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Stängelkohl, Cima di rapa

Beitragvon Ulrike M. » Sa 13. Mai 2017, 16:20

Stängelkohl, Cima di rapa


In Süditalien haben wir dieses Blattgemüse kennengelernt, dort wird es in der Mehrzahlform „Cime di rapa“ verwendet, ebenso in den italienischen Rezepten, die ich im Internet gefunden habe. Ich werde daher in den weiteren Ausführungen bei dieser Form bleiben.

Cime di rapa ist ein typisches Wintergemüse, das man aber auch im Herbst und im Frühling in Süditalien überall bekommt. Es wird vor allem in Apulien und Kapanien gegessen, erfreut sich aber auch im Norden größer werdender Beliebtheit. In Mitteleuropa scheint dieses Gemüse zunehmend in Mode zu kommen.

Das Gemüse sieht im Ganzen so aus:

[ img ]

Es hat kräftig grüne Blätter und Stängel. Die Blütenansätze sind klein und erinnern in der Farbe und Form ein wenig an Broccoli. Die Pflanze hat kleine gelbe Blüten, die allerdings nicht gegessen werden.
Im Prinzip wird alles gegessen: die nicht verholzten Stängel, die Blätter und die Blütenknospen.

Laut Internet schmeckt die Pflanze etwas bitter, was wir allerdings überhaupt nicht feststellen konnten. Uns erinnerte der Geschmack am ehesten an guten Kohl (in Deutschland: Wirsing).

Wie wird Cime di rapa zubereitet?
Es gibt viele Rezepte, auch in Italien. Daher hat Roland selbst etwas kreiert, was uns sehr gut geschmeckt hat.

Für drei Personen haben wir 1 kg Cime di rapa gekauft. Verholzte Teile wurden weggegeben, ebenso sehr dunkle Blätter, weil diese angeblich mehr Bitterstoffe enthalten. Die Stängel wurden klein geschnitten, ebenso die Blätter. Alle Pflanzenteile wurden gewaschen.

Dann ließ Roland Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anlaufen, dann kamen die Cime di rapa dazu, es wurde mit ein wenig Rindsuppe (in Deutschland: Rinderbrühe) aufgegossen, gesalzen und ein wenig gedünstet, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft war. Zuletzt wurde mit einem Schuss Rahm abgerundet.

Gleichzeitig wurden Orecchiette bissfest gekocht. Orecchiette sind kleine Nudeln in Öhrchen- oder Muschelform.

Nudeln und Cime di rapa wurden zuletzt vermischt. Dazu wurde geriebener Parmesan gereicht.

Um Bari herum kommen ein Sardellenfilet und Chili dazu, dafür lässt man den Rahm weg.

So sieht das fertige Gericht aus:


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Mahlzeit!

Uli
Ulrike M. Offline


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Beitragvon Lira » Sa 13. Mai 2017, 16:32

Leckkkkkkkkkerrrrrrr..... :D
Diese Art von Gemüse kenne ich aus Süditalien grade nicht. Kann ich mir aber denken, dass es vielseitig verwendbar ist. Orechiette sind ja auch eine Pasta-Form, die eigentlich im Süden des Stiefels beheimatet ist und die die Mama oder Nonna früher in stundenlanger Kleinarbeit daheim "gebastelt" hat.
Habt ihr auch die überall präsenten roten Zwiebeln gekauft, die man als Gemüse in allen Variationen isst?
Oder - ich glaube, die kommen später im Jahr - diese Ranken der Kürbisse, die frittiert gegessen werden?
Herrlich!!!
Mal sehen, was ich nächste Woche im Viersternehotel in Kampanien aufgetischt bekomme an Genüssen 8-)
Danke für den Beitrag.

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Lira Offline


 
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Beitragvon Ulrike M. » Sa 13. Mai 2017, 20:56

Hallo,

Isa, man lernt nicht aus.

Ich habe dieses Blattgemüse am Gemüsewagen gesehen und nicht gefragt, was das ist. Dann habe ich im "gescheiten Internet" gesucht und bin fündig geworden.
Als ich den Gemüseverkäufer am nächsten Tag gefragt habe, ob das Cime de rapa wären, hat er von einem Ohr zum anderen gestrahlt... Dann wurde er sehr gesprächig, wollte wissen, woher wir kämen usw.

Rote Zwiebel haben wir nicht gekauft, allerdings hatte der Gemüsehändler in Diamante solch riesige Dinger bei sich, die sahen aus wie aufgeblasene Frühlingszwiebel und waren leicht rötlich.
Frittierte Kürbisblüten habe ich gegessen, da schmeckte allerdings mehr die Fülle. Da habe ich doch lieber dann die Frucht.

Tja, man kann nicht alles kaufen, wonach einem der Sinn steht, dazu ist der Kühlschrank zu klein. Heute ist es uns auch auf unserem Bauernmarkt so gegangen. Da ist viel Selbstdisziplin angesagt.

Beste Grüße,
Uli
Ulrike M. Offline


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