Generationswechsel

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Generationswechsel

Beitrag von RipVanWinke » Mi 24. Jul 2019, 15:12

Seht ihr bei euch einen Generationswechsel unter den Campern ?

Bei uns ist es so das viele junge arbeitnehmer im/vom WW/WM aus arbeiten.
Anstatt alle 3 bis 4 jahre oder haeufiger jobs zu wechseln um der karriere zu helfen wird vom mobilen haus gearbeitet. Und so braucht man sich nicht mit hausverkauf oder teueren mieten zu aergern.

Eine grosse Campergemeinschaft ( Escapees’s) hat nun den wechsel hier erkannt und eine neue Interessengruppe gebildet die sich anstatt des vollzeitcamping von aelteren menschen die nicht mehr arbeiten mehr auf juenger arbeitende konzentrieren...beide gruppen habe ja andere interessen und was dem einen egal erscheint ist ein muss fuer den anderen.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von womopeter » Mi 24. Jul 2019, 15:29

Hallo Rip,
eine interessante Frage.

In den Wohnmobil- Foren, in denen ich hauptsächlich unterwegs bin,
kann man die User an einer Hand abzählen, die im WOMO leben und arbeiten.
Ob es in der Realität sehr viele mehr sind , kann ich deshalb nicht beurteilen,
denn nicht jeder, der so lebt und arbeitet, ist auch in einem Wohnmobilforum.
Ich hätte so etwas nie gemacht, zum einen fehlen mir das Wissen und das Können,
um so zu arbeiten,
zum anderen möchte ich nie länger wie 4 - 6 Wochen in einem WOMO leben,
da wir auch noch ein schönes, wenn auch kleines Häuschen haben
und zum dritten bin ich heute froh, während meines beruflichen Lebens soviel in die Rentenkassen
eingezahlt zu haben, (40 Jahre lang den max. Satz) dass ich mir heute das leisten kann, was ich mir leiste. :)
Viele der Freelancer werden sich im Alter noch fragen müssen, von was sie leben sollen,
weil sie in ihrem Leben wenig bis garnichts in die Altersvorsorge investiert haben,
inverstieren konnten oder wollten.
Die müssen dann zum Amt, um um Beihilfe zum Leben zu bitten.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von RipVanWinke » Mi 24. Jul 2019, 15:36

Mobil zu arbeiten bedeutet nicht automatisch freelancer zu sein... ich habe in meinen 18 jahren mit IBM viele europaeische kollegen gehabt die einen ganz normalen job mit genau den gleichen rentenzahlungen urlaubsanspruechen wie jemand der im buero arbeitet.
Diejenigen die freelancer sind muessen natuerlich anders als die festangestellten fuer den ruhestand planen aber dafuer werden die auch meist besser bezahlt als festangestellte.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von präses » Mi 24. Jul 2019, 15:39

Ein Generationswechsel findet aus meiner Sicht auch bei uns statt, wobei die Gründe sicher anders gelagert sind. Früher zur Bulli, DB 4er,5er, 6er Zeit waren es meist jüngere Familien welche aus den, meist selbst ausgebauten, WoMos kamen. Wenn dann auf den WoMo Treffen 30-40 Kinder über den Platz tobten war das ganz normal. Heute sind es aus meiner Sicht meist Rentner, welche mit ihrem Pinscher aus dem WoMo kommen. (nichts gegen Rentner, bin selber einer) Habe erst letzte Woche Nachbarn gehabt welche nach eigener Aussage erst seit kurzem auf WoMo umgestiegen sind. Schade ist nur, dass das Angebot an SPs nicht in dem Maße wächst wie die Zulassungszahlen bei den WoMos.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von jion » Mi 24. Jul 2019, 16:16

Ich sehe es auch so, daß die Anzahl der Stellplätze lange nicht so steigt wie die Zulassungen an Wohnmobilen. Man merkt schon das eine andere Generation an Wohnmobilfahrern unterwegs ist. Die Zahl der Wohnmobile über 3.5 Tonnen wird überwiegend von der älteren Generation gefahren, da diese noch bedingt durch ihren alten Führerschein bis zu 7.5 Tonnen Wohnmobile fahren dürfen. Ich glaube das in absehbarer Zeit immer weniger Dickschiffe zugelassen werden. Der Trend geht auch hier zum Leichtbau unter 3.5 Tonnen.
Sicherlich sind es aber immer noch die Rentner die die Szene beherrschen. Ich glaube die jüngere Generation leiht sich lieber ein Wohnmobil als eines zu kaufen.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von SuperDuty » Mi 24. Jul 2019, 17:10

. . . oder macht Flugreisen. Das ist preiswerter.

