Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Da ich jetzt mal auf dem Schlauch stehe und nicht unbedingt weiß wo der 3 Länder Reisebericht hingehört, fange ich mal D

Wohin, Womit und wie lange?
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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Sa 25. Mai 2019, 02:16

Danke euch für die netten Kommentare zu meinen Berichten.

Die weiteren Tage folgen nach und nach.

 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Sa 25. Mai 2019, 02:20

Lira hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 18:22
Ja - sehr unterhaltsam der Bericht, nett. 
Aber: Gammel Dansk, der Alte Däne - was ist soooooo schlimm an dem Getränk?
Hab ich mein Schatzi erst kürzlich dazu gebracht, in Kopenhagen im Nyhavn Bier und Gammeldansk einzunehmen. War doch super..... (natürlich Touri-Programm, klar …)
Gute Reise in Sverige noch!
 

Lira,
so sind die Geschmäcker glücklicher Weise verschieden. Dem einen schmeckt das Zeug, mir halt nicht.

Ist auch gut so, sonst müsste die Chemiefabrik, welche den Gammel Dansk in Norwegen erzeugt, Konkurs anmelden.  :mrgreen:

Spaß beiseite, ich hatte es auch oben schon geschrieben.

Bei unserem ersten Dänemarkbesuch überhaupt, wurden wir von unseren älteren dänischen Nachbarn zur Fischauktion in Skagen mitgenommen, welche um 5:30 Uhr in der Frühe begann.

Davor gab es noch ein standesgemäßes dänisches Frühstück bei welchem wir dem Sonnenaufgang von einer Düne aus zuschauten. Die Rundstücker besorgten wir durch die Hintertür in der Backstube beim Bäcker, bevor es in die Dünen ging.

Und bevor es das Frühstück gab, gab es dann auf nüchternen Magen, bei relativ kühler Witterung zuerst einen Gammel Dansk. Getreu dem Motto des Alten Dänen: Tut gut am frühen Morgen, aber auch nach den Mühen die der Tag mit sich bringt.

Aber da keine Schnapsgläser zur Verfügung standen gab es ihn im Wasserglas.

Mhhhmmm, seither brauche ich ihn nicht mehr. :cry: 

Hat sich aber in Dänemark jetzt eh reduziert in der Beliebtheit, seit dem er in Norwegen produziert wird.

Allerdings weiß ich jetzt nicht welchen Gammel Dansk ihr getrunken habt.

Es gibt zwei Versionen den Citrus 35 % und den Dram 38%.

Wobei der Citrus der etwas wohlschmeckendere ist, der meistens ausgeschenkt wird und überall erhältlich ist.
Der Dram um einiges bitterer, ihn gibt es nicht überall und er wird meistens nur von den älteren Dänen getrunken.  Der Dram war auch der in der Düne, der ihn mir verleidet hat. :mrgreen:

Ich halte mich da doch lieber an den Bitter von Dr. Nielsens, mit gleichnamiger Bezeichnung. ;) Der ist abgerundeter, obwohl er auch 38 % hat wie der Gammel Dansk Dram und verdrängt diesen in DK immer mehr vom Markt.
 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mo 27. Mai 2019, 00:27

Wir schreiben heute, Sonntag, den 19.5.2019 

Lasst uns schnell los, noch regnet es nicht.

Vielleicht packen wir es, dass wir trocken den Tag überstehen.
Die Richtung ist ja klar, es geht in den Norden von Öland.

Den ersten Zwischenhalt legen wir am Hafen von Färjestaden, der größten Stadt auf Öland ein.

Der Grund dafür ist nicht der Hunger. Wofür haltet ihr mich, wir haben doch erst vor einer knappen Stunde gefrühstückt.
:oops:

Nein ich wollte für euch ein schönes Foto der Brücke über den Kalmarsund aufnehmen. Doch leider war die Sicht nicht so toll. Über dem Sund war es immer noch recht diesig. Dafür habe ich euch dann die alte Fähre Kalmarsund VIII aufgenommen,

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welche zurzeit als es die Brücke noch nicht gab, die einziger Verbindung zum Festland für die Bewohner Ölands darstellte.

