt. Der große Hund fraß im Rekordtempo alles auf und zerbiss kurzerhand die Plastikdose, in der wir serviert hatten, um die letzen Reste auch noch ausschlecken zu können. Also wenn unsereins sich so im Restaurant benehmen würde, ts ts...
Gegen 22 Uhr rollten wir dann an den Pier, von dem unsere Fähre gehen sollte. Diese kam dann leider mit ordentlicher Verspätung, und das Einschiffen gestaltete sich mittels total unfähiger, unkoordinierter und rumschreiender Einweiser dann auch noch mehr als langwierig, fast hätte ich dem Typen eine geklatscht. Also ehrlich, wir haben ja schon viel erlebt mit Fähren - das war ungefähr unsere 20. Überfahrt - aber so ein Chaos haben wir noch nie erlebt.
Leider hatten wir für die Überfahrt kein Camping an Bord bekommen, also bezogen wir unsere Kabine. Die sah auf den ersten Blick eigentlich ganz okay aus, aber bei näherer Inspektion stellten wir zerrissene Bettlaken, Scham- und sonstige Haare auf der Bettwäsche und Dreck auf dem Boden fest. Naja, sollte ja nur für zwei Übernachtungen sein, also noch schnell so gut es ging sauber gemacht und mit der Situation arrangiert. Immerhin hatten wir ein eigenes Bad mit Toilette, Waschbecken und Dusche.

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Das zerfetzte Bettlaken kann man leider nicht gut erkennen

Tages-KM: 20
Gesamt-KM: 2836
Maut-Kosten: 0 €
Fährkosten: 319 €
Übernachtungskosten: 0 €

Dienstag, den 08.10.2013
Die Fähre fuhr dann mit über einstündiger Verspätung endlich ab, das Gebrumme, die Vibrationen und das Geschaukel ermöglichten nur eine bedingt gute Nachtruhe. Unser beider Gedanke: hoffentlich geht die Zeit schnell rum!
Am nächsten morgen wurden wir beide dann schon gegen sechs Uhr patschnass geschwitzt wach, da es aus einem unerfindlichen Grund in der Kabine mega heiß geworden war. Die Kabine war zwar klimatisiert, leider gab es keine Möglichkeit, die Temperatur irgendwo einzustellen...! Na, das konnte ja noch heiter werden.
Irgendwie haben wir den Tag dann an Deck mit Lesen, Quatschen und der Beobachtung der anderen Reisenden verbracht. In weiser Voraussicht hatten wir uns ein paar Alkoholika während des Stopps in Ancona aus dem WoMo geholt (die Getränke auf der Fähre waren UNVERSCHÄMT teuer!), also beschlossen wir gegen 19 Uhr abends, es wäre an der Zeit, sich ein wenig zu betäuben. Nachdem ich dann ein paar leckere Bierdosen inhaliert hatte, stellten wir fest, dass sich das Deck erstaunlich früh leerte, das machte uns stutzig. Unsere Information war, dass die Fähre um 14 Uhr am nächsten Tag in Triest einlaufen sollte - warum gingen die alle so früh ins Bett? In unserer Nähe befand sich eine größere Gruppe gut gelaunter Österreicher, die dem gleichen Zeitvertreib fröhnten wie wir. Auf eine vorsichtige Nachfrage, wann die Fähre denn nun ankommen würde, erhielten wir die Antwort: wegen der Verspätung wohl um drei Uhr - MORGENS, nicht nachmittags! Unsere Fehlinformation sorgte bei der Reisegruppe für allgemeine Heiterkeit: "Um 14 Uhr seit´s Ihr scho wieder in Griechenland!". Okay, also besser den Alkoholkonsum wieder einstellen ;-) den Österreichern war das egal, "irgendwie kummwa schon von der Fähre h´nunter"... also ab in die überhitzte Koje, wenigstens noch ein paar Stunden schlafen.

Tages-KM: 0
Gesamt-KM: 2836
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Mittwoch, den 09.10.2013
Hätten wir´s gewusst, wir hätten den Wecker nicht gestellt: um ca. 1 Uhr nachts bollerte es an unsere Kabinentür "Kalimeeeeera, blablabla" - und plötzlich stand da ein Angestellter der Fährgesellschaft in unserer eigentlich VERSCHLOSSENEN Kabine und faselte irgendwas von Triest! Na, Sitten sind das...
Aber wir waren ja eigentlich froh, dass die sowieso schon sehr lange Überfahrt etwa 12 Stunden weniger dauerte als angenommen. Also schnell alle Sachen zusammengerafft (das Bettenmachen hatten wir uns als Dankeschön für die "saubere" Kabine mal gespart). Wir wollten eigentlich direkt zum WoMo, aber die Garagen waren noch verschlossen - wie wir dann erkennen mussten, dauerte es noch fast ZWEI STUNDEN (!), bis wir anlegten, die meiste Zeit davon haben wir noch auf Deck verbracht. Dort saßen dann auch die Österreicher, komischerweise waren sie viel leiser als am Abend zuvor und sahen auch irgendwie zerknittert aus.
Zum Glück stand unser WoMo relativ weit vorne in der Garage, so dass wir mit den Ersten die Fähre verließen. Das war auch gut so, denn in Triest wurde jedes einzelne Fahrzeug noch von der italienischen Hafenpolizei kontrolliert, man vermutete illegal Eingereiste. Hätten wir ganz hinten gestanden, hätte uns das sicherlich nochmal zwei Stunden gekostet. So aber waren wir dann ruckzuck auf der Autobahn in Richtung Slowenien.
An der Grenze die leider etwas überteuerte 7-Tages-Vignette erstanden, und dann ging es durch dichten Nebel im Dunkeln weiter Richtung Ptuj, unserer nächsten auf der Rück- und einer der ersten Stationen auf der Hinreise, wo wir noch die Pflicht hatten, das Haus meines Bruder für die Überwinterung vorzubereiten. Da wir dort dann morgens vor sechs Uhr ankamen, holten wir erstmal ein paar Stunden Schlaf in unserem gemütlichen WoMo nach, ach wie viel gemütlicher war das als diese besch... Kabine!
Uiii, so kühle Temperaturen waren wir nicht mehr gewohnt: als wir gegen 10 Uhr aus dem WoMo krabbelten, waren es grade mal an die zehn Grad. Allerdings war uns Petrus immer noch wohlgesonnen, die Sonne schien, der Himmel war nahezu unbewölkt, so dass wir den Frühstückskaffee dann auch schön auf der Veranda genießen konnten. Die Temperaturen stiegen im Laufe das Tages auf versöhnliche nahezu 20 Grad. Grund genug für uns, den notwendigen Einkauf so schnell wie möglich zu erledigen, wir hatten richtig Lust auf eine Radtour. Man stelle sich das mal vor: die Räder haben wir das letzte Mal auf dem Hinweg in Slowenien vom Träger heruntergenommen und jetzt auch wieder das erste Mal zurück in Slowenien! Hat sich also richtig gelohnt, die Dinger tausende von Kilometern mitzuschleppen... also radelten wir durch die schöne Landschaft einfach so drauflos, bis der Hintern sich wieder bemerkbar machte.
Abends saßen wir noch bis kurz nach dem Sonnenuntergang draußen, bei einbrechender Dunkelheit zwang uns dann die rapide sinkende Temperatur ins Warme - unverkennbar, der Herbst war gekommen...

Tages-KM: 255
Gesamt-KM: 3091
Maut-Kosten: 15 € (Vignette SLO)
Übernachtungskosten: 0 €

Donnerstag, den 10.10.2013
Leider war es heute schon etwas bewölkter, was uns aber nicht davon abhielt, noch eine ausgiebige Radtour zu machen. Für unseren Geschmack waren wir in diesem Urlaub eh viel zu wenig geradelt. Also beschlossen wir, eine schöne Rundtour nach Ptuj zu machen, was sich dann auch als hervorragende Idee herausstellte - die Sonne kam wieder heraus, so wurde es dann auch noch schön warm. Wir besuchten dann auch noch die sehr gut erhaltene Burg von Ptuj und genehmigten uns im Freiluft-Café desselben ein paar kühle Getränke. Ein herrlicher Tag! Und der wurde noch schöner, als wir spontan ein Schuhgeschäft besuchten - ich brauchte dringend ein paar feste Winterschuhe, ZUFÄLLIGERWEISE hat Biggi dann auch noch zwei Paar für sich gefunden - und da sie sich nicht entscheiden konnte, wurden halt einfach beide gekauft... so langsam brauchen wir wirklich dringend ein größeres WoMo.
Auch an diesem Abend wurde so lange es ging noch draußen gesessen - uns war klar, dass dies eine der letzten Gelegenheiten dieses Jahr sein sollte.

Tages-KM: 0
Fahrrad-KM: 40
Gesamt-KM: 3091
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Freitag, den 11.10.2013
Da wir irgendwann ja leider auch wieder nach Hause mussten, stand an dem heutigen Tag alles im Zeichen des morgigen Aufbruchs - also WoMo wieder reisefertig beladen, und das Haus schon mal so langsam winterfest machen. Da wir auch noch reichlich Mitbringsel für Familie und Freunde gesammelt hatten sowie noch diverse Gaben meiner Verwandten verstauen mussten, wurde das eine richtig ätzende Packerei - wir wollten ja nicht, dass während der Fahrt irgendwelche Sachen durchs WoMo kullern. Biggis Schuhe mussten ja auch noch passen ;-) Letztendlich war dann aber so gut wie alles erledigt, so dass wir noch einen letzten schönen Nachmittag und Abend in Ruhe verbringen konnten.

