Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Da ich jetzt mal auf dem Schlauch stehe und nicht unbedingt weiß wo der 3 Länder Reisebericht hingehört, fange ich mal D

Wohin, Womit und wie lange?
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Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Sa 27. Apr 2019, 00:25

Schön dass ihr wieder alle dabei seid. Steigt doch schon mal ein und macht es euch bequem. Da Kerli es hervorgezogen hat sich nach Italien abzusetzen, obwohl Lia wohl lieber mit uns gefahren wäre, ist genügend Platz, im und auf dem Knauser.
Eigentlich, wollten wir ja schon recht früh aufbrechen, aber da noch nicht alle wach waren, hat sich die Abfahrt verspätet.
Über die A66 ging es flott, für einen Freitag Nachmittag fast zu flott, in Richtung A 5. Und kaum habe ich noch über die flotte Fahrt nachgedacht, stehen wir auch schon vor dem Nordwestkreuz auf der A66 und warten, dass sich die fast endlose LKW Schlange durch die Baustelle im Nordwestkreuz auf die A5 bewegt.

Aber wo ein Wille ist, findet man ja auch endlich irgendwann den Weg, wenn man nur lange genug warten kann. :mrgreen: .

A 5 Freitag Nachmittag.... warum konnten wir nicht, wie geplant früh starten?

Ihr da hinten in der Garage holt euch doch schon mal die Karten raus und macht ein Spielchen. Dann vergeht die Zeit schneller.

Langsam rollt die Karawane weiter und wir hinter her, bis es kurz vor dem Rasthof Wetterau wieder zähflüssig wird.

:o :o :o :o

Ohje schaut lieber nicht hin, der Grund für die Stauung ist ein Wohnmobilkollege, der sich irgendwie mit einem LKW nicht über die zu befahrenden Spuren einigen konnte. So sah es zumindest für mich aus. 

Apropo aussehen, das Womo, sah leider nicht mehr so gut aus und hinterließ einen recht gequetschten Eindruck. Mhhhm, da schaut man besser nicht so genau hin, sonst kommen Gedanken über die nicht sehr stabile Bauweise des eigenen Fahrzeuges auf,  man konzentriert sich lieber auf die Gaffer, vor, neben und hinter einem.

Meine Lieblingsberichterstatterin berichtete mir, das hinter den zwei demolierten Fahrzeugen, wohl die jeweiligen Besatzungen der Fahrzeuge standen. So scheint es zumindest, dass keiner schwer verletzt war, sowie es aussah.

Also lassen wir uns die gute Laune nicht verderben, sondern achten weiter auf den zähflüssigen Verkehr.

Nach einer Rast auf dem Gasthof Hasselberg, der eigentlich schon uns gehören müsste, so oft wie wir dort schon Anteile in Form von teurem Kaffee und teuren Speisen erworben haben,

Aber wir wollen nicht jammern und klagen, wir müssten ja dort nicht anhalten, oder besser gesagt, wir könnten ja nachdem wir unsere Hunde dort an dem Wirtschaftsweg ausgeführt haben, wieder in den Knauser steigen und weiter fahren.

Weiter geht es. Irgendwann schmeiß ich das Radio aus dem Knauser, statt Musik zu spielen, berichtet es nur von Staus auf der Autobahn. Mal 6 km, dann 8 km und dann wieder 5 km und alles noch vor uns. Und das schlimmste, jedes mal wenn ich von der BAB abfahren will ärgert es mich mit dem Zusatz. Eine Umfahrung der gemeldeten Staus ist nicht sinnvoll, da die Ausweichstrecken auch total überlastet sind.

Ach was sehne ich mich nach meinem ersten Autoradio von 1968 zurück, dass spielte nur Musik, ob aus demÄther oder vom Band. Da war das Programm noch anspruchsvoll, auch wenn die Musik, teilweise flach war. Diese Sendung Verkehrsnachrichten, die hatte es damals noch nicht drauf. Was sich die Programmmacher aber auch alles einfallen lassen.

Irgendwann war es dann aber geschafft. Nach fast 6 Stunden, unzähligen Verzögerungen und Dauerregen, der teilweise heftig war und bestimmt im fränkischen Seenland eine Forenschreiberin hier aus dem Forum, hoch erfreut hätte, die sich über harte Böden und Miniatur Regenfälle beschwert. So ungerecht kann das Leben sein. Ich Frage mich bei dem ganzen Regen, weshalb ich den Knauservor der Abfahrt eigentlich noch so intensiv hübsch gemacht habe. 

