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zulässige Gesamtmasse 3,5 t ! ... Strafe, wenn drüber ?

Beitragvon schienbein » Di 3. Feb 2015, 17:53

... unser Hymer hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 t ... ich war aber letzten Herbst vor unserer Südfrankreich Tour mit unserm Womo auf der Waage :cry: ... dabei voll beladen mit dem, was
wir so für rd. 6 Wochen mitnehmen ein tatsächliches Gesamtgewicht von 3,74 t

Was passiert in Deutschland , Italien , Schweiz , Frankreich , Niederlande , Österreich , wenn man erwischt wird und wie hoch ist die Strafe :?: ... Wer hat darüber Wissen evtl. durch persönliche Erfahrung ... auch im Bezug auf's Verhalten nach dem Erwischt werden :?:
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Beitragvon garibaldi » Di 3. Feb 2015, 17:59

Au weia, 240 kg einsparen, das wird schwierig. Ich glaube, wenn man damit erwischt wird, wird's seeeehr eng. Wenn's nur ein paar Kilo wären, könnte man ja was Wasser ablassen, aber so ...
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Beitragvon mpetrus » Di 3. Feb 2015, 18:14

Waren denn auch beim Wiegen alle Personen mit auf der Waage?
Sonst kommen da noch ein paar Kilo drauf.

Im Fernseh wird ja öfters gerade zur Urlaubszeit berichtet wie die Polizei das handhabt.
Teilweise müssen die Erwischten ausräumen, teilweise wenn die Achslasten es zulassen auch mit einer Strafe weiterfahren.
Kommt wohl drauf an was die einzelnen Achsen zulassen und wieviel Überladung es ist.
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Beitragvon goldmund46 » Di 3. Feb 2015, 18:14

Für die Strafen bei Überladung gibt es genaue Tabellen. Einfach Tante Gugel fragen...

Ich meine, dass in D etwa 5% toleriert werden, bis 10% beträgt die Strafe EUR 10.- usw. In der Schweiz gibt es null Toleranz; da heisst es vor Ort ausladen.
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Beitragvon schienbein » Di 3. Feb 2015, 18:51

mpetrus hat geschrieben:Waren denn auch beim Wiegen alle Personen mit auf der Waage?
Sonst kommen da noch ein paar Kilo drauf.


Danke schon mal für eure drei prompten Antworten !

... ja "Lebendgewicht" war bereits berücksichtigt . ... aber ich habe mir über Gewichtverringerung bei der Zuladung schon Gedanken gemacht ( erfolgreich :!: ... ;) )

... es interessiert mich nur was passiert wenn doch überladen durch zb. Weinkäufe usw , usw ...
... na klar bei Kontrolle Wein ausladen :!: ... :P
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Beitragvon Urban » Di 3. Feb 2015, 19:04

In Deutschland haben wir eine Toleranz von bis zu 5%, also ist eine Überladung von 175 kg bei richtiger Beladung nicht so tragisch. Allerdings dürfen auch die einzelnen Achsen nicht mehr als 5% über laden sein.

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Beitragvon Har-Pi » Di 3. Feb 2015, 20:24

Ist ein Fahrzeug überladen – egal, ob Pkw, Transporter oder Lkw –, führt das zu einer erheblichen Gefährdung des Straßenverkehrs. Denn neben deutlich veränderten Fahreigenschaften und einem weitaus längerem Bremsweg drohen Fahrzeugschäden, die ihrerseits ein großes Unfallrisiko bilden. Solche Schäden reichen von geplatzten Reifen bis zum Achsbruch. Das gilt ebenso für überladene Anhänger oder eine Überschreitung der Anhängelast bzw. Achslast. Speziell in der Urlaubszeit finden sich jedoch immer wieder überladene Autos, Wohnwagen und Wohnmobile. In all diesen Fällen drohen wegen Verstößen gegen das Verkehrsrecht Bußgelder in Form eines Bußgeldbescheids und 1 Punkt in Flensburg.

