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PKW im Schlepp

Beitragvon tuppes » Mo 8. Dez 2014, 19:28

Hallo Ralf,
Dank auch Dir für deine hier geschilderte Meinung zum Thema. Deiner Argumentation kann ich sehr gut folgen und die Gründe nachvollziehen, die dazu führen, dass Du einen PKW-Anhänger bevorzugst. - Aber bei Dir gibt es vollkommen andere Voraussetzungen als z.B. bei mir. Normalerweise schleppe ich den Smart nicht mit - es reicht mir auf Urlaubsfahrten das Fahrrad oder ein kleines Motorrad zu nutzen. Wenn ich aber nach GB fahre, habe ich eine für mich andere Situation. In England bleibe ich aus verschiedenen Gründen länger an einem Ort. Zudem haben wir festgestellt, dass die Campingplätze (Stellplätze gibt es leider so gut wie keine!), die wir nutzen (britischer Caravan Club), zwar sehr schön und super gepflegt - aber auch meist weit außerhalb liegen. Daher buchen wir seit einigen Jahren meist die Campingplätze online im Voraus (da wir aus berufl. Gründen in der Hauptsaison fahren müssen), fahren mit dem Gespann dorthin, laden ab - fertig. Diese Fahrten könnten wir aber VIEL leichter mit dem A-Frame vollziehen und hätten nicht die restlichen dreihundert und weißnicht Tage einen PKW-Anhänger herumstehen, der Platz und Geld kostet. - Vielleicht wird somit die unterschiedliche Sichtweise etwas deutlicher, auch für Reinhard (Macfak), der ja anmerkte, dass man dann doch besser einen Wohnwagen nutzen sollte.
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Beitragvon SuperDuty » Mo 8. Dez 2014, 20:26

Also ich will hier wirklich keinem auf die Füße treten.
Aber ganz so weit kann es mit dem europäisches Zulassungsrecht, welches towing anscheinend verbietet, nicht her sein, denn in GB, NL und F ist es möglich :f
Ich denke, jeder sollte selber entscheiden können, ob er einen Trailer benutzen will oder seinen PKW lieber direkt hinterher zieht. Vor- und Nachteile hat jedes der beiden Systeme. Ich würde jedenfalls sofort auf towing umstellen.
Und wenn der Wille da ist, dann kann ein Towing-System min. genau so sicher gemacht werden, wie der gute alte Anhänger. Wer von den hier diskutierenden weiß denn überhaupt, ob bei einer Trennung vom Zugfahrzeug nicht eine automatische Bremsung des gezogenen Fahrzeuges erfolgt? Bei elektrischer Betätigung der Bremsen ist so eine Steuerung überhaupt kein Problem.
Abrisssicherung :?: Also an dem dünnen Stahlseil mit dem mickrigen Karabinerhaken würde ich nicht mal meinen Hund anbinden. Das Ding hat im Fall des Falles nur den Zweck, die Handbremse des Anhängers auszulösen und reißt dann selber ab. Und dann tschüs Anhänger - wie man Bremswege errechnet haben wir alle in der Fahrschule gelernt.
Die Europäer sollten nicht immer denken, dass sie alles besser wissen und besser können, als jene auf der anderen Seite des großen Teichs. Denn nicht nur von denen dort drüben könnten wir hierzulande eine ganze Menge Positives lernen :o
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Beitragvon ontheroad » Mo 8. Dez 2014, 20:33

Ich habe es auch mal machen wollen und hatte sogar gedacht meine WoMo deswegen in England anzumelden. Aber es ist in GB, NL F nur bis Max 750kg erlaubt. Das heißt große als ein Smart ist nicht drin.
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Beitragvon Macfak » Mo 8. Dez 2014, 20:38

Unter Kosten Gesichtspunkten ist ein Wohnwagen, bei gleichem oder besserem Komfort erheblich günstiger. Die teuersten Wohnwagen bewegen sich bei höchsten 25000 bis 50 0000 € und die Fixkosten des Unterhalts sind gradezu lächerlich. Das reisen ist auch weséntlich entspannter als mit einem WoMo mit Hänger/PKW im Schlepp.
Bis PKW oder auch Motorad vom Hänger sind ist man mit einem WoWa/PKW mit dem PKW schon am fahren oder hat die Füße schon lange in die Sonne.
Autark ist heute für einen Wohnwagen auch kein Thema mehr.
Ich weiß wovon ich rede, habe meisten beides in den vergangen Jahren gehabt mit einem Hänger am WoMo gehen 95% aller Vorteile eines Wohnmobiles verloren.