Tja Leute heute war es nicht das Gelbe von der Sonne was wir zu sehen bekommen haben. Aber so wie ich mich und meine guten Draht zu Petrus kenne, wird bald wieder die Sonne scheinen. Spätestens wenn wir die dänische Grenze überrollt haben. :P

Wie ich es an dem Gläser klirren, hinter uns im Knauser gehört habe, hat euch das alles nichts ausgemacht. Ihr habt wohl den Zugang in den Weinkeller gefunden. :lach1 Lässt es euch ruhig schmecken, wir sind jetzt am Zielortfür heute angekommen.

Der Stellplatz Rio Gande in Bad Gandersheim, ist trotz Freitag spät am Nachmittag nur mit 3 Womos belegt, also noch jede Menge freie Stellplätze.

Fotos erspare ich euch heute mal, den erstens will ich nicht raus in den Regen und zweitens tragen regengraue Fotos auch nicht unbedingt dazu bei, die Stimmung zu heben. 

Wir fahren Morgen nachdem Frühstück weiter, ihr seid bitte pünktlich da. Ich werde dann kurz noch bei Feinkost Aldi, den Weinkeller wieder auffüllen, bevor wir uns wieder auf die Autobahn in Richtung sonniger Norden begeben.

Gute Nacht und schläft gut.

Ich werde jetzt noch eine Nachtschicht einlegen um nach zu sehen,wie diese dusselige Rechtschreibkorektur auf meinem neuen Tablett die dauernde Bevormundung  abgewöhnen kann. Da ich es absolut nicht leiden kann, wenn mir jemand die Worte quasi im Mund rum drehen will. Und da ich nach 10 Jahren als Pflaumevon der Baumschule abgegangen bin, macht es mir auch nichts aus, wenn mal ein Wort etwas anders aussieht, als es im Duden abgebildet ist. ;)

 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von tuppes » Sa 27. Apr 2019, 09:38

Ich wünsche euch eine gute Reise und v.a. schöneres Wetter und mache es mir derweil in der Heckgarage bequem. Dass wir euch auch auf dieser Reise begleiten werden, ist doch selbstredend - auch wenn es im Knauser durch die vielen MitfahrerInnen immer enger wird.
Ich hoffe, dass eure "Stromaufrüstung" in Goch gut verlaufen ist und ihr immer genug "Saft" auch ohne Stromkabel haben werdet - denn dann können wir evtl. nachts auch einmal etwas länger in der Heckgarage lesen und das Licht länger brennen lassen. - So, jetzt sollte es nur langsam´mal ein wenig wärmer werden; kuscheln ist zwar schön - aber nicht mit so vielen Leuten hier hinten im Knauser ;) .
Erhard (Tuppes)



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von gerwulf » So 28. Apr 2019, 06:01

Moin Knauser,

bin munter und gerade an Bord gekommen.
Wann geht es denn weiter?? Will aus dem sch... Wetter raus und mir bald die hübschen Schwedinnen betrachten.

Nur Sonnenschein und Freude an Bord wünsche ich euch

Sonnige Zeiten
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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mo 29. Apr 2019, 17:36

Hallo zusammen
leider konnte ich die letzten Tage wegen schlechtem Netz nichts tun. 
Wir sind inzwischen weiter und stehen nun auf der Insel Fehmarn, wo wir uns mit Angelfreunden zu eine paar gemütlichen Tagen treffen. 

Nachdem wir den Stellplatz Bad Gandersheim am letzten Samstag verlassen haben und von dort auf den Stellplatz Schwarze Berge, vor den Toren Hamburgs angefahren haben um dort die Nacht auf Sonntag zu verbringen, gibt es außer Regenwetter nichts besonderes zu berichten.

Den Sonntagmorgen fingen wir mit teilweise knusprigen Brötchen vom Brötchenservice auf dem Stellplatz Schwarze Berge in Rosengarten, gemütlich an. Begleitet, von den Regentropfen, welche uns das Morgenkonzert spielten. 

Bei leichtem Regen ging es dann weiter Richtung Fehmarn, der Sonneninsel, in der Hoffnung, das sie ihrem Ruf als Sonneninsel gerecht wird.