Jetzt nörgelt nicht rum, es geht ja schon weiter. 
:mrgreen:

Bevor wir im Norden der Insel ankommen, erregt ein Hinweisschild auf eine weitere Sehenswürdigkeit der Insel Öland mein Interesse und ich biege mal links ab.
Schon nach wenigen Minuten, auf einem recht engen Weg, erreichen wir das Blå Rör.

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Das größte Steinhügelgrab aus der Bronzezeit, mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Höhe von 3 Metern.

Ok, die Altertumsforscher unter euch mögen mir verzeihen. Wenn dort kein Hinweisschild gestanden hätte, wäre es bei mir als Steinhaufen durchgegangen, auf dem jemand die Steine von seinem Acker zusammengetragen hat. :mrgreen:

Weiter geht es nachdem meine Neugier bezüglich des Blå Rör befriedigt ist.

Auf dem Weg in den Norden kamen uns viele amerikanische Fahrzeuge, älterer Bauart entgegen. Es war alles an Fahrzeugen zu sehen, welche uns zum Teil schon in unserer Kindheit und später auf den Straßen in der Nachbarschaft begegnete, wenn sich die amerikanischen Besatzungssoldaten dort in ihrem Club 45 trafen.

Sehr zum Leidwesen der Anwohner, die dann keinen Parkplatz mehr bekamen.


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Anscheinend war in Borgholm ein Treffen von Sammlern dieser Amerikanischer Straßenkreuzer. Leider kam uns die Idee die Fahrzeuge zu fotografieren erst kurz vor Borgholm, somit konnten wir nur noch den letzten Schlitten auf das Foto bannen. Der uns entgegen kam, danach war es wie abgeschnitten.

Unser nächstes Ziel das Dorf Byrum ist bald erreicht. Hier hat das Infoblatt zu den Sehenswürdigkeiten nicht übertrieben. 

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Die Raukar welche sich hier, rund 6 Kilometer, am Ufer entlang in Richtung Norden ziehen sind echt sehenswert. ;)

Während im Süden, die Rauken bis zu 4 Meter hoch sind, flachen sie gegen Norden hin deutlich ab und haben dort aber auch noch eine Höhe von ca. 2,5 Meter.

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Da das Wasser vom Wind etwas zurück gedrückt hat können wir trockenen Fußes ein ganzes Stück an den zerklüfteten Rauken entlang laufen. 

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Ich habe sogar das Glück einen versteinerten Ortoceratiten, also eine Art Tintenfisch, diesmal nicht in Teig eingebacken, sondern in Stein gebannt zu finden. :mrgreen:


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Ich habe ihn dort so gelassen. Somit habt ihr die Möglichkeit ihn bei eurem Besuch selbst anzuschauen. Ja dort rechts unten in der Ecke. :mrgreen:

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Danach besuchen wir den Lången Erik. Jetzt jammert bloß nicht, weil ihr die letzten  500 Meter dort hin zu Fuß gehen müsst.

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Auf dem Weg dahin, müssen wir an einer Herde Schafe vorbei. Aus der Herde rotten sich ein paar Lämmer zusammen, die uns wohl den Weg versperren wollen. Aber letztlich lassen sie uns doch vorbei gehen.

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Der in den Jahren 1844 aus Kalksteinen erbaute Leuchtturm ist 32 Meter hoch.

Im Sommer kann man auch hinaufsteigen und von oben einen Blick auf die Grankullaviken werfen. Eine Art Lagune, welche durch zwei schmale Landzungen gebildet wird, welche nur einen schmalen Durchlass für das Wasser aus der Ostsee zulassen.

In der Grankullaviken liegt ein kleiner Hafen, der von den Fischern, welche um den Lången Erik herum wohnen, genutzt wird.