Tages-KM: 0
Gesamt-KM: 3091
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Samstag, den 12.10.2013
Nach dem Käffchen in Ruhe noch ein paar Brote für die erste Etappe unserer Rücktour gemacht, die letzten Plörren ins WoMo geschleppt, das Wasser im Haus abgelassen, alles verriegelt und verrammelt und los ging es dann in Richtung Österreich. Da die Vignette für Slowenien ja auch noch gültig war, war die Autobahn das Mittel der Wahl. Vor der Grenze zu Österreich mussten wir dann nochmal für´s "Pickerl" bluten, und pünktlich nach dem Erreichen derselben fing es dann auch an zu regnen. Insgesamt hatten wir damit aber noch richtig Glück, denn am Vortag hatte in Österreich ein heftiger Schneefall eingesetzt, der sämtlichen Verkehr zum Erliegen gebracht hatte, sogar die Schulen waren geschlossen. Der Schnee war aufgrund der gestiegenen Temperaturen aber wieder vollständig weggetaut, die Straßen somit frei und ohne nennenswerten Verkehr. Das ermöglichte uns ein schnelles Fortkommen, so dass wir um kurz nach 20 Uhr unseren letzten Übernachtungsplatz ansteuerten: den offiziellen Wohnmobilstellplatz "An der Taubermündung" in Wertheim, wo man für 6€ ganz passabel über Nacht stehen konnte. Da es mittleweile schon zappenduster und saukalt war, der Regen eingesetzt hatte und wir schon ziemlich kaputt von der heute gefahrenen Strecke waren, wurden wir an dem Abend auch nicht mehr sehr alt...

Tages-KM: 741
Gesamt-KM: 3832
Maut-Kosten Vignette: 8,30€
Maut-Kosten Bosruck-Tunnel: 4,50€
Maut-Kosten Gleinalm-Tunnel: 8,00€
Übernachtungskosten: 6,00€

Sonntag, den 13.10.2013
Ja war es denn möglich, war heute wirklich schon der letzte Urlaubstag angebrochen? Irgendwer muss da doch an der Uhr gedreht haben. Nochmal ein prüfender Blick in den Kalender, nein, aus, Ende und vorbei - wir mussten nach Hause. Also machten wir uns etwas schwermütig auf den Weg, um die letzten knapp 300km Fahrt hinter uns zu bringen, die dann auch mit Fahrerwechsel gefühlt ziemlich schnell abgespult wurden. Zu Hause empfing uns dann gnädigerweise ein sonniger, wenn auch kühler Tag - und irgendwie hatten wir auch gar keine richtige Lust, das WoMo auszuräumen, die drei Wochen waren mal wieder viel zu schnell vergangen.

Tages-KM: 297
Gesamt-KM: 4129
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Übernachtungskosten gesamt: 235,44 €
Mautkosten gesamt: 113,72 €
Fährkosten gesamt: 470,29 €

"Abschluss-Plädoyer" ;-)

Tja, was soll man dem noch hinzufügen - wer es tatsächlich geschafft hat, den ganzen Bericht bis hierher zu lesen: Herzlichen Glückwunsch! Wir hoffen, wir konnten Dich ein klein wenig "mitnehmen". Ja, der Bericht ist ziemlich lang geworden, wir hoffen jedoch, nicht langweilig. Wir hatten halt das Bedürfnis, die vielen kleinen Dinge, die uns im Urlaub erfreuten, ärgerten, nachdenklich und bisweilen sogar etwas traurig machten, mit Euch zu teilen. Schließlich schreiben wir ja keine Reiseführer sondern uns mehr oder weniger die Seele vom Leib, die Dinge sind alle aus unserer Sicht uns somit nicht wirklich objektiv geschildert. Sicher werden ein paar eine ganz andere Meinung zu verschiedenen Dingen haben...
Um nochmal auf die Reise an sich zurück zu kommen: die Idee, über den Landweg zu fahren, war diversen Tatsachen geschuldet. Zum Einen wollten wir uns auf das grässliche Roulette, das die Fährgesellschaften seit einigen Jahren mit uns Kunden spielen, nicht einlassen - damit meinen wir unter Anderem, dass z.B. gebuchte Überfahrten plötzlich ohne Vorankündigung gestrichen, die Preise durch absichtliche Verknappung der Kartelle nach oben getrieben werden - nein, auf so einen Ärger hatten wir keine Lust. Außerdem war da ja noch das Problem, dass das Haus meines Bruders noch winterfest gemacht werden musste, also war der Weg über Slowenien ein Muss. Allerdings auch nicht wirklich ein Muss - denn wir sind sehr gerne dort, auch Kroatien besuchen wir immer wieder sehr gerne. Das war auch der Grund, warum wir nicht über den Autoput, sondern an der Küste entlang gefahren sind. Die beiden Wege geben sich, was die zu fahrenden Kilometer angeht, übrigens so gut wie gar nichts, der Weg an der Küste ist sogar ein bisserl kürzer. Und letztendlich war da noch die Neugier auf die Länder, die wir bisher noch nie bereist hatten.

Dass die Alternative des Landwegs teurer und eventuell etwas mühsamer sein könnte, nahmen wir in Kauf. Wir mussten allerdings auch die Erfahrung machen, dass der Weg durch Montenegro und Albanien für uns wesentlich beschwerlicher war als gedacht - jaja, nennt uns ruhig Weicheier ;-) Ich bewundere unverhohlen diejenigen, die solche Strapazen einfach wegstecken, das echte Abenteuer auf Routen weit abseits der (für uns gefühlten) Zivilisation machen. Nun, für uns war es aber trotz alledem noch ein klein wenig Abenteuer, vermutlich eines der letzten in Europa, und wir sind froh, es durchgezogen zu haben. Was uns wirklich sehr betroffen gemacht hat, war die offensichtliche Armut, speziell in Albanien. Ich denke, für die meisten dort müssen wir unvorstellbar reich sein, das hat uns echt ein schlechtes Gewissen bereitet. Insofern haben uns auch die Gaben an die Bettelkinder das Gewissen zumindest ein bischen erleichtert, aber das war sicher nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Eine nicht ganz so schöne Erfahrung waren auch die vielen streunenden Hunde in Griechenland, da weiss man irgendwie gar nicht, wo man anfangen soll zu helfen. Wobei uns viele ach so gut behütete Hunde in Deutschland genauso leid tun, wenn von Ihren Herrchen eine ganz falsch verstandene Tierliebe ausgeht.

Wer den Bericht tatsächlich durchgelesen hat, dem wird nicht entgangen sein, dass wir auf dem Rückweg nach Slowenien dann doch die Fähre genommen hatten - ja, vielleicht war es doch ein wenig zu viel Abenteuer für uns Zartbesaitete ;-) Nein, im Ernst, die viele Fahrerei auf dem Hinweg ging uns doch ganz schön in die Knochen, und die teilweise schrecklichen Zustände der Straßen haben auch Spuren an unserem WoMo hinterlassen, trotz extrem vorsichtiger Fahrweise. Mit den etwas chaotischen Fahrkünsten der Einheimischen konnte man sich mit der entsprechenden Vorwarnung auch arrangieren. Eine Sache ist defintiv ganz klar: nach Griechenland wollen wir auf jeden Fall wieder, nur wird das nächste Mal vermutlich doch das Fähr-Kartell an uns verdienen - aber nur mit Camping an Bord! Auf Schamhaar-verzierte, überheizte und laute Kabinen können wir sehr gut verzichten...

Es grüßen Euch herzlichst
Biggi und Robert

Auf wiedersehen, pfiat´s Eich, nasvidanje, dovidenja, zbogum, lamtumirë, antío, arrivederci

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Impressionen

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Di 26. Nov 2013, 15:14


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2013-11-26T15:06:19+01:00 2013-11-26T15:06:19+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=326037#p326037 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
so wie Du es beschrieben hast und den Bildern nach zu urteilen, sind wir die gleiche Strecke gefahren.

Habe mich der Fahrweise der Albaner angepaßt, Löchern über die Gegenfahrbahn ausweichen, plötzlich abrupt abbremsen wenn man ein Loch übersehen hat usw. :lach1

Natürlich knallt es auch mal ganz heftig wenn man nicht rechtzeitig ausgewichen ist oder ein Ausweichen unmöglich war, sowas muß ein Fahrzeug abkönnen ;)
Unser hat die Tour aber gut überstanden.

Statistik: Verfasst von kmfrank — Di 26. Nov 2013, 15:06


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2013-11-25T20:10:05+01:00 2013-11-25T20:10:05+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325939#p325939 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Die Albanien Durchquerung haben wir nicht so schlimm empfunden wie Ihr. Angebettelt wurden wir auch nicht, die Albaner haben sicher erkannt, das bei uns nichts zu holen ist :lach1

Wenn es paßt, fahren wie die Strecke durch Albanien auch wieder zurück. Die Route über den Autoput ist eindeutig besser zu fahren. Ist halt eine Frage wo man in GR hin möchte.
Hallo Frank,

an dieser Stelle möchte ich gerne an das berühmte "Fazit" am Ende unseres Berichtes verweisen (der Rest wird morgen oder so eingestellt, heute schaff ich das nicht mehr) - ich denke mal, dass wir da einfach etwas zu zart besaitet sind ;) Seid Ihr denn auch über diese Buckelpiste gefahren? Unser Stoßdämpfer vorne links macht seitdem komische Geräusche...

