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Anhänger... hättet Ihr es gewusst?

Beitragvon Helle » Di 25. Apr 2017, 21:13

stimmt, aber nicht generell, sondern nur in diesem Einzelfall, das wird ja aus der Anlage deutlich. Danke für die Klarstellung, es handelt sich um eine besondere Verkehrsüberwachungsanlge mit Wiegevorrichtung und automatischer Schrankenanlage. Das Durchfahrtverbot bezieht sich aber auch nicht auf das zul. Gesamtgewicht sondern auf das tatsächliche Gewicht, zumindest nach den abgebildeten Schildern. Aber die Sonderregelung kann aus den Schildern kein Verkehrsteilnehmer ableiten. Das kannte ich bisher auch noch nicht. Gut, dass es Foren gibt. :)
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Beitragvon Heiko » Mi 26. Apr 2017, 19:44

Also Lkw Überholverbot ist ganz klar mit "einschließlich ihrer Anhänger" geregelt.

Ob das jetzt beim 100 km/h Fahren mit WoMo 3,1t + Anh. 500kg durch das Wort "Kombination" auch auf das Gesamtgewicht oder nur die Beschreibung des Zuges gemünzt ist, müsste man nochmal genau klären.

Und wieder stelle ich fest:
Wenn die StVO so kompliziert ist, dass sogar ein Fahrlehrer nicht auf anhieb eine Lösung hat, dann läuft was falsch!!!
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Beitragvon willy13 » Mi 26. Apr 2017, 20:03

Helle:
Die Beschilderung richtet sich an Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5To, nicht wie von Dir geschrieben des tatsächlichen Gewicht.


Hier ein Auszug aus dem Rechtsgutachten bezüglich der Beschilderung sowie der Verkehr mit Anhänger.


Denn nach einem aktuellen Rechtsgutachten des Bundesverkehrsministeriums, dem Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, vom Januar 2015 ist die jetzt vor Ort vorhandene Verkehrszeichenkombination rechtlich anders einzuordnen...‘verfehlt die zurzeit vorhandene Verkehrszeichenkombination insoweit das Ziel der Durchfahrtbeschränkung, soweit es um die Durchfahrt für Gespanne oberhalb der Gewichtsgrenze geht.‘

So bezieht sich die Tonnagebegrenzung mit dem Zusatzzeichen ‚3,5t‘ nach der dortigen Rechtsauffassung nur auf die zulässige Gesamtmasse des Verkehrsmittels ( hier gemeint das Kraftfahrzeug) und nicht !!! auch auf dessen Anhänger.
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Beitragvon Heiko » Mi 26. Apr 2017, 20:16

Willy hat recht: Die Eselsbrücke "Steht ein "t" auf dem Schild, ist immer das tatsächliche Gewicht gemeint!" gilt nicht für Zusatzzeichen, wie auf dem voran gezeigtem Schild.
Hier bezieht es sich auf die zGM.
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Beitragvon MatthiasGE » Do 27. Apr 2017, 07:32



Das habe ich gerade zum Thema gefunden.
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Beitragvon willy13 » Do 27. Apr 2017, 08:43

Ja was der ADAC dort schreibt stimmt mit dem internationalen KFZ Abkommen überein, vor allem der Absatz das die nationalen Vorschriften auch im Ausland gelten, demnach dürfte es im Ausland keinen Ärger geben, wenn man das Sicherungsseil wie in Deutschland gefordert als Deutscher an einem in Deutschland zugelassenen Fahrzeug nutzt. Eine Bestrafung im Ausland wäre nach dem Vertrag nicht rechtens.

http://www.transportrecht.de/transportrecht_content/1024647261.pdf

Hier die Ausführung für die Schweiz http://www.transportrecht.de/transportrecht_content/1024647261.pdf
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Beitragvon Helle » Di 23. Mai 2017, 19:39

ich will nicht streiten, aber ich finde es ziemlich anmaßend, wenn wir (oder der ADAC oder wer auch immer) erwarten, dass sich Ausländische Fahrer hier an unsere Vorschriften halten müssen, wir aber im Ausland auch auf unsere "Deutschen Rechte" pochen wollen. :cool1
Ich persönlich halte es so: In einem fremden Land gelten andere Sitten und es gibt auch andere Strafen. Also verhalte ich mich vorsichtig und informiere mich über die örtlichen Regeln, soweit möglich.
Ich kann auch nicht erwarten, dass ich in Skandinavien bei 5 Km/H zuviell mit 10 oder 15 Euro davonkomme... dort zahlt man eben mindestens 70 Euro für Verstöße - nach oben keine Grenze . Ich kann in England auch nicht darauf bestehen, auf der rechten Straßenseite fahren zu wollen... In Italien wird das Motorrad für 6 Monate beschlagnahmt und kostenpflichtig untergestellt, wenn der Fahrer keinen ECE-geprüften Helm trägt. Bei uns fahren noch Leute mit ihren Braincaps oder umgebauten Stahlhelmen rum und das ist hier erlaubt --- nach Italien würde ich so nicht fahren...in GB werden Fahrzeug in der Presse vernichtet, wenn unerlaubte Umbauten am Fahrwerk (Tieferlegung) vorgenommen werden und der Eigentümer die wirklich hohe Strafe von ca. 10000 Euro nicht innerhalb der gesetzten Frist bezahlt...dort zahlt auch immer der Halter die Strafe, wenn er den Fahrer nicht benennen kann oder will...daher blitzt man dort von hinten... In Italienn oder Spanien kostet es Bußgelder, wenn überhängende Last (ab 1 cm schon) nicht mit einer speziellen Warntafel (natürlich sind die nicht baugleich :D ) gekennzeichnet ist. da gibt es noch viele weitere Beispiele für die Vielfalt der Gesetze und Regeln in Europa, von anderen Staaten ganz zu schweigen :D
Aber zurück zum Thema: Ich glaube immer noch, dass Gespanne über 3,5 to nicht 100 Km/H fahren dürfen, so wie ich die 7. Ausnahmeverodrnung interpretieren würde. Ich fahre allerdings im Moment keinen Anhänger, daher betrifft es mich nicht wirklich und es stört mich auch in keiner Weise, wenn Wohnmobile mit Anhänger auf der Autobahn 100 Km/H fahren. Ich bin sowieso für eine einheitliche Geschwindigkeitsregelung für Alle. Moderne LKW z.B. haben ein Fahrwerk, dass sicherlich um ein vielfaches besser ist als das meines 17 Jahre alten 3,5to-Wohnmobils mit 230er Ducato ohne ABS (also schon mal gleich keine 100 mit Anhänger erlaubt :) ), kein ESP, kein Airbag und anderer Luxus...aber ich darf auf der Autobahn fahren, soviel der Motor hergibt :D
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