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Doch nun fahren wir endlich auf die dem Lången Erik gegenüberliegende Halbinsel, wo es den Trollwald geben soll.

Bei trüben, aber Glücklicher Weise trockenem Wetter liefen wir nun fast zwei Stunden durch den Trollwald.

Wir haben alles gesehen, von der  rund 900 Jahre alten Trolleiche,

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über unzählige Baumleichen,

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bis hin zum  Wrack eines alten Holzschiffes, welches dort um 1900 strandete.

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Einen Troll haben wir dann auch noch auf dem Rückweg zum Knauser gesehen der sich in einem Baumstumpf versteckte.

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Die letzten Meter gingen wir dann etwas schneller. Nein, es regnete nicht, aber der schwarze Teufel rannte hinter uns her.

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Gerade noch einmal gut gegangen, da unsere Franzi den schwarzen Teufel auf Abstand hielt, bis wir das rettende Tor hinter uns geschlossen hatten.

Wenn ihm die anderen 40 Teufel, welche mit etwas  Abstand hinter ihm her gerannt kamen, zu Hilfe gekommen wären, hätte uns Franzi wohl nicht verteidigen können.   


So jetzt aber weiter nach Bödahamn, wo wir auf dem dortigen Stellplatz die kommende Nacht bleiben werden.

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150 SEK zahlen wir dort für den Stellplatz.

Inklusive sind Hafenblick, Toilette, Dusche, Ver. und Entsorgung, Trinkwasser. Strom , wer ihn benötigt zahlt 40 SEK zusätzlich.

Zwar stehen wir dort auf Schotter, aber direkt hinter den Stellflächen ist Wiese. Also ok für eine Nacht.


Allerdings ging der Geldautomat dort nicht, Briefkasten war auch keiner vorhanden, aber der Hafenmeister käme morgen kassieren.

Wir hatten Glück mit dem Wetter. Genau, bis jetzt hat es nicht geregnet.

Auch jetzt regnet es nicht, aber die Feuchtigkeit, welcher der Nebel mit sich bringt ist auch nicht gerade angenehm. Daher schnell in den Knauser hinein.


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Mal sehen wie es morgen wird mit dem Wetter, wenn wir weiter in den Süden der Insel fahren werden.

Jetzt aber erst mal Gute Nacht, man liest sich.
 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 3 Schweden

Beitrag von Havoerred » Di 28. Mai 2019, 00:11

Wir schreiben Montag, den 20.5.2019.

Heute wird der Bericht sehr kurz ausfallen, da wir noch einen Tag im Hafen stehen geblieben sind und fast nichts unternommen haben.

Aber auch beim dem wenigen, wollen wir euch teilhaben  lassen.
 

Guten Morgen, aufstehen das Frühstück ist fertig, der Hafenmeister wird gleich zum Kassieren kommen.

Da kommt er ja auch schon, aber kassieren will er nicht :roll: . Dafür wäre ja der Automat da und da er nicht funktioniert, sollen wir mal die Rufnummer anrufen, die dort steht am Automaten, bevor jemand von der Parkgesellschaft kommt, die für den Stellplatz verantwortlich wäre. Den Code für die Toiletten und Dusche kennt er auch nicht, den gibt täglich der Automat vor und stellt auch den Code an den Türen ein.

Gut das wir die Toilette nicht brauchen
:) , aber zahlen tun wir sie ja doch :(. 

Ach so, zu den Kosten, wir zahlen für den Tag 150 SEK ohne Strom, der mit 40 SEK berechnet wird, wenn der Automat es dann tut. :?

Na gut, ich ruf  dann später mal dort an.

Jetzt fahren wir erst mal mit dem Rad zu Einkauf in den nahe gelegenen ICA Markt. Mhhmm, das hat sich ja gar nicht gelohnt die Räder vom Träger zu nehmen, in nicht mal 2 Minuten sind wir schon im Markt und füllen mal auf, was fehlt. Etwas Fleisch für den Grill und noch etwas für einen bunten Salat. 