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Mo 25. Nov 2013, 20:10


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2013-11-25T20:05:09+01:00 2013-11-25T20:05:09+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325937#p325937 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Gott sei Dank kennt unser den Navi den Ort Ano .... Dann können wir Evangelos netten Schwager Christos besuchen. Wir kennen ihn ja auch nicht. :lach1
Nee, keine Sorge.
Ich glaube, Ihr könntet jetzt auch sagen: wir sind Freunde von Biggi und Robert - und Christos würde Euch genauso einladen und mit Leckereien verwöhnen :D
Schön, dass Ihr auch schon ähnliche Erfahrungen machen konntet! Einfach unvergesslich, sowas, gibt dem Ganzen eine besondere Note.

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Mo 25. Nov 2013, 20:05


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2013-11-25T17:37:09+01:00 2013-11-25T17:37:09+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325874#p325874 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Einfach toll.
Wunderbare Bilder und sehr gut beschrieben, bitte mehr davon !!!! :merci

Kann deine Fortsetzung kaum erwarten.

Grüße

Statistik: Verfasst von Rumtreiber — Mo 25. Nov 2013, 17:37


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2013-11-25T17:28:37+01:00 2013-11-25T17:28:37+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325873#p325873 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Danke für Deinen Bericht, schön geschrieben.

Die Albanien Durchquerung haben wir nicht so schlimm empfunden wie Ihr. Angebettelt wurden wir auch nicht, die Albaner haben sicher erkannt, das bei uns nichts zu holen ist :lach1

Wenn es paßt, fahren wie die Strecke durch Albanien auch wieder zurück. Die Route über den Autoput ist eindeutig besser zu fahren. Ist halt eine Frage wo man in GR hin möchte.

Statistik: Verfasst von kmfrank — Mo 25. Nov 2013, 17:28


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2013-11-25T12:13:38+01:00 2013-11-25T12:13:38+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325806#p325806 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Gott sei Dank kennt unser den Navi den Ort Ano .... Dann können wir Evangelos netten Schwager Christos besuchen. Wir kennen ihn ja auch nicht. :lach1
Nee, keine Sorge.
Aber im Ernst: So etwas Ähnliches haben wir in Kroatien - in den 1980ern, als es noch zu Gesamtjugoslawien gehörte - erlebt. Damals hatten wir Mühe, das gastfreundliche Dorf nach ein paar Tagen zu verlassen, vollgepackt mit Leckerchen.

Dein Bericht ist wirklich erfrischend. Vielen, vielen Dank! Nur fragen wir uns nun, nach dem zweiten Teil, ob wir uns die albanischen Hauptverkehrsstraßen nicht doch sparen sollen. :?
Wir lauern gespannt auf eine Fortsetzung.

Statistik: Verfasst von nelly — Mo 25. Nov 2013, 12:13


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2013-11-25T11:38:15+01:00 2013-11-25T11:38:15+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325804#p325804 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Danke Robert für diesen flott und informativ geschriebenen Bericht. Es hat mir große Freude gemacht, diesen zu lesen und ich warte nun ganz gespannt auf die nächste(n) Folge(n) - spätere Nachahmung nicht ausgeschlossen....!
Erhard (Tuppes)
Oh, da hat sich Dein Posting mit dem Absenden des 2. Teils überschnitten... na, auf jeden Fall viel Spaß beim Weiterlesen! :cool1 Teil drei folgt dann noch...

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Mo 25. Nov 2013, 11:38


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2013-11-25T10:07:46+01:00 2013-11-25T10:07:46+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325797#p325797 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Erhard (Tuppes)

Statistik: Verfasst von Tuppes — Mo 25. Nov 2013, 10:07


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2013-11-25T10:03:14+01:00 2013-11-25T10:03:14+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325796#p325796 <![CDATA[Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 2]]>
freuen uns wenn der Bericht gefällt - und wer Lust hat: weiter geht´s in die nächste Runde...

Samstag, den 28.09.2013
Nach dieser "ruhigen" Nacht wachten wir dann entsprechend erholt am nächsten Morgen bei bestem Wetter auf. Komischerweise waren in den zwei Duschen, die wir im Sanitärgebäude fanden, bis zur Decke Liegestühle gestapelt. Also duschten wir dann kurzerhand im WoMo, ver- und entsorgten noch und fanden hinterher dann doch noch eine Dusche, die nicht als Abstellkammer missbraucht wurde und auch astrein sauber war...
Nach kurzem Winken zum Abschied (sprechen konnten wir ja eh nicht miteinander) machten wir uns guter Dinge wieder auf den Weg. An die chaotische Fahrweise hatten wir uns schon ein wenig gewöhnt, nun wartete aber schon das nächste Highlight auf: die albanische Autobahn! Ja, so etwas gibt es dort auch. Zumindest per Definition, denn sie ist sowohl von der Bauweise her als auch von der Nutzung nicht mit anderen europäischen Autobahnen vergleichbar: ein schwarzes Teerband, von der Breite her etwa zweispurig, meist ohne jegliche Markierungen für Spuren, Seitenstreifen etc, selten mal mit Mittelleitplanke und so gut wie nie mit Leitplanke rechts versehen, mittendrin plötzlich regelrechte Wellen von Bodenverwerfungen, Schlaglöcher so groß und tief, dass ein ganzer LKW-Reifen problemlos hineinpasst. Und von dem Verhalten der Albaner auf ihrer Autobahn hatte ich schon einiges gelesen, aber wenn man das in der Realität erlebt, haut einen das erstmal schon aus den Socken. Erstmal wird die Bahn AUSNAHMSLOS von ALLEN Verkehrsteilnehmern genutzt: neben Autos auch von Fahrrädern, Esel- und Ochsenkarren, Traktoren, Mopeds, Fußgängern, nur Flugzeuge haben wir keine gesehen. Ungefähr alle ein bis zwei Kilometer Menschen, die die Autobahn einfach so überqueren. Autos halten einfach auf der Autobahn an und parken dort. Und das Beste: wenn einem auffahrenden Auto die Auffahrt auf der richtigen Seite zu weit entfernt ist, fährt er einfach als Geisterfahrer auf und kommt einem entgegen, immerhin schalten die meisten Falschfahrer dabei das Fernlicht ein. Und das ist wohlgemerkt keine seltene Ausnahme, das ist DIE REGEL.

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Qualitativ hochwertige Brücke...

Irgendwann war dann auch die Autobahn zu Ende, und die Strasse ging im weiteren Verlauf über in eine Art Schnellstrasse - und das vom Feinsten! Was uns aber echt betroffen machte, war die zunehmend sichtbare Armut um uns herum. Bettelkinder standen am Straßenrand und verkauften kleine Beutelchen mit matschigen Feigen und anderen Früchten - vielmehr gesagt sprangen sie uns mehrfach einfach vor das Auto. Sobald die Scheibe nur einen Spalt heruntergelassen wurde, waren gleichzeitig 10 Hände im WoMo, an welchem die Kinder dann regelrecht hingen. Da musste dann immer wieder die Kleingeldkassse herhalten... eine andere Variante war dann, dass Kinder, die am Strassenrand Maiskolben auf alten Tonnen brieten, einfach auf der Hauptstrasse einen großen Haufen Kies aufgeschüttet hatten, so dass man nicht umhin kam, anzuhalten. Eine ganz andere Art von zweckgebundener Autobahngebühr, die wir ehrlich gesagt gerne bezahlten.
Leider war der Traum von Schnellstrasse dann plötzlich zu Ende - ein nichtssagendes, einzelnes Baustellenschild warnte uns, und was danach kam, ist eigentlich unbeschreiblich... ich versuch´s trotzdem mal. Auf einer Länge von ca. 10km war der komplette Asphalt weggerissen, vor uns lag eine Art Schotterpiste - wäre an sich ja kein Problem, aber: die Piste bestand aus Geröll mit in erster Linie scharfkantigem grobem Steinbruch, Durchmesser der Brocken bis zu 15cm. Das ganze gepaart mit Lehmstaub, der durch Tankfahrzeuge mit Wasser regelmässig beregnet wurde, durch diesen Umstand war diese Pantsche bereits stark verfestigt - hart wie Beton. Eine Belastungsprobe für unser WoMo, der gesamte Aufbau hat Geräusche gemacht, als ob es ihn jeden Augenblick zerreissen würde. Und das trotz maximal 5 km/h!

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DAS ist die Hauptstraße!

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und nimmt kein Ende...