Zwar sah es auf dem Weg dorthin nicht sonnig aus, aber wer den Glauben verliert, hat schon verloren. Trotz zähem Sonntagsverkehr kamen wir recht gut voran und wurden schon vor dem Kleiderbügel, Fehmarns Wahrzeichen, bei strahlendem Sonnenschein begrüßt.

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Ich sag es ja, wenn Engel reisen. :mrgreen:

Inzwischen ist Montag, der 29.4.2019. Ich werde euch mit Berichten von unserem Angeltreffen so weit als möglich verschonen. Es sei den ich fange einen riesigen Fisch, den ich euch dann wohl nicht vorenthalten möchte. Bisher waren es ein paar Heringe, die heute Abend in die Pfanne wandern. Gefangen haben wir die im Hafen von Heiligenhafen.

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Eigentlich sollten die Heringe schon wieder wech sein, aber ein paar haben noch auf uns gewartet.

Wer von den Mitreisenden ein paar abhaben möchte, muss sich nur äußern, wie er sie gerne hätte. 

Gebraten werden sie auf jeden Fall und dann auch in Essig, sauer eingelegt. Ihr könnt sie ja dann auf der Weiterreise ab nächsten Montag probieren.

Jetzt mach ich aber schnell Schluss, weil wir gemeinsam mit den Freunden zum Abendessen gehen wollen. Wir müssen pünktlich sein, da wir den Tisch für uns 12 um 18:00 Uhr reserviert haben.

Und da auf Fehmarn die Hölle los ist, wird der Tisch auch schnell mal anderweitig besetzt, wenn man nicht zur reservierten Zeit dort eintrifft. So graß, wie hier auf Deutschland wohl hässlichsten Insel habe ich es noch nirgendwo erlebt.

Gut nur, das wir in Klausdorf, weit ab von dem Touritrubel stehen.  

Man merkt, dass die Insel vom Tourismus lebt, da werden einem keine fünf Minuten Kulanz als Wartezeit zugestanden. Es gibt Lokale, die werden fast jeden Abend gestürmt, obwohl das Essen dort oftmals eine mittlere Katastrophe ist. Aber solche Touristen Schuppen, wie das Netti, meiden wir wo es nur geht.

Also auf geht`s. Wer mit will, es gibt wahrscheinlich Fisch zum Abend. Ihr könnt ruhig im Räuberzivil mitkommen, auf Abendkleidung wird dort am Campingplatz in Klausdorf keinen Wert gelegt.

Wir lesen uns dann die Tage.





 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mo 13. Mai 2019, 00:41

Hallo zusammen,

ich muss mich entschuldigen und bin dabei ganz ehrlich.

Ich hatte die letzten Tage keine Lust den Laptop anzuwerfen und etwas zum Besten zu geben.
Nur eine kurze Info, da ich jetzt nach einem langen Tag erst mal in die Falle gehe. 
Wir sind inzwischen in Schweden und ich werde morgen, wenn das Wetter nicht so gut wie Heute ist, dann mal alles nachholen.

Liebe Mitfahrer, keine Angst, ich habe alles notiert. Bisschen was zur Einstimmung.

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Hier standen wir am vergangenen Montag sehr nett, direkt am, Wasser 

Und das haben wir uns auch angesehen.

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Vielleicht weiß ja jemand wo wir da waren? Condor, du darfst leider nicht mit raten, da du unsere Tour ja teilweise verfolgt hast.

Bis Morgen, man liest sich.
 



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 2 Dänemark

Beitrag von Havoerred » Mo 13. Mai 2019, 21:30

Wie eingangs ja schon geschrieben habe wir die Zeit vom 29.4. bis zum 5.5. mit Freunden auf Fehmarn verbracht.

Die Fangergebnisse bei unserer Angelei waren, wie auch schon in den letzten Jahren recht dürftig, aber wir waren an der frischen Luft und haben gemeinsam die Zeit verbracht und die Ruhe am Strand genossen, bei unseren Angelversuchen.

Die paar Fische, die wir gefangen haben, sind eigentlich den Aufwand den wir dazu betreiben nicht wert. Letztlich haben wir den Fisch verwertet, sprich gegessen und lecker waren die Fische auch.