Ich packe mir mal dann so eine runde Riesenpackung Knäcke ein, jeden Tag Toast oder Brötchen in Schweden, muss ja nicht sein. 
:lol:

Da wir nicht viel benötigen sind wir auch schnell wieder am Knauser, wo wir auch den ganzen Tag verbringen.  

Ich sehe mir noch die Angelmöglichkeiten an, dort an der Mole auf der linken Seite des Hafens. Todesmutig schleiche ich mich an Frau Schwan vorbei, die dort auf ihrem Nest sitzt und Eier ausbrütet.

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Ich mache einen weiten Bogen um die Dame, was sie auch nicht besonders stört. Sie scheint Publikumsverkehr gewohnt zu sein, den sie kümmert sich lieber um den Hausputz an ihrem Nest.
 

Also würde der Angeltour am Nachmittag oder Abend nichts im Wege stehen. Tja wenn da nicht Herr Schwan wäre, der eifersüchtig aufpasst, dass seiner Holden keiner zu Nahe kommt.

Er hat den ganzen Tag damit zu tun, die anderen Schwäne zu attackieren, die sich in die Nähe des Nestes wagen. 

Aber als ich dann sehe, dass er sich auch am Land auf zwei Gänse stürzt, welche dem Nest nahekommen, ziehe ich dann doch den S…… ein (soll doch Jugendfrei bleiben hier
;)  ). Und gebe mein linkes Vorhaben auf und wechsele auf die rechte, nestfreie Mole. ;)

Dass ich damit gut liege, sehe ich kurz vor dem Abend, als sich so ein Dummerjahn, mit seinem Hund auf die Mole begibt wo Frau Schwan brütet. Die er aber dann, nach der Attacke des Herrn Schwan ganz schnell, gefolgt von seinem Hund im Laufschritt verlässt.
Wie kann man nur so dumm sein. Einen Schwan herauszufordern, der sein Nest bewacht. Wenn der mit seinem Hals zuschlägt, bleibt bei dem angegriffenen kein Knochen heil.
  :o

Ach so ja, schnell noch das Telefonat erledigen, zwecks dem nicht funktionierenden Automaten. Vorher aber noch einmal probieren, ob er nicht inzwischen wieder funktioniert. 

Gebannt schauen die anderen Wohnmobilfahrer vom Platz zu, ob ich wohl Erfolg habe. 

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Aber Nein, der Automat will nicht. Also die Rufnummer angerufen. Das Telefonat gestaltet sich etwas schwierig. Die Dame am anderen Ende der Leitung wechselt nach fast jedem Wort von schwedisch ins englisch und zurück. :mrgreen:

Aber letztlich verständigen wir uns doch. Sie schaut dann unter der Seriennummer des Automaten nach und bestätigt mir, dass der Automat keine Zahlungen annimmt zurzeit. Es wird jemand kommen und den Automaten reparieren, bzw. das fehlende Quittungspapier nachfüllen.

Dann will sie das Kennzeichen vom Knauser wissen und gibt mir dafür im Gegenzug die Nummer 6050, die ich auf einem Zettel notiert an die Windschutzscheibe legen soll. Damit wäre alles erledigt und ich könne nun unbehelligt auf dem Platz stehen bleiben. Dann bin ich aber Mal gespannt.

Bis zum heutigen Tage habe ich nichts mehr gehört. Fast nehme ich an, dass ich eine Rechnung erhalten werde, die an Hand des Nummernschildes verschickt werden wird. Mal sehen was sich da tut.


Auf dem kurzen Rückweg zum Knauser sehe ich das die Räucherei geöffnet hat. Also schnell meine Lieblingseinkaufsberaterin geholt und die Räucherei gestürmt. Das Angebot, nun ja recht übersichtlich. Neben einigen geräucherten Forellen, wahrscheinlich aus einer Forellenzucht, lagen noch ein paar Makrelenfilets in der Auslage, sowie ein ganzer geräucherter Lachs. 