Wann ein Fahrzeug überladen ist

Eine Überladung liegt nach dem Verkehrsrecht vor, wenn dass zulässigeGesamtgewicht (Gesamtmasse) des Fahrzeugs überschritten ist. Dieses ergibt sich aus der Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. vor Oktober 2005 aus dem Fahrzeugschein). Damit einhergehend ist die zulässige Anhängelast diejenige, mit der ein Kraftfahrzeug einen Anhänger ziehen darf. Auch die erlaubte Anhängelast ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren („Anhängelast ungebremst“ sowie „Anhängelast“ gebremst). Und schließlich spielt auch noch die Achslast eine Rolle, also die maximale Belastungsmöglichkeit der Fahrzeug- oder Anhängerachsen. Angaben hierzu finden sich meist in der Betriebsanleitung oder am Kraftfahrzeug selber.

Bußgelder bei Überladung - Pkw, Transporter, Wohnmobile und Anhänger

Bei der Überladung von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen oder des Anhängers mit einem zulässigen Gewicht von bis zu zwei Tonnen müssen Fahrzeugführer und/oder Fahrzeughalter mit einem Verwarnungsgeld oder einem Bußgeld zuzüglich 1 Punkt in Flensburgrechnen. Ein Verwarnungsgeld fällt an, wenn eine Überladung zwischen 5 und 20% vorliegt. Geht das gesamte Gewicht über 20% hinaus, ist – je nach prozentualer Höhe der Überladung – ein Bußgeld zwischen 95 und 230 Euro zuzüglich 1 Punkt in Flensburg fällig.

Für eine Überladung wird aber nicht nur der Fahrzeugführer zur Verantwortung gezogen. Vielmehr wird auch der Fahrzeughalter sanktioniert, wenn er den Verstoß angeordnet oder zugelassen hat. Wenn also aufgrund einer Überladung ein Wohnmobil von der Polizei gestoppt wird und der Halter sich im Zugfahrzeug auf dem Beifahrersitz befindet, wird er genau so bestraft wie der Fahrzeugführer. Das gilt auch für alle Fälle der Überladung bei Pkw und Transporter.

Diese Sanktionen nach demBußgeldkatalog drohen ebenfalls für eine Überschreitung der Anhänge- oder der Achslast.

Die StVO ist also unbedingt einzuhalten, damit nach der Bußgeldtabelle kein Verwarnungsgeld oder gar ein Bußgeldbescheid anfällt. Ein Fahrverbot wird jedoch nicht verhängt.

Noch anzumerken ist, dass ab 10% Überladung die Weiterfahrt untersagt werden kann. Damit ist man bei einem 3,5 Tonner bis 3850 kg relativ sicher.

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Beitragvon Gerhard-Heinz » Di 3. Feb 2015, 21:11

Hier ist der Link zu dem aktuellen Bußgeldkatalog.

https://www.bussgeldkatalog.org/ueberladung/
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Beitragvon rgk » Di 3. Feb 2015, 22:35

Hallo Schienbein,

für die Schweiz hab ich hier vor knapp 2 Jahren schon geschrieben:

viewtopic.php?f=96&t=17638

Übrigens sind die Beträge natürlich in Schweizer Franken, also seit kurzer Zeit etwa 20% höher. ;)
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Beitragvon Urban » Di 3. Feb 2015, 22:42

Am wichtigsten ist es das die Fuhre für einen selber und auch für andere Verkehrsteilnehmer sicher ist.
Meist sind die Fahrwerke ohne Änderungen auflastbar. Die meisten 3,5 Tonner können 3,8 Tonnen ,allerdings muß man auf die Tragfähigkeit der Reifen achten.
Wer also ein entsprechendes Fahrwerk besitzt und den alten dreier bis 7,5 Tonnen besitzt, der bewegt sich zwar im Bereich ein Bussgeld ohne Punkte zu bekommen, fährt aber trotzdem sicher da es viele identische Fahrzeuge mit höherer Zuladung gibt.
Es gibt genügend 3,5 Tonner die ohne technische Änderungen bis zu 4,25 Tonnen aufgelistet werden können. Kann man beim Hersteller erfragen

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