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typisches Überholmanöver auf Schnellstraßen

Spätestens nach dieser Tortur war für mich klar: der Rückweg geht definitiv nicht über Albanien, und wenn wir die ganze Adria hochschwimmen müssten.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir aber auch das überstanden. Der Rest des Weges bis Griechenland verlief dann wieder recht unspektakulär über die neue Schnellstrasse.
An der Grenze zu Griechenland haben wir dann noch mitbekommen, wie eine offenbar illegal eingereiste Gruppe Albaner wieder mit vorgehaltenen Maschinengewehren nach Albanien abgeschoben wurde...
Nichtsdestotrotz waren wir irgendwie heilfroh, in Griechenland angekommen zu sein - unser Gefühl sagte: Zivilisation, Du hast uns wieder!
Nun hieß es, unser erstes Ziel dort zu erreichen, wir wollten meinen ehemaligen Arbeitskollegen in seinem Dorf besuchen, einen Griechen, der mit einer deutschen Frau verheiratet ist. Das Dorf, Ano Parakalamos, ist ca. 35km von der Grenze entfernt in den Bergen gelegen, also dachte ich mir: Einfach den Ortsnamen ins Navi eingeben und los. Pustekuchen, das Navi kannte leider nur "Parakalamos", und das ist nicht dasselbe, allerdings in der Nähe. Nun gut, in Parakalamos angekommen fragten wir einfach eine Frau, die aus ihrem Autofenster ein Pläuschchen mit einem dortigen Bewohner hielt: Evangelos soundso, Ano Parakalamos?" Sie guckte erst erstaunt, wusste aber direkt was ich meinte, und glücklicherweise sprach sie Englisch: "just follow the sign to Ano Parakalamos". Okay, das ist ja einfach. Also los - das erste Schild war dann auch in griechischer UND westeuropäischer Schreibweise gehalten, also erstmal kein Problem. Die darauf folgenden Schilder allerdings nicht - da waren wir dann aber froh, dass der Dorfname aus zwei Wörtern mit drei und elf Buchstaben besteht. Also an den Schildern einfach die Buchstaben gezählt - clever, gelle... nachdem wir dann einer Bergstrasse immer weiter gefolgt sind, waren wir dann doch etwas unsicher. Aber wir hatten mal wieder Glück - dachten wir: da stand plötzlich ein Ziegenhirte, den konnten wir ja nochmal fragen. Nur dass der geschätzt knapp 80jährige Mann nur griechisch sprach - und aus irgend einem Grund eine doppelläufige Schrotflinte um die Schulter gehängt hatte, die immer wieder bedrohlich bei seiner sehr gestenreichen Sprache in meine Richtung baumelte. Ich dachte nur, hoffentlich ist das blöde Ding nicht geladen. Und wieder Glück: plötzlich hielt ein PKW, der Fahrer verständigte sich kurz mit dem Hirten und zeigte uns, wir sollen ihm folgen. Das taten wir auch, und drei Kurven später waren wir im Dort, dessen Dorfplatz ich von Fotografien sofort erkannte. Dort saßen dann, wie im Bilderbuch, vier alte Männer auf einer Bank und unterhielten sich. Unser Eintreffen sorgte im ganzen Dorf aber offensichtlich sehr für Aufregung, und als ich den Namen meines Kollegen erwähnte, pfiff einer der Männer auf zwei Fingern. Aus dem Nichts erschien dann plötzlich aus den Bergen ein weiterer Ziegenhirte, wie sich herausstellte, der Schwager meines Kollegen - und der sprach auch noch (als Einziger) deutsch! Christos, so heisst er, erklärte uns dann, dass mein Kollege ausgerechnet heute und den Tag darauf in Athen bei Verwandten sei. Aber kein Problem, Evangelos hatte allen erzählt dass wir kommen würden - und dann wurden wir Zeuge der unglaublichen griechischen Gastfreundlichkeit. Wir wurden direkt von Christos eingeladen, die Nacht bei ihm zu verbringen - Evangelos´ Freunde seien auch seine Freunde. Und auf unser mehrfaches Bedanken für seine Mühe reagierte er nur mit einem gelassenen "Machst Du ruhig...". Unser WoMo konnten wir auf seinem Grundstück abstellen, dann wurden wir erstmal mit Getränken versorgt, er briet uns frischen selbstgemachten Schafskäse, Pepperoni und andere Leckereien an, und wir haben den ganzen Abend auf seiner Terrasse gesessen, gegessen, getrunken und uns prächtig unterhalten. Ganz ehrlich: wir waren total gerührt. Der Mann hat uns noch nie im Leben gesehen und uns wie seine besten Freunde behandelt. Und das ganze in dieser unglaublichen Idylle, ein Traum! Besser kann man ein Land nicht kennenlernen. Die Nacht haben wir dann unter dem prächtigsten Sternenhimmel verbracht, den wir je gesehen haben.

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Idyllischer Übernachtungsplatz in den Bergen bei Christos

Tages-KM: 313
Gesamt-KM: 2284
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Sonntag, den 29.09.13
Der Morgen begann nach einer wirklich sehr ruhigen Nacht mit dem Krähen diverser Hähne, echte Frühaufsteher, diese Kollegen. Nun, wie wir gestern erfahren hatten, steht der Grieche an sich -zumindest in diesem Dorf- sowieso schon sehr früh auf. Also raus aus den Federn, Christos hatte bereits seine Ziegen gemolken, also gab´s erstmal frische Ziegenmilch, lecker! So gestärkt verließen wir dann das Dorf Ano Parakalamos wieder, natürlich mit dem Vorhaben, einen Tag später wieder zurück zu kommen, wenn Evangelos, mein Kollege, wieder da sein sollte. Christos liess es sich nicht nehmen, uns für den Weg dann noch einige frisch gelegte Eier seiner freilaufenden, extrem glücklich wirkenden Hühner sowie einen riesen Berg Weintrauben und ausreichend selbstgebrannten Schnaps mitzugeben.
Da wir ja dann nicht allzu weit fahren wollten, fuhren wir in Richtung Ioannina, einem schönen Städtchen an einem See gelegen. Auf dem Weg dorthin hatten wir das dringende Bedürfnis, erstmal den Dreck von Albanien vom WoMo zu waschen. Da wir eh tanken mussten, fragte ich den Tankwart, ob es eine Möglichkeit zum Waschen in der Nähe gebe - er zeigte auf eine Art Waschstation an der Tankstelle mit Schlauch, Bürste und Eimer. Auf meine Frage, was das denn kosten würde, gab er uns zu verstehen: nix! Okay, teuer ist das nicht - so langsam bekamen wir ein schlechtes Gewissen ob der Gastfreundlichkeit. So haben wir dann noch wenigstens zwei Euro Trinkgeld an den Tankwart abgedrückt, über die sich dieser aufrichtig freute.
In Ioannina angekommen suchten wir den CP Limnopula auf, direkt an dem See gelegen und keinen Kilometer vom Zentrum entfernt. Den Stellplatz durften wir uns natürlich aussuchen, neben uns war bisher nur ein einziges WoMo aus der Schweiz auf dem Platz.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, begaben wir uns zu Fuß in Richtung des Stadtzentrums, welches relativ einfach zu finden war - einfach am See entlang. Das Städtchen selber ist wirklich sehr sehenswert, umgeben von einer alten Stadtmauer bezirzen alte, kleine Häuschen mit sehr schönen Blumendekorationen den Flanierenden. Auch sind diverse Museen verfügbar, die Besichtigung derselben haben wir aber wegen des schönen Wetters einfach mal ausgelassen - Kultur schön und gut, aber man muss es ja nicht übertreiben ;-)
Den Abend verbrachten wir dann auf dem Campingplatz mit lecker Gegrilltem und -wie sollte es anders sein- griechischem Wein... klingt irgendwie nach Udo Jürgens, oder?

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Unser Stellplatz auf dem CP in Ioannina

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Postkartenidylle

Tages-KM: 57
Gesamt-KM: 2341
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: offiziell 24 €, frenudlich abgerundet auf 20 € !!!

Montag, den 30.09.2013

Meinen griechischen Kollegen kenne ich seit über 20 Jahren. Und schon damals, als ich ihn kennen lernte, habe ich ihm versprochen: irgendwann komme ich Dich besuchen! Da er am Vortag ja leider nicht in seinem Dorf war, war für uns klar, dass wir nochmal nach Ano Parakalamos fahren würden. Also flugs nochmal ver- und entsorgt, die Übernachtung bezahlt und los ging es. Allerdings hatten wir auf dem Plan, vorher noch an der berühmten Vikos-Schlucht halt zu machen: die tiefste Schlucht der Welt, über 900 Meter, tiefer als der Grand Canyon in den USA! GPS-Daten hatten wir nicht, also mussten wir nach Schildern fahren, was sich allerdings als problemlos erwies. Nach einigem Gekurve durch die Berge (jaaaa, macht Spass, auch mit dem WoMo, mit dem Mopped sicher noch viel mehr) kamen wir an dem romantischen Dorf an, welches in einer Sackgasse an der Schlucht liegt. Ein wirklich großzügiger Parkplatz ist vorhanden, die Anfahrt ist auch mit größeren Schiffen möglich.

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Hübsche Gassen in Dorf Monodendri bei der Vikos-Schlucht

Ab hier waren dann Turnschuhe angesagt (Wanderschuhe wären vielleicht geeigneter, haben wir aber nicht). Bis zur Schlucht ist es nicht weit, ca. einen Kilometer. Es gibt allerdings auf Wanderrouten um die Schlucht, die ein paar Stunden dauern. NATÜRLICH hätten wir das auch auf uns genommen, aber anziehende Gewitterwolken haben uns daran gehindert, so ein Ärger - manchmal hilft einem das Schicksal mit Ausreden ;-) Aber allein die Strecke, die wir gelaufen waren, war schon sehr eindrucksvoll.