Da fällt uns die Auswahl ja nicht schwer und zwei Makrelenfilets kommen mit, die wir dann zum Abendessen in Begleitung von einigen Scheiben Weißbrot verzehren. Die waren super lecker, fast so lecker als wenn ich sie selbst geräuchert hätte.

Und dann war es auch schon Zeit mit der Angel bewaffnet auf die Mole zu gehen.

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Den Gang hätte ich mir sparen können. Außer dass ich laufend Kraut und Algen an dem Haken hatte, gab es nichts. Die meiste Zeit verbrachte ich damit Herrn Schwan zu beobachten, der aufgeplustert seine Runden drehte.
:evil:

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Mein lieber Schwan, der arme Kerl war vollauf beschäftigt sein Nest zu verteidigen. Da sich neben der Mole, in dem Flachwassergebiet auf der linken Seite ca. 20 Jungschwäne aufhielten.

Hatte er davon einen verjagt der in die Nähe des Nestes kam, schwamm schon der nächste in die Nähe.
 So ein Schwan hat es schon schwer. Dazu kamen dann noch eine Menge an Gänsen, die dort auch rum schwammen.

Ich machte dann noch ein paar Fotos von dem netten, kleinen Hafen. 

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In welchen man schön ruhig steht, mit Blick aufs Hafenbecken.

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Packte dann ohne Foto vom Sonnenuntergang gemacht zu haben, meine Angel ein und begab mich in den Knauser.
 

Der Tag hatte heute nicht viel zu bieten, außer dass die Sonne längere Zeit raus kam und kein Regen fiel. 

Morgen wechseln wir in den Süden von Öland.

Ich mach mich jetzt flach, gute Nacht. Man liest sich



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Biggi & Reinhard » Di 28. Mai 2019, 09:59

Wie immer Danke für Mitnehmen 
den schönen Bilder und den Tollen Reisebericht  ;)



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mi 29. Mai 2019, 01:05

Wir schreiben heute Dienstag, den 21.5.2019.

Ich stelle grade fest, das ich genau eine Woche hinter dem tatsächlichen Reisegeschehen hinterher hinke.

Inzwischen sind wir in Dänemark angekommen und momentan wird der Knauser vom Wind geschüttelt. Und das trotz Stützen.

Aber jetzt weiter im Reiseverlauf
 Hallo zusammen.Wie schon gestern angedeutet, verlassen wir heute den netten Stellplatz am Hafen von Böda.

Wegen der Bezahlung hat sich noch nichts neues ergeben.
:?

Aber jetzt fahren wir erst mal in den Süden. Nicht falsch verstehen, wir wollen nicht nach Italien und euch die Stellplätze wegzunehmen. :)

Nein wir fahren in den Süden von Öland. 

Also anschnallen, Rauchen einstellen und schon geht es los. 

Als Ziel haben wir uns den Stellplatz Ventlinge ausgesucht, relativ weit im Süden der Insel Öland auf einem Privatgrundstück gelegen.

Diesmal nicht direkt am Wasser, sondern ca. 300 m davon entfernt gelegen. Aber direkt an einem Weg gelegen, über welchen man in 3 Minuten zu Fuß auch am Kalmarsund ist.
;) 

Über die Straße 136 geht es rasch südwärts. Durch viele kleine Dörfer, vorbei an vielen allein gelegenen Bauernhäusern und mindestens ebenso vielen alten Mühlen.

Naja rasch eigentlich nur, bis wir auf einen Straßenbautrupp, bestehend aus 3 Fahrzeugen, treffen der im Schritttempo vor uns her rollt und die Löcher in der Straße provisorisch mit Teer ausbessert und dann noch mit Split abstreut.

