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Urteil zu WoMo Gewichte

Beitragvon präses » Mi 13. Mai 2015, 05:28

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Beitragvon SuperDuty » Mi 13. Mai 2015, 07:21

Und wo wir wieder beim Thema unsinnige Führerscheinregelungen wären.
Da die Technik mit 3,5 to keine nach meiner Ansicht sinnvolle Zuladung für Wohnmobile realisieren kann (siehe den Link von präses) gehört an den Führerscheinklassen was gemacht. Mit C1 für Wohnmobile ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Zur erklärung: C1 = ab 18 Jahre - mit Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, bei Ausbildung zum Berufskraftfahrer, zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbare Berufe.
Muss man sich diese Ausbildung für das Fahren von Freizeitmobilen wirklich antun? Hier geht der Gesetzgeber mal wieder total an Realität und Bedarf vorbei.
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Beitragvon mwalter665 » Mi 13. Mai 2015, 08:51

Hallo,

also du musst ja nur den C1 machen. Die Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz benötigt man nur, wenn man das ganze gewerblich betreiben will. Für Privatfahrten ist das nicht erforderlich, denn sonst müsste ich für das Fahren meines Wohnmobils ja auch das Kennzeichen 95 im Führerschein nachtragen lassen und mich immer wieder durch die 5 Module für Berufskraftfahrer mit 35 Stunden in 5 Jahren qualen. Und da gilt für uns dasselbe wie z:bsp. für die Feuerwehr, THW und co. die brauchen auch nur den Führerschein, nicht aber die aufwendige Qualitfikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz.

Bei dem anderen kann man sicher trefflich drüber streiten, wie vieles was die EU so auf den Weg bringt, das aber gehört eher ins Politik Forum ;) .

Gruß

Mario
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Beitragvon SuperDuty » Mi 13. Mai 2015, 10:32

Ah, dann ist es etwas anderes und die ganze Geschichte wird auch sicherlich nicht ganz so teuer, insbesondere für unsere Jugend, wenn die den C1 gleich mit dem Pkw-lappen macht.
Ich kam ja zum Glück noch über den alten 3er zum C1 ;)
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Beitragvon Heiko » Mi 13. Mai 2015, 10:38

Ich sehe das anders am Gerd.

Der Gesetzgeber hat vor Jahren eine Grenze gesetzt. Es ist weiterhin möglich Wohnmobile bis 3,5 t mit einem Pkw Führerschein (Klasse B) zu fahren.
Wer ein schwereres Mobil bewegen will, von dem eben auch aufgrund seiner Größe und des höherem Gewichtes eine höhere Betriebs-Gefahr ausgeht, der soll dann auch den richtigen Führerschein machen.

Das Argument "Früher durften ja alle mit Klasse 3 bis 7,5 t…." zieht für mich nicht mehr.
Früher war die Verkehrslage eine Andere und ganz früher hatten wir auch einen Kaiser… ;)

Sicherlich ist meine Ansicht als Fahrlehrer eine etwas andre als die des normalen Autofahrers,
aber mir geht es nur um die Sicherheit - nicht ums Geld verdienen. Ich bin ja eh nicht mehr aktiv im dem Job.
Zuletzt geändert von Heiko am Mi 13. Mai 2015, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon garibaldi » Mi 13. Mai 2015, 11:40

Danke Dir, Heiko, für Deine besonnenen Worte. Trotzdem könnte man natürlich fragen, ob zwischen einem Womo mit 3,49 t und einem mit beispielsweise 3,8 t wirklich so ein gravierender Unterschied ist, was Fahrverhalten und Beherrschbarkeit angeht. Zugegeben, man könnte so fragen. Nur: Wo soll man die Grenze ziehen? Egal, wo, irgendwem passt sie immer nicht.

Viel eher sollte man die Womo-Bauer mal fragen, was sie sich bei solchen Fahrzeugen wie in dem Artikel beschrieben denken. Welcher Verbraucher käme wohl auf die Idee, dass ein 5-sitziger PKW mit 5 durchschnittlichen Personen und etwas Gepäck im Kofferraum überladen sein könnte? Bei Womos neuerer Bauart ist das offenbar üblich.
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Beitragvon hanomagfranz » Mi 13. Mai 2015, 13:38

Muss Heiko da vollkommen Recht geben und irgenwo muss ja die Grenze sein
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Beitragvon SuperDuty » Mi 13. Mai 2015, 17:48

Ja Heiko, Sicherheit ist natürlich wichtig und es gibt doch einige Fahrer längerer Wohnmobile, welche andere bitten zu fahren, wenn es eng wird, z. B. auf Stellplätzen. Ich frage mich immer, warum Leute die sich schwer tun nicht einige Übungsstunden in einer Fahrschule nehmen.
Aber um meine Sicherheit brauchst du dich nicht zu sorgen, ich bin bereits mit 18 Kleinlaster gefahren und habe dort reichlich Übung bekommen. Unser jetziges Mobil inkl. Anhänger stellt für mich überhaupt keine Herausforderung dar und ich halte mich auch an die Regeln für diese Fahrzeuggröße. Überladen haben wir seit der Auflastung garantiert auch nicht. ;)

In den USA wird bei den Führerscheinklassen übrigens vorrangig nach der Fahrzeugnutzung, also Freizeitmobile oder gewerbliche Fahrzeuge unterschieden, was ich für sehr vernünftig halte.
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Beitragvon Arminius » Do 14. Mai 2015, 20:18

Ahh, mein Lieblingsthema !

Zur Gewichtsgrenze: Jeder Depp der heute den B Führerschein macht darf sofort ein 3.5t Wohnmobil fahren. Völlig daneben! Man sollte mal bei den Verleihern nachfragen was da so als passiert.
Hier wäre eine spezielle Schulung für Wohnmobil schon sinnvoll.
Die Gewichtsgrenze liegt dann für einen solchen Womoführerschein bei 5t.
Und zwar deshalb weil es hier eine physikalisch , akustische Ganze für Transporter gibt. Transporter sind Fahrzeuge mit geschweißter Ganzstahlkarosserie mit vielen PKW Komponenten. Darüber gibt es den LKW auf Leiterrahmen mit angesetztem Fahrerhaus und LKW Komponenten, zb und ggfs Druckluftbremse. Andere Technik und andere Schulungsinhalte für den Führerschein.

Was also fehlt ist der Womo Führerschein bis 5t. Vielleicht könnte man den B96 dafür nehmen.

Kleiner Haken : Man müßte die EU Fahrzeug Einstufung anpassen.
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