Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Biggi & Reinhard » So 24. Nov 2019, 17:29

Hallo Isa ,
Danke fürs Mitnehmen und den schönen Bilder
natürlich auch den Tollen Reise Bericht
weiterhin schöne Fahrt und schönes Wetter :dau3



Peloponnes
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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Peloponnes » So 24. Nov 2019, 23:14

Ich liebe Deine Reiseberichte, weil das persönliche Erleben selbst von Kleinigkeiten macht´s......   Wunderbar nachvollziehbar.  Und Dein Frankreichteil erinnert mich an die 80er, als wir im selbst ausgebauten Mercedespostbus noch auf jedem Dünenparkplatz stehen durften. Das war wirklich MOBILE FREIHEIT!

Gruß
Frank

 



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von schnuess » Mo 25. Nov 2019, 06:17

Ach Isa, was für eine schöne Reise!

Weiterhin gute und sichere Fahrt und vielen Dank fürˋs Mitnehmen!



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Fibi » Mo 25. Nov 2019, 12:37

Lese - und fahre ;)   auch sehr gern weiterhin mit.
Wünsche dir/und uns auch weiterhin eine erlebnisreiche und 
spannende Reise.
Vielen Dank fürs mitnehmen .

Liebe Grüsse  Fibi :)



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Kerli » Di 26. Nov 2019, 07:12

Moin Moin Lira,

wie immer bei dir, viele gute Fotos, tolle Infos, so macht Forum viel Freude (....... gibt ja leider zu viele hier die nur
"nehmen" statt auch mal "geben".... )

Freuen uns schon auf die Fortsetzungen......

Vielen Dank

Es grüßen vom Jadebusen

Kerli und Lia



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Di 26. Nov 2019, 19:38

Sonntag, der 24. November 2019  


Um 8h sitze ich leicht gefrühstückt und reisefertig am Steuer, es hat draußen ganze 2°, das braucht man auf Wintertour irgendwie auch gar nicht. Bereits vor 5h fuhr die Straßenreinigung durch – vorbildlich!!! Und das am Sonntag! Ziemlich alleine fahre ich auf die A1, kostenfreie Autobahn. Diese ist – schlichtweg – traumhaft – sie führt über Höhen und Tiefen – geht kurz vor der Kapitale bis auf 1300m hinauf, dort hat es Nebel und keine Temperatur, also null Grad – und null Sicht. Dann durch Madrid. Ein Moloch seinesgleichen, naja. Die Menschen müssen unterkommen, klar. Die Hauptstadt. Und die Autobahn geht auch nicht durchs historische Viertel, sondern halt schnurstracks durch. Gut so. Ich hatte es mir extra so ausgesucht, dass ich am Sonntagvormittag durch Madrid ohne Stress und Stau fahre – ging ja auch auf, wie schön. Mein Hörbuch ist so spannend, dass ich noch gar nicht ankommen mag, hilftja nicht.

Habe mir Camping International Aranjuez ausgesucht. Hier checke ich ein – mit allen Benefits wie Strom und W-Lan. Rundumsorglospaket – und Waschmaschine und Trockner. Ich habe Hausarbeit. Muss/möchte Freundins Bettwäsche und Handtücher, eigene Unterwäsche usw. waschen..... funktioniert. Mag ja nicht monatelang schmutzige Wäsche umeinanderkarren, dazu ist ein Kästchen wirklich zu klein, muss man so sehen. Als ich mit der Hausarbeit fertig bin, geh ich in die Stadt.

Was soll ich sagen – nicht nur – dass mir die Melodie des Concierto di Aranjes dauernd schon in den Ohren hängt – in vielen Variationen, die ich auch auf CD daheim und immer wieder gerne gehört habe – hier wird sie überall gespielt. Rodrigo hat seiner Lieblingsstadt ein Denkmal geschaffen, das nicht zu vernachlässigen ist. Es ist eine tolle Stadt – Plätze und Gärten von wirklich vatikanischen Ausmaßen – der Königspalast soll prunkvollst ausgestattet sein – ich ziehe es vor, ein gülden Cervesa in der güldenen Nachmittagssonne den güldenen Putten im Palast vorzuziehen. Den ganzen Abend höre ich das Concierto in Variationen, ich bin beglückt, am Ort zu sein, an dem dieses herrliche Musikstück spielt.....