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Beitragvon Macfak » Mo 8. Dez 2014, 20:48

Ich behaupte mal ein Hänger am Wohnmobiel macht nur Sinn wenn es einen gestimmten Grund dafür giebt z.b. der Transport von Sportgeräten (Boote, Motorräder, Heißluftballons, etc.) oder berufliche Dinge die transportiert werden müssen.
Wenn man einen Pkw im Urlaub benötigt ist ein Wohnwagen immer die bessere Lösung.

Man kann ja damit es die Nachbarn nich mitbekommen den Wonwagen an einem anderen Ort abstellen. :lach1

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Beitragvon Har-Pi » Mo 8. Dez 2014, 20:56

@Superduty: Gerd, natürlich hat jeder auf seine Weise Recht, das will ich auch nicht bestreiten.

Das Problem ist bei der derzeitigen Rechtsunsicherheit (nämlich der Diskrepanz zwischen geschriebener und angewandter Rechtsgrundlage) aber folgendes: De Fähre von GB nach E spuckt jeden Tag einige Wohnmobile aus und darunter befinden / befanden sich etliche A-Frame-Anhänger, die eine Zeit lang von der spanischen Verkehrspolizei toleriert wurden, aber seit etwa drei Jahren extrem verfolgt werden. Es wird regelmässig auf Trennung der Fahrzeuge schon bei der Ankunftskontrolle im Fährhafen bestanden und sonst die Einreise verweigert.

Da hilft einem die Toleranz der Behörden in GB, NL und F nix.

Bei Antreffen eines solchen Gespannes im normalen Verkehr muss auch sofort getrennt werden und zusätzlich gibt es eine Geldstrafe im "schweren" Bereich, d.h. 200 Euro.

@All:
Ich gehe konform mit Wolf und Monaco-Ralf, aber das ist meine persönliche Ansicht, mit der ich niemand missionieren will.

Letztendlich möchte ich noch bemerken, dass ich heute extra zum TÜV Delmenhorst gefahren bin, um den Ingenieur, der Zulassungen durchführt, über das Thema "Verlustsicherung von ungebremsten Anhängern" zu sprechen.
Er teilte mir mit, dass das Thema nicht gesetzlich geregelt ist, es gibt nur die bekannte Regelung für gebremste Anhänger.
Ich fragte ihn also, was mit meinen im Ausland zugelassenen Anhängern sei, die gemäss der dortigen Vorschriften über eine Verlustsicherung verfügen, sollte ich sie in Deutschland zulassen wollen. Ob ich diese Kette denn dann entfernen müsse.
Die Antwort war klar und meiner Meinung nach auch sinnvoll: Es ist sicher besser, dass der Anhänger beim Fahrzeug bleibt, als kreuz und quer in der Gegend herumzufahren. Er sieht keinen "schweren oder auch geringen Mangel" in dieser Installation und damit kein Zulassungshindernis.

Also scheint auch diese Vorschrift je nach Prüfer angewendet zu werden.

@Macfak:
Deine Argumentation ist natürlich korrekt, aber bei Dingen, die mit Emotionen zu tun haben, steht sie auf verlorenem Boden.
Auch Ferien im Hotel sind billiger als ein WoMo für eine Summe, die im oberen fünfstelligen Bereich liegt, nicht zu sprechen von WoMos der Luxusklasse.
Ausserdem wirst Du in einem WoMo-Forum wenige Befürworter des Caravan-Reisens finden... :D (P.S. Wir haben einen Stand- und einen Reise-WoWa...)
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Beitragvon tuppes » Mo 8. Dez 2014, 21:03

ontheroad hat geschrieben:Ich habe es auch mal machen wollen und hatte sogar gedacht meine WoMo deswegen in England anzumelden. Aber es ist in GB, NL F nur bis Max 750kg erlaubt. Das heißt große als ein Smart ist nicht drin.


Alan, hab´ gerade einmal nachgesehen: mein Smart (Diesel, Bj. 11/2013) ist mit 845kg Leergewicht angegeben. Selbst unser Morris Minor Convertible liegt über dem von Dir genannten Limit.
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Beitragvon jackpaulchen » Mo 8. Dez 2014, 21:23

moin
wird ja viel geschrieben, jedoch hat einer mal bedacht das das zu ziehende Fahrzeug auf 2 achsen läuft die nicht als Tandemachse gelten.
somit müsste dafür der alte 2er her oder CE. wie sieht das unsere fahrlehrerfraktion hier???
gruss achim
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Beitragvon Macfak » Mo 8. Dez 2014, 22:43

Wenn ich mich nicht schwer teusche ist es seit einigen Jahren imöglich auch 2 Achsen hänger zu ziehen.

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Beitragvon Sammy69 » Mo 8. Dez 2014, 23:23

Diese Drehschemelanhänger sind kein Problem.
Habe ich schon öfters gezogen und ist zulässig seit Anwendung des EU Führerscheinrechts rechtens.
Grüße
Andi
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