Auf jeden Fall geschmacklich besser, frischer und schneller versorgt, als die Fische die man bei Nordsee und Konsorten zu kaufen bekommt. Zwar haben die von uns gefangenen Fische kein Gütesiegel, wie es ja heute bei fast allen Fischen angeboten wird, die käuflich zu erwerben sind. Wo dem Endverbraucher weiß gemacht wird, dass die Fische schonend gefangen wurden, bzw. aus Zuchten kommt, welche die Natur schützen und den Bestand der jeweiligen Fische schonen.

Naja, wer den ganzen Gütesiegel blind vertraut und letztlich dabei doch beschiss.. wird, ist selbst daran schuld. Traurig ist nur, dass dieser ganze Schwachsinn mit den vermeintlichen Gütesiegeln von unserer Obrigkeit hingenommen wird, Dabei ist es doch nur Geldmacherei. Aber jetzt trifte ich ab. 

Gut dass es auf Fehmarn auch einige gute Restaurants gibt, sodass wir nicht verhungern mussten. Unsere persönlichen Favoriten sind das Restaurant "Haifisch" und das "Steak und Fischhaus". Wo man relativ ruhig sitzt, gut essen kann und vor den Horden der Touristen größten Teils verschont bleibt, da die sich lieber in den angesagten In Restaurants abfüttern lassen.


So jetzt geht es aber weiter, wir schreiben Montag, den 6. Mai 2019 und ab heute gelten eure  Fahrkarten. Also einsteigen, wir starten nun. Zuerst geht es schnell noch in den Border Shop in Puttgarden um meinen Bonbonvorrat, speziell die leckeren, schwarzen Sallos aufzufüllen. Denn nur hier gibt es die 3 kg Großpackungen und davon kommen gleich mal 2 in den Knauser, wer weiß, ob ich die in Schweden bekomme.

Ihr könnt ja auch noch einen gewissen Vorrat an Spirituosen mitnehmen, nur nicht übertreiben, wie es die Skandinavier hier gerne beim grenznahen Einkauf tun. 

So jetzt ist es aber Zeit, die Fähre Prince Irgendwas, geht in 20 Minuten ab. Das einchecken sollte spätestens 15 Minuten vor der Abfahrt erledigt sein. Gut das ihr alle pünktlich wart und wir die Fähre pünktlich erreicht haben.Da die Überfahrt nur knapp 45 Minuten dauert, kommt erst gar kein Kreuzfahrt Feeling auf. Unsere älteste Hündin ist während der Überfahrt gut im Knauser aufgehoben.

Ich lade euch noch schnell zu einem Kaffee auf dem Oberdeck ein. auch wenn die Preise einen Eindruck von Kreuzfahrt aufkommen lassen.

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Kaum haben wir den Kaffee getrunken, ist auch schon der Hafen von Rönne in Sicht und wir verlassen die Fähre. Die Grenzkontrolle bei der Einreise in Dänemark dauert nur knapp 3 Minuten, da alle Übergänge mit Grenzern besetzt sind, die den größten Teil der Fahrzeuge durchwinken.

Nur die Fahrzeuge mit osteuropäischen Kennzeichen werden aus der Reihe heraus gewunken und deren Fahrzeuge, Papier und Insassen genauestens kontrolliert.

Vor uns wird aber auch ein Fahrzeug mit schwedischem Kennzeichen auf die Seitenspur gewunken und sofort von 4 Grenzern umstellt. Warum, die Grenzer werden schon wissen was sie tun.


Gut das ihr euch hintern in der Garage still verhalten habt, somit kommen wir ohne Kontrolle über die Grenze und fahren zügig bis auf die Insel Fanö, wo wir die erste kurze Rast einlegen und wie immer, wenn wir nach Dänemark kommen, erst mal einen dänischen Hotdog verspeisen.

Hallo, hallo, leider muss ich euch enttäuschen, es geht erst mal nicht weiter nach Schweden. Wir haben im Restaurant einen Folder in die Finger bekommen, in dem uns die schöne Insel Mön beschrieben wird.
Und da dies eine der wenigen Inseln ist, die wir in Dänemark noch nicht kennen, ändern wir mal kurzfristig unsere Reiseplanung.

Schnell ist in der Meinwomo App eine für uns passende Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Es geht auf den kleinen Campingplatz  Møn Camping Hårbølle  Strand, der uns ins Auge gesprungen ist, beim durchgucken in der App. 

