Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von schnuess » Mi 27. Nov 2019, 06:36

Isa, wieder mal stelle ich fest.......ich habe zu wenig Zeit!
Prima, dass du so schön berichtest....



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Mi 27. Nov 2019, 09:07

Peloponnes

...... war es die Nachtigall oder die Lerche....?
(Oha, das war ja wiederum der Engländer...)

Danke für Deinen schönen Kommentar.
Ich vermute, Du bist wie ich begeisterter Leser der MM-Reisefüher?!



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von jion » Mi 27. Nov 2019, 10:41

Wieder einmal ganz großes Kino und natürlich ganz großes Lob an dich für deinen Reisebericht. Ich reise sehr gerne mit.

Danke dir sehr.



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von nonconnue » Mi 27. Nov 2019, 13:14

Solche Reiseberichte gehören verboten ......Sie wecken Lust auf mehr....und halten zudem vom Schlaf ab .....
Danke trotz allem was du mir hier antust....



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Mi 27. Nov 2019, 17:09

 Dienstag, 26.11.2019
  Das Wetter ------- sieht wieder grau aus. Ich kann das Grau bald nicht mehr sehen, ehrlich jetzt. Die Temperaturanzeige immerhin steht bei 14° - für vor Sonnenaufgang gar nicht sooo schlecht. Also bissi trödeln, bis es hell wird, Kaffeechen trinken und Joghurt mit Müsli vespern. Und dann los. Nur ein dünnes langärmeliges Hemdchen unter meiner leichten Jacke, das muss reichen – und reicht auch. Ich gehe andersrum in die Altstadt Cordobas, als gestern abend. Zunächst an der Stadtmauer außen entlang, am Fluss entlang, der viel braunes Wasser führt, dann rein in die Stadt und da nochmal bei Tag alles angesehen. Überall Gruppen mit Touristen, Schulklassen, alles da.
92- Guadalquivir - sah im dunkeln schöner aus als die braune Dreckbrühe.JPG
 Ich bin lustlos, mag auch gar nicht fotografieren, das Grau, das über der Stadt wabert, regt mich auf, kann diese Graubilder nicht mehr sehen – dazu ist es noch irre feucht – ich schwitze, obwohl es gar nicht so warm ist. Was allem die Krone aufsetzt, sind dann noch 3 Frauen, von denen eine sich aus der Gruppe löst, mir ein Kräuterbüschel als „Regalo“ - also Geschenk anbietet. Ich wehre ab – no tiempo – keine Zeit – und gehe weiter, sie geht mir nach und schreit Regalo Regalo – ich schüttle den Kopf, zwicke meine Handtasche, die knapp unter der Schulter hängt, noch fester ein und werde schneller, bis sie aufgibt.
93- Mezquita.JPG
94- Nochmal Mezquita - die Moschee.JPG
 Der alte Trick. Als „Geschenk“ bekommt man ein Kräutersträußlein, das ist geweiht und hält einen gesund und fröhlich. Dafür möge man aber doch bitte 1€ spenden. Wenn man dann das Portemonnaie raustut, wird man irre abgelenkt – und am Ende der Aktion hat man – ohne dass man irgendwas davon gemerkt hat – kein Papiergeld mehr im Geldbeutel. So geht das. Nervt. Wenn ich beruflich auf Reisen bin, predige ich immer und immer wieder den Gästen, sie mögen bitte NIEMALS auf der Straße das Portemonnaie herausholen und was raustun. Leiderleider tut der eine oder andere das immer wieder, diese Trickdiebe sind so geschickt, das merkt man erst nicht. Naja, wenn dann das Papiergeld weg ist - muss ich mir wenigstens nicht das Geheule darum anhören. Ich hatte die Gäste gewarnt. Empfehle, ein paar Münzen in die Hosentasche zu stecken - für Straßenmusiker, für was man halt grad meint, aber NIEMALS auf der Straße Geldbeutel öffnen....Weiter.
  Schnurstracks eile ich zum Parkplatz durch das Sevilla-Tor – bezahle 17,95€ fürs Parken – verwerfe den Plan,ca 40km südlich noch eine Schlucht durchwandern zu wollen, die von maßgeblicher Schönheit sein soll – und will nur noch an die Küste. 2 Podcasts später bin ich im Paradies europäischer Rentner auf einem kostenfreien Drecksplatz in Torremolinos angelangt – hier stehen sie, die Franzosen, die Spanier, die Schweden, die Italiener, die Belgier, die Briten...... und ein deutsches Wohnmobil. Ich geselle mich dazu und bin froh. Habe die Iberische Halbinsel vom Atlantik zum Mittelmeer in zweieinhalb Tagen durchfahren – mit vielen Eindrücken im Gepäck, alles ging gut, braves Kästchen, hast es fein gemacht, fast 4000km hab ich nun mehr auf dem Tacho seit Abfahrt daheim – und stehe keine 10km vom Flugplatz in Malaga entfernt, von wo ich am Freitag heimfliegen werde, um nach 2 Wochen wiederzukommen.