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Uiiiii geht´s da tief runter

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Ohne Worte

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Die furchtlose Biggi knapp am Abgrund

Am WoMo angekommen setzte dann tatsächlich Starkregen ein. Also machten wir uns auf den Weg zu Evangelos, die GPS-Daten hatte ich am Vortag zum Glück schon im Navi gespeichert, so dass wir problemlos dort ankamen. Die Wiedersehensfreude war unglaublich, auch der Schwager kam sofort dazu. Mein Kollege hatte es sich nicht nehmen lassen, für uns leckeres Lammfleisch zu besorgen, welches in seinem offenen Kamin gegrillt wurde. Mittlerweile ging draußen das heftigste Gewitter herunter, was wir je erlebt hatten, im Sekundentakt krachten die Blitze ins Tal. Saugemütlich, so am Feuer zu sitzen, den Duft des Fleisches zu inhalieren (sowie ein paar wenig alkoholischen Getränken natürlich), über Gott und die Welt philosophieren - in diesem Moment war uns klar, warum die Griechen so viele Philosophen hervorgebracht haben ;-)

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Evangelos´ Haus

Tages-KM: 82
Gesamt-KM: 2423
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 0 €

Dienstag, den 01.10.2013
Nach einer durch die Dorfhunde gut bewachten Nacht, in der es auch noch ordentlich gewittert hatte, fuhren wir im Konvoi mit Evangelos nach Igoumenitsa, da dieser am Vorabend seine Connections zu einem griechischen Reisebüro spielen lassen hatte, um uns für den Rückweg eine günstige Fährüberfahrt nach Triest zu organisieren. Während der ganzen Fahrt Richtung Meer regnete es, aber je näher wir Richtung Küste kamen, desto mehr brach der Himmel auf und die Sonne kam raus.

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Kühe am Strand...?

Das im Hafenbereich gelegene Reisebüro war dank dem ortskundigen Kollegen schnell gefunden. In der quirligen Hafenpromenade war der Verkehr reichlich chaotisch, verwunderlicherweise lief aber alles ohne Zusammenstösse ab. Parken ist in Griechenland auch anders als bei uns: man stellt sein Auto einfach irgendwo ab, bestenfalls schaltet man noch den Warnblinker ein - erstaunlicherweise stört sich aber auch niemand daran, wenn man in zweiter oder dritter Reihe parkt... Die Formalitäten im Reisebüro waren schnell erledigt, und da Evangelos noch den Wunsch hatte, im Meer schwimmen zu gehen, fuhren wir zusammen in Richtung Sivota. Dort parkten wir und gingen an einen schönen, feinkieseligen Strand, an welchem Evangelos sich seinen Wunsch zu schwimmen erfüllte. Danach quatschten - nein, PHILOSOPHIERTEN wir noch ein wenig, bis dann mein Kollege die Heimreise antrat. Wir verabschiedeten und bedankten uns noch mal überschwenglich, nicht ohne das Versprechen, dass dies nicht der letzte Besuch gewesen sein sollte.
Da es mittlerweile wieder etwas zu regnen angefangen hatte, beschlossen wir, noch etwas weiter in Richtung Süden zu fahren. Das Ziel sollte die Insel Lefkada (Lefkas) sein, dort gibt es mehrere Campingplätze. Die Insel selber ist durch einen kurzen Tunnel mit dem Festland verbunden, für den wir dann noch 5 € Maut löhnen durften.
Die Straßen auf der Insel waren unter aller Kanone, so dass wir irgendwann einfach nur noch irgendwo übernachten wollten. Unsere Wahl fiel auf den CP "Desimi Beach". Die überaus freundlichen Besitzer organisierten uns einen schönen Stellplatz direkt am Meer - schon fast IM Meer, näher ging wirklich nicht. Beim Einparken dort holten sie sogar noch aus Holz gesägte Auffahrkeile und positionierten diese perfekt vor den Vorderrädern, da dort ein Gefälle Richtung Meer vorhanden war.
Nachdem wir nun schön gerade standen, kam auch wieder die Sonne heraus, und wir genossen den Abend unter dem wärmenden Planeten in Kombination mit frisch Gegrilltem und einem leckeren Fläschchen Wein.

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Näher am Wasser geht nicht...

Tages-KM: 238
Gesamt-KM: 2661
Maut-Kosten: 5 €
Übernachtungskosten: 19 €

Fortsetzung folgt...

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — Mo 25. Nov 2013, 10:03


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2013-11-25T06:57:25+01:00 2013-11-25T06:57:25+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325783#p325783 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Klasse Bericht :-)

So macht mir der Montagmorgen mal so richtig wieder Lust auf Tour zu gehen :-)

Danke, freue mich auf die Fortsetzung !!!

Gruß aus dem Norden ;-)

[ Post made via iPhone ] images/mobile/iPhone.png

Statistik: Verfasst von cmw — Mo 25. Nov 2013, 06:57


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2013-11-24T21:23:34+01:00 2013-11-24T21:23:34+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325759#p325759 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Statistik: Verfasst von jion — So 24. Nov 2013, 21:23


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2013-11-24T21:10:42+01:00 2013-11-24T21:10:42+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325757#p325757 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Tolle Bilder und ein informativer Bericht.
Irgendwie kommen immer mehr Bilder heraus
wie zuvor geplant...aber das ist natürlich super
für den Betrachter!
Gruss aus Kiel
Ralf

Statistik: Verfasst von schlado — So 24. Nov 2013, 21:10


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2013-11-24T19:53:01+01:00 2013-11-24T19:53:01+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325739#p325739 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Auch von mir Danke für die Bilder und den Tollen Reisebericht :dau3

Statistik: Verfasst von Biggi & Reinhard — So 24. Nov 2013, 19:53


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2013-11-24T18:39:46+01:00 2013-11-24T18:39:46+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325730#p325730 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> - sehr informativ
- sehr aufschlussreich
- sehr amüsant.
Super !! Gehts dann auch noch weiter?? DANKE für die Mühe und fürs Zeigen!!

[ Post made via iPad ] images/mobile/iPad.png

Statistik: Verfasst von Lira — So 24. Nov 2013, 18:39


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2013-11-24T18:31:07+01:00 2013-11-24T18:31:07+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325728#p325728 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
da hast Du einen sehr schönen Berich geschrieben, DANKE :good:

Freue mich schon auf die Fortsetzung :)

Statistik: Verfasst von kmfrank — So 24. Nov 2013, 18:31


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2013-11-24T16:54:29+01:00 2013-11-24T16:54:29+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325722#p325722 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Da wir auch sehr große Griechenlandfans sind, interessiert mich natürlich die Anfahrt über den Landweg, weil es denke ich mit drei Hunden wesentlich stressfreier ist, als eine Fährfahrt. Wobei ich ja eher an Ungarn, Serbien und Mazedonien gedacht habe.

Freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung deiner Reisebeschreibung.

LG Melanie

Statistik: Verfasst von CosmoShiva — So 24. Nov 2013, 16:54


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2013-11-24T16:16:56+01:00 2013-11-24T16:16:56+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325713#p325713 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>

Sehr kurzweilig und sehr lesenswert berichtet, weiter so.

Statistik: Verfasst von andalusa — So 24. Nov 2013, 16:16


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2013-11-24T16:14:09+01:00 2013-11-24T16:14:09+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325712#p325712 <![CDATA[Re: Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]> Entschuldige bitte, aber beim letzten Beitrag haben wir Tränen gelacht. Das hätte uns passiert sein können. Passabel? :lach1
Schreib bitte ganz schnell weiter!

Statistik: Verfasst von nelly — So 24. Nov 2013, 16:14


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2013-11-24T15:44:22+01:00 2013-11-24T15:44:22+01:00 https://mobile-freiheit.net/viewtopic.php?p=325705#p325705 <![CDATA[Griechenland 2013 auf dem Landweg Teil 1]]>
Griechenland 2013 auf dem Landweg

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Freitag, 20.09.2013
Tja, nun war es endlich so weit: die letzten Erledigungen im Büro wurden getätigt (sprich, die liegen gebliebenen Sachen an die Kollegen abgewälzt, die diese wiederum bis nach unserem Urlaubsende schön liegen lassen haben...), dann hieß es: Tschüss, bis in drei Wochen.
Da wir mit den Vorbereitungen für den Urlaub schon gut im Plan lagen, wurden nur noch ein paar Bütterchen für unterwegs gemacht, der letzte Krempel eingepackt, und los ging es. Unsere Route führte uns erstmal stupide über die A3 Richtung Süden. Erstaunlicherweise gab es diesmal nur ein bisschen zähfließenden Verkehr um Köln, dann eine stau- und stressfreie Weiterfahrt bis zu unserem ersten Übernachtungspunkt, dem Stellplatz bei Fritz Berger in Neumarkt in der Oberpfalz.

Tages-KM: 470
Gesamt-KM: 470
Maut-Kosten: 0,00€
Übernachtungskosten: 0,00€

Samstag, den 21.09.2013
Juhu, das erste Mal wieder im Wohnmobil aufwachen! Das Wetter spielte zwar noch nicht so richtig mit, aber wir wussten ja, dass wir bald eine ganze Ecke weiter südlich sein werden. Also ging es nach einem gemütlichen Frühstücks-Kaffee weiter auf die Reise in Richtung Österreich. Dort benutzten wir die mautpflichtige Autobahn, wir hatten ja noch einige Kilometer vor uns bis nach Griechenland. Da wir uns regelmäßig mit dem Fahren abgewechselt haben, vergingen die Kilometer fast wie im Flug, so dass wir dann am frühen Nachmittag in Slowenien ankamen. Dort wurden wir mit über 20 Grad und Sonne empfangen. Wir entschieden uns diesmal, auf die 15€ teure Autobahnvignette in Slowenien zu verzichten, benutzten von Graz aus kommend den Grenzübergang Mureck und fuhren über Lenart in Richtung Ptuj. Dort flugs noch ein paar Einkäufe getätigt, noch ein paar Kilometer bis zum Haus meines Bruders gefahren und die Entspannung konnte beginnen.