Wichtig ist es für uns in diesem Jahr, dass der Untergrund mit Wiese passt. Da unsere älteste Hündin mit ihren nun fast 17 Jahren auf Schotter Probleme beim Laufen hat und dies müssen wir unserer alten Dame ja nicht unbedingt zumuten.

Wer keinen Hund hat, wird wahrscheinlich den Kopf schütteln, was ihm ja auch freisteht. Nur nicht übertreiben beim Schütteln, könnte sonst Verspannungen in der Halsmuskulatur geben.

Wir nehmen diesen kleinen Nachteil bei der Auswahl der Stellplätze für unsere alte Dame gerne in Kauf. Außerdem sitzen wir selbst, bei den Stellplätzen in unseren Stühlen auch lieber über Gras.

Der Campingplatz Hårbølle  Strand, früher als Camping West Mön von einem Deutschen betrieben, hat seit einem Jahr nun neue Besitzer. Ein junges dänisches Paar, die es dort relativ locker angehen lassen.

Man befährt den Platz und stellt sich dort hin, wo einem ein freier Platz gefällt. Die Betreiber, die beide gut deutsch sprechen, kommen dann am Abend vorbei und kassieren. Wir haben uns für einen Platz  vor den Dünen entscheiden, hinter denen dann direkt der Strand angrenzt.

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Eigentlich hatte mich ja der Teufel geritten und ich wäre gerne auf den höher liegenden Stellplatz, direkt an der Düne gefahren, aber letztlich hatte ich dann doch Bedenken, dass ich mit dem Knauser aufsetze, also stehen wir halt mal in der zweiten Reihe.

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Vom Platz aus gelangt man direkt nach ca. 50 m an den Strand, welcher bei schönem Wetter zum Baden einlädt.

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Da die Temperaturen trotz strahlendem Sonnenschein für uns Weicheier um 5-6 Grad zu niedrig sind, überlassen wir es unserer jüngsten Hündin, die Wasserqualität zu testen, was sie dann auch ausgiebig tut. Den Tag verbringen wir mit einem Spaziergang entlang des Strandes und dem Erkunden der direkten Umgebung.

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Danach hole ich mir an der Rezeption noch Infos zu der Insel Møn um mich schlau zu machen was wir Morgen machen werden. Anschließend kommt dann noch die Platzbesitzerin um die Gebühr zu kassieren. 29,- Euro bezahle ich umgerechnet. In dem Betrag sind Dusche, Toilette, Wasser, Strom, Ent.- und Versorgung, Hunde inklusive. Zwar hätten wir auf dem Stellplatz am Hafen von Klintholm wesentlich günstiger stehen können, aber dort hätten wir auf Schotter gestanden. Und hätten nicht diese Ruhe gehabt wie hier auf dem Campingplatz, wo neben uns nur noch eine Schweizerin stand, die schon zum zigstem Male diese schöne Insel aufgesucht hat.

So dann jetzt aber erst mal gute Nacht.
Wir lesen uns Morgen, möchte ich euch doch gerne etwas von der Insel zeigen. Also macht nicht mehr so lange in der Garage.

Man liest sich.



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Chinotto » Mo 13. Mai 2019, 21:56

Hallo Rainer und Lieblingsfahrerin  ;)

toller, und wie gewohnt launig geschriebener, Bericht über eine Ecke, die wir nicht kennen.    :good:

Ich werde diesmal nicht mitfahren können, leider hab ich wohl den Anschluß verpasst... (wir  waren nämlich an der Mosel und am Rhein unterwegs)
Aber ich lese auch gerne mit!  :)

Ich wünsche Euch noch eine schöne Reise und viele wunderschöne Eindrücke!



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von tuppes » Mo 13. Mai 2019, 22:04

Endlich wieder ein Lebenszeichen von euch - hatten uns schon Sorgen gemacht.
Die Auswahl des Platzes wegen des Wohlbefindens des Hundes können wir (als Hundebesitzer) durchaus nachvollziehen - bleibt zu hoffen, dass die "alte Dame" die geplante Reise auch weiterhin gut übersteht.
Ob aber der nächste Grenzübertritt wieder so "lautlos in der Heckgarage" ablaufen wird, wage ich zu bezweifeln, denn ich habe schon 2x einen der Sallos vor den Kopf geworfen bekommen, da sich irgendeiner der Mitfahrer nicht benehmen kann. Ich würde vorschlagen, dass deine Frau dann den Knauser fahren soll und du hinten für Ordnung sorgen solltest.
Weiterhin: gute Fahrt, viele schöne Erlebnisse und Begegnungen und auch bald wärmeres Wetter.
Erhard (Tuppes)



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 2 Dänemark

Beitrag von Havoerred » Mo 13. Mai 2019, 23:32

Dienstag, 7.5 Aufstehen, Frühstücken und dann geht es auch schon los los.Nachdem ich gestern noch in der Info rumgeblättert habe, werden wir uns gegen Osten bewegen und dort die Klippen von Møn besuchen, die den Status eines Weltkulturerbes haben.