95- Angekommen auf dem freien Drecksplatz in Torremolinos, dem Paradies europäischer Rentner.JPG
 Flugs die Winterstiefel weg, die Strümpfe gar, die Sandalen an – das langärmelige Gelump weg – Luft an die Haut – sonnige 23° - ein Wohlfühlen – unbeschreiblich. Lokal gesucht, Bier gekauft, Essen bestellt....... später am Strand liegen, Buch lesen, dösen – im Wohnmobil Wein trinken...... schaumermal, was ich morgen mache, da ist ein anderer Tag.    
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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von frabe36 » Mi 27. Nov 2019, 17:26

Lira einfach wundernbar geschrieben ;-) das macht richtig Spass mit zulesen
Wir wünschen Dir ganz viel spass auf der Tour

Lisa und Frank



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von kastenklaus » Fr 29. Nov 2019, 20:17

Ein schöner Reisebericht, sehr gut geschrieben, die Bilder ergänzen die Tourbeschreibung ausgezeichnet.
Teppichstangen, um mit deinen Worten zu sprechen, gibt es in südlichen Ländern immer öfter. Mittlerweile gibt es halt doch sehr viele Wohnmobile, viele der Wohnmobilisten haben sich auf freien, nicht offiziellen Stellplätzen hingestellt, ihre Campingutensilien rausgeholt und stundenlang vor dem WoMo gesessen. Irgendwann fällt das auf und es wird ein Riegel, bzw. eine Teppichstange, davor geschoben.



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Arminius » Fr 29. Nov 2019, 22:12

Schöner stimmungsvoller Bericht! Mag ich gern lesen. Vielen Dank dafür!
Aber
Lira hat geschrieben: 27. Nov 2019, 17:09 
  2 Podcasts später bin ich im Paradies europäischer Rentner auf einem kostenfreien Drecksplatz in Torremolinos angelangt – 

Fühle mich doch etwas irritiert da ich auch Rentner bin und ich auch im nächsten Jahr, wenn meine Frau im Ruhestand ist und wir länger "Urlaub" machen können, es durchaus möglich ist auf einem solchen Platz zu landen.  Was ist denn daran falsch oder benehmen sich die Rentner dort alle daneben? Vermisse etwas die Toleranz. :? Sorry für den Einwand aber das musste jetzt sein.



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Peloponnes » Sa 30. Nov 2019, 00:02

Arminius hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 22:12
Schöner stimmungsvoller Bericht! Mag ich gern lesen. Vielen Dank dafür!
Aber
Lira hat geschrieben: 27. Nov 2019, 17:09 
  2 Podcasts später bin ich im Paradies europäischer Rentner auf einem kostenfreien Drecksplatz in Torremolinos angelangt – 

Fühle mich doch etwas irritiert da ich auch Rentner bin und ich auch im nächsten Jahr, wenn meine Frau im Ruhestand ist und wir länger "Urlaub" machen können, es durchaus möglich ist auf einem solchen Platz zu landen.  Was ist denn daran falsch oder benehmen sich die Rentner dort alle daneben? Vermisse etwas die Toleranz. :? Sorry für den Einwand aber das musste jetzt sein.  