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Übernachtungsplatz in Slowenien

Tages-KM: 558
Gesamt-KM: 1028
Maut-Kosten Gleinalm-Tunnel: 8,00€
Maut-Kosten Bosruck-Tunnel: 4,50€
Maut-Kosten Vignette: 8,30€
Übernachtungskosten: 0,00€

Sonntag, den 22.09.2013
Der Sonntag empfing uns standesgemäß mit Sonnenschein, allerdings war es nachts deutlich abgekühlt - das Thermometer zeigte 7 Grad! Die Sonne hatte aber noch so viel Kraft, dass binnen zwei Stunden die Temperaturen wieder um die 20 Grad lagen. Hervorragende Voraussetzungen für eine Fahrradtour, befanden wir! Also nix wie los, die Räder waren schnell startbereit und wir erfreuten uns der ebenen, schönen Fahrradwege bzw. kaum befahrenen Nebenstraßen, bis sich dann nach einigen Stunden der Allerwerteste zu Wort meldete und seinen Anspruch auf eine weiche Sonnenliege geltend machte. Dieser Aufforderung kamen wir natürlich in Kombination mit Grillen nur allzu gerne nach...

Tages-KM Fahrrad: ca. 40
Gesamt-KM: 1028
Maut-Kosten: 0,00€
Übernachtungskosten: 0,00€

Montag, den 23.09.2013
Für heute war die Weiterfahrt in Richtung Kroatien geplant. Ein genaues Ziel hatten wir für diesen Tag nicht, also ging´s los nach dem Motto "so weit uns die Füße tragen" (oder doch eher die Reifen)... Da wir aber als eigentliches Reiseziel ja Griechenland avisiert hatten, war uns klar, dass wir doch noch ein ordentliches Stück Weg vor uns haben. Also beschlossen wir einen Kompromiss: wir nutzten in Kroatien die sehr gut ausgebaute und relativ kostengünstige Autobahn, um Kilometer zu machen. Kombiniert mit regelmäßigen Fahrerwechseln kamen wir dann nachmittags in Drage auf dem CP "Oaza Mira" (ruhige Oase) an, den wir uns aus dem ACSI-Führer rausgesucht hatten. Ja, seit der Caravan-Messe sind wir auch Besitzer der ACSI-Karte, und dies sollte nun ihr erster Einsatz sein. Wir wurden allerdings ein wenig enttäuscht: erstens war der Platz (Ende September!) noch brechend voll bis auf drei Plätze. Des Weiteren wurde die ursprünglich freundliche Dame an der Rezeption etwas pampig, als wir die ACSI-Karte vorlegten und dann noch mürrischer, als sie erfuhr, dass wir nur eine Nacht bleiben wollen. Und der Knaller war dann, dass sie -trotz ACSI-Karte- für eine Übernachtung 18€ plus 2€ für die Anmeldung bezahlen sollten! Laut ACSI dürfte der Platz in der Nebensaison max. 16€ plus ggfs. Kurtaxe kosten. Nein, wir sind nicht kniepig wegen den paar Euros, hier ging es uns darum, dass wir uns ganz klar über den Tisch gezogen fühlten. Hier kann man nachlesen, dass wir tatsächlich besch... wurden. Aber was soll´s, wir hatten auch keine Lust mehr weiter zu fahren, außerdem hat man ja Urlaub und ist entspannt, also haben wir akzeptiert. Nachdem wir uns dann eingerichtet hatten, fing plötzlich auch noch so richtig kalter Wind an zu blasen... na toll...
Egal, Alkohol soll ja bekanntlich von innen wärmen, außerdem kann man damit hervorragend den Ärger über die unfreundliche Rezeptionistin herunter spülen. Naja, gefroren hab ich trotzdem...

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Camping Oaza Mira

Tages-KM: 371
Gesamt-KM: 1399
Maut-Kosten: 284 Kuna / 37,59 €
Übernachtungskosten: 20,00 €

Dienstag, den 24.09.2013
Schon seit einigen Jahren schwirrte in uns der Gedanke, endlich mal die sonnenverwöhnte Insel "Hvar" zu besuchen. Heute war es endlich soweit! Nachdem wir alles zusammengerafft und in Windeseile diesen unfreundlichen Platz verlassen hatten, fuhren wir noch ein Stück die Autobahn in Richtung Süden weiter bis zum Fährhafen von Split. Dort angekommen wurden dann erst mal Tickets für die Überfahrt organisiert, nachdem wir auf Nachfrage, von wo denn die Fähre nach Stari Grad (Hvar) geht, durch einen etwas verunsichert wirkenden Security-Menschen mit dem WoMo in eine Warteschlange eingereiht wurden. Die Fährüberfahrt kostete einfach mit 2 Personen und WoMo 6,5m 809 Kuna (107,08 €). Die Wartezeit bis zur Abfahrt der Fähre verbrachten wir teils in der Sonne, teils im WoMo mit Schmökern. Zwischendurch versuchten wir aber vorsichtshalber nochmal zu erkunden, ob wir am richtigen Anleger stehen, diverse andere Reisende taten es uns nach, irgendwie herrschte eine allgemeine Verunsicherung. Das lag aber unter Anderem auch daran, dass wir von der Ticket-Verkäuferin eine andere Info als vom Einweiser erhalten haben - wem sollte man also trauen? Wir entschlossen uns für den Mehrheits-Entscheid: andere in unserer Schlange stehende wurden befragt, alle hatten dasselbe Reiseziel. Letztendlich hatten wir dann 100%ige Sicherheit, als die Fähre einlief und wir an Bord gewunken wurden.

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Warten auf die Fähre nach Hvar

Während der etwa zweistündigen Überfahrt genossen wir abwechselnd die Sonne und den Schatten auf Deck - die Haut war ja so viel Licht gar nicht mehr gewohnt, und ich wollte in meinem ersten Griechenland-Urlaub nicht als krebsroter Engländer durchgehen... Ansonsten verlief die Überfahrt eher unspektakulär, lediglich eine größere Gruppe Brasilianer (wie zum Teufel haben die sich ausgerechnet auf eine Fähre von Split nach Hvar verirrt?) schaffte es, die gesamte Fähre mit lautstarkem Klamauk zu unterhalten.
Auf Hvar angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen, zwei CPs standen zur Auswahl. Wir entschieden uns für den kleineren Platz "Mala Milna", auf dem so gut wie nichts los war. Leider waren die wenigen Plätze direkt am Wasser belegt, jedoch nach Rücksprache mit dem jungen Besitzer durften wir uns auf einen Bereich direkt am Meer stellen, der eigentlich als PKW-Parkplatz vorgesehen war. Es war zwar etwas beengt, aber für uns zwei vollkommen ausreichend - man musste nur beim Aussteigen aus dem WoMo aufpassen, ein Stolperer hätte unweigerlich einen Purzelbaum ins Wasser nach sich gezogen. Übrigens: der Preis des CP wurde etwas schlitzohrig erst nach einem Blick auf unser Kennzeichen festgelegt, Herkunft D = offenbar genug Kohle...
Die Aussicht von dort war aber einfach traumhaft: der Platz und das kleine Kaff "Milna" sind in einer wunderschönen Bucht gelegen. Und genau diese Aussicht, kombiniert mit einem tollen Sonnenuntergang, super Wetter (fast 30 Grad, Sonne pur) haben wir dann den ersten Abend bei einem Glas Wein genossen.

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Etwas eng...

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...aber schön!

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Vorsicht beim Aussteigen ;-)

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Blick von oben auf die Bucht

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Schöner Strand

Tages-KM: 149
Gesamt-KM: 1548
Maut-Kosten: 72 Kuna / 9,53 €
Fährkosten: 107,08 €
Übernachtungskosten: 200 Kuna / 26,47 €