Mal sehen ob da was dran ist.Über kleine schmale Straßen geht es rund 40 Kilometer in östliche Richtung vorbei an zahlreichen gelb blühenden Rapsfeldern.

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Aber bevor wir zu dem Goecentrum Møn Klint kommen, machen wir einen Abstecher zum Abborebjerg, welcher mit seinen 143 m den höchsten Punkt auf Møn bietet, von dem es bei klaren Wetter eine gute Aussicht geben soll.

Nun ja, das Wetter ist gut, aber doch in der Ferne etwas diesig, auf geht’s.

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Der Weg ist das Ziel.
 Nach einem für uns Flachländer schweißtreibenden Aufstieg erreichen wir den Gipfel.

Erstaunlich wie hügelig die Insel Møn im östlichen Teil ist. Es erinnert uns etwas an den Allgäu.
 

In der Ferne kann man die Ostsee sehen,

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die Brücke welche nach Seeland führt, ist leider nicht zu sehen.
  

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So und jetzt geht es wieder hinab. Etwas Beeilung bitte, wir haben ja noch etwas Programm vor uns.
Der nächste Punkt unseres Tagespensum ist der Besuch des Liselund Slotspark welcher 1790 von dem Wikinger Antoine de la Calmetta und seiner Frau Lise liebevoll angelegt wurde. 

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Und in welchem dann um 1887 von dem neuen Eigentümer das neue Liselund Schloß aufgebaut wurde. 

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Die Calmettas haben sich viel Mühe gegeben und in dem Park die Gebäude mit sehr viel Liebe zum Detail aufgebaut. 

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Wie zum Beispiel das Schweizer Haus, welches man als erstes sieht, wenn man den schön angelegten Park betritt. 

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Oder das Norwegerhaus, in welchem die Gäste übernachteten.

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Um diesen aus dem Schlafraum einen Blick auf den Mond zu bieten, wurde im Fensterladen ein Halbmond eingeschnitzt, welcher von außen beleuchtet wurde.
  

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Auch das Chinesische Haus bot den damaligen Gästen etwas besonderes. So waren alle Möbel so angemalt, das der Eindruck entstand das diese aus Bambus gefertigt sein.
 

Jetzt geht es dann weiter, wir verlassen den Park

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und fahren über enge Waldwege bis zum Parkplatz am Geo-Center Møn Klingt.
 

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Zugegeben, was hier an Natur zu sehen ist, beeindruckend, aber auch die Parkgebühren auf einem einfachen Waldparkplatz mit fast 7,- € beeindrucken einen schon. Auch der Eintrittspreis in das Centrum selbst ist mit rund 20,- € sehr hoch angesetzt. Und bei rund 100.000 Besuchern im Jahr, sollten die Baukosten eigentlich schon lange eingespielt sein.

Wir haben uns den Besuch im Centrum gespart, nicht weil wir knausern, sondern weil uns die Cmpingplatzbesitzerin, die dort in der Nebensaison arbeitet, mit genügend Informationen versorgt hatte. Und auf Computeranimation von irgendwelchen Dinos hatte ich auch keine Lust.

Lieber wollten wir uns die Kalksteinklippen in natura ansehen. Aber dann kamen wir an die Treppen die zum Strand führten.

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Als ich das Schild dort sah, da verließ mich doch mein Mut und ich schickte meine Lieblingstreppensteigerin zum fotografieren voran voran. Da ich die Befürchtung hatte, dass mir meine Höhenphobie einen Streich spielt und ich mich nicht mehr hinauf auf die Treppen trauen würde, falls ich sie überhaupt betreten würde.