Da die Teer Maschine, dir vorweg fuhr überbreit war, konnte man auch nicht überholen. Und wenn ich dachte, die würden mal etwas zur Seite fahren, so hatte ich mich auch getäuscht. :P

Also hieß es über rund 5 Kilometer im Schritttempo dahin zu schleichen. :lol:

Bis sich dann an einem Parkplatz die Möglichkeit ergab, über dem Parkplatz zu fahren, also quasi die Fahrzeuge rechts zu überholen.  :|

Schön dass sie die Straßen in Stand halten, auch schön dass alle Fahrzeuge brav hinter der Reparatur Kolone herfuhren und keins der Autos hinter uns versuchte sich daran vorbei zu drängeln. Jedenfalls nicht bis zu dem Parkplatz. 8-)

Wo der, mit einer Signaltafel ausgerüstet Wagen, dass hinten auf dem Wagen angebrachte Signal Kreuz ausschaltete, welches ein Vorbeifahren verbot und kurz vor dem Parkplatz dann den Signal Pfeil nach rechts einschaltete, was dann wohl rechts vorbeifahren bedeutete. :D 

Für uns war es entspannend, für den Knauser weniger, wie wir später beim ersten Halt sehen konnten. Er war mit zahlreichen Teerspritzern versehen. Gut das die Spritzer recht klein waren, sonst hätte er ausgesehen wie ein Dalmatiner.

Da ich für meinen Räucherofen immer Spiritus im Knauser habe, waren die Spritzer später auf dem Stellplatz auch schnell wieder entfernt.
;)

Aber noch waren wir nicht auf dem Platz, sondern hielten erst einmal an der Kastlösa kyrka an. In welcher eine große Kalkmalerei die gesamte Ostwand der Kirche bedeckt. 

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Das wollten wir uns doch auch noch schnell ansehen.

Auch in dieser Kirche hängt ein Kirchenschiff über dem Altarbereich, wie es in den meisten skandinavischen Kirchen zu sehen ist.


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Beim hinausgehen aus der Kirche fiel unser Blick dann noch auf die schöne Orgel. 

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Und schon geht es auch wieder weiter, aber nur ein kurzes Stück bis wir zu dem Gettlinge gravfält kommen.
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Welches mit fast 2 Kilometer Länge das größte zusammenhängende Gräberfeld  aus der Eisenzeit auf Öland ist. 

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Als man vor 100 Jahren einige der Gräber geöffnet hat, fand man unter einem Grabhügel auch ein Skelett eines Kriegers aus der Eisenzeit in einer Steinkiste liegenden, welcher von Schild, Speer, Schert und Lanze umgeben war. 

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Auf den Hügeln des Grabfeldes wuchsen auch zahlreiche dieser schön anzusehenden Blumen.

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Welche es waren, vielleicht weiß es ja eine der Gründaumenfrauen hier. :D

Doch jetzt verlassen wir diese Stätte. Vorbei geht es über lange Zeit am Stora Alvar.

Dem Weltkulturerbe der Agralandschaft Süd-Ölands.

In welchem die Strandwiesen nie bewirtschaftet werden konnten mit Ackerbau, sondern nur als Weidegebiet dienten. Dieses Gebiet erstreckt sich über große Teile Süd Ölands.


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Nachdem wir dann an einer Tankstelle noch den vergeblichen Versuch unternahmen Diesel in unseren Knauser zu füllen, was aber an dem zugeklebten Card Leser scheiterte, erreichten wir dann um die  Mittagszeit den Stellplatz in Ventlinge, wo wir heute dann übernachten werden.  

Es standen zwar nur 3 Womos auf dem Platz, aber um uns herum herrschte eine merkwürdige Betriebsamkeit. Laufend kamen Ornithologen mit riesigen Fernstechern an, die auf großen Stativen aufgebaut waren.

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Irgendwie kamen wir uns beobachtet vor. :oops:

Ich bin zwar ein merkwürdiger Vogel, aber das ich so eine Aufmerksamkeit auf Öland erzeugte, war doch überraschend für mich. :mrgreen:

Entwarnung gab es erst, als mir einer der Ornithologen erklärte, dass sie wegen einer seltenen Tauben Art hier wären, welche gestern erstmals in Schweden gesichtet worden sei.  ;)

Na dann mal gut Vögeln, oder wie auch immer der Wahlspruch der Ornithologen heißen mag.

