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Wohnwagen zulassen ohne Wohnsitz

Beitragvon Ahoernchen » Do 4. Aug 2016, 17:12

Tja: Sinti und Roma haben in Deutschland überall in Städten und Gemeinden Anrecht auf einen kostenfreien SP mit Strom und Wasser! Dies ist eine Art "Lastenausgleich", welches die Regierung nach dem Krieg, unter Adenauer, aufgrund der massenhaften Tötung im 2. Weltkrieg, dem fahrenden Volk zugestanden hat und noch immer zusteht. Alle Sinti/Roma sind in ihrer "Dachorgenisation" registriert und sind somit von einem festen Wohnsitz befreit. Arztkosten oder Krankenhaus zahlt ebenfalls der Staat!

Sicher hat jeder von uns schon einmal die Bekanntschaft mit Sintis auf irgendeinem SP, ja sogar auf Campingplätzen gemacht und sich gewundert, dass auch auf einigen Festplätzen ganze Wagenburgen und Großfamilien der Sintis standen. Dies ist ein MUSS der Komunen, die teilweise darüber auch nicht gerade glücklich sind, da Sintis ihre Toiletten in ihren Wohnwagen oder Wohnmobilen nicht benutzen!

Wohnsitzlose gelten in Deutschland und wohl auch Europaweit als "Obdachlose". Seit ein paar Monaten ist jeder Vermieter von Mietwohnungen verspflichtet ausziehende Mieter, natürlich auch die neuen Mieter, dem örtlichen Meldeamt mitzuteilen.

Ein Austritt aus der gesetzlichen Krankenkasse ist übrigens verantwortungslos, sich selbst und der Allgemeinheit gegenüber. Auch wenn man/Frau gesund meint zu leben! Es kann gerade wenn man viel im Straßenverkehr unterwegs ist immer ein Unfall passieren. Was dann? Es gibt Länder, auch in Europa, die verunfallte Menschen erst einmal nach Ihrer Versicherung fragen bevor sie tätig werden! Leider!

Da kann ich nur "ganz viel Glück" wünschen!

Ahörnchen läßt grüßen
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Beitragvon nelly » Do 4. Aug 2016, 18:13

Danke, Ahörnchen, für die Erklärung. So ähnlich dachte ich es mir.


Gerhard-Heinz hat geschrieben:Kann es sein, dass Yana das Motto des Forums "Mobile Freiheit" falsch interpretiert?

Warum, Gerd? Immerhin sind hier einige, die das Thema grundsätzlich beschäftigt. Mit dem Wohnmobil sind nicht nur Urlauber unterwegs.

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Zuletzt geändert von nelly am Fr 5. Aug 2016, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon yana » Do 4. Aug 2016, 22:12

Da das Thema Krankenversicherung für einige hier so unglaublich wichtig erscheint, hier noch einmal unsere Meinung dazu:

- Für eine Krankenversicherung in Deutschland muss man einen Wohnsitz angemeldet haben.
- Um einen Wohnsitz anzumelden braucht man eine Wohnung.
- Eine günstige Wohnung kostet vielleicht rund 150€ monatlich ohne Nebenkosten.
- Eine Krankenversicherung kann bis zu 700€ monatlich PRO PERSON kosten. Ohne jetzt genau unsere (wir sind 2 Personen) Kosten zu nennen, ist das für uns jedenfalls insgesamt viel Geld, welches wir lieber sparen möchten. Das Geld für eine eventuelle OP haben wir bei den hohen Ausgaben dann auch in einem Jahr oder früher gespart.

Hinzu kommt vielleicht noch, dass der Vermieter die Wohnung kündigt, was man ja nicht mitbekommt oder Dinge wie Treppenreinigung etc, was man ja auch nicht kann, wenn man nicht da ist.


Daher verstehe ich leider nicht, was diese Sprüche von wegen "unverantwortlich" oder "falsch interpretiert" sollen.


Ich habe eine Frage zum Thema "Wohnwagen zulassen ohne Wohnsitz" gestellt und nicht nach Meinungen zu Krankenkassenversicherungen gefragt. Das Thema ist uns jedenfalls sehr wichtig und wir würden uns über gute Tipps freuen.
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Beitragvon nelly » Do 4. Aug 2016, 23:01

Yana, die erhofften Tipps wird euch wohl niemand geben können. Fragen dieser Art beschäftigen sehr viele Menschen, aber noch gibt es anscheinend keine Lösung.
Solltet ihr irgendetwas erfahren, freuten wir uns über eine (persönliche) Nachricht.

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Beitragvon Tedela » Fr 5. Aug 2016, 08:58

Guten Morgen,
mal ein frage noch dazu......... Kann nicht auch auf einem CP seinen Hauptwohnsitz anmelden? In diversen Reportagen haben wir schon gesehen das es immer mehr Menschen gibt die auf einem CP leben. Was ich übrigens eine Klasse Alternative zu einer Sozialwohnung in einem Betonklotz finde....... Das nur mal so nebenbei erwähnt.

Und.... Yana..... Darf ich mal fragen wie alt ihr seid? Sowas macht man eigentlich im Rentenalter. Und da ist man doch durch die Rente mit versichert, oder liege ich da falsch. Also was die Kranlenkasse angeht.

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Beitragvon nelly » Fr 5. Aug 2016, 10:21

Auf Campingplätzen darf man grundsätzlich bundesweit seinen ersten Wohnsitz nicht anmelden. Einige Kommunen dulden es aber. Leider hat es daher schon Fälle gegeben, in denen Senioren, die jahrelang auf dem Campingplatz lebten, plötzlich abziehen mussten und nicht wussten wohin.

Das mit der Rente funktioniert nur,wenn beide wirklich Rente beziehen. Derjenige, der familienversichert ist, muss andere Wege suchen. Auch hier geht man meistens davon aus, dass jemand ohne Erstwohnung in Deutschland ins Ausland zieht. Dort muss der Mitversicherte sich an die Krankenkassen wenden. Alles sehr kompliziert!

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Beitragvon Tedela » Fr 5. Aug 2016, 11:43

Danke Nelly für die Info :) ist echt kompliziert...... Geht das in anderen Ländern einfacher??????

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Beitragvon nelly » Fr 5. Aug 2016, 11:49

Das weiß ich nicht, Michaela.

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Beitragvon diga » Fr 5. Aug 2016, 12:18

Was das Dauerwohnen auf den Campingplätzen anbelangt scheint es eine riesige Grauzone zu geben.





In Deutschland gibt es ca. 300000 Erstwohnsitze auf Campingplätzen, ist allerdings alles nicht abgesichert, da gegen das Gesetz verstoßen wird.

Gruß Dieter
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Beitragvon nelly » Fr 5. Aug 2016, 12:24

Sagichdoch :roll:
Und man sollte endlich mal diese vielen Menschen ernst nehmen und ihnen ein solches Leben ermöglichen, ganz gleich, welche Gründe sie haben.

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