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Jetzt folgen in loser Folge ein paar Eindrücke der sehenswerten Kreidefelsen, die ich mir dann beim nächsten Besuch auf Møn vom Boot ansehen werde. Diese Aufnahme hat mir ein freundlicher Däne auf mein Handy überspielt, der vor kurzem die über 500 Treppen überwunden hatte.

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Und noch eine Aufnahme aus der Strandperspektive, die mir der fitte Däne überließ.


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Die folgenden Aufnahmen hat meine Lieblingshöhenbewältigerin von einem Holzssteg aus aufgenommen der dort in 125 m Höhe über den Kreidefelsen angelegt ist.

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So jetzt habt ihr ja genügend Höhenmeter in den Beinen , lasst uns zurück auf den Campingplatz fahren. Wir werden in Stege, der Hauptstadt der Insel noch schnell einkehren. Ich lade euch dann dort zur Pizza ein.

Da Wasser, speziell Ostseewasser, auf mich als Angler, eine besondere Anziehungskraft ausübt, bewege ich mich am Abend dann noch mit der Angelrute an den Strand um unseren Bedarf an gesundem Fisch zu decken.

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Erlebe dabei noch einen schönen Sonnenuntergang, fange auch ein paar Hornhechte.

Tja das sind die mit den grünen Gräten, von vielen verschmäht, aber gebraten sind die oberlecker.

Ihr dürft gerne mal probieren, wenn ihr vor den grünen Gräten nicht zurückschreckt.

So jetzt aber erst einmal gute Nacht. Man liest sich.
       



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Re: Der Knauser auf D - DK - S Tour Frühjahr 2019 Teil 1 Deutschland

Beitrag von Havoerred » Mo 13. Mai 2019, 23:55

tuppes hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 22:04
Endlich wieder ein Lebenszeichen von euch - hatten uns schon Sorgen gemacht.
Die Auswahl des Platzes wegen des Wohlbefindens des Hundes können wir (als Hundebesitzer) durchaus nachvollziehen - bleibt zu hoffen, dass die "alte Dame" die geplante Reise auch weiterhin gut übersteht.
Ob aber der nächste Grenzübertritt wieder so "lautlos in der Heckgarage" ablaufen wird, wage ich zu bezweifeln, denn ich habe schon 2x einen der Sallos vor den Kopf geworfen bekommen, da sich irgendeiner der Mitfahrer nicht benehmen kann. Ich würde vorschlagen, dass deine Frau dann den Knauser fahren soll und du hinten für Ordnung sorgen solltest.
Weiterhin: gute Fahrt, viele schöne Erlebnisse und Begegnungen und auch bald wärmeres Wetter.
Erhard (Tuppes)

Danke Erhard,

wir hoffen auch das unsere alte Dame die weitere Reise gut übersteht. Wir mussten vor einigen Jahren, einmal eine unserer Hündinnen einschläfern lassen. Das ist immer schmerzlich, auch im Urlaub. Und dann kommt noch der Ablauf der ganzen Sache hinzu, da wir nicht möchten, dass die Überreste des Hundes irgendwo zu einer Abdeckerei kommen. Wir haben die Hündin damals in Frederikshavn grementieren lassen und später dann die Urne abgeholt.

Für den Notfall, der hoffentlich nicht während der Reise eintrifft, habe ich schon einmal vorsorglich alle Tierkliniken auf unserer geplanten Strecke notiert um schnell reagieren zu können, wenn sich ihr Zustand extrem verschlechtert. Bislang hat sie nur die Schwierigkeiten beim Laufen auf Schotter, oder Grummelsteinen. Daher fällt unsere Wahl auf Plätze mit Grasuntergrund. 

Das da hinten in der Garage mit Sallos rumgeworfen wird, ist natürlich nicht im Sinne des Sallosbesitzers und ich darf doch bitten damit aufzuhören. Ich hatte schon meine Lieblingssallosverschmäherin im Verdacht, das sie heimlich meine Sallos auffuttert. Jetzt bin ich beruhigt und weiß wo sie landen. :D

So und jetzt geht es weiter mit dem nächsten Reisetag, ich habe Nachtschicht weil unsere alte Dame irgendwann um 2:00 oder 3:00 gerne noch einmal raus möchte und sich dafür jetzt noch einmal  hinlegen, lohnt sich nicht. Da ist man dann geräderter, als wenn man wach bleibt. Hat auch was Gutes, so kommen meine Berichte voran.

 



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