Mittwoch, den 25.09.2013
Wenn wir schon mal auf der Insel Hvar waren, wollten wir uns auch unbedingt die Stadt Hvar anschauen. Während der Anmeldung am Vortag hatten wir vom Besitzer erfahren, dass es einen Wanderweg dorthin geben soll, angeblich maximal 30 Minuten Wegzeit. Da wir aus Erfahrung wissen, dass Zeit- und Kilometer-Angaben in Kroatien oft etwas untertrieben sind, richteten wir uns von vorneherein auf eine längere Wanderung ein. Kurz vor unserem Aufbruch kam aus der Ecke, wo der Weg beginnen soll, ein Pärchen, welche ich dann direkt mal zu dem Weg interviewte. Die Aussage der Dame, mit Blick auf die festen Turnschuhe, die ich gerade angezogen hatte: "Good shoes for this, the way is very bumpy...". Nun, bumpy war er dann auch: der Untergrund bestand zu einem Großteil aus spitzem, losem Felsgeröll. Zusätzlich war der Weg an einigen Stellen so zugewuchert, dass ich mir eine Machete gewünscht hätte. Nach jeder Engstelle wurde dann erstmal Zeckenkontrolle gemacht, auf Grund des herrlichen Wetters waren wir natürlich nur mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet. Und es erwies sich natürlich auch, dass er unmöglich in 30 Minuten zu schaffen war, das war dann aber auch nicht schlimm, da der Weg größtenteils durch herrlich einsame Natur führte und -dafür ein großes Lob- immer gut zu finden war, an jeder Gabelung, Kreuzung oder Ähnlichem waren Markierungen auf den Felsen oder Steinen angebracht.
Die Stadt selber entschädigte uns dann auch für die "bumpy" Strapazen: von alten Wehrmauern umfasst wird die Stadt durch eine Burg auf dem Berggipfel gekrönt, sehr hübsch anzuschauen. Der untere Teil der Stadt mit seinem kleinen Hafen eignet sich sehr gut zum Flanieren, die Straßen sind von Cafés und Restaurants gesäumt, ohne allzu erschreckend touristisch zu wirken. Ein weiterer Pluspunkt aus unserer Sicht: die Stadt ist weitestgehen autofrei, zur Belieferung der Geschäfte und Gaststätten werden ausschließlich kleine Elektro-Wägelchen eingesetzt, deren Fahrer sich zudem den Fußgängern gegenüber sehr zuvorkommend verhalten. Kurzum, wirklich alles sehr sehenswert! Endlich bekommen wir auch die Gelegenheit, ein paar obligatorische Urlaubskarten zu erstehen, um in den Daheimgebliebenen etwas Neid aufkommen zu lassen...
Ursprünglich kam nach dem etwas anstrengenden Weg die Idee auf, zurück zum CP einen Bus oder ein Taxi zu nehmen, dann siegte aber zum Glück doch noch der Ehrgeiz, und so stiefelten wir wieder schön durch die Natur.
Nach dieser körperlichen Ertüchtigung war dann auch das Bier zum Abendessen mehr als verdient. Und ein Zweites. Und ein Drittes. Und... nein, ins Meer gefallen ist trotzdem keiner ;-)

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Blick auf die Stadt Hvar mit Wehranlagen

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Hier kann man schön flanieren

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Blick auf den Hafen

Tages-KM: 0
Gesamt-KM: 1548
Maut-Kosten: 0 €
Übernachtungskosten: 200 Kuna / 26,47 €

Donnerstag, den 26.09.2013
So schön es uns auf Hvar auch gefallen hat, irgendwann mussten wir dann doch die Zelte abbrechen, wir hatten ja noch Einiges vor in diesem Urlaub. Also verließen wir den schönen CP, bezahlten die etwas überhöhte, spontan festgelegte Zeche und machten uns auf den Weg in Richtung Sucuraj, dem östlichen Ende der schmalen Insel. Von dort aus wollten wir dann die Fähre nach Drvenik zum kroatischen Festland nehmen. Der Weg selber erwies sich als sehr kurvenreich, teils mit sehr bescheidenem Straßenbelag versehen. So benötigten wir für etwas über 77km fast zwei Stunden. Am Fährhafen angekommen befand sich vor uns bereits eine stattliche Schlange Autos, ein paar WoMos und Wohnwagen. Wir stellten uns also hinten an und besorgten erstmal Tickets. Am Ticketschalter stand auf ein Stück Pappe aufgemalt: "max 30 Cars per ferry". Hmmm, ob wir da noch mit drauf passen? Die Wartezeit in der doofen Autoschlange bis zur Fähre danach wäre uns eindeutig zu lang gewesen, lieber hätten wir uns dann nochmal Sucuraj angeschaut. Da kam Biggi auf die Idee, die vor uns wartenden Autos durchzuzählen - für WoMos und Wohnwagen rechnete sie dann 2 PKW, nach dieser Rechnung waren wir ca. an der 25. Stelle, passt also noch. So verging die Zeit dann auch recht schnell, bis die Fähre einlief. Daraufhin wurden wir alle auf ihr regelrecht zusammengequetscht - und damit meine ich nicht das bei uns schon wohlbekannte Rangieren und enge Einparken. Nein, die Fahrzeuge wurden so dicht an dicht auf die Fähre gelotst, dass kein Fahrer mehr die Chance hatte, aus seinem Auto auszusteigen. Schließlich waren nach uns ja auch noch ein paar Autos gekommen, und die sollten auch noch alle mit drauf. Also wurden die Schilder im Unterdeck, die eindeutig besagten, dass der Aufenthalt dort während der Überfahrt strengstens verboten sei, zwangsläufig ignoriert. Wenn der Kahn abgesoffen wäre... Naja, ich schreibe noch, also haben wir´s überlebt. Sicherheitsvorkehrungen sind offenbar nur etwas für obrigkeitshörige Deutsche. So ging dann auch diese Überfahrt recht schnell um, wir verließen die Fähre bei Drvenik unbeschadet.
Weiter ging´s also Richtung Süden auf der Küstenstraße entlang, der "Jadranska Magistrala", ein kurzes Stück durch Bosnien hindurch, an deren Grenzen man sich kaum für uns interessierte. Damit war nun das fünfte Land während dieser Reise erschlossen. Naja, der Begriff "erschlossen" trifft es nun nicht ganz so genau, wir haben das Land ja eher nur gestreift - schade, dass man nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat!
Wieder zurück in Kroatien, war es mittlerweile schon später Nachmittag. Da wir auf Grund von vielerlei Informationen der Meinung waren, Montenegro und Albanien zu durchqueren würde unsere vollste Aufmerksamkeit erfordern, suchten wir uns ein letztes Übernachtungsplätzchen in Kroatien. Dank Biggis hervorragender Vorbereitung war dies dann auch schnell lokalisiert: Autocamp Monika in Molunat, kurz vor der Grenze nach Montenegro. Ganz so begeistert waren wir von dieser Wahl dann letztlich doch nicht, einerseits war die Zufahrt extrem schmal und steil mit sehr schlechten Wendemöglichkeiten. Ausserdem war der Platz, in Terrassen in die Berge gehauen, auch sehr schmal, mangelnder Baumschnitt verursachte diverse neue Kratzer in unserem WoMo. Und was uns sehr überraschte: auch dieser Platz war noch extrem voll, wir konnten gerade noch so ein enges Plätzchen ergattern - leider nicht mit Blick auf´s Meer, sondern auf das zum CP gehörige, recht schmucklose Fischrestaurant mit Neonbeleuchtung, welches quasi direkt auf den Strand gebaut worden war. Naja, es sollte ja eh nur für eine Nacht sein. Dafür hatten wir aber sehr nette Nachbarn, ein junges Paar mit zwei Kindern, mit denen wir schnell ins Gespräch kamen. Dem Kennzeichen ihres Busses nach aus Wien kommend erfuhren wir, dass es sich um nach Österreich ausgewanderte Deutsche handelte, die zufälliger Weise auch aus der Nähe unserer Heimatstadt kamen.
Da wir für den nächsten Tag die vollste Konzentration haben wollten, war es dann auch noch recht früh abends, als wir zur Nachtruhe in den Alkoven krabbelten.

Tages-KM: 240
Gesamt-KM: 1788
Maut-Kosten: 0 €
Fährkosten:  266 Kuna / 35,21 €
Übernachtungskosten: 17 €

Freitag, den 27.09.2013
Auf Grund der frühen Nachtruhe am Vortag und der Tatsache, dass wir nun für uns noch vollkommen fremde Länder durchfahren sollten, brachen wir dann auch relativ früh wieder auf. Schnell noch ver- und entsorgt, wir hatten ja auch noch nicht mal eine Ahnung, wo wir als nächstes übernachten würden, fühlten wir uns gut gerüstet für die Weiterfahrt. Beim Verlassen des Platzes waren wir dann doch sehr ob der Wendigkeit unseres WoMos überrascht, die Enge erlaubte ja kaum größeres Manövrieren. Ich hatte eigentlich mit "Wenden in 1000 Zügen" á la Austin Powers gerechnet...
Die 12 Kilometer bis zur Grenze nach Montenegro waren dann, durch einen kurzen Tankstopp unterbrochen, schnell erreicht. Normalerweise sollten nach unseren Informationen die Personalausweise für den Grenzübertritt ausreichen. Da wir aber über noch gültige Reisepässe verfügten, übergab ich diese dann dem Grenzbeamten, der die Dokumente auch eingehend studierte. Und ich glaube, mit dieser Entscheidung haben wir ihm einen Riesengefallen getan: mit was für einem Heidenspass und Diensteifer er unsere Pässe abstempelte - dieser Mann hat auf jeden Fall seine Berufung gefunden! Allerdings wollte er unbedingt noch unsere Fahrzeug-Papiere sehen. Ich dachte nur, hoffentlich nicht zu dem Zweck, diese auch noch zu stempeln...
So, nun waren wir also in Montenegro. Auf den ersten Blick unterschied sich das Land erstmal gar nicht so von Kroatien. Was uns nach kurzer Zeit allerdings auffiel, waren die vielen Moscheen, in Montenegro ist weitestgehend die Religion des Islam verbreitet. Des Weiteren verschandeln alle naslang hässliche Großhotel-Baustellen die Küste, was erahnen lässt, wie es hier in ein paar Jahren aussehen wird.