Nachdem wir unseren Knauser dann beim Stellplatzbesitzer angemeldet hatten und für die Nacht 150,- SEK bezahlt hatten, inkl Ver.- und Entsorgung, WC, Dusche. Wer Strom benötigt lagt nochmal pauschal 30,- SEK drauf. 

Machten wir noch einen Spaziergang an den Kalmar Sund, dazu nahmen wir auch unserer jüngste Hündin Franzi mit.

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Bei diesem Spaziergang kamen wir dann noch an ein paar merkwürdigen Gebilden vorbei, die laut den daran befestigten Schildern, mit den aufgeschriebenen Gedankengängen der Kunstschaffenden, Kunstgegenstände waren.

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Naja so mein Gedankengang, als Kunstbanause. Warum habe ich nicht gemerkt, dass unsere Enkel schon im Kindergartenalter verkannte Künstler waren und ich ihr Kunsttalent leider nicht gefördert habe.

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Danach war es Zeit für das Abendessen und da kein Restaurant in der Nähe war, gab es noch einmal geräucherte Makrele. 

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Mhhmmmm, einfach nur Lecker. 

Ach ja ich wollte es nur beiläufig erwähnt haben. Dass auf dem Bild bin ich und nicht Catweazle!!! :mrgreen:

Erstens fehlt mir dazu die Kröte Kühlwalda und zweitens habe ich nur meinen Rasierer sowie den Friseurtermin bei meiner Lieblingshaareschneiderin vor unserer Reise vergessen. :o

So und nun schnell in die Heia. Morgen wollen wir noch an die Südspitze der Insel, bevor wir uns dann auf den Weg nach Oskarshamn machen.

Gute Nacht, man liest sich. 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von SPD100 » Mi 29. Mai 2019, 10:38

Hallo,ich bin zwar keine "Grüntaumenfrau" :D , aber es sollte sich dabei um eine Orchidee Namens "SANKT PERS NYCKLAR" mit dem
lateinischen Namen Orchis mascula handeln. In deutsch heißt die Orchidee wohl "Männliches Knabenkraut".

LG Andreas



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mi 29. Mai 2019, 17:34

Andreas Danke für die Aufklärung.

Da hatte ja meine Frau doch Recht, als sie die Blümchen den Orchideen zu rechnete.

Alleine, ich wollte es nicht so wahrhaben, da sie dort in Massen blühten, wie bei mir der Löwenzahn im Garten.



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von jion » Mi 29. Mai 2019, 20:16

Bishier auch schon mal ein dickes Lob, und ein noch dickeres Danke für die schönen Eindrücke eurer Tour.

Rainer, kann es sein das du zum Friseur musst?🤣



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von tuppes » Mi 29. Mai 2019, 20:23

Havoerred hat geschrieben:
Mi 29. Mai 2019, 01:05
Wir schreiben heute Dienstag, den 21.5.2019. Ich stelle grade fest, das ich genau eine Woche hinter dem tatsächlichen Reisegeschehen hinterher hinke.

Inzwischen sind wir in Dänemark angekommen und momentan wird der Knauser vom Wind geschüttelt. Und das trotz Stützen.

Aber jetzt weiter im Reiseverlauf...
Hallo Rainer,
sind das die "Spätfolgen" vom Gammel Dansk - oder ist es das Alter :o :shock: ;) ? - Wenn Du schon nicht mehr genau weißt, wo ihr seid - wie sollen wir dann hinten in der Garage wissen, wo wir gerade sind?
Weiterhin viel Spaß und Freude bei eurer Reise - woimmer ihr inzwischen sein werdet - wir kommen mit und genießen jeden Tag.
Erhard (Tuppes)



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