Stellplatzmangel ist ein großes Problem.
In Europa ist man auch nicht so flexibel wie in den USA. Schnell mal das Haus samt Inventar verkaufen und beim neuen Arbeitsplatz ein ebensolches wieder erwerben ist hier nahezu undenkbar. Die Bereitschaft nach einem Verlust des Arbeitsplatzes ganz woanders was zu suchen ist auch nicht gerade groß. Man verlässt sich lieber auf den Staat, dass der einem einen neuen Platz beschafft, natürlich nicht weit weg, denn das ist unzumutbar. Sowas sind halt die Vor- aber auch Nachteile eines Sozialstaates. Junge Leute, die Karriere machen wollen sind natürlich anders gestrickt, wohnen dann meist zur Miete.
Was die jungen Aussteiger betrifft, denke ich, dass die sich keine Sorge um ihre Altersversorgung machen brauchen. Bis dahin haben wir sicherlich ein bedingungsloses Grundeinkommen und wer es versteht alle Sozialstellen anzuzapfen, der hat heute schon mehr Geld als so mancher Rentner, der 45 Jahre malocht hat.
Mobilhome Parks sind hier eine Rarität. Mobilhome schaffen viele Campingplätze an um diese an Urlauber zum vermieten.
Es gibt auch nur wenige Campingplätze auf denen es möglich ist seinen Wohnsitz anzumelden.
Dem Arbeiten aus dem Wohnmobil heraus, sei es über PC oder durch Anwesenheit in einer Firma steht vieles im Wege.
Von zu Hause aus Arbeiten ist langsam im kommen, es wird aber in kürzeren Abständen meist die Anwesenheit im Büro erwartet. Datenintensiver PC-Arbeit steht am Wohnsitz oft ein unzureichende Internetverbindung entgegen. Habe jetzt erst in der ehemaligen Firma von einem Kollegen erfahren, dass die versprochenen hohen Datenraten vor 6 ankommen, tagsüber so lala sind und ab 17 Uhr geht nichts mehr. Das nahegelegene Technologiezentrum in Koblenz hat auch große Internetprobleme. Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar dazu.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von RipVanWinke » Mi 24. Jul 2019, 17:38

Mir wurde 1996 beim verlassen der bundeswehr und vorbereitung fuers zivilleben schon gesagt das man besser flexibel ist um eine karriere zu haben...von anfang bis ende der karriere bei einer firma zu bleiben wird sehr selten sein.
Ich habe immer im IT bereich gearbeitet, auch in deutschland (BOSCH) und selbst 1997 wurde mir ein handy gegeben womit ich mich im notfall zur AS/400 einwaehlen konnte um wartungsarbeiten zu machen oder probleme zu beheben.

Das mit der Deutschen Buerokratie hatte ich nicht bedacht... ich hatte vor ein paar wochen einen blog gelesen wo jemand aus deutschland das gleiche wie ich mache und fand das ganz interessant...aber wie er seinen wohnsitz regelt hat er nicht beschrieben.
Ich musste meinem Arbeitgeber auch bescheid geben das wir umziehen, der vorteil ist das Texas keine einkommensteuer hat ich so nun mehr geld habe als in New York...aber bei euch gibt es da ja keinen unterschied (glaube ich)

Wir sind also in Texas gemeldet, haben fuehrerscheine von dort, fahrzeuge sind registiert und wir waehlen dort...wir verbringen circa 5 monate im jahr dort


Hier sehen wir immer mehr junge familien..und teilweise grosse (mit 4 und mehr kindern) die mit dem campen anfangen...allerdings haben die riesen WW mit allem luxus.



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Re: Generationswechsel

Beitrag von mutafo » Di 13. Aug 2019, 11:27

Ich glaube, Jion hat es auf den Punkt gebracht. Das Mieten wird immer beliebter, weil Besitzstand bei den Jüngeren immer mehr an Bedeutung verliert.
Beste Beispiele sind Car-Sharing und der explodierende E-Scooter Markt. Schnelles benutzen von Statussymbolen also, mehr Schein als Sein. 0-Zinsen auf Geldanlagen. Alles muss sofort zur Verfügung stehen, darf aber keinerlei Verantwortung oder gar Pflege beanspruche. Die permanente Verbreitung von Weltuntergangs Nachrichten. Alles Dinge, die die Älteren noch durch Lebenserfahrung kompensieren können, fehlt den Jüngeren. Insofern ist das Verhalten Generationsgemäß.
Das spezielle Wohnmobilproblem- rein größenmäßig- wird sich meiner Meinung nach nicht ändern. Es wird immer mehr Geld vererbt und wird immer schneller in Umlauf gebracht. Da ändert auch der Hochpreis für einen LKW-Führerschein nichts daran.
Was sich ändern wird, ist der Gebrauchtwagenmarkt für die Dicken, wenn man nämlich merkt, welche Einschränkungen man für den Mehrgewinn an Luxus in Kauf nehmen muss.
EHM



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Re: Generationswechsel

Beitrag von mutafo » Mo 26. Aug 2019, 09:45

SuperDuty hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 17:10
. . . oder macht Flugreisen.

Weil ich gerade Deine Signatur lese, fällt mir spontan ein Bild ein: oben ein Bild von Pippi Langstrumpf unten eines von Greta. Text dazu :oben "Gute Zeiten"; unten "Schlechte Zeiten" Mit ein wenig Nachdenken kommt man darauf, das man das Problem nicht treffender schildern kann. Schade, dass man das Bild nicht zeigen darf.
EHM
 



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