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Ein Stück Montenegro, das noch ursprünglich schön aussieht

Geschuldet ist das wohl der Tatsache, dass viele rumänische Touristen seit einiger Zeit Montenegro als ihr Haupt-Urlaubsziel auserkoren haben, und um dem Sturm der Urlauber stand halten zu können, wird gebaut wie verrückt. Wir hoffen an dieser Stelle mal, dass die Menschen dort das in Zukunft nicht bereuen werden...
Ein weiterer Unterschied war die Fahrweise der Einheimischen: aus unserer Sicht betrachtet sag ich das mal so - ohne Sinn und Verstand. Es war durchaus keine Aggressivität, die diese Autofahrer auszeichnete, es war eher die komplette Missachtung anderer Verkehrsteilnehmer. Dieser Umstand, gepaart mit den wirklich miserablen Strassenverhältnissen, forderte ortsfremden Fahrern wie uns maximale Konzentration ab. Gullies ragten zum Teil mindestens zehn Zentimeter (!) aus dem Asphalt heraus, ich hatte im Vorfeld gelesen, dass dort auch schon mal die Gullideckel fehlen könnten. Vor der ersten Brücke, die wir überquerten, bremste zum Glück ein vorausfahrender Einheimischer sein Auto fast bis zum Stillstand ab - der Grund für die Vollbremsung offenbarte sich uns kurz darauf selbst: die Befestigung der Strassen war im Gegensatz zu dem Fundament der Brücken so miserabel, dass die Strassen um etliche Zentimeter abgesackt waren und somit vor fast jeder Brücke eine regelrechte Treppenstufe zu überqueren war! Ohne dieses Bremsmanöver und die daraus abgeleitete Vorahnung, das könnte unter Umständen kein Einzelfall sein, hätten wir vermutlich schon in Montenegro irgendwo unsere Vorderachse liegen lassen.
An der Bucht von Kotor angekommen, entschieden wir uns dann spontan dazu, die Fähre zur Abkürzung zu nehmen, damit wir die Bucht nicht umfahren mussten. Mal abgesehen von dem unfreundlichen Ticket-Verkäufer, der Biggi fast gefressen hätte, war das eine gute Entscheidung - die Kosten lagen bei überschaubaren 9 €, die Zeitersparnis bei weit über einer Stunde - und das Fahrwerk unseres WoMos war uns auch dankbar für jeden ihm ersparten Kilometer auf den Strassen Montenegros. Dafür hatten wir dann aber auf dem weiteren Streckenverlauf die glorreiche Idee, eine "Abkürzung" zu nehmen - nachdem die Straße dann NOCH schlechter wurde als die Hauptstrasse, teilweise dann so eng, dass wir uns im Schrittempo durchtasten mussten, gab es auch keine Möglichkeit mehr zu drehen. Also mussten wir da sprichwörtlich "durch". Nun denne, Versuch macht "kluch"... so hatten wir es geschafft, die Durchschnittsgeschwindigkeit von vorher ca. 30km/h nochmals zu reduzieren. Immerhin machte sich das beim Spritverbrauch positiv bemerkbar - wobei ich zwischendurch auch 20 Liter auf 100km akzeptiert hätte, wenn ich doch eine vernünftige Strasse dafür gehabt hätte.
Auf der Weiterfahrt dann plötzlich eine Polizei-Kontrolle - dabei setzte mir kurzfristig das Herz aus: ich habe nämlich noch nie in den Lauf eines Karabiners geschaut. Beim Anblick des kalten, tödlichen Stahls lief es mir eiskalt den Rücken herunter, und ich hatte nur einen Gedanken: bloss nicht hektisch werden und etwas Unvorhergesehenes tun. Allerdings interessierten sich die Polizisten nicht im Geringsten für uns, wir wurden einfach durchgewunken. So gut wie jedes einheimische Fahrzeug wurde regelrecht zerlegt. Dabei ging es hier sicher nicht um profane Verkehrskontrollen. Und das sollte nicht die einzige Kontrolle dieser Art bleiben, so gut wie alle ca. 30km wiederholte sich das Prozedere.
An der Grenze von Montenegro nach Albanien dann wieder heiteres Pass-Gestempel und natürlich die Frage nach den Fahrzeugpapieren, unbehelligt und flott passierten wir auch diesen Übergang.
Hatte ich mich in Montenegro noch über den chaotischen Verkehr beschwert, erkannte ich nun plötzlich, dass es noch schlimmer kommen kann - die Fahrweise der Albaner kann einfach nicht beschrieben werden. Überhaupt veränderte sich die Umgebung nach dem Grenzübertritt abrupt - ich kam mir vor wie im Iran. Überall fuhren Ochsenkarren mitten auf der Straße, dreirädrige Mopeds mit großen Ladeflächen vorne knatterten herum, Menschen die auf Fahrrädern mehrere Heuballen transportierten, uralte, stinkende Autos - alles ging nur noch kreuz und quer. Dazu verschlechterte sich der Zustand der Strassen noch mehr, sofern das überhaupt möglich ist.
Der Zustand der Fahrzeugbesatzung war mittlerweile aber leider auch nicht mehr viel besser. Und da Biggi -wie immer hervorragend vorbereitet- auch Übernachtungsmöglichkeiten in Albanien herausgesucht hatte, beschlossen wir, dass es für diesen Tag dann auch so langsam mit der Fahrerei reichte.
Also war unser nächstes Ziel klar: "Camping Riviera" bei der Stadt Shengjin. Diesen haben wir dann glücklicherweise auch recht gut gefunden - auf das Navi konnten wir uns allerdings trotz vorhandenem und aktuellem Kartenmaterial nicht verlassen, denn laut diesem lag unser Ziel irgendwo im Nirgendwo. Direkt an der Hauptstraße blinkte uns schon von weitem ein großes LED-Schild mit Richtungsangabe entgegen, wir mussten nur einmal rechts abbiegen, ein paar hundert Meter weiter waren wir schon am CP, vor dessen Eingang noch so ein Monster-LED-Schild angebracht war.
Sekunden nach unserem Eintreffen erschien eine ältere Dame sowie offenbar deren Sohn - beide sprachen allerdings nur albanisch. Nun ist diese Sprache überhaupt nicht artverwandt mit irgendeiner mir bekannten Sprache, eine Kommunikation auf Sprachebene war also unmöglich. Praktischerweise hatte Sohnemann einen englischen Hochglanzprospekt des CP in der Hand, aus dem unter Anderem hervorging, dass der Platz 12,50 € pro Nacht kosten sollte. Nach gewohnter Manier händigte ich ihm unsere Pässe aus - mit denen er offenbar aber überhaupt nichts anzufangen wusste: mit Fragezeichen in den Augen hielt er die Dinger hoch und wiederholte fragend "Passaport, passaport?" Immerhin ein Wort, das ich auch verstand. Allmählich dämmerte es uns: nix polizeiliche Meldung, der wollte Kohle sehen. Also schnell 13 € zusammengekratzt und ihm gegeben. Auf die Frage (mit Händen und Füßen: CAMPING???), wo denn jetzt der eigentliche CP sei, zeigte er nur auf den gepflasterten Platz, auf dem wir bereits standen... nun gut, andere Länder, andere CPs.

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Campingplatz "Riviera Shengjin" in Albanien

Um hier mal eine Bresche für den CP zu schlagen: die Betreiber waren extrem freundlich und bemüht, und der gesamte Platz war pikobello sauber und in einem hervorragenden Zustand. Die Sanitäranlagen waren mit Abstand die saubersten, die ich je gesehen hatte. Und das für 12,50 € incl. Strom und Entsorgungs-Gullies direkt auf den Stellplätzen! Leider waren wir auch die einzigen Gäste - hoffentlich nicht im ganzen Jahr ;-)
In fünf Minuten waren wir eingerichtet, und da es immer noch knapp an die 30 Grad war, holten wir Tisch und Stühle raus und machten es uns bequem. Lediglich einen kurzen Spaziergang machten wir noch durch die zugegebenermaßen etwas heruntergekommene Gegend. Das Meer war nicht sichtbar - obwohl laut Internet der Platz am Meer liegen sollte, naja, man hat halt die Entfernungsangabe vergessen. Den Rest des Abends verbrachten wir dann faulenzend auf dem Platz, wir waren echt ziemlich gerädert von dem Tag.
Geologisch betrachtet hatte der CP eine interessante Lage - selbst auf plattem Land gelegen, tat sich in Hufeisenform um den Platz herum eine kleine Gebirgskette auf, auf deren Gipfeln Häuser erbaut waren. Diese geologische Form verlieh dem Platz dann auch eine ganz besondere Akustik: kurz vor dem Einsetzen der Dämmerung begann erst ein, dann zwei, dann geschätzt 50 Hunde zu bellen, der Schall wurde wie durch eine Flüstertüte exakt zu uns gelenkt. Nun ja, Gott sei Dank nahm ein paar Stunden später dann eine Disco in diesem Talkessel den Betrieb auf, die es mit ihrer muslimisch klingenden Discomusik auch fast schaffte, die Hunde zu übertönen. Nachdem dann auf einem direkt hinter dem CP befindlichen Fußballplatz auch noch ein Spiel mit seeehr aktiv befeuernden Fans startete, musste die Disco ihre Lautstärke zum Ausgleich dann noch etwas anheben, was wiederum die Hunde dazu veranlasste, lauter zu bellen. Gegen Mitternacht war dann das Fußballspiel zu Ende, die Disco stellte ihren Betrieb gegen drei Uhr morgens ein, und die Hunde hörten bei der Morgendämmerung auch auf zu bellen, insgesamt also eine passable Nachtruhe...

Tages-KM: 183
Gesamt-KM: 1971
Maut-Kosten: 0 €
Fährkosten:  9 €
Übernachtungskosten: 12,50 €

Fortsetzung folgt...

Statistik: Verfasst von Robbie-tobbie — So 24. Nov 2013, 15:44


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