Du musst nicht irritiert sein. Isas Wertung bezieht sich nicht auf Deine und meine  Eigenschaft, Rentner zu sein, sondern auf den Platz. Es gibt einfach Stellplätze an der spanischen Mittelmeerküste, besonders in  Andalusien (dort, wo eben viele Rentner überwintern, aber meistens auf CP - eben ihr Paradies)  da hält man es höchstens für eine Nacht aus oder nicht einmal das. Wir hatten so ein Erlebnis 2014 im Januar  auf der Anfahrt nach Marokko in Torre del Mar, selbst auf dem CP dort war Übernachten nicht möglich. Die Fahrzeuge standen selbst in der Einfahrt zum CP  im Schlamm nebeneinander gequetscht und durften dafür noch richtig Euros abquetschen. Inakzeptabel.

Das hat nichts mit dem RENTNER oder dem BENEHMEN zu tun, sondern der Situation vor Ort. Und das beschreibt Isa kurz und treffend in ihrem Schreibstil.

PERSÖNLICH würde mich an die andalusische Mittelmeerküste auch nichts ziehen. Die ist vollgeklatscht mit Feriensiedlungen, Rentner(?)siedlungen und Hotelbauten und landwirtschaftlichen Plastikflächen. Da gibt es Schöneres in Europa, was nicht ausschließt, dass es an der andalusischen Küste auch gut geführte, schöne CPs gibt, wo sich der Rentner im Winter wohl fühlt.  Auch des Klimas wegen.

Es gibt auch einen supertollen SP-Platz im Yacht-Hafen von Almerimar.

Gruß
Frank
    

 




 

   
 



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Sa 30. Nov 2019, 08:54

Genauso wie Peloponnes es beschreibt, ist es - und so habe ich das auch gemeint. Ich dürfte ab Februar auch in Rente gehen - gehöre also auch dieser Bevölkerungsgruppe fast an - ist kein Stigma. Und aus diversen Gründen war ich dann dort auf dem Platz doch 2x gestanden für die Nacht - und habe da, obwohl wenig anwesend, all das erlebt, was der Kollege beschreibt. Unmögliches Verhalten, das "man" (also ich, schon von ganz früher her Freisteher mit gewissem Benehmen, um da nix kaputt zu machen, aber natürlich auch viele andere, die bissi sensibler mit ihrem Umfeld umgehen) einfach so nicht macht (Wasser rauslaufen lassen, Liegestühle aufstellen, den Trailer in die erste Reihe stellen, den Smart daneben neben Wohnmobil und Trailer - also 3 Stellplätze schamlos benutzen und als sich einer auf der anderen Seite danebenstellt, auch noch den Generator anschmeißen, um den bösen Eindringling zu verjagen ). Und - ja - ich kenne auch (wirklich liebe und nette) Leute, die sich wochenlang auf einem CP einnisten - und die auch selbst von sich sagen, sie gingen in die "Käfighaltung für Senioren", so wie ich dieses Wortspiel auch benutze, ohne diejenigen auf irgendwas reduzieren zu wollen. Und - nachdem halt viele wochenlang unterwegs sind, um den mitteleuropäischen Grau-Winter auszusitzen - sind es halt meistens Rentner. Angestellte berufstätige Menschen haben halt mal in aller Regel (außer Lehrer) nicht mehr als 6 Wochen bezahlten Jahresurlaub. 
Also - nix für ungut - sich bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen - ja, ich schreibe manchmal flapsig, will aber niemandem zu nahe treten - außer denjenigen, die ich im obigen Absatz in Klammern beschrieben habe. Die dürfen sich gern sogar geohrfeigt fühlen, weil sie mit ihrem egoistischen und rücksichtslosen Verhalten dafür sorgen, dass es immer weniger Freisteherstellen in Europa gibt.....

Achja - und der "Drecksplatz" ist halt einer ohne befestigten Untergrund, bei dem man, wie in meinem Fall, nach Regen einen Haufen Dreck ins Wohnmobil trägt, wenn man nicht aufpasst. Deswegen kann man sich dort schon auch aufhalten, so ist das nicht. 



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