77- Weitläufige Parkanlagen.JPG
78- Der Brunnen des Narziss - alle ächzen unter seiner Last.JPG
79- schönes Lokal an der anderen Tajo-Seite.JPG
80- Der Eingang in den Prinzengarten.JPG
81- Der Blick zur Kirche des San Antonio.JPG
   
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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Di 26. Nov 2019, 19:50

82- Die Ausmaße sind wirklich riesig.JPG
83 - Königspalast.JPG
84- Gehört auch zum Königspalast.JPG


Montag, 25.11.2019  


Kalt ist es immer noch mit einstelligen Temperaturen am Morgen – auch wenn sie sich mit 9° den zweistelligen nähern. Naja. Muss heute morgen noch einiges erledigen – im www, das ich mir im CP gebucht hatte – Buch von der Bücherei auf den Tolino laden – Mist, geht nicht, da stimmt was nicht mit meinen Passwörtern und die Bücherei hat heute zu, dass ich das nicht klären kann – Parkplatz für Kästchen in Malaga am Flugplatz buchen – gelingt – ich muss nur nochmal anrufen um gesagt zu bekommen, dass das Parken für Kästchen wegen 6m Länge und 2,6m Höhe 20% mehr als ein Pkw kostet, also 74€ - kann ich gut mit leben – und mir vom BR paar Podcasts auf den Stick zu laden, der meine weiteren Hunderten Kilometer Fahrten unterhalten soll. Gelingt.

Dazwischen diverse Korrespondenz mit den Mädels, mit denen ich mir eine zusätzliche Existenz nach meiner Berufstätigkeit verschaffe, und was halt sonst noch so anfällt. Dazwischen noch eine Maschine Buntes auf 40° gewaschen, das langärmelige Zeug, das mir auszugehen droht – alles schön rundum im Kästchen auf Bügel gehängt, sieht wieder aus wie in der Kleiderkammer, macht ja nix. Und dann noch leer und voll machen – und dann noch tanken – für 1,22€ gar nicht mal so günstig, aber ich hau mal 100l rein, muss ja noch einiges fahren und wenn ich in gut 2 Wochen „drüben“ mittens in der Nacht in Teneriffa ankomme will ich auch nicht gleich in die Tanke fahren und wer weiss, wieviel ich noch heizen muss, das bei mir ja auch auf Diesel-Kosten geht. So bin ich gut beschäftigt, aber die Abfahrt gelingt bis 12h. 

Die Sonne schien in Aranjuez, ich fahre nochmal mittens durch die schöne Stadt, bevor ich auf die A4 komme, den Podcast anmache, der mich die nächsten 3 Stunden begleiten wird, während ich als der A4 folge – kerzengerade gen Süden – und nach rund 100km der Sonnenschein einem ziemlichen Nebelgebiet weicht. Aha, da kommt auch das Schild „Andalucia“ - wie hoch wir grad sind, weiss ich nicht, ich denke, es ist einiges, ich habe die Garmina nicht mitlaufen, die immer schön brav die Höhenmeter anzeigt, aber Kästchen müht sich manchmal, es werden doch gut über 1000m oder mehr sein.... Dann beginnt es auch noch zu regnen, heieiei – nicht stark, aber doch so, dass der Scheibenwischer laufen muss. Wo bin ich – was mach ich – will ich den Winter aussitzen – oder wie soll ich das verstehen? Warum gelingt mir das nicht? Alle Flüsse die ich überquere, sind hoch gefüllt mit braunem Wasser, Hinweise auf ziemliche Niederschläge. Bei mir daheim natürlich NULL Niederschlag, aber die fränkische Sahelzone ist nun mal meine Heimat, drum bin ich ja vom Regen derart entwöhnt. Trotzdem sind die Landschaften – sofern man sie sieht – extrem abwechslungsreich und toll – auch die Vegetationen. Hektarweise Weinanbau – hektarweiseOlivenanbau – hektarweise Wiesen – hektarweise – gar nix – nur Landschaft. Landschaft und Landschaft und Landschaft.

Mit Hügeln und im Hintergrund Schneebergen, genial. Toll. Ich bin wiederum begeistert. Die Durchquerung der Iberischen Halbinsel von Nord nach Süd begeistert mich total. Nach gut 300km ist der Wohnmobilstellplatz in Cordoba schnell erreicht, er ist krummschief, naja, ich finde einen Platz, wo ich im Bett mit Kopf etwas, also wirklich nur etwas, erhöht im Vergleich zu den Füssen liege, passt, ich parke ein. Stehen rund 10 Fahrzeuge da – hab nicht geschaut welche Nationalitäten, auch größere Mobile da, auch ein weiteres Kästchen. Es regnet. Ich ziehe nicht los und somit nicht 4000 Mark ein wie im Monopoly, sondern hänge noch bissi ab. Esse meine Suppe von gestern aus, trinke den Rotwein von gestern gar aus – mache mir noch einen Kaffee – und gehe dann – endlich hat der Regen aufgehört – endlich endlich los. Es ist schon dunkel. Cordoba begeistert.

Seit 1994 Unesco-Weltkulturerbe, zu Recht. Cordoba war eine riesige Stadt vor mehr als 1000 Jahren – Juden und Christen bezahlten Sondersteuern, beherrscht wurde sie als Emirat , das in Konkurrenz zu Damaskus und später Bagdad stand und mehrere hunderttausend Einwohner gezählt hatte. Alle drei Religionen lebten nebeneinander, Cordoba war wohl ein kulturelles Zentrum von Bedeutung. Im 13. Jhd kam wohl der Niedergang, herbeigeführt von den Christen, die keine Widersacher geduldet hatten.Isabella von Kastilien (nomen est omen - ??? Meine Ur-ur-ur-Großmutter stammte wohl aus Kastilien, nein, nicht die berühmte Isabella, so alt bin ich nun auch nicht.....) und ihr Mann Fernando „räumen endgültig auf“ am Ende des 15. Jahrhunderts – und verjagen die Juden – und stellen die Muslime vor die Wahl – umtaufen oder gehen ….... Flüchtlingswelle.... in Südtirol nannte man das in den 1930ern die „Option“... das haben wir doch in der Gegenwart auch – und im 20. Jahrhundert auch des öfteren. Es ist also alles „nix neues“.....  
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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Di 26. Nov 2019, 19:52

Ach . warum gelingt es einfach nicht, erzeugte Absätze auch Ab sätze werden zu lassen - importiert aus einem Schrift-Dokument. Das ist sowas von schade....
 



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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Lira » Di 26. Nov 2019, 20:04

Der langen Rede gar kein Sinn, ich streife im dunkeln, weil es nicht mehr regnet, kilometerweit durch die Altstadt und bin begeistert, atme Geschichte – ob das Pflaster, auf dem ich rumlaufe – teilweise zumindest paar hundert Jahre alt ist oder nur auf alt getrimmt? Man weiss es nicht.....
85- Mezquita Cordoba.JPG
86- torre de la Carahorra.JPG
87- Alte Brücke über Guadalquivir.JPG
88- Eingangstor in die Altstadt.JPG
89- Teil der Mezquita von außen.JPG
 Hab ich schon mal geschrieben, dass wir, also mein verstobener Mann und ich , früher sehr viel im Salzburger Land waren, in Hallstatt am Hallstätter See gar – und es gibt Bilder aus den 1970ern und 1980ern von Hallstatt, die den berühmten Platz zeigen, bevor Hallstatt Unesco Weltkulturerbe geworden und in China nachgebaut worden ist. Verglichen mit dem heutigen Brunnen, der richtig alt aussieht, sieht der auf meinen Bildern von vor 40 Jahren doch um einiges anders aus........ auch so kann der Umgang mit Geschichte gehen..... Nachdenklich gehe ich zum Kästchen zurück – mal sehen, was ich morgen mache. Das Wetter möge entscheiden.....  Dienstag, 26.11.2019 
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Re: Kanaren-Anreise - Teil 1 - via Bretagne.....

Beitrag von Peloponnes » Mi 27. Nov 2019, 01:16

Friedrich Schiller:  Don Carlos: "Die schönen Tage in Aranjuez
sind nun zu Ende. Eure königliche Hoheit
verlassen es nicht heiterer. Wir sind
vergebens hier gewesen. Brechen Sie
dies räthselhafte Schweigen."

Ist das nicht herrlich, schon Schiller wusste, dass Lira als königliche Hoheit zurückkehrt und tolle Reiseberichte schreibt? 

Wir haben einst auch auf dem CP im Sommer 2 Nächte verbracht, alle Fenster offen wegen der brütenden Hitze und im Busch nebenan eine Nachtigall. Die hat mir die ganze Nacht ins Ohr geflötet. Unmöglich zu schlafen.

Das Schloss, der Park und die Stadt sind toll. 

Gruß
Frank
 



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